Donnerstag, 12. Juni 2008
Geschüttelt, nicht gerührt: Phönix analysiert Mars Boden
Endlich gelangte die sehr grobkörnige Bodenprobe des Mars in eines der Anayleöfen des Mars - Landers Phönix.

Allein, dass es der Sonde so schwer gemacht wurde, die Bodenprobe durch ihren Filter zu bekommen, macht auf die Bodenbeschaffenheit am Nordpol des Mars neugierig.

Wie Aussagekräftig die Analysen aber sind, bleibt damit aber fraglich. Die Probe könnte erst durch eine Änderung der ursprünglichen Beschaffenheit (z.B. Austrockunung) durch den Filter gerutscht sein, denn sie lag ja mehrere Tage auf dem Filter. Zuvor wurde sie aber vom Boden abgekratzt, so dass gerade die vormals untere Schicht geschützter vor dem Marswetter war.

Jedenfalls waren diese Probleme nicht erwartet worden.

Astronews berichtet:

http://www.astronews.com/news/artikel/2008/06/0806-017.shtml

Bemerkenswert daraus dieses Zitat:

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Boynton vermutet, dass der Ofen sich nun aus mehreren Gründen gefüllt haben dürfte: Zum einen könnte es eine Folge des mehrfachen Schüttelns sein, zum anderen könnte sich aber auch die Probe selbst, die mehrere Tage auf dem Sieb lag, langsam verändert haben.

"Dieser Boden ist schon sehr merkwürdig", meint auch der Principal Investigator der Phoenix-Mission Peter Smith von der University of Arizona. "Er stammt ja auch von einem Ort auf dem Mars an dem wir noch nie zuvor waren. Wir sind nun sehr neugierig darauf, welche Mineralien und Stoffe dafür verantwortlich sind."

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Weltraumteleskop GLAST gestartet
Das Gamma-Weltraumteleskop GLAST wurde erfolgreich gestartet.

http://www.astronews.com/news/artikel/2008/06/0806-019.shtml

http://www.g-o.de/wissen-aktuell-8357-2008-06-12.html

Von der Bedeutung her ist dieses Ererignis gleichzusetzen mit dem baldigen Beginn der Messungen am LHC.

Genau wie das LHC neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie liefern soll, Stichwort Supersymmetrie, so kann auch dieses hochempfindliche Weltraumteleskop für Gamma-Strahlung ganz neue Erkenntnisse etwa über die dunkle Energie liefern.

Gerade auch die Untersuchung Schwarzer Löcher wird mit neuen Einblicken bereichert.

GLAST und LHC werden sich im Hinblick auf eine neue Weltformel bestens ergänzen...

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Donnerstag, 5. Juni 2008
Astronomische Studie als Beweis mathematischer Theoreme?
Diese Ansicht vertritt eine neue NewScientist Story:

http://space.newscientist.com/article/dn14064-astronomy-study-proves-mathematics-theorem.html?DCMP=ILC-hmts&nsref=news1_head_dn14064

Jedenfalls ist es ein interessanter Gedanke, den ich aber unter Vorbehalt stelle...

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Dienstag, 3. Juni 2008
Masse der Milchstraße um 50% geringer?
Wie sicher bzw. unsicher unser Wissen heute noch ist, wenn es um die Verhältnisse im Weltraum geht - und wohl nicht nur dort - zeigt sich an einer neuen Studie zur Bestimmung der Masse unserer Milchstraße.

Wie astronews.com berichtet zeigt eine neue Studie einen um 50% geringeren Messenbetrag an, als bislang ermittelt.

Das ist natürlich eine dicke Überraschung.

Genaueres unter:

http://www.astronews.com/news/artikel/2008/06/0806-002.shtml

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Montag, 14. April 2008
Stammzellengesetz verabschiedet
Nach der Verabschiedung des neuen Stichtags zum Verbrauch von Stammzellen, habe ich überlegt, ob ich nochmals Stellung nehme.

Meine Kritik kann ich nur noch einmal wiederholen ( http://designale.blogger.de/stories/1052594/ ), doch treffender hat es Bischof Mixa auf den Punkt gebracht:

http://kath.net/detail.php?id=19546

Meine Kritik geht auch ganz direkt an die Adresse der Bundesforschungministerin. Ich kann die Passage des kath.net - Artikels nur unterstreichen:

"Bischof Mixa kritisiert Beschluss zum Stammzellengesetz: Wie Ministerin Schavan als Katholikin in der Stammzellendiskussion zu einer anderen Auffassung kommen könne, sei nicht nachvollziehbar".

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Freitag, 11. April 2008
Martin Tajmar zu Gravitationsanomalien
Martin Tajmar hat interessante Experimente zur künstlichen Schwerkraft durchgeführt.

Naturgemäß werden seine Ergebnisse kritisch beäugt, doch sind die Ergebnisse keine flüchtigen Eindrücke wie damals die kalte Fusion oder anderes.

Persönlich sehe ich einen Zusammenhang zu den Anomalien von Erd-fly-by Manövern einiger Raumsonden, da hier wohl ein Zusammenhang zur Erdrotation besteht.

hier das Interview:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27627/1.html

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Dienstag, 8. April 2008
Kein Zufall: Links gedrehte Aminosäure
Ein sehr interessantes Ergebnis wird auf wissenschaft.de gemeldet:

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/290241.html

Es geht um die linksgedrehten Aminosäuren und wie diese zustande gekommen sind.

Bei dem ganzen Szenario ist mir vor allem wichtig, dass in der Tat ein Auswahlmechanismus gefunden wurde, der die linksgedrehten Varianten bevorzugt: Im Weltall werden vorzugsweise die rechtsgedrehten Aminosäuren durch Neutronensterne vernichtet, so dass ein Überschuss an linksgedrehten Aminosäuren verbleibt. Durch das Impact-Ereignis von Meteoriten, die solche mehrheitlich linksgedrehten Aminosäuren transportieren, verbinden sich nun die rechtsgedrehten mit den linksgedrehten Aminosäuren, so dass der Überschuss an linksgedrehten Aminosäuren frei für die weiteren Entwicklungsschritte zur Verfügung stehen.

Wichtig: Die entscheidende Überschussproduktion linksgedrehter Aminosäuren geschah im Weltall und kann daher nicht unter Erdbedingungen - auch nicht einer vermuteten Urerde - geschehen.

Es war also in Experimenten richtig, erst einmal für weitere Entwicklungsschritte auf der Erde nur linksgedrehte Aminosäuren zu verwenden.

Auf der anderen Seite ist es aber auch richtig, eben die empirische Wissenschaft nach Mechanismen einer Lebensentstehung zu befragen und nicht einfach den Zufall zu befrachten. Mit dem Nachweis dieses doppelten Mechanismus fällt der Zufall einmal mehr als Zutat für die Lebensentstehung aus.

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Montag, 7. April 2008
Verwandtschaftbeziehungen von Primzahlen
Einen weiteren harmlosen Artikel über Primzahlen habe ich auf dem Matheplaneten veröffentlicht:

Verwandtschaftsbeziehungen unter Primzahlen

Es geht um eine Verallgemeinerung der Primzahlzwillinge p - q = 2 hin zu

p - q = 2^n

zum einen für benachbarte Primzahlen, wo die PrimZwillinge nur ein Sonderfall darstellen, zum anderen aber für alle Primzahlen mit einem primen Partner im Abstand 2^n unabhängig, ob sie direkte Vorgänger oder Nachfolger sind.

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