Freitag, 14. November 2008
Erstes Bild von Exoplaneten (im infrarotem Licht)
Nun ist es zum ersten Mal gelungen ein Bild von einem anderen Sonnensystem zu machen.

Es sind drei Planeten im Infrarotem Licht sehr gut zu sehen. Sie haben die 10-, 9- und 6-fache Masse des Jupiter. Die Existenz weiterer Planeten ist durchaus möglich.

Wie astronews.com berichtet:

http://www.astronews.com/news/artikel/2008/11/0811-018.shtml

Für mich ist diese Meldung deswegen so aufregend, weil es eben mehr als nur eine Messreihe ist, aus der indirekt (wenn auch zweifelsfrei) auf die Anwesenheit von anderen Planeten um einen anderen Stern geschlossen werden kann.

Im verlinkten Artikel klingt das sehr schön an:


"Jedes Planetensystem, das bislang entdeckt wurde, war nicht mehr als eine kleine Störung in einer Kurve. Hier haben wir das erste Bild eines ganzen Systems", erläutert Bruce Macintosh vom Lawrence Livermore National Laboratory die Bedeutung der Entdeckung. Macintosh ist auch einer der Autoren einer Veröffentlichung, die heute in Science Express erschienen ist. "Wir haben seit acht Jahren versucht Planeten zu fotografieren - ohne Erfolg. Und hier haben wir gleich drei Planeten auf einem Bild."


Meinen herzliche Gratulation an alle beteiligten Forscher. Das ist ein sehr wichtiger Erfolg!

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Montag, 10. November 2008
"Kultur des Todes" und "Anti-Apostel" - zwei Komentare zu Obama
Einen sehr interessanten und nachdenkenswerten Kommentar zur US-Wahl hat kath.net veröffentlicht.

Dem Leser / Der Leserin zur gefälligen Lektüre:

http://www.kath.net/detail.php?id=21296

Ferner nun eine Übersetzung eines Kommentars des Bestsellerautors des Buches "Father Elia", den er am Vorabend der US-Wahl in seinem Blog stellte:

http://kath.net/detail.php?id=21308

Meine Einschätzung: Wir sollten nicht inflationär jeden neuen Politiker, der in der Tat sehr weltliche Mainstream-Ideologien propagiert und auch umsetzt, als einen, wenn nicht gar den, Anti-Christen betiteln.

Wir sollen die Zeichen der Zeit im Auge behalten. Aber in allem nüchtern bleiben. Der Heilsplan Gottes wird mit Sicherheit seine Vollendung finden. Und weil dies so ist, sollen wir für jeden Politiker beten, wie für jeden anderen Menschen auch. Erst recht für solche, die uns verfluchen und verfolgen.

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Mittwoch, 5. November 2008
Papst: Für den neuen Präsidenten der USA beten
Papst Benedikt XVI ruft alle Katholiken zum Gebet für den neuen Präsidenten der USA auf, wie kath.net berichtet:

http://www.kath.net/detail.php?id=21263

Daraus:


Als neuer US-Präsident trage Obama eine globale Verantwortung, sagte der Vatikansprecher: „Die Aufgabe des Präsidenten der Vereinigten Staaten ist mit einer enormen Verantwortung verbunden, nicht nur für sein eigenes Land, sondern für die ganze Welt. Denn die USA spielen in allen Bereichen auf globaler Ebene eine fundamentale Rolle.

Daher wünschen wir dem neuen Präsidenten Obama, dass er den großen Erwartungen und Hoffnungen entspricht, die sich auf ihn richten, indem er die geeigneten Wege findet, um den Frieden in der Welt voranzutreiben und indem er die Menschenwürde und den Respekt vor menschlichen und geistlichen Werten fördert.“

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Neues Teilchen entdeckt?
Eine erste vorsichtige Meldung von NewScientist könnte die Entdeckung eines neuen Teilchens ankündigen.

Ort: Tevatron, Fermilab

Meldung: http://space.newscientist.com/article/dn15115-has-new-physics-been-found-at-the-ageing-tevatron.html?DCMP=ILC-hmts&nsref=specrt13_head_New%20particle?

Dazu noch das:

http://pda.physorg.com/lofi-news-cdf-physicists-events_145029766.html

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Dienstag, 28. Oktober 2008
Warum nicht gleich Science Fiction?
Solche Fragen stellen mir Leser, wenn sie einige meiner Beiträge kritisieren, da dort zuviel über den Tellerrand geschaut wird, zuviel Spekulation.

Nun ja. Woher soll denn Inspiration in der Forschung kommen?

Bedenken wir, dass schon Wernher von Braun durch Jules Verne's Reise zum Mond inspiriert wurde, so sehen wir hier eine Inspirationsquelle, die die Wirklichkeit zu verändern vermag. Schließlich war es von Braun, der den Amerikanern den Mondflug realisierte.

Auch heutige Visionäre werden durch Science Fiction inspiriert. Der Einfluss von "Odyssee 2001" ist allenthalben spürbar. Meine Generation wurde durch die Episoden iv bis vi der Star Wars Saga beeinflusst: Eine Mischung aus Mystik und SF. Heute, mit den ersten drei Episoden, geht diese Inspiration auch ins Politische. Schließlich kommt die Grundbotshaft nicht ohne Realitätsbezug daher: Was passiert, wenn durch künstlich angefachte Konflikte ein demokratisches Staatswesen in sein Gegenteil pervertiert? Was, wenn man dazu sich auch noch der Mittel von Klonen und Manipulation bedient?

Doch auch dort kommt die Mystik nicht zu kurz: So, wenn Qui Gon über die "lebendige Macht" spricht und schließlich, schon verstorben, aus dem Bereich des Reiches der Macht, Kontakt mit Yoda aufzunehmen vermag und - angedeutet - auch Obi Wan mit ihm per Meditiation. Dass in der Folge der verstorbene Obe Wan und Yoda dem jungen Luke Skywalker unkörperlich und dennoch personal erscheinen können, war dann nur ein kleiner Schritt.

In alle dem spiegelt sich die Frage nach Geist und Materie und deren Gebrauch und Missbrauch.

Persönlich habe ich als Kind Science Fiction durch die vorzügliche Buchreihe über Mark Brandis kennengelernt.

Später kam dann noch Perry Rhodan dazu. Ohnehin neige ich, bei aller Wertschätzung der Star Wars Geschichte, eher zu deutschsprachiger utopischer Literatur.

Heute sehe ich den Staffelstab an der Reihe von Ren Dhark übergeben, daher werde ich diese als Inspirationsquelle in meine Linkliste aufnehmen.

Science Fiction als Inspiration für die Forschung mag ja noch angehen.

Doch nichts ist spannender als die Realität, die zugleich atemberaubend sein kann, wenn man in ihr die sichtbare und auch die unsichtbare Welt zu erblicken vermag. Letzteres ist kein Okkultismus, sondern eine begründete Hoffnung, dass es ein Königreich jenseits dieser sichtbaren Welt gibt, das aber schon in dieser Welt erfahrbar ist. Doch dazu braucht es nicht nur Wissen und Daten, sondern Weisheit und Offenbarung...

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Mittwoch, 22. Oktober 2008
Indien auf dem Weg zum Mond
Indien hat seine erste Mondsonde erfolgreich gestartet. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung.

In Deutschland sollten diese Unternehmungen zum Anlass genommen werden, nicht selbst den derzeitigen Wettlauf zum Mond zu verschlafen.

Der Mond hat wissenschaftliche, wirtschaftliche und strategische Bedeutung. Wer dort permanent - gerade auch bemannt - anwesend ist, hat einen wichtigen Vorteil in diesen drei Bereichen.

scinexx berichtet:

http://www.g-o.de/wissen-aktuell-8996-2008-10-22.html

Wollen wir hoffen, dass die indische Mondsonde Erfolg hat. Je mehr unabhängige Beobachter den Mond in Augenschein nehmen, desto besser.

Raumfahrer.net:

http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/22102008195953.shtml

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Freitag, 17. Oktober 2008
Zehn Jahre "fides et ratio"
Vor zehn Jahren veröffentlichte der große Papst Johannes Paul II. die Enzyklika "fides et ratio".

Papst Benedikt XVI. nahme dies zum Anlass in einer Ansprache diese Wegweisende und an Aktualität nichts einbüßende Enzyklika seines Vorgängers zu würdigen.

kath.net berichtet:

http://www.kath.net/detail.php?id=21109

Daraus zwei Zitate:


Benedikt XVI. zitierte jene Stelle der Enzyklika, wo es heißt: „Es ist der Glaube, der die Vernunft dazu herausfordert, aus jedweder Isolation herauszutreten und für alles, was schön, gut und wahr ist, etwas zu riskieren. So wird der Glaube zum überzeugten und überzeugenden Anwalt der Vernunft“ (56). Und er fügte hinzu, dass die Suche nach der Wahrheit vor allem dann Früchte trage, wenn sie von der Liebe zur Wahrheit getragen sei.

Heute allerdings sei ein Abdriften von einem spekulativen zu einem experimentellen Denken festzustellen. Die Forschung interessiere sich vor allem für die Beobachtung der Natur und bemühe sich, ihre Geheimnisse zu verstehen. Dies habe dazu geführt, dass sich der Wunsch, die Natur zu erkennen, in den Willen verwandelt habe, sie nachzubilden. Die Weiterentwicklung der Begriffe habe auch das Verhältnis von „fides“ und „ratio“ betroffen, so dass beide unterschiedliche Wege gegangen seien.

Die neuen Wissenschaften und die Technologie hätten den antiken Vernunftbegriff verändert, erklärte der Papst. Die Vernunft, die einst nach den letzten Wahrheiten gesucht habe, sei zugunsten einer Vernunft an den Rand gedrängt worden, die sich damit begnüge, die kontingenten Wahrheiten der Naturgesetze zu erforschen. Diese Art von Forschung habe gewiss positive Aspekte, räumte der Heilige Vater ein. Der Glaube fürchte nicht den Fortschritt der Wissenschaft, wenn deren Errungenschaften auf den Menschen, sein Wohlergehen und den Fortschritt der ganzen Menschheit ausgerichtet seien.

Papst Benedikt XVI. stellte fest, dass die Wissenschaftler ihre Forschungen nicht immer nach diesen Zielen ausrichteten. Es sei eine „Hybris“ der Vernunft gegeben, die für die Menschheit gefährlich werden könne.


Und:


Diesbezüglich erinnerte der Papst an die Lehre des heiligen Augustinus über den rechten Gebrauch der Vernunft. Er müsse auf die Wahrheit ausgerichtet sein, deren Verständlichkeit in der Schöpfung zu finden sei. Diese „Intelligibilität“ sei kein Produkt der Wissenschaft, sondern werde ihr vielmehr angeboten, damit sie die Wahrheit erkenne.

Die Vernunft entdecke auf diesem Weg, dass es eine Wahrheit gibt, die niemals aus ihr selbst heraus entdeckt, sondern nur als Geschenk empfangen werden kann, so Benedikt XVI. Und es sei nicht so, dass sich die „Wahrheit der Offenbarung“ gewissermaßen über jene Wahrheit lege, die die Vernunft erreicht habe. Sie reinige vielmehr die Vernunft, erhebe sie und gestatte es ihr, ihren Raum zu erweitern, um sich in ein Forschungsfeld einzugliedern, das so unergründlich ist wie das Geheimnis selbst. Die Wahrheit Christi übertreffe jede andere Wahrheit, die die Vernunft finden könne.

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Universum ohne Urknall
Vor einiger Zeit las ich von dem theoretischen Physiker Alexander F. Mayer eine Vorversion seiner Theorie über die Geometrie der Zeit. Nun hat er seine Arbeit vollendet und man kann von seiner Seite ein Preprint seines Buches herunterladen:

Geometry of Time

Kurz gesagt: Er stellt ein Universum ohne Urknall vor, dass sich mit den heutigen Beobachtungen seiner Meinung nach hervorragend deckt. Anhand bestimmter Ungereimtheiten zeigt er auf, dass wir mit mehr als einer Zeitrichtung alle Phänomene erklären können.

Alexander F. Mayer benötigt dazu keine Zusatzdimensionen wie die Stringtheorie, auch habe ich noch nicht gesehen, wie er die Möglichkeit einer Supersymmetrie auslotet. Dennoch möchte ich, obwohl ich SUSY und Zusatzdimensionen für eine Realität halte, diesen neuen Ansatz als Alternative hier publik machen. Alexander F. Mayer ist kein Leichtgewicht, wenn er auch freimütig zugibt, dass es ihm nicht gelungen ist, seinen Ansatz auf ArxiV.org unterzubringen, denn es passt nicht in den Mainstream. Naja, seis drum.

Hier der Link von Mayers Homepage:

http://jaypritzker.org/

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Mittwoch, 15. Oktober 2008
Expedition in die verborgene Welt Antarktikas
In einem Artikel berichtet sciencedaily.com über die letzten Vorbereitungen einer Expedition in die verborgene Welt der Ost-Antarktis, die noch in diesem Monat startet.

Es werden sechs Nationen beteiligt sein und unter Federführung der British Antarctic Survey (BAS) stehen.

http://www.sciencedaily.com/releases/2008/10/081014160743.htm

Die Bedeutung dieser Expedition fasst ein Leiter mit folgenden Worten zusammen:

Geophysicist Dr Fausto Ferraccioli of BAS is leading the UK science effort. He says, “This is both an exciting and challenging project. It is a bit like preparing to go to Mars. Because of IPY, scientists from six countries are working together to do the unthinkable, to explore the deep interior of East Antarctica – one of the last frontier regions of our planet. For two and a half months our international teams will pool their resources and expertise to survey mountains the size of the Alps buried under the ice sheet that currently defy any reasonable geological explanation."

Die BAS ist die nun zivil geführte Fortsetzung der Operation Tabarin nach dem zweiten Weltkrieg:

http://en.wikipedia.org/wiki/British_Antarctic_Survey

Zur Expedition siehe auch auf scienceticker:

http://www.scienceticker.info/2008/10/15/expedition-ins-herz-des-eises/#more-3088

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