Samstag, 2. Januar 2010
Mars Phönix Lander: Erste Ergebnisse
Oft gibt es so viele interessante und parallel laufende Projekte, dass man nie richtig in die Tiefe gehen kann, um die Ergebnisse zu sichten.

Bezüglich des Mars Phönix Landers hat dies nun raumfahrer.net in vorbildlicher Weise getan. Auf zwei Seiten werden kompakt die Resultate zusammengefasst:

http://www.raumfahrer.net/astronomie/planetmars/resultate_phoenix_1.shtml

http://www.raumfahrer.net/astronomie/planetmars/resultate_phoenix_2.shtml

Daten und Bilder werden fachkundig präsentiert.

Einige Aussagen seien hier dokumentiert:

In Bezug auf Temperatur und atmosphärischem Druck kann Wasser auf dem Mars unter den gegebenen Umständen normalerweise lediglich in fester oder gasförmiger Form vorkommen. Perchlorat ist jedoch nicht nur in hohem Maße wasserbindend und könnte somit die knapp bemessene Luftfeuchtigkeit im Boden halten, es ist zudem in einer hohen Konzentration auch ein äußerst effektives "Frostschutzmittel". Bei einer hohen Beimischung von Perchlorat-Salzen wäre es somit denkbar, dass Wasser unter den vorhandenen atmosphärischen Bedingungen noch bis zu einer Temperatur von minus 70 °C flüssig bleibt. Dies, so Nilton Renno von der University of Michigan, würde bedeuten, dass sich nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche flüssige Salzwasserfilme bilden könnten. Seine Kollegin Hanna G. Sizemore von der University of Colorado sagt dazu: "Diffusion ist wahrscheinlich der primäre Mechanismus, um in der heutigen Epoche des Mars Wasser in die oberflächennahe Regolithschicht zu transportieren. Lokale Zonen oberflächennahen Eises weisen dabei auf einen Wassertransport durch dünne Wasserfilme hin." Das Perchlorat würde in diesem Falle den Wasserdampf aus der Atmosphäre an sich binden. Dieser würde in den flüssigen Aggregatzustand übergehen und auch über einen längeren Zeitraum in diesem verbleiben...

Mit dem jahreszeitlich bedingten Abfallen der nächtlichen Temperaturen konnte zudem mit fortschreitender Missionsdauer eine Zunahme der Luftfeuchtigkeit registriert werden. Ab etwa dem 80sten Tag der Mission wurde mit dem LIDAR die regelmäßige Bildung von Nebel bis in eine Höhe von etwa 700 Metern beobachtet. Ungefähr ab Sol 90 bildeten sich schließlich bei nächtlichen Tiefsttemperaturen von unter minus 84 Grad Celsius Wolken aus Wassereiskristallen. Dies geschah jeweils in der zweiten Nachthälfte in einer Höhe von etwa vier Kilometern über dem Boden. Später vielen aus diesen Wolken sogenannte Fallschleppen ab. Ähnliche Strukturen sind auch aus der irdischen Meteorologie bekannt und treten auf der Erde zum Beispiel im Zusammenhang mit Zirruswolken auf. Auf dem Mars entstehen sie durch anfangs in ihrer Größe anwachsende Wassereispartikel. Sobald diese Eiskristalle ein bestimmtes Gewicht erreicht haben, fallen sie ab. Es "schneit" Eiskristalle, welche langsam zum Boden hinabgleiten...

"Vor der Phoenix-Mission", so James Whiteway, welcher ebenfalls am der York University tätig und für die entsprechenden LIDAR-Messungen verantwortlich ist, "waren wir uns nicht sicher, ob es auf dem Mars überhaupt irgendwelche Niederschläge gibt. Im Winter breitet sich das nordpolare Eis zwar bis über den Landeplatz von Phoenix aus. Wie das Wasser aber aus der Atmosphäre auf den Boden gelangt, war bislang unklar. Jetzt wissen wir, dass es dort schneit, und dass dieser Schneefall ein Teil des marsianischen Wasserkreislaufs darstellt." Im Laufe der Nacht wandelt sich der Wasserdampf zu Wassereis, was zu einem Verminderung des Luftdrucks führt. In der zweiten Nachthälfte gelangt das Eis auf die Oberfläche und sublimiert dort am nächsten Morgen bei wieder ansteigenden Tagestemperaturen. Der Wasserdampf wird anschließend umgehend in der Atmosphäre verteilt, bevor der Zyklus in der folgenden Nacht erneut einsetzt...


Ein dritter Teil der Artikelserie erscheint in ca. einer Woche und wird auch hier besprochen.

Dem kommt eine starke Bedeutung auch deswegen zu, weil eventuell in diesem Jahr Phönix seine Arbeit wieder aufnehmen könnte. Diese Erwartung wurde von einigen Tagen geschürt, wie astronews.com berichtete:

http://www.astronews.com/news/artikel/2009/12/0912-032.shtml

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Freitag, 1. Januar 2010
Prosit Neujahr 2010
Die Erde hat wieder einen Umlauf um die Sonne absolviert. Ein Jahr ist um und ein neues Beginnt.

Mögen alle Leserinnen und Leser ihren Weg auch in 2010 finden vor allem aber Gesundheit und Erfolg.

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Donnerstag, 31. Dezember 2009
Guten Rutsch!
Silvester! Eigentlich der Name eines Papstes, aber auch ein Fest zum Jahreswechsel. Gute Vorsätze habe ich nicht für 2010. Damit vermeide ich auch Frustationserlebnisse, wenn ich diese nicht einhalten kann.

Neugierig bleiben und offen für das unerwartete, daran halte ich fest.

In diesem Sinne auch allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2010!

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Dienstag, 29. Dezember 2009
Dieter Broers
Einige Leser haben schon kritisch angemerkt, dass ich Dieter Broers 'Revolution 2012' -Seite in meine Link-Liste aufgenommen habe.

Im Gegensatz von so manchen Zeitgenossen, die allein die Nennung des Jahres 2012 für verwerflich halten und oberflächlich Dieter Broers Aussagen kommentieren, sehe ich sehr interessante Aspekte in Broers biophysikalischen Untersuchungen. Dass er dabei nicht auch vor dem Jahr 2012, oder Kornkreisen und anderen Anomalien halt macht, spricht m.E. für ihn. Wenn ich so die vorherrschende Mentalität betrachte, so wundert es mich doch, dass wir nicht mehr in unseren Höhlen hocken und Grunzlaute von uns geben...

Wir brauchen im wahrsten Sinne des Wortes ein Denken, das auch höhere Dimensionen einschließt. Ich denke, das kommende Jahr wird mit Erkenntnissen aufwarten, vor denen auch die etablierte Wissenschaftsdogmatiker nicht die Augen verschließen können und die uns höheren Dimensionen näher bringen. Dieter Broers ist dafür ein Vordenker und Multiplikator.

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Donnerstag, 24. Dezember 2009
Frohe Weihnachten!!!
Wünsche ich allen Leserinnen und Lesern.

Oft wird dieser Tage vom Frieden in der Welt gesprochen. Bei alle dem wird aber oft vergessen, dass Friede zuerst und vor allem im Herzen eines jeden einzelnen Menschen herrschen muss, bevor der Friede in der Welt Einzug einhalten kann. Auch wenn es also äußerlich und oberflächlich vieles im Streit unterzugehen scheint, so kann man dennoch sein Herz öffnen um dort den Frieden zu erhalten: Den Frieden mit sich, mit dem konkreten Mitmenschen und auch mit Gott.

Oft übersehen wir die zarten Knospen des Friedens in unserem direkten Umfeld und in uns selber, wie eins auch unbmerkt von der Welt ein Knabe geboren wurde, in einem Stall unter ärmlichen Verhältnissen, und nur wenige aufmerksame Zeitgenossen, ob nun Weise oder Hirten, erkannten den Friedensfürsten, der da das Licht der Welt nicht nur erblicken, sondern es selbst sein sollte.

So wünsche ich uns allen, jedem für sich, dass er oder sie Frieden mit dem Frieden machen kann, zur Ruhe kommt. Dort liegt die Kraft zum Leben...

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Dienstag, 22. Dezember 2009
Burkhard Heim Theorie: Korrigierte Kritik und ihre Dokumentation im amerik. Wiki
Schaut man sich im deutsprachigen Wiki so um, sieht man in der Art und Weise, wie Themen aufbereitet werden, welche voreingenommene Haltung in Deutschland herrscht. Alles, was irgendwie gegen den Mainstream zu sein scheint, wird erstmal mit Zensur belegt, bevor man die Fakten zu Wort kommen lässt.

Anhand von Burkhard Heims Theorie lässt sich das schön veranschaulichen. Zwar war Burkhard Heim aufgrund seiner Kriegsverletzungen sehr isoliert, aber seine Theorie wird auf der deutschen Wiki Seite so dargestellt, als sei an ihr nichts dran.

Im amerikanischen Wiki hingegen geht man da objektiver heran.

Zwei Vergleiche unter mehreren sollen das belegen:

Im deutschen Wiki liest man diese Sätze:

In den etablierten Wissenschaften werden Heims Ansätze nicht beachtet.[1] Der Mathematiker Gerhard W. Bruhn wies zudem Fehler in einer Veröffentlichung nach, die auf Heims Theorie aufbaute.[2]

Der erste Satz wird leicht durch einen Blick ins amerikanische Wiki 'Heim Theory' widerlegt, wo man einen Artikel in New Scientist findet, die Forschungen auf der Grundlage von Burkhard Heims Theorie beinhalten. Ferner wird auch ein Artikel Heims in einem peer-review-Journal aus dem Jahre 1977 verlinkt. Seltsamerweise waren im deutschen Wiki die Zensoren nicht in der Lage, einen solchen Link in den Artikel aufnhemen zu lassen. Auch sind die amerikanischen Wiki-Redakteure in der Lage, die Resultate Martin Tajmars in den Artikel einfließen zu lassen, wo dieser seinen beobachteten Effekt einer Voraussage der Heim Theorie zuordnet. Im deutschen Wiki kein Wort dazu (stand heute). Im amerikanischen Wiki wird letztlich erwähnt, dass Tajmars Ergebnisse mittlerweile durch den Satelliten Gravity Probe B gestützt werden. Das ist hochaktuelle Forschung!

Kommen wir zur Kritik von Gerhard W. Bruhn. Im deutschen Wiki wird die ausführliche Entgegnung durch Jochem Häuser nicht gebracht, nur Bruhns Kritik wird verlinkt. Hier erkennt man ein System.

Im Gegensatz dazu, wird im amerik. Wiki diese oberflächliche Kritik nicht gebracht, da nach der Erwiderung durch Häuser keine Reaktion mehr von Bruhn kam und somit die Sache als erledigt betrachtet wurde. Hingegen bringen die Amerikaner eine tiefgreifende Kritik durch den Physiker John Reed und sind sich nicht zu schade den gesamten Verlauf zu dokumentieren. Wenn man sich mit der schwierigen Materie tiefschürfend befasst, kommt man wirklich zu weitreichenden Erkenntnissen. Ich zitiere die Wiki-Seite hier in ihrer ausführlichen Beschreibung zu Reeds Kritik und wie er seine Kritik korrigierte:

John Reed's criticism and retraction

According to a 2006 posting to the "PhysicsOrgForum" by John Reed [11], the apparent success of the Heim theory predicting particle masses may be illusory. Reed argued that Heim's original work, published only in German, has been very difficult to follow, and the masses are derived from Heim's "Matrix A." Reed translated the original German work to find out how Heim's Matrix A was derived, and discovered that the data in Matrix A used "empirical data of ground states". In other words, experimental values of particle masses were inserted into the theory by hand. Therefore he argues there should be no surprise in simply recovering the experimental data used as an input assumption.

Reed goes on to remark that this should not be taken as deliberate fudging by Heim, since Heim himself did not intend this data to be used to predict the elementary particle masses in the first place. Reed commented "Heim was after the excited states, and for this he needed good estimates of the ground states. He used experimental mass values for this." Nevertheless, since the excited states calculated were in fact "useless" (according to Reed), it was unclear whether any other predictions of the Heim theory remain.[12]

In a later posting in August 2007, however, Reed, received the updated 1989 mass formula code from the Heim Theory group, and on the basis of this, withdrew the assertion that both the 1989 and 1982 code almost certainly used quantum numbers based on the A matrix.

“When I first looked into the 1982 version, the A matrix was present in the equations and a suggestion given for its values. Only in reading Heim's books did I learn the source of the values. Heim said that he had to fix the values to obtain correct ground state masses. I assumed that in the following work this hadn't changed. Apparently that assumption is incorrect. It looks like Heim made further progress and found a way to derive masses without the A matrix, so the A matrix should no longer be part of the discussion.” [13].

On September 4, Reed reported on results obtained by the updated 1989 formula:

“I've completed my programming of Heim's unpublished 1989 equations to derive the extra quantum numbers (n, m, p, sigma) that I thought were coming from the A matrix. I can now say for certain that the A matrix is not involved with this new version. In addition, I can derive particle masses with only the quantum numbers k, Q, P, kappa and charge without the A matrix. This is what I had hoped to be able to do. These results agree with Anton Mueller's results. I'm able to get accurate masses for the 17 test particles I have tried this program on. The worst mass comparisons with experimental data are the neutron, 939.11 vs 939.56 experimental and the eta, 548.64 vs 547.3 experimental. All the others are closer, sometimes agreeing to 6 digits.” [13]


Dementsprechend hat die Heim Theory im englischsprachigen Raum zurecht einen ganz anderen - nämlich viel höheren - Stellenwert als in Deutschland. Aber wie heißt es so schön: Der Prophet im eigenen Land...

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Samstag, 19. Dezember 2009
Hinweise auf Dunkle Materie in Mine
In einer Mine haben Forscher nun ernstzunehmende Hinwiese auf eine seltene Wechselwirkung von Dunkler Materie detektiert. Dabei stand nicht die Gravitation, wie bei indirekten Beobachtungen der Astronomie, im Mittelpunkt, sondern die schwache Kernkraft.

Über die genaue Bewertung der neuen Hinwiese in einem irdischem Detektor berichtet raumfahrer.net:

http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/19122009131839.shtml

Und noch ausführlicher:

http://www.kosmologs.de/kosmo/blog/himmelslichter/allgemein/2009-12-18/cdms-der-erste-nachweis-dunkler-materie

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