Dienstag, 12. Januar 2010
Goldene Quantenharmonie
Die Quantenmechanik wird oft und gerne als Beweis für die absolute Rolle des Zufalls in der Natur plakativ herangezogen. Doch diese Beweisführung ist falsch. Unbestimmtheitsrelation und Quantenstatistik können nicht den Zufall als ein fundamentales Naturgesetz etablieren.

Neueste Erkenntnisse stützen meine These, denn man entdeckte eine bekannte mathematische Harmonie in der Quantenwelt, wie scinexx berichtet:

Kobalt-Niobat ist ein magnetisches Material mit besonderen Eigenschaften. Es wird vor allem verwendet, um Quanteneigenschaften zu untersuchen. Seit Heisenberg seine Unschärfe-Theorie aufgestellt hat, ist nämlich bekannt, dass sich Teilchen auf atomarer Ebene nicht so verhalten wie wir es in der Makrowelt gewöhnt sind. In der Quantenwelt zeigen sie völlig neue Eigenschaften.

System am quantenkritischen Zustand
Um diese zu untersuchen, ist Kobalt-Niobat geeignet. Die atomaren Bestandteile, aus denen der Kristall besteht, haben magnetische Eigenschaften und sind auf besondere Weise angeordnet. Die im Elektron vorhandenen Spins – Eigendrehimpuls - ordnen sich zu Ketten, die zusammen wie ein dünner Stabmagnet wirken. Jedoch ist die Kette nur eine Atomlage dick. Sie dient daher als besonders geeignetes Modell, um den Ferromagnetismus in Feststoffen zu untersuchen.

Lässt man ein magnetisches Feld im rechten Winkel zu der ausgerichteten Spin-Kette einwirken, geht die Kette in einen neuen Zustand über. Diesen Zustand stellen sich Physiker als fraktales Muster vor und nennen ihn „quantenkritisch“. Fraktale Muster sind dabei geometrische Gebilde, die aus verkleinerten Kopien ihrer selbst bestehen.

Professor Alan Tennant vom Institut Komplexe Magnetische Materialien am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) erläutert: „In unserem Experiment mit Kobalt-Niobat haben wir durch Anlegen des Magnetfeldes gewissermaßen am Regler gedreht und dabei das System immer näher an den quantenkritischen Zustand herangebracht.“
...
Dabei konnten die Forscher sehen, wie sich die Kette aus Atomen verhält. „Wie eine Gitarrensaite auf Nanoebene“, sagt Radu Coldea, der das internationale Projekt an der Oxford University begonnen und bis heute, über zehn Jahre lang geführt hat. „Die Schwingung der Saite entspricht in diesem Bild der Wechselwirkung, die benachbarte Spinketten miteinander eingehen“, sagt Coldea. „Wie bei einer Gitarrensaite entstehen dabei auch Resonanzen.“

Von den beobachteten Resonanz-Frequenzen stehen die ersten beiden im Verhältnis 1,618..., zueinander, „was genau dem Goldenen Schnitt entspricht“, so Coldea. Er ist überzeugt, dass dies kein Zufall ist. „Es spiegelt eine versteckte Symmetrie wider, die dem Quantensystem seine schönen, harmonischen Eigenschaften verleiht. Von Mathematikern wird sie als E8 bezeichnet. Diese mathematische Symmetrieeigenschaft haben wir nun zum ersten Mal in einem festen Material beobachtet.“


Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11049-2010-01-08.html

Das alles wird in der angesehenen Zeitschrift Science veröffentlicht. Zur Lie-Gruppe E8 hatte ich bereits einige erklärende Artikel verlinkt: http://designale.blogger.de/stories/732203/

Zum Goldenen Schnitt möchte ich nur auf diese schöne Seite verweisen:

http://www.physik.uni-wuerzburg.de/~htkramer/schnitt/

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Donnerstag, 7. Januar 2010
Milchstrassen-Kreuz
Eine interessante Entdeckung haben Astronomen in Washington vorgestellt, wie "welt der physik" berichtet:

Der Halo aus Dunkler Materie, der unsere Milchstraße umgibt, ist anders geformt als bislang von den Astronomen vermutet: Einem gequetschten Ball ähnlich erstreckt er sich senkrecht zur Milchstraßenebene doppelt so weit wie in der Milchstraßenebene. Das zeigt eine Analyse der Bewegung des Sagittarius-Sternstroms, die jetzt von amerikanischen Astronomen auf der Fachtagung der "American Astronomical Society" vorgestellt wurde.

"Wir haben durchaus erwartet, dass der dunkle Halo abgeplattet ist" erklärt David Law von der University of California in Los Angeles, einer der beteiligten Wissenschaftler. "Aber die Stärke der Abplattung und insbesondere ihre Orientierung sind eine große Überraschung für uns." Die Astronomen sind bislang davon ausgegangen, dass die Verteilung der Dunklen Materie die gleiche Orientierung zeigt wie die scheibenförmige Verteilung der sichtbaren Materie in der Milchstraße.


Also, wenn zwei Balken senkrecht zueinander stehen und sich dabei durchdringen, dann nenne ich das ein Kreuz (nein, das ist für mich kein Signal eines Schöpfers, dennoch bleibt für mich ein Kreuz einfach ein Kreuz, zumal sich der senkrechte Dunkelteil doppelt so lang erstreckt als die sichtbare - aus unserer Sicht waagerechten - Scheibe).

Interessant ist noch folgende Erläuterung:

Law und seine Kollegen haben nun aus dem Verlauf des Sagittarius-Sternstroms das Gravitationsfeld der Milchstraße - und damit auch die Verteilung der Dunklen Materie - rekonstruiert. Bei diesem lang gestreckten Band aus Sternen handelt es sich um eine Zwerggalaxie, die vor drei Milliarden Jahren in die Milchstraße hineingefallen und dabei zerrissen worden ist. Wie Law und sein Team zeigen konnten, lässt sich die Form des Sternstroms gut erklären, wenn der dunkle Halo senkrecht zur Milchstraßenebene in die Länge gezogen ist. "Das wirft allerdings die Frage auf," so Law, "wie die sichtbare Galaxis zu ihrer Orientierung gekommen ist."

Quelle: http://www.weltderphysik.de/de/4245.php?ni=1702

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Samstag, 2. Januar 2010
Mars Phönix Lander: Erste Ergebnisse
Oft gibt es so viele interessante und parallel laufende Projekte, dass man nie richtig in die Tiefe gehen kann, um die Ergebnisse zu sichten.

Bezüglich des Mars Phönix Landers hat dies nun raumfahrer.net in vorbildlicher Weise getan. Auf zwei Seiten werden kompakt die Resultate zusammengefasst:

http://www.raumfahrer.net/astronomie/planetmars/resultate_phoenix_1.shtml

http://www.raumfahrer.net/astronomie/planetmars/resultate_phoenix_2.shtml

Daten und Bilder werden fachkundig präsentiert.

Einige Aussagen seien hier dokumentiert:

In Bezug auf Temperatur und atmosphärischem Druck kann Wasser auf dem Mars unter den gegebenen Umständen normalerweise lediglich in fester oder gasförmiger Form vorkommen. Perchlorat ist jedoch nicht nur in hohem Maße wasserbindend und könnte somit die knapp bemessene Luftfeuchtigkeit im Boden halten, es ist zudem in einer hohen Konzentration auch ein äußerst effektives "Frostschutzmittel". Bei einer hohen Beimischung von Perchlorat-Salzen wäre es somit denkbar, dass Wasser unter den vorhandenen atmosphärischen Bedingungen noch bis zu einer Temperatur von minus 70 °C flüssig bleibt. Dies, so Nilton Renno von der University of Michigan, würde bedeuten, dass sich nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche flüssige Salzwasserfilme bilden könnten. Seine Kollegin Hanna G. Sizemore von der University of Colorado sagt dazu: "Diffusion ist wahrscheinlich der primäre Mechanismus, um in der heutigen Epoche des Mars Wasser in die oberflächennahe Regolithschicht zu transportieren. Lokale Zonen oberflächennahen Eises weisen dabei auf einen Wassertransport durch dünne Wasserfilme hin." Das Perchlorat würde in diesem Falle den Wasserdampf aus der Atmosphäre an sich binden. Dieser würde in den flüssigen Aggregatzustand übergehen und auch über einen längeren Zeitraum in diesem verbleiben...

Mit dem jahreszeitlich bedingten Abfallen der nächtlichen Temperaturen konnte zudem mit fortschreitender Missionsdauer eine Zunahme der Luftfeuchtigkeit registriert werden. Ab etwa dem 80sten Tag der Mission wurde mit dem LIDAR die regelmäßige Bildung von Nebel bis in eine Höhe von etwa 700 Metern beobachtet. Ungefähr ab Sol 90 bildeten sich schließlich bei nächtlichen Tiefsttemperaturen von unter minus 84 Grad Celsius Wolken aus Wassereiskristallen. Dies geschah jeweils in der zweiten Nachthälfte in einer Höhe von etwa vier Kilometern über dem Boden. Später vielen aus diesen Wolken sogenannte Fallschleppen ab. Ähnliche Strukturen sind auch aus der irdischen Meteorologie bekannt und treten auf der Erde zum Beispiel im Zusammenhang mit Zirruswolken auf. Auf dem Mars entstehen sie durch anfangs in ihrer Größe anwachsende Wassereispartikel. Sobald diese Eiskristalle ein bestimmtes Gewicht erreicht haben, fallen sie ab. Es "schneit" Eiskristalle, welche langsam zum Boden hinabgleiten...

"Vor der Phoenix-Mission", so James Whiteway, welcher ebenfalls am der York University tätig und für die entsprechenden LIDAR-Messungen verantwortlich ist, "waren wir uns nicht sicher, ob es auf dem Mars überhaupt irgendwelche Niederschläge gibt. Im Winter breitet sich das nordpolare Eis zwar bis über den Landeplatz von Phoenix aus. Wie das Wasser aber aus der Atmosphäre auf den Boden gelangt, war bislang unklar. Jetzt wissen wir, dass es dort schneit, und dass dieser Schneefall ein Teil des marsianischen Wasserkreislaufs darstellt." Im Laufe der Nacht wandelt sich der Wasserdampf zu Wassereis, was zu einem Verminderung des Luftdrucks führt. In der zweiten Nachthälfte gelangt das Eis auf die Oberfläche und sublimiert dort am nächsten Morgen bei wieder ansteigenden Tagestemperaturen. Der Wasserdampf wird anschließend umgehend in der Atmosphäre verteilt, bevor der Zyklus in der folgenden Nacht erneut einsetzt...


Ein dritter Teil der Artikelserie erscheint in ca. einer Woche und wird auch hier besprochen.

Dem kommt eine starke Bedeutung auch deswegen zu, weil eventuell in diesem Jahr Phönix seine Arbeit wieder aufnehmen könnte. Diese Erwartung wurde von einigen Tagen geschürt, wie astronews.com berichtete:

http://www.astronews.com/news/artikel/2009/12/0912-032.shtml

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Freitag, 1. Januar 2010
Prosit Neujahr 2010
Die Erde hat wieder einen Umlauf um die Sonne absolviert. Ein Jahr ist um und ein neues Beginnt.

Mögen alle Leserinnen und Leser ihren Weg auch in 2010 finden vor allem aber Gesundheit und Erfolg.

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Donnerstag, 31. Dezember 2009
Guten Rutsch!
Silvester! Eigentlich der Name eines Papstes, aber auch ein Fest zum Jahreswechsel. Gute Vorsätze habe ich nicht für 2010. Damit vermeide ich auch Frustationserlebnisse, wenn ich diese nicht einhalten kann.

Neugierig bleiben und offen für das unerwartete, daran halte ich fest.

In diesem Sinne auch allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2010!

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Dienstag, 29. Dezember 2009
Dieter Broers
Einige Leser haben schon kritisch angemerkt, dass ich Dieter Broers 'Revolution 2012' -Seite in meine Link-Liste aufgenommen habe.

Im Gegensatz von so manchen Zeitgenossen, die allein die Nennung des Jahres 2012 für verwerflich halten und oberflächlich Dieter Broers Aussagen kommentieren, sehe ich sehr interessante Aspekte in Broers biophysikalischen Untersuchungen. Dass er dabei nicht auch vor dem Jahr 2012, oder Kornkreisen und anderen Anomalien halt macht, spricht m.E. für ihn. Wenn ich so die vorherrschende Mentalität betrachte, so wundert es mich doch, dass wir nicht mehr in unseren Höhlen hocken und Grunzlaute von uns geben...

Wir brauchen im wahrsten Sinne des Wortes ein Denken, das auch höhere Dimensionen einschließt. Ich denke, das kommende Jahr wird mit Erkenntnissen aufwarten, vor denen auch die etablierte Wissenschaftsdogmatiker nicht die Augen verschließen können und die uns höheren Dimensionen näher bringen. Dieter Broers ist dafür ein Vordenker und Multiplikator.

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Donnerstag, 24. Dezember 2009
Frohe Weihnachten!!!
Wünsche ich allen Leserinnen und Lesern.

Oft wird dieser Tage vom Frieden in der Welt gesprochen. Bei alle dem wird aber oft vergessen, dass Friede zuerst und vor allem im Herzen eines jeden einzelnen Menschen herrschen muss, bevor der Friede in der Welt Einzug einhalten kann. Auch wenn es also äußerlich und oberflächlich vieles im Streit unterzugehen scheint, so kann man dennoch sein Herz öffnen um dort den Frieden zu erhalten: Den Frieden mit sich, mit dem konkreten Mitmenschen und auch mit Gott.

Oft übersehen wir die zarten Knospen des Friedens in unserem direkten Umfeld und in uns selber, wie eins auch unbmerkt von der Welt ein Knabe geboren wurde, in einem Stall unter ärmlichen Verhältnissen, und nur wenige aufmerksame Zeitgenossen, ob nun Weise oder Hirten, erkannten den Friedensfürsten, der da das Licht der Welt nicht nur erblicken, sondern es selbst sein sollte.

So wünsche ich uns allen, jedem für sich, dass er oder sie Frieden mit dem Frieden machen kann, zur Ruhe kommt. Dort liegt die Kraft zum Leben...

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