... newer stories
Sonntag, 17. Januar 2010
Kristallberg auf dem Mond entdeckt
klauslange,16:47h
Wieder meldet das Team der indischen Mondsonde Chandrayaan-1 bei Auswertung der Daten eine interessante Entdeckung auf dem Mond. Auf der Rückseite des Mondes, die von der Erde aus nicht einsehbar ist, im Orientalis Becken, konnte nun ein Kristallberg gefunden werden.
Dies berichtet das indische Yahoo-Newsportal:
http://in.news.yahoo.com/139/20100112/981/tsc-moon-s-crystal-mountains-reveal-its.html
Dies scheint ein bestimmtes Mondentstehungsszenario zu bestätigen. Umso seltsamer ist einmal mehr, dass dies nicht zuvor von der NASA gemeldet wurde - wie auch die Mondhöhlen ( http://designale.blogger.de/stories/1513827/ ), sondern erst durch die Forscher des indischen Mondsondenprojekts. Sieht die NASA mit ihren Sonden solche Dinge nicht, oder soll sie diese für sich behalten?
Hier einiges aus der india yahoo Meldung:
And now, Chandrayaan-1, which orbited the moon for almost 10 months until it failed in August, seems to have found the mother lode - vast outcrops of plagioclase crystal along a mountain range inside the moon's 930-kilometre-wide Orientale basin.
Lava has resurfaced less of Orientale than other craters of its size.
In 1994, the US orbiter Clementine found regions inside Orientale that seemed to be virtually iron-free, hinting at plagioclase, but Chandrayaan-1 was able to detect the light absorbed by the crystal itself.
It found that the rock containing the crystal spans at least 40 kilometres and is quite pure - less than 5 per cent of it is composed of iron-rich minerals.
This is purer than a number of Apollo samples, which until now have been the primary source of information on the moon's ancient crust.
"This is a game-changer. We now have to rethink a lot of lunar science; issues such as the way the crust originally floated over the denser melt of the magma ocean [and] the extent to which the crust was jumbled by large impacts," New Scientist quoted Paul Warren of the University of California, Los Angeles, as saying.
Finding widespread, pure plagioclase suggests a more global process behind moon's formation.
"It really pretty much ties up the magma ocean part of the story," said Carle Pieters of Brown University in Providence, Rhode Island.
Dies berichtet das indische Yahoo-Newsportal:
http://in.news.yahoo.com/139/20100112/981/tsc-moon-s-crystal-mountains-reveal-its.html
Dies scheint ein bestimmtes Mondentstehungsszenario zu bestätigen. Umso seltsamer ist einmal mehr, dass dies nicht zuvor von der NASA gemeldet wurde - wie auch die Mondhöhlen ( http://designale.blogger.de/stories/1513827/ ), sondern erst durch die Forscher des indischen Mondsondenprojekts. Sieht die NASA mit ihren Sonden solche Dinge nicht, oder soll sie diese für sich behalten?
Hier einiges aus der india yahoo Meldung:
And now, Chandrayaan-1, which orbited the moon for almost 10 months until it failed in August, seems to have found the mother lode - vast outcrops of plagioclase crystal along a mountain range inside the moon's 930-kilometre-wide Orientale basin.
Lava has resurfaced less of Orientale than other craters of its size.
In 1994, the US orbiter Clementine found regions inside Orientale that seemed to be virtually iron-free, hinting at plagioclase, but Chandrayaan-1 was able to detect the light absorbed by the crystal itself.
It found that the rock containing the crystal spans at least 40 kilometres and is quite pure - less than 5 per cent of it is composed of iron-rich minerals.
This is purer than a number of Apollo samples, which until now have been the primary source of information on the moon's ancient crust.
"This is a game-changer. We now have to rethink a lot of lunar science; issues such as the way the crust originally floated over the denser melt of the magma ocean [and] the extent to which the crust was jumbled by large impacts," New Scientist quoted Paul Warren of the University of California, Los Angeles, as saying.
Finding widespread, pure plagioclase suggests a more global process behind moon's formation.
"It really pretty much ties up the magma ocean part of the story," said Carle Pieters of Brown University in Providence, Rhode Island.
... link (2 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 13. Januar 2010
Novum: Verschränkte Elektronen
klauslange,20:43h
Wie wissenschaft.de berichtet ist es nun erstmals gelungen auch bei Elektronen eine dauerhafte Quantenverschränkung nachzuweisen. Bisher kannte man experimentell nur Verschränkungen bei Photonen:
"Spukhafte Fernwirkung" nannte Albert Einstein den Effekt, bei dem zwei Lichtteilchen quantenmechanisch so miteinander verschränkt werden, dass eine Veränderung des Zustands des einen Teilchens automatisch immer auch einen Wechsel beim anderen Teilchen bewirkt. Als spukhaft bezeichnen Physiker diese Wirkung bis heute, da es bislang nicht vollständig klar ist, auf welche Weise die Information über die Veränderung des Zustands vom einen zum anderen Teilchen gelangt. Wissenschaftler haben in Experimenten miteinander verschränkte Lichtteilchen bereits mehrere Kilometer voneinander getrennt und konnten dabei sogar die Geschwindigkeit messen, mit der sich diese spukhafte Fernwirkung ausbreitet. Sie kamen dabei auf ein Vielfaches der Lichtgeschwindigkeit.
Die Forscher aus Frankreich, Deutschland und Spanien konnten nun einen solchen Verschränkungseffekt erstmals bei Elektronen und damit bei einem Baustein der Materie erzeugen. Die Wissenschaftler verwendeten dazu einen Supraleiter – ein Material, in dem sich elektrische Ladungen ganz ohne Widerstand bewegen können. In diesem Supraleiter schließen sich die Elektronen aufgrund quantenmechanischer Mechanismen zu Paaren zusammen. Mit einem ausgeklügelten Versuchsaufbau konnten die Forscher diese sogenannten Cooper-Paare trennen und in verschiedene Richtungen dirigieren. Die quantenmechanische Verschränkung dieser Teilchen blieb trotz des Abstandes von etwa einem tausendstel Millimeter erhalten.
Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/309270.html
"Spukhafte Fernwirkung" nannte Albert Einstein den Effekt, bei dem zwei Lichtteilchen quantenmechanisch so miteinander verschränkt werden, dass eine Veränderung des Zustands des einen Teilchens automatisch immer auch einen Wechsel beim anderen Teilchen bewirkt. Als spukhaft bezeichnen Physiker diese Wirkung bis heute, da es bislang nicht vollständig klar ist, auf welche Weise die Information über die Veränderung des Zustands vom einen zum anderen Teilchen gelangt. Wissenschaftler haben in Experimenten miteinander verschränkte Lichtteilchen bereits mehrere Kilometer voneinander getrennt und konnten dabei sogar die Geschwindigkeit messen, mit der sich diese spukhafte Fernwirkung ausbreitet. Sie kamen dabei auf ein Vielfaches der Lichtgeschwindigkeit.
Die Forscher aus Frankreich, Deutschland und Spanien konnten nun einen solchen Verschränkungseffekt erstmals bei Elektronen und damit bei einem Baustein der Materie erzeugen. Die Wissenschaftler verwendeten dazu einen Supraleiter – ein Material, in dem sich elektrische Ladungen ganz ohne Widerstand bewegen können. In diesem Supraleiter schließen sich die Elektronen aufgrund quantenmechanischer Mechanismen zu Paaren zusammen. Mit einem ausgeklügelten Versuchsaufbau konnten die Forscher diese sogenannten Cooper-Paare trennen und in verschiedene Richtungen dirigieren. Die quantenmechanische Verschränkung dieser Teilchen blieb trotz des Abstandes von etwa einem tausendstel Millimeter erhalten.
Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/309270.html
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 12. Januar 2010
Goldene Quantenharmonie
klauslange,20:10h
Die Quantenmechanik wird oft und gerne als Beweis für die absolute Rolle des Zufalls in der Natur plakativ herangezogen. Doch diese Beweisführung ist falsch. Unbestimmtheitsrelation und Quantenstatistik können nicht den Zufall als ein fundamentales Naturgesetz etablieren.
Neueste Erkenntnisse stützen meine These, denn man entdeckte eine bekannte mathematische Harmonie in der Quantenwelt, wie scinexx berichtet:
Kobalt-Niobat ist ein magnetisches Material mit besonderen Eigenschaften. Es wird vor allem verwendet, um Quanteneigenschaften zu untersuchen. Seit Heisenberg seine Unschärfe-Theorie aufgestellt hat, ist nämlich bekannt, dass sich Teilchen auf atomarer Ebene nicht so verhalten wie wir es in der Makrowelt gewöhnt sind. In der Quantenwelt zeigen sie völlig neue Eigenschaften.
System am quantenkritischen Zustand
Um diese zu untersuchen, ist Kobalt-Niobat geeignet. Die atomaren Bestandteile, aus denen der Kristall besteht, haben magnetische Eigenschaften und sind auf besondere Weise angeordnet. Die im Elektron vorhandenen Spins – Eigendrehimpuls - ordnen sich zu Ketten, die zusammen wie ein dünner Stabmagnet wirken. Jedoch ist die Kette nur eine Atomlage dick. Sie dient daher als besonders geeignetes Modell, um den Ferromagnetismus in Feststoffen zu untersuchen.
Lässt man ein magnetisches Feld im rechten Winkel zu der ausgerichteten Spin-Kette einwirken, geht die Kette in einen neuen Zustand über. Diesen Zustand stellen sich Physiker als fraktales Muster vor und nennen ihn „quantenkritisch“. Fraktale Muster sind dabei geometrische Gebilde, die aus verkleinerten Kopien ihrer selbst bestehen.
Professor Alan Tennant vom Institut Komplexe Magnetische Materialien am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) erläutert: „In unserem Experiment mit Kobalt-Niobat haben wir durch Anlegen des Magnetfeldes gewissermaßen am Regler gedreht und dabei das System immer näher an den quantenkritischen Zustand herangebracht.“
...
Dabei konnten die Forscher sehen, wie sich die Kette aus Atomen verhält. „Wie eine Gitarrensaite auf Nanoebene“, sagt Radu Coldea, der das internationale Projekt an der Oxford University begonnen und bis heute, über zehn Jahre lang geführt hat. „Die Schwingung der Saite entspricht in diesem Bild der Wechselwirkung, die benachbarte Spinketten miteinander eingehen“, sagt Coldea. „Wie bei einer Gitarrensaite entstehen dabei auch Resonanzen.“
Von den beobachteten Resonanz-Frequenzen stehen die ersten beiden im Verhältnis 1,618..., zueinander, „was genau dem Goldenen Schnitt entspricht“, so Coldea. Er ist überzeugt, dass dies kein Zufall ist. „Es spiegelt eine versteckte Symmetrie wider, die dem Quantensystem seine schönen, harmonischen Eigenschaften verleiht. Von Mathematikern wird sie als E8 bezeichnet. Diese mathematische Symmetrieeigenschaft haben wir nun zum ersten Mal in einem festen Material beobachtet.“
Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11049-2010-01-08.html
Das alles wird in der angesehenen Zeitschrift Science veröffentlicht. Zur Lie-Gruppe E8 hatte ich bereits einige erklärende Artikel verlinkt: http://designale.blogger.de/stories/732203/
Zum Goldenen Schnitt möchte ich nur auf diese schöne Seite verweisen:
http://www.physik.uni-wuerzburg.de/~htkramer/schnitt/
Neueste Erkenntnisse stützen meine These, denn man entdeckte eine bekannte mathematische Harmonie in der Quantenwelt, wie scinexx berichtet:
Kobalt-Niobat ist ein magnetisches Material mit besonderen Eigenschaften. Es wird vor allem verwendet, um Quanteneigenschaften zu untersuchen. Seit Heisenberg seine Unschärfe-Theorie aufgestellt hat, ist nämlich bekannt, dass sich Teilchen auf atomarer Ebene nicht so verhalten wie wir es in der Makrowelt gewöhnt sind. In der Quantenwelt zeigen sie völlig neue Eigenschaften.
System am quantenkritischen Zustand
Um diese zu untersuchen, ist Kobalt-Niobat geeignet. Die atomaren Bestandteile, aus denen der Kristall besteht, haben magnetische Eigenschaften und sind auf besondere Weise angeordnet. Die im Elektron vorhandenen Spins – Eigendrehimpuls - ordnen sich zu Ketten, die zusammen wie ein dünner Stabmagnet wirken. Jedoch ist die Kette nur eine Atomlage dick. Sie dient daher als besonders geeignetes Modell, um den Ferromagnetismus in Feststoffen zu untersuchen.
Lässt man ein magnetisches Feld im rechten Winkel zu der ausgerichteten Spin-Kette einwirken, geht die Kette in einen neuen Zustand über. Diesen Zustand stellen sich Physiker als fraktales Muster vor und nennen ihn „quantenkritisch“. Fraktale Muster sind dabei geometrische Gebilde, die aus verkleinerten Kopien ihrer selbst bestehen.
Professor Alan Tennant vom Institut Komplexe Magnetische Materialien am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) erläutert: „In unserem Experiment mit Kobalt-Niobat haben wir durch Anlegen des Magnetfeldes gewissermaßen am Regler gedreht und dabei das System immer näher an den quantenkritischen Zustand herangebracht.“
...
Dabei konnten die Forscher sehen, wie sich die Kette aus Atomen verhält. „Wie eine Gitarrensaite auf Nanoebene“, sagt Radu Coldea, der das internationale Projekt an der Oxford University begonnen und bis heute, über zehn Jahre lang geführt hat. „Die Schwingung der Saite entspricht in diesem Bild der Wechselwirkung, die benachbarte Spinketten miteinander eingehen“, sagt Coldea. „Wie bei einer Gitarrensaite entstehen dabei auch Resonanzen.“
Von den beobachteten Resonanz-Frequenzen stehen die ersten beiden im Verhältnis 1,618..., zueinander, „was genau dem Goldenen Schnitt entspricht“, so Coldea. Er ist überzeugt, dass dies kein Zufall ist. „Es spiegelt eine versteckte Symmetrie wider, die dem Quantensystem seine schönen, harmonischen Eigenschaften verleiht. Von Mathematikern wird sie als E8 bezeichnet. Diese mathematische Symmetrieeigenschaft haben wir nun zum ersten Mal in einem festen Material beobachtet.“
Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11049-2010-01-08.html
Das alles wird in der angesehenen Zeitschrift Science veröffentlicht. Zur Lie-Gruppe E8 hatte ich bereits einige erklärende Artikel verlinkt: http://designale.blogger.de/stories/732203/
Zum Goldenen Schnitt möchte ich nur auf diese schöne Seite verweisen:
http://www.physik.uni-wuerzburg.de/~htkramer/schnitt/
... link (1 Kommentar) ... comment
Donnerstag, 7. Januar 2010
Milchstrassen-Kreuz
klauslange,21:27h
Eine interessante Entdeckung haben Astronomen in Washington vorgestellt, wie "welt der physik" berichtet:
Der Halo aus Dunkler Materie, der unsere Milchstraße umgibt, ist anders geformt als bislang von den Astronomen vermutet: Einem gequetschten Ball ähnlich erstreckt er sich senkrecht zur Milchstraßenebene doppelt so weit wie in der Milchstraßenebene. Das zeigt eine Analyse der Bewegung des Sagittarius-Sternstroms, die jetzt von amerikanischen Astronomen auf der Fachtagung der "American Astronomical Society" vorgestellt wurde.
"Wir haben durchaus erwartet, dass der dunkle Halo abgeplattet ist" erklärt David Law von der University of California in Los Angeles, einer der beteiligten Wissenschaftler. "Aber die Stärke der Abplattung und insbesondere ihre Orientierung sind eine große Überraschung für uns." Die Astronomen sind bislang davon ausgegangen, dass die Verteilung der Dunklen Materie die gleiche Orientierung zeigt wie die scheibenförmige Verteilung der sichtbaren Materie in der Milchstraße.
Also, wenn zwei Balken senkrecht zueinander stehen und sich dabei durchdringen, dann nenne ich das ein Kreuz (nein, das ist für mich kein Signal eines Schöpfers, dennoch bleibt für mich ein Kreuz einfach ein Kreuz, zumal sich der senkrechte Dunkelteil doppelt so lang erstreckt als die sichtbare - aus unserer Sicht waagerechten - Scheibe).
Interessant ist noch folgende Erläuterung:
Law und seine Kollegen haben nun aus dem Verlauf des Sagittarius-Sternstroms das Gravitationsfeld der Milchstraße - und damit auch die Verteilung der Dunklen Materie - rekonstruiert. Bei diesem lang gestreckten Band aus Sternen handelt es sich um eine Zwerggalaxie, die vor drei Milliarden Jahren in die Milchstraße hineingefallen und dabei zerrissen worden ist. Wie Law und sein Team zeigen konnten, lässt sich die Form des Sternstroms gut erklären, wenn der dunkle Halo senkrecht zur Milchstraßenebene in die Länge gezogen ist. "Das wirft allerdings die Frage auf," so Law, "wie die sichtbare Galaxis zu ihrer Orientierung gekommen ist."
Quelle: http://www.weltderphysik.de/de/4245.php?ni=1702
Der Halo aus Dunkler Materie, der unsere Milchstraße umgibt, ist anders geformt als bislang von den Astronomen vermutet: Einem gequetschten Ball ähnlich erstreckt er sich senkrecht zur Milchstraßenebene doppelt so weit wie in der Milchstraßenebene. Das zeigt eine Analyse der Bewegung des Sagittarius-Sternstroms, die jetzt von amerikanischen Astronomen auf der Fachtagung der "American Astronomical Society" vorgestellt wurde.
"Wir haben durchaus erwartet, dass der dunkle Halo abgeplattet ist" erklärt David Law von der University of California in Los Angeles, einer der beteiligten Wissenschaftler. "Aber die Stärke der Abplattung und insbesondere ihre Orientierung sind eine große Überraschung für uns." Die Astronomen sind bislang davon ausgegangen, dass die Verteilung der Dunklen Materie die gleiche Orientierung zeigt wie die scheibenförmige Verteilung der sichtbaren Materie in der Milchstraße.
Also, wenn zwei Balken senkrecht zueinander stehen und sich dabei durchdringen, dann nenne ich das ein Kreuz (nein, das ist für mich kein Signal eines Schöpfers, dennoch bleibt für mich ein Kreuz einfach ein Kreuz, zumal sich der senkrechte Dunkelteil doppelt so lang erstreckt als die sichtbare - aus unserer Sicht waagerechten - Scheibe).
Interessant ist noch folgende Erläuterung:
Law und seine Kollegen haben nun aus dem Verlauf des Sagittarius-Sternstroms das Gravitationsfeld der Milchstraße - und damit auch die Verteilung der Dunklen Materie - rekonstruiert. Bei diesem lang gestreckten Band aus Sternen handelt es sich um eine Zwerggalaxie, die vor drei Milliarden Jahren in die Milchstraße hineingefallen und dabei zerrissen worden ist. Wie Law und sein Team zeigen konnten, lässt sich die Form des Sternstroms gut erklären, wenn der dunkle Halo senkrecht zur Milchstraßenebene in die Länge gezogen ist. "Das wirft allerdings die Frage auf," so Law, "wie die sichtbare Galaxis zu ihrer Orientierung gekommen ist."
Quelle: http://www.weltderphysik.de/de/4245.php?ni=1702
... link (0 Kommentare) ... comment
Samstag, 2. Januar 2010
Mars Phönix Lander: Erste Ergebnisse
klauslange,11:42h
Oft gibt es so viele interessante und parallel laufende Projekte, dass man nie richtig in die Tiefe gehen kann, um die Ergebnisse zu sichten.
Bezüglich des Mars Phönix Landers hat dies nun raumfahrer.net in vorbildlicher Weise getan. Auf zwei Seiten werden kompakt die Resultate zusammengefasst:
http://www.raumfahrer.net/astronomie/planetmars/resultate_phoenix_1.shtml
http://www.raumfahrer.net/astronomie/planetmars/resultate_phoenix_2.shtml
Daten und Bilder werden fachkundig präsentiert.
Einige Aussagen seien hier dokumentiert:
In Bezug auf Temperatur und atmosphärischem Druck kann Wasser auf dem Mars unter den gegebenen Umständen normalerweise lediglich in fester oder gasförmiger Form vorkommen. Perchlorat ist jedoch nicht nur in hohem Maße wasserbindend und könnte somit die knapp bemessene Luftfeuchtigkeit im Boden halten, es ist zudem in einer hohen Konzentration auch ein äußerst effektives "Frostschutzmittel". Bei einer hohen Beimischung von Perchlorat-Salzen wäre es somit denkbar, dass Wasser unter den vorhandenen atmosphärischen Bedingungen noch bis zu einer Temperatur von minus 70 °C flüssig bleibt. Dies, so Nilton Renno von der University of Michigan, würde bedeuten, dass sich nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche flüssige Salzwasserfilme bilden könnten. Seine Kollegin Hanna G. Sizemore von der University of Colorado sagt dazu: "Diffusion ist wahrscheinlich der primäre Mechanismus, um in der heutigen Epoche des Mars Wasser in die oberflächennahe Regolithschicht zu transportieren. Lokale Zonen oberflächennahen Eises weisen dabei auf einen Wassertransport durch dünne Wasserfilme hin." Das Perchlorat würde in diesem Falle den Wasserdampf aus der Atmosphäre an sich binden. Dieser würde in den flüssigen Aggregatzustand übergehen und auch über einen längeren Zeitraum in diesem verbleiben...
Mit dem jahreszeitlich bedingten Abfallen der nächtlichen Temperaturen konnte zudem mit fortschreitender Missionsdauer eine Zunahme der Luftfeuchtigkeit registriert werden. Ab etwa dem 80sten Tag der Mission wurde mit dem LIDAR die regelmäßige Bildung von Nebel bis in eine Höhe von etwa 700 Metern beobachtet. Ungefähr ab Sol 90 bildeten sich schließlich bei nächtlichen Tiefsttemperaturen von unter minus 84 Grad Celsius Wolken aus Wassereiskristallen. Dies geschah jeweils in der zweiten Nachthälfte in einer Höhe von etwa vier Kilometern über dem Boden. Später vielen aus diesen Wolken sogenannte Fallschleppen ab. Ähnliche Strukturen sind auch aus der irdischen Meteorologie bekannt und treten auf der Erde zum Beispiel im Zusammenhang mit Zirruswolken auf. Auf dem Mars entstehen sie durch anfangs in ihrer Größe anwachsende Wassereispartikel. Sobald diese Eiskristalle ein bestimmtes Gewicht erreicht haben, fallen sie ab. Es "schneit" Eiskristalle, welche langsam zum Boden hinabgleiten...
"Vor der Phoenix-Mission", so James Whiteway, welcher ebenfalls am der York University tätig und für die entsprechenden LIDAR-Messungen verantwortlich ist, "waren wir uns nicht sicher, ob es auf dem Mars überhaupt irgendwelche Niederschläge gibt. Im Winter breitet sich das nordpolare Eis zwar bis über den Landeplatz von Phoenix aus. Wie das Wasser aber aus der Atmosphäre auf den Boden gelangt, war bislang unklar. Jetzt wissen wir, dass es dort schneit, und dass dieser Schneefall ein Teil des marsianischen Wasserkreislaufs darstellt." Im Laufe der Nacht wandelt sich der Wasserdampf zu Wassereis, was zu einem Verminderung des Luftdrucks führt. In der zweiten Nachthälfte gelangt das Eis auf die Oberfläche und sublimiert dort am nächsten Morgen bei wieder ansteigenden Tagestemperaturen. Der Wasserdampf wird anschließend umgehend in der Atmosphäre verteilt, bevor der Zyklus in der folgenden Nacht erneut einsetzt...
Ein dritter Teil der Artikelserie erscheint in ca. einer Woche und wird auch hier besprochen.
Dem kommt eine starke Bedeutung auch deswegen zu, weil eventuell in diesem Jahr Phönix seine Arbeit wieder aufnehmen könnte. Diese Erwartung wurde von einigen Tagen geschürt, wie astronews.com berichtete:
http://www.astronews.com/news/artikel/2009/12/0912-032.shtml
Bezüglich des Mars Phönix Landers hat dies nun raumfahrer.net in vorbildlicher Weise getan. Auf zwei Seiten werden kompakt die Resultate zusammengefasst:
http://www.raumfahrer.net/astronomie/planetmars/resultate_phoenix_1.shtml
http://www.raumfahrer.net/astronomie/planetmars/resultate_phoenix_2.shtml
Daten und Bilder werden fachkundig präsentiert.
Einige Aussagen seien hier dokumentiert:
In Bezug auf Temperatur und atmosphärischem Druck kann Wasser auf dem Mars unter den gegebenen Umständen normalerweise lediglich in fester oder gasförmiger Form vorkommen. Perchlorat ist jedoch nicht nur in hohem Maße wasserbindend und könnte somit die knapp bemessene Luftfeuchtigkeit im Boden halten, es ist zudem in einer hohen Konzentration auch ein äußerst effektives "Frostschutzmittel". Bei einer hohen Beimischung von Perchlorat-Salzen wäre es somit denkbar, dass Wasser unter den vorhandenen atmosphärischen Bedingungen noch bis zu einer Temperatur von minus 70 °C flüssig bleibt. Dies, so Nilton Renno von der University of Michigan, würde bedeuten, dass sich nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche flüssige Salzwasserfilme bilden könnten. Seine Kollegin Hanna G. Sizemore von der University of Colorado sagt dazu: "Diffusion ist wahrscheinlich der primäre Mechanismus, um in der heutigen Epoche des Mars Wasser in die oberflächennahe Regolithschicht zu transportieren. Lokale Zonen oberflächennahen Eises weisen dabei auf einen Wassertransport durch dünne Wasserfilme hin." Das Perchlorat würde in diesem Falle den Wasserdampf aus der Atmosphäre an sich binden. Dieser würde in den flüssigen Aggregatzustand übergehen und auch über einen längeren Zeitraum in diesem verbleiben...
Mit dem jahreszeitlich bedingten Abfallen der nächtlichen Temperaturen konnte zudem mit fortschreitender Missionsdauer eine Zunahme der Luftfeuchtigkeit registriert werden. Ab etwa dem 80sten Tag der Mission wurde mit dem LIDAR die regelmäßige Bildung von Nebel bis in eine Höhe von etwa 700 Metern beobachtet. Ungefähr ab Sol 90 bildeten sich schließlich bei nächtlichen Tiefsttemperaturen von unter minus 84 Grad Celsius Wolken aus Wassereiskristallen. Dies geschah jeweils in der zweiten Nachthälfte in einer Höhe von etwa vier Kilometern über dem Boden. Später vielen aus diesen Wolken sogenannte Fallschleppen ab. Ähnliche Strukturen sind auch aus der irdischen Meteorologie bekannt und treten auf der Erde zum Beispiel im Zusammenhang mit Zirruswolken auf. Auf dem Mars entstehen sie durch anfangs in ihrer Größe anwachsende Wassereispartikel. Sobald diese Eiskristalle ein bestimmtes Gewicht erreicht haben, fallen sie ab. Es "schneit" Eiskristalle, welche langsam zum Boden hinabgleiten...
"Vor der Phoenix-Mission", so James Whiteway, welcher ebenfalls am der York University tätig und für die entsprechenden LIDAR-Messungen verantwortlich ist, "waren wir uns nicht sicher, ob es auf dem Mars überhaupt irgendwelche Niederschläge gibt. Im Winter breitet sich das nordpolare Eis zwar bis über den Landeplatz von Phoenix aus. Wie das Wasser aber aus der Atmosphäre auf den Boden gelangt, war bislang unklar. Jetzt wissen wir, dass es dort schneit, und dass dieser Schneefall ein Teil des marsianischen Wasserkreislaufs darstellt." Im Laufe der Nacht wandelt sich der Wasserdampf zu Wassereis, was zu einem Verminderung des Luftdrucks führt. In der zweiten Nachthälfte gelangt das Eis auf die Oberfläche und sublimiert dort am nächsten Morgen bei wieder ansteigenden Tagestemperaturen. Der Wasserdampf wird anschließend umgehend in der Atmosphäre verteilt, bevor der Zyklus in der folgenden Nacht erneut einsetzt...
Ein dritter Teil der Artikelserie erscheint in ca. einer Woche und wird auch hier besprochen.
Dem kommt eine starke Bedeutung auch deswegen zu, weil eventuell in diesem Jahr Phönix seine Arbeit wieder aufnehmen könnte. Diese Erwartung wurde von einigen Tagen geschürt, wie astronews.com berichtete:
http://www.astronews.com/news/artikel/2009/12/0912-032.shtml
... link (1 Kommentar) ... comment
Freitag, 1. Januar 2010
Prosit Neujahr 2010
klauslange,10:28h
Die Erde hat wieder einen Umlauf um die Sonne absolviert. Ein Jahr ist um und ein neues Beginnt.
Mögen alle Leserinnen und Leser ihren Weg auch in 2010 finden vor allem aber Gesundheit und Erfolg.
Mögen alle Leserinnen und Leser ihren Weg auch in 2010 finden vor allem aber Gesundheit und Erfolg.
... link (0 Kommentare) ... comment
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Guten Rutsch!
klauslange,14:35h
Silvester! Eigentlich der Name eines Papstes, aber auch ein Fest zum Jahreswechsel. Gute Vorsätze habe ich nicht für 2010. Damit vermeide ich auch Frustationserlebnisse, wenn ich diese nicht einhalten kann.
Neugierig bleiben und offen für das unerwartete, daran halte ich fest.
In diesem Sinne auch allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2010!
Neugierig bleiben und offen für das unerwartete, daran halte ich fest.
In diesem Sinne auch allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2010!
... link (0 Kommentare) ... comment
... older stories