Donnerstag, 13. Mai 2010
Anand alter und neuer Schachweltmeister
In der letzten Partie hat es Anand geschafft und mit den schwarzen Figuren gewonnen. Meinen herzlichen Glückwunsch dazu. Mich haben die Partien wieder so begeistert, dass ich selbst wieder - nach langer Zeit - mit dem Schachspielen anfange.

Online mache ich das auf http://www.schacharena.de/

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Montag, 10. Mai 2010
Neuartiges Raumschiff aus Deutschland
Über ein interessantes Projekt zur Entwicklung eines neuartigen Raumschiffes berichtet astronews.com:

http://www.astronews.com/news/artikel/2010/05/1005-009.shtml

Nicht zuletzt auch deswegen, weil es eine rein deutsche Ingenieurstätigkeit ist, gilt hier die besondere Aufmerksamkeit. Dabei kann sich die neuartige Raumschiff stechnologie sehen lassen:

Anfang 2011 soll SHEFEX II (Sharp Edge Flight Experiment, scharfkantiger Flugversuch) vom australischen Testgelände Woomera aus starten. SHEFEX II ist ein in mehrfacher Hinsicht einzigartiges Raumfahrzeug. In Anknüpfung an den erfolgreichen SHEFEX-I-Flug und im Unterschied zu bisherigen Raumfahrzeugen ist die Außenhaut nicht gerundet, sondern scharfkantig. Außerdem soll mit SHEFEX II erstmals eine aktive Kühlung des Hitzeschildes in der Raumfahrt getestet werden. Zudem ist es das einzige allein von Deutschland finanzierte und durchgeführte Projekt eines Raumfahrzeugs, das automatisch gesteuert zur Erde zurückkehren kann...

Die Idee des SHEFEX-Programmes ist es, möglichst kostengünstig Wiedereintrittstechnologie im Flugexperiment zu testen. Dazu wird die Testkapsel auf die Spitze einer preiswerten Höhenforschungsrakete gesetzt. Der Vorgänger, SHEFEX I, war 2005 von Nord-Schweden aus gestartet (astronews.com berichtete). Beim 12,7 Meter hohen SHEFEX II ist die Rakete ein größeres brasilianisches Modell, um eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen. Zudem verfügt SHEFEX II im Gegensatz zu seinem Vorgänger über kleine Stummelflügel, sogenannte Canards, mit denen das Gefährt gesteuert werden kann.

Der Start vom australischen Woomera soll SHEFEX II in eine Höhe von 200 Kilometern bringen. Für die Forscher beginnt der interessanteste Teil beim Abstieg und Wiedereintritt in die Erdatmosphäre in 100 bis 20 Kilometern Höhe. Anschließend soll die Kapsel per Fallschirm in der Wüste landen.

Die aerodynamische Auslegung, die rechnerische Vorhersage des Strömungsverhaltens und die Tests im Plasmawindkanal erfolgen am DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik in Braunschweig, Köln und Göttingen. Der Standort Köln ist für die Instrumentierung der Nutzlast verantwortlich. Das SHEFEX-II-Experiment selbst hat das DLR-Institut für Bauweisen- und Konstruktionsforschung in Stuttgart entwickelt, hergestellt und integriert. Die Bereitstellung der Rakete sowie die Durchführung des Starts erfolgt durch die Mobile Raketenbasis (Moraba) des DLR aus Oberpfaffenhofen. Das neue DLR-Raumfahrtinstitut in Bremen ist mit einem Navigationsexperiment beteiligt.

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Mittwoch, 5. Mai 2010
Schach WM: Ausgleich
Was die meisten Kommentatoren nicht für möglich gehalten hatten, sich aber in der siebten Partie schon abzeichnete, trat ein:

Topalov egalisierte in der achten Partie mit den weißen Steinen den Matchstand. Zwar gönne ich beiden Spielern den Titel, jedoch waren die Kommentare in der Schachwelt doch sehr einseitig.

So hieß es, dass Anand die erste Partie nur verlor, weil er noch müde von der strapaziösen Anreise per Auto - wegen der Vulkanasche - gewesen sei.

Welche 'Erklärung' wird man für den Ausgang der achten Partie heranziehen?

Sei es drum. Jedenfalls ist das Match wieder total offen. So wünscht es sich der neutrale Beobachter...

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Sonntag, 2. Mai 2010
Flüssiges Wasser auf dem Mars...
...konnte nun indirekt durch Aufnahmen der MRO-Sonde nachgewiesen werden.

Dies berichtet scinexx:

http://www.g-o.de/wissen-aktuell-11584-2010-04-29.html

Schon vor einigen Jahren zeigen Auswertungen von hochauflösenden Bildern der amerikanischen Raumsonde „Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO), dass sich auf der Planetenoberfläche eine knapp zwei Meter breite Erosionsrinne am Dünenhang des so genannten Russell- Kraters im marsianischen Frühjahr um knapp 50 Meter verlängerte.

Erosionsrinne verlängert sich

Jetzt haben Forscher vom Institut für Planetologie der Universität Münster (WWU) neue Aufnahmen der Rinne ausgewertet und festgestellt, dass sie nochmals zugelegt hat, zwischen November 2006 und Mai 2009 insgesamt um rund 170 Meter. „Die Veränderungen der Rinne, vor allem in der Länge, sind das Ergebnis von kleinen Mengen schmelzenden Wasser-Eises im Frühjahr und den dadurch ausgelösten Fließbewegungen eines Gemisches aus Wasser und Sand", so das Fazit der Forscher.

Wie konnten diese Rinnen entstehen? Mögliche Erklärungen sind trockene Massenbewegungen sowie Materialtransporte unter Einwirkung von flüssigem Kohlenstoffdioxid oder flüssigem Wasser. „Trockene Massenbewegungen können wir aufgrund der morphologischen Beschaffenheit der Kanäle eindeutig ausschließen", erklärt Dennis Reiss, Planetenforscher von der Universität Münster. Die Rinnen zeigen zudem die Besonderheit, dass sie hangabwärts immer dünner werden. Dies ist ein allgemeiner Hinweis darauf, dass eine Flüssigkeit, die im Boden versickert, für die Entstehung verantwortlich sein dürfte.

Schmelzendes Wassereis als Ursache

Auch eine Entstehung durch kurzzeitig flüssiges Kohlenstoffdioxid kommt nach Meinung der Forscher nicht infrage. „Die Auswertung der spektralen Daten zeigt, dass in beiden Jahren sämtliches Kohlendioxid-Eis schon sublimiert war, bevor es zu der Entstehung des Kanals kam", so Doktorand Gino Erkeling. Der wahrscheinlichste Grund ist nach Auffassung der Forscher daher eine geringe Menge schmelzenden Wasser-Eises, welches von einer überlagernden Schicht Kohlendioxid-Eis vor der Sublimation geschützt wird.

Die Berechnungen der münsterschen Wissenschaftler zeigen, dass die Oberflächentemperaturen im Russell-Krater zu Frühjahrsbeginn den Gefrierpunkt von Wasser überschreiten. „Das Kohlendioxid-Eis und nachfolgend das darunter liegende Wasser-Eis beginnen dann zu schmelzen, und flüssiges Wasser wäre für einen kurzen Zeitraum auf der Oberfläche möglich", ist sich Planetenforscherin Karin Bauch sicher. Wenn das Wasser dann hangabwärts fließt und sich in den Rinnen sammelt, kommt es zur Erosion. Zudem sind die Erosionszeiträume in beiden Jahren nahezu identisch, was darauf schließen lässt, dass saisonale Effekte verantwortlich sind.

Beleg für flüssiges Wasser auf dem Mars

„Diese Beobachtungen gehören zu den bislang deutlichsten Beweisen, dass auch heute immer noch Wasser auf der Oberfläche des Mars fließen kann, und zwar in einer Menge, die für Erosion ausreichend ist", erklärt Professor Harald Hiesinger, Direktor des Instituts für Planetologie der Universität Münster. Jedoch entstehen nur kleine Rinnen. „Das heutige Marsklima lässt nur wenig Luftfeuchtigkeit zu, welche sich in Form von Frost auf der Oberfläche absetzen kann. Die Mengen, die schmelzen und zu flüssigem Wasser führen können, sind dementsprechend gering", so Reiss. „Zu großen Tälern, wie sie sich in der Frühzeit des Mars gebildet haben, reicht es daher nicht."

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Dienstag, 27. April 2010
Schach WM 2010
In Sofia wird gerade die Schach WM ausgetragen und nach drei Partien von zwölf kann man schon sagen, dass wirklich einiges auf dem Brett geboten wird. Da andere aber profundere Kommentare zum Geschehen auf den 64 Feldern geben können, verlinke ich mal eine Top Seite mit Live-Chat und Partie:

http://www.schach-welt.de/blog/schach-wm-live-blog-.html

Auch wenn 70 % der befragten GM für Anand votieren, sehe ich Topalov als Sieger aus dem Duell hervorgehen.

Gönnen tu ichs aber beiden...

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Freitag, 23. April 2010
X-37B: Militärischer Mini-Shuttle gestartet
Eine äußerst interessante Meldung wurde heute in den Nachrichten gebracht. Die US Air Force startete die X-37B. Eine Art Mini-Shuttle, das mehrere Monate im Orbit bis zu einer Höhe von 900 km.

raumfahrer.net brachte dazu einen Bericht:

http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/23042010030303.shtml

Die X37 ist in der Lage, in ihrer Nutzlastbucht mehrere Objekte mitzuführen und kann durch die Energieversorgung über Solarzellenausleger mehrere Wochen im Einsatz bleiben. Die genaue Nutzlast als auch die geplante Einsatzdauer ist geheim. Als gesichert gilt, dass die X37 größere Treibstoffvorräte mit an Bord hat, um deutliche Veränderungen des Orbits durchführen zu können. Nach Abschluss der Mission wird sie auf der Landebahn der Vandenberg Air Force Station niedergehen und somit wie ein Space Shuttle landen.

Die unbemannte automatische Landung auf einer Landebahn aus dem Orbit heraus ist ein Novum für die USA. Ähnliches hat vor 22 Jahren bisher nur die Buran der damaligen Sowjetunion geschafft, allerdings nur einmalig. Beim Erstflug der X37 sollen offiziell unter anderem Navigations- und Flugleitsysteme geprüft werden sowie der Wiedereintritt und damit das Hitzeschild, welches Ähnlichkeiten mit dem des Space Shuttles der NASA aufweist.

Die militärische Mission bietet auch politisch einigen Zündstoff, bestehen doch Befürchtungen, dass die USA damit einen militärischen Wettlauf im All anzettelt. Sowohl China als auch die USA haben bereits unter Beweis gestellt, dass sie den Abschuss von Satelliten im Orbit beherrschen. Mit der Technik der X37 wären die USA in der Lage, einen Spionagesatellit spontan starten zu können, der nachher auch wiederverwendet werden kann. Zumindest eine Massenvernichtungswaffe an Bord kann ausgeschlossen werden, da es ein Abkommen zwischen den Völkern gibt, welches dieses untersagt.

Die X37 wiegt etwa 5 Tonnen und ist ca. ein Viertel so groß wie das Space Shuttle. Die Spannweite beträgt ungefähr 5 Meter. Es ist nicht das erste Mal, dass die Air Force ein wiederverwendbares Konzept testet. Bereits in den späten 1950er Jahren begann man mit den Planungen von Dyna-Soar, auch als X-20 bekannt. Es war als bemanntes System vorgesehen, um gegen feindliche Satelliten vorzugehen oder sonstige Weltraumwaffen zu beeinträchtigen.


Für mich bleibt die Frage offen, ob nicht auch dieses Raumschiff später mal mit Besatzung ins All fliegt. Ferner erinnert das Fluggerät auch an das leider eingestellte Hermes-Projekt der ESA.

Zu weiteren Einsatzmöglichkeiten gibt das Handelsblatt interessante Aspekte bekannt:

In den letzten Jahren hatte das private Trägerflugzeug WhiteKnight2 des Weltraumtourismus-Unternehmens Virgin Galactic das neue Mini-Raumschiff bereits mehrmals zum Abwurftest in die Höhe gehievt. Binnen drei Minuten kehrte es ferngesteuert und gleitend zurück zur Erde.

Einsatzmöglichkeiten für das Space Shuttle in Klein sind für das US-Militär von großer Bedeutung: Der steuerbare Gleiter könnte als unbemannte Drohne zur Beobachtung feindliches Gebiet in etwa 300 bis 400 Kilometer Höhe überfliegen, ohne dass das Land dessen Umlaufbahn vorausberechnen und beispielsweise Nukleartests entsprechend verlegen könnte.

Auch zu einer ferngesteuerten Reparatur erdnaher Satelliten ließen sich solche Transporter dank ihrer Ladebucht nutzen. Zwar kann der Gleiter nicht die begehrte geostationäre Umlaufbahn in 36 000 km Höhe erreichen, auf der sich die meisten Wetter- und Kommunikationssatelliten um die Erde drehen. Der Transporter könnte jedoch Satelliten erreichen, die die Erde auf tieferen Umlaufbahnen umkreisen.

Dass die Reparatur solcher Objekte möglich ist, haben amerikanische Astronauten mehrmals bewiesen: Mit dem Greifarm der Space Shuttles haben sie in den achtziger und neunziger Jahren mehrmals ausgediente oder defekte Satelliten eingefangen, in der Ladebucht der Fähren verankert, mit neuen Instrumenten versorgt und wieder ausgesetzt. Ein solches Recycling zahlt sich auch im All aus: Entwicklung, Bau und Start eines neuen Satelliten nämlich kämen teurer.

Mittlerweile verfügen die USA über Techniken, solche Wartungsarbeiten von Robotern ausführen zu lassen, deren Greifwerkzeuge von der Erde aus ferngesteuert werden. Hier könnte X-37B als Reparaturplattform ins Spiel kommen: Militärische Aufklärungssatelliten haben in der Regel eine längere Entwicklungszeit, sind wesentlich aufwendiger gebaut und deswegen ungleich teurer als ihre kommerziellen Gegenstücke.

Allerdings ist schon jetzt der Ausbau des Phantoms vom Prototypen zum nutzbaren Raumschiff mehr als fraglich. Denn auch bei der Air Force hat sich die Wirtschaftskrise bemerkbar gemacht – durch geringere finanzielle Mittel im Verteidigungshaushalt. Zwar liegt das von der Air Force für das Rechnungsjahr 2011 beantrage Budget von 170,8 Mrd. Dollar drei Prozent über dem des Vorjahres. Der Posten für die Entwicklung von Weltraumprogrammen wird mit 8 Mrd. Dollar jedoch einen Rückgang um acht Prozent hinnehmen müssen.

Schon einmal ist der Weltraum-Transporter dem Rotstift zum Opfer gefallen: Ursprünglich war das Raumschiff 1999 von der US-Raumfahrtbehörde NASA für 173 Mio. Dollar beim Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing in Auftrag gegeben worden. Drei Jahre später erhielt Boeing einen Folgeauftrag von mehr als 300 Mio. Dollar, bevor die NASA 2004 die Notbremse zog und das Projekt wegen anhaltend steigender Kosten aufgab.


Daran sieht man aber auch, dass der Rotstift bei der NASA nur eine Verlegung des Projektes hin zum Militär bedeutete und keine Einstellung an dem Raumgleiter. Wenn der Rotstift für dieses Projekt auch bei der US Ait Force zuschlagen würde, dann muss das als gewollte Vertuschung einer weiteren Forschung unter dem Dach einer - privatwirtschaftlichen - Institution gedeutet werden. Schließlich unterleigen solche Privatunternehmungen nicht dem Informations Act...

http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/space-plane-x-37b-jungfernflug-fuer-ein-phantom;2566710

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Donnerstag, 22. April 2010
Zum Rücktrittsangebot Bischof Mixas...
...will ich nur folgenden Artikel verlinken. Dort werden einige Aspekte sehr schön herausgearbeitet, die ein Spiegel-Kolumnist erörterte:

http://www.kath.net/detail.php?id=26466

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