Sonntag, 2. Mai 2010
Flüssiges Wasser auf dem Mars...
...konnte nun indirekt durch Aufnahmen der MRO-Sonde nachgewiesen werden.

Dies berichtet scinexx:

http://www.g-o.de/wissen-aktuell-11584-2010-04-29.html

Schon vor einigen Jahren zeigen Auswertungen von hochauflösenden Bildern der amerikanischen Raumsonde „Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO), dass sich auf der Planetenoberfläche eine knapp zwei Meter breite Erosionsrinne am Dünenhang des so genannten Russell- Kraters im marsianischen Frühjahr um knapp 50 Meter verlängerte.

Erosionsrinne verlängert sich

Jetzt haben Forscher vom Institut für Planetologie der Universität Münster (WWU) neue Aufnahmen der Rinne ausgewertet und festgestellt, dass sie nochmals zugelegt hat, zwischen November 2006 und Mai 2009 insgesamt um rund 170 Meter. „Die Veränderungen der Rinne, vor allem in der Länge, sind das Ergebnis von kleinen Mengen schmelzenden Wasser-Eises im Frühjahr und den dadurch ausgelösten Fließbewegungen eines Gemisches aus Wasser und Sand", so das Fazit der Forscher.

Wie konnten diese Rinnen entstehen? Mögliche Erklärungen sind trockene Massenbewegungen sowie Materialtransporte unter Einwirkung von flüssigem Kohlenstoffdioxid oder flüssigem Wasser. „Trockene Massenbewegungen können wir aufgrund der morphologischen Beschaffenheit der Kanäle eindeutig ausschließen", erklärt Dennis Reiss, Planetenforscher von der Universität Münster. Die Rinnen zeigen zudem die Besonderheit, dass sie hangabwärts immer dünner werden. Dies ist ein allgemeiner Hinweis darauf, dass eine Flüssigkeit, die im Boden versickert, für die Entstehung verantwortlich sein dürfte.

Schmelzendes Wassereis als Ursache

Auch eine Entstehung durch kurzzeitig flüssiges Kohlenstoffdioxid kommt nach Meinung der Forscher nicht infrage. „Die Auswertung der spektralen Daten zeigt, dass in beiden Jahren sämtliches Kohlendioxid-Eis schon sublimiert war, bevor es zu der Entstehung des Kanals kam", so Doktorand Gino Erkeling. Der wahrscheinlichste Grund ist nach Auffassung der Forscher daher eine geringe Menge schmelzenden Wasser-Eises, welches von einer überlagernden Schicht Kohlendioxid-Eis vor der Sublimation geschützt wird.

Die Berechnungen der münsterschen Wissenschaftler zeigen, dass die Oberflächentemperaturen im Russell-Krater zu Frühjahrsbeginn den Gefrierpunkt von Wasser überschreiten. „Das Kohlendioxid-Eis und nachfolgend das darunter liegende Wasser-Eis beginnen dann zu schmelzen, und flüssiges Wasser wäre für einen kurzen Zeitraum auf der Oberfläche möglich", ist sich Planetenforscherin Karin Bauch sicher. Wenn das Wasser dann hangabwärts fließt und sich in den Rinnen sammelt, kommt es zur Erosion. Zudem sind die Erosionszeiträume in beiden Jahren nahezu identisch, was darauf schließen lässt, dass saisonale Effekte verantwortlich sind.

Beleg für flüssiges Wasser auf dem Mars

„Diese Beobachtungen gehören zu den bislang deutlichsten Beweisen, dass auch heute immer noch Wasser auf der Oberfläche des Mars fließen kann, und zwar in einer Menge, die für Erosion ausreichend ist", erklärt Professor Harald Hiesinger, Direktor des Instituts für Planetologie der Universität Münster. Jedoch entstehen nur kleine Rinnen. „Das heutige Marsklima lässt nur wenig Luftfeuchtigkeit zu, welche sich in Form von Frost auf der Oberfläche absetzen kann. Die Mengen, die schmelzen und zu flüssigem Wasser führen können, sind dementsprechend gering", so Reiss. „Zu großen Tälern, wie sie sich in der Frühzeit des Mars gebildet haben, reicht es daher nicht."

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Dienstag, 27. April 2010
Schach WM 2010
In Sofia wird gerade die Schach WM ausgetragen und nach drei Partien von zwölf kann man schon sagen, dass wirklich einiges auf dem Brett geboten wird. Da andere aber profundere Kommentare zum Geschehen auf den 64 Feldern geben können, verlinke ich mal eine Top Seite mit Live-Chat und Partie:

http://www.schach-welt.de/blog/schach-wm-live-blog-.html

Auch wenn 70 % der befragten GM für Anand votieren, sehe ich Topalov als Sieger aus dem Duell hervorgehen.

Gönnen tu ichs aber beiden...

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Freitag, 23. April 2010
X-37B: Militärischer Mini-Shuttle gestartet
Eine äußerst interessante Meldung wurde heute in den Nachrichten gebracht. Die US Air Force startete die X-37B. Eine Art Mini-Shuttle, das mehrere Monate im Orbit bis zu einer Höhe von 900 km.

raumfahrer.net brachte dazu einen Bericht:

http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/23042010030303.shtml

Die X37 ist in der Lage, in ihrer Nutzlastbucht mehrere Objekte mitzuführen und kann durch die Energieversorgung über Solarzellenausleger mehrere Wochen im Einsatz bleiben. Die genaue Nutzlast als auch die geplante Einsatzdauer ist geheim. Als gesichert gilt, dass die X37 größere Treibstoffvorräte mit an Bord hat, um deutliche Veränderungen des Orbits durchführen zu können. Nach Abschluss der Mission wird sie auf der Landebahn der Vandenberg Air Force Station niedergehen und somit wie ein Space Shuttle landen.

Die unbemannte automatische Landung auf einer Landebahn aus dem Orbit heraus ist ein Novum für die USA. Ähnliches hat vor 22 Jahren bisher nur die Buran der damaligen Sowjetunion geschafft, allerdings nur einmalig. Beim Erstflug der X37 sollen offiziell unter anderem Navigations- und Flugleitsysteme geprüft werden sowie der Wiedereintritt und damit das Hitzeschild, welches Ähnlichkeiten mit dem des Space Shuttles der NASA aufweist.

Die militärische Mission bietet auch politisch einigen Zündstoff, bestehen doch Befürchtungen, dass die USA damit einen militärischen Wettlauf im All anzettelt. Sowohl China als auch die USA haben bereits unter Beweis gestellt, dass sie den Abschuss von Satelliten im Orbit beherrschen. Mit der Technik der X37 wären die USA in der Lage, einen Spionagesatellit spontan starten zu können, der nachher auch wiederverwendet werden kann. Zumindest eine Massenvernichtungswaffe an Bord kann ausgeschlossen werden, da es ein Abkommen zwischen den Völkern gibt, welches dieses untersagt.

Die X37 wiegt etwa 5 Tonnen und ist ca. ein Viertel so groß wie das Space Shuttle. Die Spannweite beträgt ungefähr 5 Meter. Es ist nicht das erste Mal, dass die Air Force ein wiederverwendbares Konzept testet. Bereits in den späten 1950er Jahren begann man mit den Planungen von Dyna-Soar, auch als X-20 bekannt. Es war als bemanntes System vorgesehen, um gegen feindliche Satelliten vorzugehen oder sonstige Weltraumwaffen zu beeinträchtigen.


Für mich bleibt die Frage offen, ob nicht auch dieses Raumschiff später mal mit Besatzung ins All fliegt. Ferner erinnert das Fluggerät auch an das leider eingestellte Hermes-Projekt der ESA.

Zu weiteren Einsatzmöglichkeiten gibt das Handelsblatt interessante Aspekte bekannt:

In den letzten Jahren hatte das private Trägerflugzeug WhiteKnight2 des Weltraumtourismus-Unternehmens Virgin Galactic das neue Mini-Raumschiff bereits mehrmals zum Abwurftest in die Höhe gehievt. Binnen drei Minuten kehrte es ferngesteuert und gleitend zurück zur Erde.

Einsatzmöglichkeiten für das Space Shuttle in Klein sind für das US-Militär von großer Bedeutung: Der steuerbare Gleiter könnte als unbemannte Drohne zur Beobachtung feindliches Gebiet in etwa 300 bis 400 Kilometer Höhe überfliegen, ohne dass das Land dessen Umlaufbahn vorausberechnen und beispielsweise Nukleartests entsprechend verlegen könnte.

Auch zu einer ferngesteuerten Reparatur erdnaher Satelliten ließen sich solche Transporter dank ihrer Ladebucht nutzen. Zwar kann der Gleiter nicht die begehrte geostationäre Umlaufbahn in 36 000 km Höhe erreichen, auf der sich die meisten Wetter- und Kommunikationssatelliten um die Erde drehen. Der Transporter könnte jedoch Satelliten erreichen, die die Erde auf tieferen Umlaufbahnen umkreisen.

Dass die Reparatur solcher Objekte möglich ist, haben amerikanische Astronauten mehrmals bewiesen: Mit dem Greifarm der Space Shuttles haben sie in den achtziger und neunziger Jahren mehrmals ausgediente oder defekte Satelliten eingefangen, in der Ladebucht der Fähren verankert, mit neuen Instrumenten versorgt und wieder ausgesetzt. Ein solches Recycling zahlt sich auch im All aus: Entwicklung, Bau und Start eines neuen Satelliten nämlich kämen teurer.

Mittlerweile verfügen die USA über Techniken, solche Wartungsarbeiten von Robotern ausführen zu lassen, deren Greifwerkzeuge von der Erde aus ferngesteuert werden. Hier könnte X-37B als Reparaturplattform ins Spiel kommen: Militärische Aufklärungssatelliten haben in der Regel eine längere Entwicklungszeit, sind wesentlich aufwendiger gebaut und deswegen ungleich teurer als ihre kommerziellen Gegenstücke.

Allerdings ist schon jetzt der Ausbau des Phantoms vom Prototypen zum nutzbaren Raumschiff mehr als fraglich. Denn auch bei der Air Force hat sich die Wirtschaftskrise bemerkbar gemacht – durch geringere finanzielle Mittel im Verteidigungshaushalt. Zwar liegt das von der Air Force für das Rechnungsjahr 2011 beantrage Budget von 170,8 Mrd. Dollar drei Prozent über dem des Vorjahres. Der Posten für die Entwicklung von Weltraumprogrammen wird mit 8 Mrd. Dollar jedoch einen Rückgang um acht Prozent hinnehmen müssen.

Schon einmal ist der Weltraum-Transporter dem Rotstift zum Opfer gefallen: Ursprünglich war das Raumschiff 1999 von der US-Raumfahrtbehörde NASA für 173 Mio. Dollar beim Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing in Auftrag gegeben worden. Drei Jahre später erhielt Boeing einen Folgeauftrag von mehr als 300 Mio. Dollar, bevor die NASA 2004 die Notbremse zog und das Projekt wegen anhaltend steigender Kosten aufgab.


Daran sieht man aber auch, dass der Rotstift bei der NASA nur eine Verlegung des Projektes hin zum Militär bedeutete und keine Einstellung an dem Raumgleiter. Wenn der Rotstift für dieses Projekt auch bei der US Ait Force zuschlagen würde, dann muss das als gewollte Vertuschung einer weiteren Forschung unter dem Dach einer - privatwirtschaftlichen - Institution gedeutet werden. Schließlich unterleigen solche Privatunternehmungen nicht dem Informations Act...

http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/space-plane-x-37b-jungfernflug-fuer-ein-phantom;2566710

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Donnerstag, 22. April 2010
Zum Rücktrittsangebot Bischof Mixas...
...will ich nur folgenden Artikel verlinken. Dort werden einige Aspekte sehr schön herausgearbeitet, die ein Spiegel-Kolumnist erörterte:

http://www.kath.net/detail.php?id=26466

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Sonntag, 18. April 2010
Nun doch zum Mars...
...und zu Asteroiden. So lässt sich das neue Konzept zusammenfassen, das Obama für die NASA vorgestellt hat.

Wurden zunächst die Programme für einen Marsflug auf Eis gelegt, so ist er als Langzeitziel bis Mitte 2030 wieder auf der Agenda. Auch das Orion-Raumschiff soll als ISS Rettungsboot wiederauferstehen. Ferner ist ein bemannter Flug zu einem Asteroiden geplant.

Auffällig ist das betonte Desinterresse an den Mond. Im Lichte der neuesten Erkenntnisse bzgl. Wassereis und anderer Materialien wie auch von Mondhöhlen etc. muss das schon verwundern. Eine Rückkehr zum Mond wäre daher nicht nur ein Remake sondern der Beginn einer langfristigen Forschungs- und Entdeckungstätigkeit. Nach meiner Meinung sollte man den Mond als eine Art von zusätzlichem Kontinent der Erde betrachten und ihn daher in Besitz für die Menschen bringen und ihn nutzen. Naja, vielleicht erkennen ja andere Raumfahrtnationen den Wert des Mondes.

Hier der passende Artikel zu Obamas Vorstellungen von raumfahrer.net:

http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/16042010003519.shtml

Und hier von astronews.com:

http://www.astronews.com/news/artikel/2010/04/1004-019.shtml

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Mittwoch, 14. April 2010
Junk-DNA mit Funktion
Schon wieder: Bereits 2007 prognostizierte ich im Rahmen des Intelligent Design Ansatzes, dass sich auch die aus evolutionistischer Sicht als Junk-DNA als funktionstüchtig erweisen würde ( http://designale.blogger.de/stories/851978/ ).

Neben schon bekannten Untersuchungen( http://designale.blogger.de/stories/1369263/ ), die seit dem einen Hinweis auf die Korrekthiet der ID Voraussage gaben, wurde nun ein eklatantes Ergebnis in dieser Richtung bekannt. Natürlich erwähnt scinexx.de nichts von der Voraussage durch den ID - Ansatz, doch in der Meldung http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11509-2010-04-14.html kommt doch einige vormalige Fehleinschätzung zum Ausdruck. Dabei wird peinlich genau darauf geachtet, dass nicht der Zusammenhang deutlich wird, dass diese Fehleinschätzung mit dem vorherschenden evolutionistischem Paradigma einer richtungslosen Zufallsentwicklung zu tun hat, da sich im Laufe der Zeit eben zufällig DNA Schrott ansammeln müsste. Wegen des angenommen langen Zeitraums soll es auch viel Müll sein. Doch weit gefehlt:

Forscher identifizieren Organisationsprinzip des menschlichen Genoms

Einem internationalen Forscherteam sind neue Einblicke in das Organisationsprinzip des menschlichen Genoms gelungen. Die Wissenschaftler konnten in der Fachzeitschrift „Plos Genetics“ der DNA, die nicht-kodierend ist - also keine Information für die Synthese von Proteinen besitzt - eine neue wichtige Funktion innerhalb des DNA-Netzwerks zuschreiben. Diese DNA-Abschnitte wurden bisher häufig auch als „Junk-DNA“ oder „Schrott-DNA“ bezeichnet...

Schon seit einiger Zeit wird vermutet, dass die menschliche DNA nach einem bestimmten Muster in der Zelle strukturiert ist. Man weiß, dass die jeweils im Zellkern vorliegende DNA einerseits aus kodierenden und andererseits aus nicht-kodierenden Abschnitten besteht. Ungefähr 98 Prozent der zellulären DNA ist nicht-kodierend, enthält also keine Information für die Synthese von Proteinen. Diese Genabschnitte wurden bislang zumeist als „Müll“ ohne nennenswerte Funktion betrachtet.

Nucleolus im Visier der Forscher

Einem internationalen Forscherteam, an dem neben einer Arbeitsgruppe um Professor Gernot Längst und Attila Németh vom Institut für Biochemie, Genetik und Mikrobiologie der Universität Regensburg auch Wissenschaftler aus München und dem spanischen Valencia beteiligt waren, gelang es nun in einer neuen Studie, der nicht-kodierenden DNA eine wichtige Funktion innerhalb des DNA-Netzwerks zuzuweisen. Über die Untersuchung des so genannten Nucleolus, des Kernkörperchens der Zellen, konnten die Forscher einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis des Organisationsprinzips des menschlichen Genoms leisten.

Der Nucleolus befindet sich innerhalb des Zellkerns (Nucleus). Er lässt sich vom Rest des Zellkerns funktionell abgrenzen, verfügt jedoch über keine eigene Membran. Der Nucleolus ist vor allen Dingen in seiner Rolle als Ribosomen-Fabrik der Zellen bekannt. Jüngere Studien weisen aber darauf hin, dass er darüber hinaus noch andere Funktionen hat. So ist der Nucleolus auch an der Stressregulation, Virusprozessierung oder bei Alterungsprozessen beteiligt. Trotz seiner dem entsprechend großen Bedeutung für die Vorgänge auf zellulärer Ebene war das Wissen um den Aufbau und die Selbst-Organisation des Nucleolus bislang sehr begrenzt.

Genomkarte der Kernkörperchen-DNA

Die Wissenschaftler konnten jetzt jedoch eine detaillierte Genomkarte der nucleolären DNA erstellen und somit erstmalig das funktionelle Genom eines Zellkern-Organells identifizieren. Weiterhin wurden die DNA-Elemente charakterisiert, die die dreidimensionale Struktur des Nucleolus organisieren.

Die Wissenschaftler nutzten hierfür die neuen Methoden der Hochdurchsatz-DNA-Sequenzierung und kombinierten diese mit DNA-Microarray-Experimenten und hochauflösender dreidimensionaler Mikroskopie. Durch die Kombination der Einzelergebnisse der Experimente stellten sie fest, dass spezifische nicht-kodierende Genomabschnitte - spezielle alpha-Satelliten Sequenzen - für den Zusammenbau dieser funktionellen Einheit des Zellkerns verantwortlich sind.

In diesem Zusammenhang wurden ebenfalls mehrere Tausend Gene und nicht-kodierende DNA-Sequenzen identifiziert. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass etwa vier Prozent des menschlichen Genoms stabil mit dem Nucleolus verbunden sind. Die Studie des Forscherteams zeigte zudem, dass die Struktur des Nucleolus nicht zufällig, sondern auf dessen konkrete Funktionen in der Zelle bzw. im Zellkern ausgerichtet ist. Die nicht-kodierende DNA spiele, so die Forscher, in diesem DNA-Netzwerk eine entscheidende Rolle.

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Dienstag, 13. April 2010
Rätselhafte Planetenentstehung
Neueste Erkenntnisse über die Bahnen von Exoplaneten stellen einmal mehr die bislang etablierte Theorie über die Entstehung von Planeten in Frage.

Zu ihrer Überraschung stellten sie dabei fest, dass mehr als die Hälfte der "heißen Jupiter", also Gasriesen, die in großer Nähe um ihre Sonne kreisen, auf Bahnen umlaufen, die auf ungewöhnliche Weise zur Rotationsachse ihres Zentralsterns geneigt sind. In sechs Fällen, darunter bei zwei der Neuentdeckungen, drehten sich die Planeten sogar in entgegengesetzter Richtung um ihre Sonne, hatten also einen retrograden Orbit.

"Diese neuen Ergebnisse stellen die bisherige Auffassung in Frage, nach der Planeten immer in die Richtung umlaufen, in der sich auch der Zentralstern um die eigene Achse dreht", so Cameron, der die Resultate heute auf dem jährlichen nationalen Astronomietreffen der Royal Astronomical Society in Glasgow präsentierte.

Seit "heiße Jupiter" vor rund 15 Jahren erstmals entdeckt wurden, rätseln die Wissenschaftler wie diese Planeten entstanden sein können. Sie müssen sich, darüber herrscht weitgehend Einigkeit, in größerer Entfernung zu ihrer Sonne gebildet haben und dann auf ihre aktuelle Bahn gewandert sein. Viele Astronomen machten für diese Wanderung Wechselwirkungen mit der Scheibe aus Gas und Staub um den jungen Stern verantwortlich, aus der sich die Planeten auch gebildet haben.

Diese Vorgänge, so die Theorie, hätten sich innerhalb von wenigen Millionen Jahren abspielen können und auch die anschließende Entstehung von Gesteinsplaneten wie der Erde erlaubt. Sie können allerdings die jetzt vorgestellten Beobachtungen nicht erklären.


Dies berichtet astronews: http://www.astronews.com/news/artikel/2010/04/1004-013.shtml

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