Sonntag, 4. April 2010
Gesegnete Osterfeiertage
Ostern ist nicht einfach der Glaube an die Auferstehung Jesu Christi vor knapp 2000 Jahren, sondern auch, dass die Auferstehung für jeden Menschen auch heute im Alltag erwartet und erlebt werden kann. Denn jeder Streit, jedes Gebrechen, aber auch die eigenen Unzulänglichkeiten des Charakters wie Egoismen, Neid und Missgunst sind tägliche Kreuze, denen wir nicht ausweichen müssen. Sondern Orte, an denen wir am Kreuz Christus begegnen, mit Ihm sterben und so auch mit Ihm auferstehen können. So sehen wir das Kreuz des anderen und können plötzlich den Streit nicht als persönliche Verletzung, sondern als überwundene Meinungsverschiedenheit ansehen und in Versöhnung verwandeln.

Auferstehung ist also auch und gerade am Alltag heute erfahrbar. Zuvor bedarf es aber der Kreuzigung, dort werden wir lernen die täglichen Tode nicht zu fürchten, in der Gewissheit mit Christus Auferstehung zu erfahren.

In diesem Sinne allen gesegnete Osterfeiertage!

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Mittwoch, 31. März 2010
LHC - Schlagzeilen
Nun stoßen Protonen mit insg 7 TeV aufeinander. Dies ist in der Tat eine Energie, wie sie in Teilchenbeschleunigern noch nie erreicht wurde, jedoch spotten so manche Schlagzeilen jeder Beschreibung.

Da ist zu lesen, dass die Welt nach dem Teilchencrash nicht durch ein schwarzen Loch verschlungen wurde. Nun, zum einen ist das LHC auf viel höhere Energien ausgelegt, womit man dann eventuell auch Schwarze Minilöcher erzeugen kann, und zum anderen hätte man einen Tag nach dem Knall nichts gemerkt.

Würden schwarze Minilöcher in einem Experiment am LHC entstehen und würden diese nicht wie errechnet zerstrahlen, dann würden sie sich zunächst einmal im Erdkern ansammeln und dort langsam anwachsen. Zwar denke ich nicht, dass so etwas passiert, aber Meldungen, nachdem ein Experiment nicht unser vorzeitiges Ende besiegelt hätte, weil wir ja einen Tag später noch da sind, entbehren jeder Sachkenntnis.

Erste Auswertungen brauchen sowieso eine gewisse Zeit und es bleibt zu hoffen, dass mit der derzeitigen Messkampagne etwas über die Gültigkeit der Supersymmetrie ausgesagt werden kann. Schaun ma mal...

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Freitag, 26. März 2010
Objektive Berichterstattung???
Wie objektiv die Medien berichten, wenn es um die Kirche geht - und nicht nur in diesem Fall - wird sehr eindrücklich durch kath.net dokumentiert:

http://www.kath.net/detail.php?id=26145

Mehr braucht man dazu auch gar nicht zu schreiben...

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Donnerstag, 25. März 2010
Private Raumfahrt
Während die USA ihr Raumfahrt Budget zusammenstreicht, kommt die private Raumfahrt in die Gänge, wie ein weiterer Test eines suborbitalen Raumschiffs zeigt:

http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/22032010221713.shtml

Und genau solche Initiativen lassen es wahrscheinlich erscheinen, dass man Transportkapazitäten bald einfach nur noch privat ankauft, seien sie unbemannt oder bemannt!

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Sonntag, 21. März 2010
Hirtenbrief aus Regensburg
Zu den Angriffen gegen die Kirche kann ich nur dem Hirtenbrief des Regensburger Bischofs beipflichten. Solche Hirten brauchen wir in der heutigen Zeit!

Hier der Wortlaut des Hirtenbriefes:

http://www.kath.net/detail.php?id=26079

Danke, Herr Bischof!

Und hier kann man noch einmal seine Solidarität mit der Kirche zum Ausdruck bringen:

http://www.ja-zur-kirche.net/index.php

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Mittwoch, 17. März 2010
Phobos Bilder
Nun wurden erste Bilder des letzten Vorbeiflugs von Mars-Express an Phobos veröffentlicht.

Hier eine Meldung von astronews.com:

http://www.astronews.com/news/artikel/2010/03/1003-020.shtml

Ein wenig dünn, die Ausbeute...

Raumfahrer.net liefert zwar ausführlichere Resultate:

http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/16032010142341.shtml

Aber sehr befriedigend sind die paar Bilder noch nicht...

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Sonntag, 14. März 2010
Navigation des Geistes - Teil 2 -
Um zu zeigen, dass Dogmen nicht die Offenheit zur Untersuchung bislang unorthodoxer Sichtweisen und Phänomene einschränken, braucht es nur einmal einen kurzen Rückgriff auf die Entstehungsgeschichte dieser Glaubensmaxime in der Kirche. Sie sind ja nicht am grünen Tisch, in irgendwelchen Hinterzimmern als fertiges System erdacht worden, sondern entstammen einem langen Erfahrungsweg und wurden nur deswegen und erst dann als Dogmen formal festgeschrieben, weil plötzlich überliefertes Glaubensgut angegriffen werden sollte. Glaubensgut, das zuvor durch Erfahrungstatsachen sehr gut abgesichert war, nun aber von bestimmten Kreisen umgestossen werden sollte, weil man sich die Erfahrungsrealität den eigenen Zwecken unterordnen wollte. Gerade die dann formulierten Dogmen machten schließlich klar, dass bestimmte zum Beispiel machtpolitisch zweckmäßige Entscheidungen mit der eigentlich dogmatisch lange zuvor abgesicherten Maximen unvereinbar waren und schließlich zu einer Rückbesinnung auf die Dogmen führte. So konnten beispielsweise gewaltsame Auswüchse, die man sich anderweitig abgeschaut hatte, letztlich beendet werden. Die Dogmen dienten und dienen somit als Navigationsinstrument, um zur eigentlichen Botschaft Christi im Handeln der Kirche und für jedes ihrer Glieder zurückkehren zu können. Gerade sie ermöglichen damit einen Bezugsrahmen, in dem Untersuchungen in aller Offenheit stattfinden können, ohne in Gefahr zu geraten sich vollkommen zu verirren. Jedem Irrweg wird also auch ein Rückweg zur Seite gestellt. Erst dadurch kann man sich auf die Reise ins unbekannte begeben. Um im Gleichnis zu bleiben: Columbus konnte dadurch erst Kunde vom neu entdeckten Land geben, da man wusste, wie man zum Ausgangshafen gelangen konnte.

Können Dogmen nicht auch missbraucht werden? Das ist mit allen Dingen so. Was man gebrauchen kann, das kann auch missbraucht werden. Gerade aber die kirchlichen Dogmen haben gezeigt, dass sie selbst letztlich immer wieder den Weg zu ihrem rechten Gebrauch wiesen. Als mit der Reformation einige Dogmen bezüglich der Sakramente schlicht abgeschafft wurden, um einen Missbrauch der Sakramente zu unterbinden, entzog man sich gleichsam selbst das Bezugsystem zur ursprünglichen Botschaft Christi von der Urkirche auf die Lehre der Apostel. Als die Refomratoren meinten mit dem Sola Scripture - Allein die Schrift - nun den objektiven Bezugsrahmen gefunden zu haben und die kirchliche Überlieferung und daraus resultierende Lehre abstreifen zu können, ernteten sie einen Flickenteppich an Lehren und sich in Teilbereichen widersprechenden Denominationen. Damit wurden sie aber dem Wort, das ja nur noch gelten sollte, sogleich ungehorsam, da es dort heißt: "Falls ich aber länger ausbleibe, sollst du wissen, wie man sich im Hauswesen Gottes verhalten muss, das heißt in der Kirche des lebendigen Gottes, die die Säule und das Fundament der Wahrheit ist." (1.Timotheus 3:15)

Die Konsequenz daraus, wenn man als Christgläubiger die Kirche als Säule und Fundamnet der Wahrheit aufgibt, sind dann eben ein Flickenteppich an kirchlichen Gemeinschaften, die jede für sich im Besitz der Wahrheit sein will. Wer nicht mehr allgemiengültige Navigationsregeln folgen will, der verliert nun einmal den Weg und findet schwer zurück. Kommen wir aber zum eigentlichen Kern dieser Betrachtungen zurück: Dogmen muss man nicht aufgeben, um Neuland zu beschreiten. Dies gilt gerade auch im wissenschaftlichen Bereichen, die ja auch der Biophysiker Dieter Broers und die von ihm zitierten Wissenschaftler beschreiten. Gerade die oft herangezogene Auseinandersetzung des kirchlischen Lehramtes mit Galileo betraf, was der Stellung von Erde und Sonne anging, nicht dogmatische Glaubensfragen. Es war und ist kein Glaubensdogma, dass die Erde im Zentrum des Universums steht. Sondern es war eben eine wissenschaftliche Sichtweise aus der Antike. Eine Ansicht aus einer Zeit noch vor Errichtung der Urkirche durch die Apostel am Pfingsttag. Die Kirche machte sich nur zu einer Verteidigerin des damals akzeptierten wissenschaftlichen Weltbildes und sah die Galileische Argumentationskette nicht als einen Beweis für die Bewegung der Erde um die Sonne an. Zum damaligen Zeitpunkt war dieser Ansatz der sich um die Sonne bewegenden Erde sehr wohl als begründete Hypothese ohne weiteres vertretbar, aber ein Kirchenmann - der Galileo auch war, das vergessen gerne heutige Kritiker - sollte nicht etwas als bewiesen bezeichnen, was eben noch nicht abschließend untersucht war und wofür es damals noch Lücken für Alternativerklärungen gab (siehe auch meine Beiträge unter http://designale.blogger.de/stories/1277382/ ). Auch heute verlangt man im Wissenschaftsbetrieb für nach aktuellem Wissensstand außerordentliche Behauptungen auch außerordentliche Beweise. So müssen Modelle, die die von der etablierter Wissenschaft und auch von der heutigen Kirche favorisierte Urknalltheorie in Abrede stellen, ganz besondere Beweishürden überwinden und nicht einfach die schon bekannten Beobachtungen reproduzieren, was sie zum Teil auch schon heute recht gut können.

Wir sehen also: Glaubensdogmen sind kein Hemmschuh für einen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn. Wissenschaftliche Fragestellungen, wie sie Broers und Co. ansprechen, beissen sich also nicht mit den - eigentlich recht wenigen - Glaubensdogmen eines Katholiken. Selbst in Fragen geistlicher Ansichten dienen Dogmen als Motor und lassen sehr weite Spielräume zu. Wie das anhand von Weissagungen beispielhaft gezeigt werden kann. Dazu aber später mehr.

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