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Sonntag, 26. September 2010
LHC entdeckt bislang unbekanntes Phänomen
klauslange,15:50h
Erste Ergebnisse von Protonenkollisionen zeigen eine neue Art der Teilchenkopplung, die bei solchen Protonenkollisionen nicht zu erwarten waren.
Welt der Physik berichtet:
http://www.weltderphysik.de/de/4245.php?ni=2117
Daraus:
Die Forschergruppe am CMS-Detektor des Large Hadron Collider (LHC) in Genf ist bei der Kollision von Protonen auf einen neuen Effekt gestoßen. Sie führten Experimente mit hoher Multiplizität durch, bei denen über hundert elektrisch geladene Teilchen entstehen. Die Teilchen werden kurz nach der Kollision bei sieben Tetraelektronenvolt in alle Richtung geschleudert, bei einigen schien die Flugrichtung allerdings nicht beliebig zu sein, sondern von der Bahn eines anderen Teilchens abzuhängen. Dieses Phänomen nennt man Winkelkorrelation. Die Forscher schließen daraus, dass die Teilchen im Moment ihrer Entstehung auf eine bestimmte Weise "gekoppelt" waren. Es ist die erste neuartige Beobachtung, die nach knapp einem halben Jahr Betrieb am LHC gemacht wurde.
Wie es zu der Korrelation kommt, ist noch nicht geklärt. "Derartige Muster in den Teilchenverteilungen wurden vorher nur in hochenergetischen Schwerionenkollisionen gesehen, bei denen Quark-Gluon-Plasma produziert wurde", erklärt Anton Rebmann vom Institut für Theoretische Physik der Universität Wien.
scinexx.de versucht eine konventionelle Deutung der Beobachtung:
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12305-2010-09-23.html
Darin:
„Derartige Muster in den Teilchenverteilungen wurden vorher nur in hochenergetischen Schwerionenkollisionen gesehen, bei denen Quark-Gluon-Plasma produziert wurde“, erklärt Anton Rebhan von der Technischen Universität Wien, der an der Theorie des Quark-Gluon-Plasmas forscht. „Eine mögliche Erklärung dieses Phänomens ist, dass diese Strukturen einen Zustand noch vor der Erzeugung des Quark-Gluon-Plasma widerspiegeln“, meint der Wiener Physiker.
Ein zu solchen Strukturen passender hypothetischer Vorläufer des Quark-Gluon-Plasmas wird in der theoretischen Physik tatsächlich seit einiger Zeit diskutiert und manchmal als "Glasma" bezeichnet, aber niemand kam auf die Idee, dass es in Protonenkollisionen auf diese Weise beobachtbar werden könnte. „Die hohen Energien und Teilchendichten des LHC machen es offenbar möglich, einen relativ direkten Blick auf diesen komplexen und faszinierenden Materiezustand zu werfen, der praktisch rein aus stark wechselwirkenden Gluonen besteht“, vermutet Anton Rebhan.
Doch m.E. hat es schon seinen Grund, warum niemand einen solchen Kopplungseffekt bei Protonen-Protonen-Kollisionen vermutet hat. Daher will ich auf ganz andere Erklärungsalternativen verweisen, wie sie der Stringtheoretiker Lubos Motl anführt:
http://motls.blogspot.com/2010/09/lhc-probably-sees-new-shocking-physics.html
Daraus:
Well, it surely looks like an extended object of some kind, a stick, a string, a magnet, a rigid rod, or, which is most likely to be chosen by conventional QCD experts, a "longitudinally extended cylindrical volume of quark-gluon plasma" - feel free to choose something. ;-)
Of course, I would conservatively choose a dual string - or a flux tube - with quarks at the endpoints. Its length is a few fermi, it wants to be really straight as it is stretched, and when it is forced to break, it creates many smaller charged strings that move in the same or opposite direction because the momentum is nearly democratically distributed among the string bits. Because of the negative pressure along the string, the string may also break into oppositely moving pieces.
I am a bit puzzled why this "normal" stringy behavior is not included in the simulations they're comparing the experiment with (although I realize it's very hard from a weakly coupled field theory perspective) - but needless to say, I have no detailed knowledge of GEANT4 whatsoever. At any rate, the most straightforward preliminary conclusion I would offer is that they are seeing some stringy features of ordinary QCD rather than "new particles".
So this has nothing to do with the Higgs or SUSY - it is at a lower-than-expected energy scale, too. But it seems to go beyond the old accelerators tests of QCD.
Welt der Physik berichtet:
http://www.weltderphysik.de/de/4245.php?ni=2117
Daraus:
Die Forschergruppe am CMS-Detektor des Large Hadron Collider (LHC) in Genf ist bei der Kollision von Protonen auf einen neuen Effekt gestoßen. Sie führten Experimente mit hoher Multiplizität durch, bei denen über hundert elektrisch geladene Teilchen entstehen. Die Teilchen werden kurz nach der Kollision bei sieben Tetraelektronenvolt in alle Richtung geschleudert, bei einigen schien die Flugrichtung allerdings nicht beliebig zu sein, sondern von der Bahn eines anderen Teilchens abzuhängen. Dieses Phänomen nennt man Winkelkorrelation. Die Forscher schließen daraus, dass die Teilchen im Moment ihrer Entstehung auf eine bestimmte Weise "gekoppelt" waren. Es ist die erste neuartige Beobachtung, die nach knapp einem halben Jahr Betrieb am LHC gemacht wurde.
Wie es zu der Korrelation kommt, ist noch nicht geklärt. "Derartige Muster in den Teilchenverteilungen wurden vorher nur in hochenergetischen Schwerionenkollisionen gesehen, bei denen Quark-Gluon-Plasma produziert wurde", erklärt Anton Rebmann vom Institut für Theoretische Physik der Universität Wien.
scinexx.de versucht eine konventionelle Deutung der Beobachtung:
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12305-2010-09-23.html
Darin:
„Derartige Muster in den Teilchenverteilungen wurden vorher nur in hochenergetischen Schwerionenkollisionen gesehen, bei denen Quark-Gluon-Plasma produziert wurde“, erklärt Anton Rebhan von der Technischen Universität Wien, der an der Theorie des Quark-Gluon-Plasmas forscht. „Eine mögliche Erklärung dieses Phänomens ist, dass diese Strukturen einen Zustand noch vor der Erzeugung des Quark-Gluon-Plasma widerspiegeln“, meint der Wiener Physiker.
Ein zu solchen Strukturen passender hypothetischer Vorläufer des Quark-Gluon-Plasmas wird in der theoretischen Physik tatsächlich seit einiger Zeit diskutiert und manchmal als "Glasma" bezeichnet, aber niemand kam auf die Idee, dass es in Protonenkollisionen auf diese Weise beobachtbar werden könnte. „Die hohen Energien und Teilchendichten des LHC machen es offenbar möglich, einen relativ direkten Blick auf diesen komplexen und faszinierenden Materiezustand zu werfen, der praktisch rein aus stark wechselwirkenden Gluonen besteht“, vermutet Anton Rebhan.
Doch m.E. hat es schon seinen Grund, warum niemand einen solchen Kopplungseffekt bei Protonen-Protonen-Kollisionen vermutet hat. Daher will ich auf ganz andere Erklärungsalternativen verweisen, wie sie der Stringtheoretiker Lubos Motl anführt:
http://motls.blogspot.com/2010/09/lhc-probably-sees-new-shocking-physics.html
Daraus:
Well, it surely looks like an extended object of some kind, a stick, a string, a magnet, a rigid rod, or, which is most likely to be chosen by conventional QCD experts, a "longitudinally extended cylindrical volume of quark-gluon plasma" - feel free to choose something. ;-)
Of course, I would conservatively choose a dual string - or a flux tube - with quarks at the endpoints. Its length is a few fermi, it wants to be really straight as it is stretched, and when it is forced to break, it creates many smaller charged strings that move in the same or opposite direction because the momentum is nearly democratically distributed among the string bits. Because of the negative pressure along the string, the string may also break into oppositely moving pieces.
I am a bit puzzled why this "normal" stringy behavior is not included in the simulations they're comparing the experiment with (although I realize it's very hard from a weakly coupled field theory perspective) - but needless to say, I have no detailed knowledge of GEANT4 whatsoever. At any rate, the most straightforward preliminary conclusion I would offer is that they are seeing some stringy features of ordinary QCD rather than "new particles".
So this has nothing to do with the Higgs or SUSY - it is at a lower-than-expected energy scale, too. But it seems to go beyond the old accelerators tests of QCD.
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Samstag, 25. September 2010
Medjugorje
klauslange,10:58h
Nach meiner Medjugorje Wallfahrt musste ich erst einmal einige tiefe Erfahrungen verarbeiten, um zu schauen wie es weitergeht, wo meine Schwerpunkte liegen werden usw.
Daher habe ich mir erst einmal eine Auszeit genommen.
Werde aber hier über die ein oder andere Interessante News aus Wissenschaft und Grenzbereiche unters Volk streuen...
Daher habe ich mir erst einmal eine Auszeit genommen.
Werde aber hier über die ein oder andere Interessante News aus Wissenschaft und Grenzbereiche unters Volk streuen...
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Samstag, 4. September 2010
Wasser auf Neptun/Uranus
klauslange,18:24h
Im deutschen Sprachraum bislang nicht weiter verbreitet, habe ich in New Scientist folgende Meldung gefunden:
http://www.newscientist.com/article/mg20727764.500-weird-water-lurking-inside-giant-planets.html
Daraus nur zwei Hihglights:
WHAT glows yellow and behaves like a liquid and a solid at the same time? Water - at least in the strange form it appears to take deep within Uranus and Neptune. This exotic stuff might help explain why both planets have bizarre magnetic fields.
Simulations in 1999 and an experiment in 2005 hinted that water might behave like both a solid and a liquid at very high pressures and temperatures. Under such conditions, the oxygen and hydrogen atoms in the water molecules would become ionised, with the oxygen ions forming a lattice-like crystal structure and the hydrogen ions able to flow through the lattice like a liquid. This "superionic" water, forming at temperatures above 2000 °C or so, should glow yellow.
The extreme conditions that exist deep within Uranus and Neptune could be ideal for superionic water to form. But whether it really occurs inside these planets, and in what quantities, has never been clear because of uncertainty over the exact pressures and temperatures needed to make it.
Now the most detailed computer models yet, created by a team led by Ronald Redmer of the University of Rostock in Germany, suggest both planets possess a thick layer of the stuff. The simulations assume the most extreme conditions possible inside both planets, with temperatures reaching up to 6000 °C and pressures 7 million times the atmospheric pressure on Earth. The results show that a layer of superionic water should extend from the rocky core of each planet out to about halfway to the surface (Icarus, DOI: 10.1016/j.icarus.2010.08.008).
That tallies nicely with the results of a 2006 study led by Sabine Stanley, now at the University of Toronto, Canada, and Jeremy Bloxham of Harvard University, attempting to explain both planets' curious magnetic fields. Whereas Earth's magnetic field resembles that of a bar magnet, on Uranus and Neptune nearby patches of the surface can have fields of opposite polarity.
http://www.newscientist.com/article/mg20727764.500-weird-water-lurking-inside-giant-planets.html
Daraus nur zwei Hihglights:
WHAT glows yellow and behaves like a liquid and a solid at the same time? Water - at least in the strange form it appears to take deep within Uranus and Neptune. This exotic stuff might help explain why both planets have bizarre magnetic fields.
Simulations in 1999 and an experiment in 2005 hinted that water might behave like both a solid and a liquid at very high pressures and temperatures. Under such conditions, the oxygen and hydrogen atoms in the water molecules would become ionised, with the oxygen ions forming a lattice-like crystal structure and the hydrogen ions able to flow through the lattice like a liquid. This "superionic" water, forming at temperatures above 2000 °C or so, should glow yellow.
The extreme conditions that exist deep within Uranus and Neptune could be ideal for superionic water to form. But whether it really occurs inside these planets, and in what quantities, has never been clear because of uncertainty over the exact pressures and temperatures needed to make it.
Now the most detailed computer models yet, created by a team led by Ronald Redmer of the University of Rostock in Germany, suggest both planets possess a thick layer of the stuff. The simulations assume the most extreme conditions possible inside both planets, with temperatures reaching up to 6000 °C and pressures 7 million times the atmospheric pressure on Earth. The results show that a layer of superionic water should extend from the rocky core of each planet out to about halfway to the surface (Icarus, DOI: 10.1016/j.icarus.2010.08.008).
That tallies nicely with the results of a 2006 study led by Sabine Stanley, now at the University of Toronto, Canada, and Jeremy Bloxham of Harvard University, attempting to explain both planets' curious magnetic fields. Whereas Earth's magnetic field resembles that of a bar magnet, on Uranus and Neptune nearby patches of the surface can have fields of opposite polarity.
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Sonntag, 29. August 2010
P = NP oder nicht?
klauslange,01:41h
Zum o.g. Problem hat die zeit ein interessantes Interview veröffentlicht, in dem alles nötige erklärt wird:
http://www.zeit.de/2010/35/Interview-Dinur?page=1
http://www.zeit.de/2010/35/Interview-Dinur?page=1
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Donnerstag, 19. August 2010
Schwarze Löcher entstehen anders als gedacht
klauslange,18:22h
Die etablierte Theorie zu Entstehung Schwarzer Löcher aus Sternenleichen muss revidiert werden. Dies jedenfalls macht eine Beobachtung an einem Magnetar erforderlich:
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12133-2010-08-19.html
Zitat:
Magnetar statt Schwarzes Loch
Die Astronomen haben deshalb die beiden sich gegenseitig bedeckenden Sterne des zu Westerlund 1 gehörigen Doppelsternsystems W13 näher untersucht. In so einem Doppelsternsystem lassen sich die Massen der beiden Sterne direkt aus ihren Umlaufbahnen um ihren gemeinsamen Schwerpunkt ermitteln.
Durch Vergleich mit diesen beiden Sternen hat das Astronomenteam festgestellt, dass der Vorläuferstern des Magnetars mindestens vierzigmal so massereich gewesen sein muss wie die Sonne. Damit haben sie erstmals gezeigt, dass sich Magnetare aus Sternen bilden können, die so massereich sind, dass man eigentlich erwarten würde, dass sie am Ende ihres Lebens zu einem Schwarzen Loch werden. Zuvor hatte man angenommen, dass Sterne mit anfänglich zwischen zehn und 25 Sonnenmassen Neutronensterne bilden würden und Sterne mit mehr als 25 Sonnenmassen Schwarze Löcher.
Große Herausforderung für bisherige Modelle der Sternentwicklung
„Diese Sterne müssen auf irgendeine Weise mehr als neun Zehntel ihrer Masse verlieren, bevor sie als Supernova explodieren, sonst würden sie als Schwarzes Loch enden”, erklärt Koautor Ignacio Negueruela von der spanischen Universidad de Alicante. „So große Massenverlustraten vor der Explosion stellen für die gängigen Modelle der Sternentwicklung eine große Herausforderung dar.”
Und Norbert Langer von der Universität Bonn bzw. der Universiteit Utrecht ergänzt: „Es stellt sich daher die schwierige Frage, wie viel Masse ein Stern denn überhaupt haben muss, um schließlich zu einem Schwarzen Loch zusammenzustürzen, wenn dies nicht einmal Sternen mit mehr als 40 Sonnenmassen gelingt.“
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12133-2010-08-19.html
Zitat:
Magnetar statt Schwarzes Loch
Die Astronomen haben deshalb die beiden sich gegenseitig bedeckenden Sterne des zu Westerlund 1 gehörigen Doppelsternsystems W13 näher untersucht. In so einem Doppelsternsystem lassen sich die Massen der beiden Sterne direkt aus ihren Umlaufbahnen um ihren gemeinsamen Schwerpunkt ermitteln.
Durch Vergleich mit diesen beiden Sternen hat das Astronomenteam festgestellt, dass der Vorläuferstern des Magnetars mindestens vierzigmal so massereich gewesen sein muss wie die Sonne. Damit haben sie erstmals gezeigt, dass sich Magnetare aus Sternen bilden können, die so massereich sind, dass man eigentlich erwarten würde, dass sie am Ende ihres Lebens zu einem Schwarzen Loch werden. Zuvor hatte man angenommen, dass Sterne mit anfänglich zwischen zehn und 25 Sonnenmassen Neutronensterne bilden würden und Sterne mit mehr als 25 Sonnenmassen Schwarze Löcher.
Große Herausforderung für bisherige Modelle der Sternentwicklung
„Diese Sterne müssen auf irgendeine Weise mehr als neun Zehntel ihrer Masse verlieren, bevor sie als Supernova explodieren, sonst würden sie als Schwarzes Loch enden”, erklärt Koautor Ignacio Negueruela von der spanischen Universidad de Alicante. „So große Massenverlustraten vor der Explosion stellen für die gängigen Modelle der Sternentwicklung eine große Herausforderung dar.”
Und Norbert Langer von der Universität Bonn bzw. der Universiteit Utrecht ergänzt: „Es stellt sich daher die schwierige Frage, wie viel Masse ein Stern denn überhaupt haben muss, um schließlich zu einem Schwarzen Loch zusammenzustürzen, wenn dies nicht einmal Sternen mit mehr als 40 Sonnenmassen gelingt.“
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Sonntag, 15. August 2010
Die Lade des neuen Bundes
klauslange,18:25h
Man hört und liest oft über Spekulationen zum Verbleib der Bundeslade. Eine sehr gelungene filmische Umsetzung ist in einem Indianer Jones Teil gelungen, wenn die Lade auch unmöglich durch Pharao Schichak erbeutet sein konnte.
Anlässlich der Festes der Aufnahme Mariens in den Himmel möchte ich daran erinnern, dass zumindest die Lade des neuen Bundes bekannt ist, wenn auch viele freikirchliche Christen dies nicht anerkennen wollen. Doch schon die frühe Kirche wusste, dass die Jungfrau Maria die Lade des neuen Bundes ist (zum Beispiel Johannes von Damaskus).
Christus ist der endgültige Hohepriester, aber auch das fleichgewordene Wort Gottes und das Brot des Lebens. Wie nun die Lade des Alten Bundes das Manna als besonderes Brot trug, und auch die Gesetzestafeln als Wort Gottes und den Stab des Hohenpriesters Aaron, so trug eben auch Maria Christus, der wie gezeigt alle diese drei Attribute darstellt. Wie Chrstus das personifizierte Wort Gottes, Brot des Lebens und die Hohepriestervollmacht in gleichsam viel höhere Weise im neuen Bund repräsentiert, so ist auch Maria in viel höhere Weise die personifizierte Lade des neuen Bundes. Psalm 132 bezieht sich nicht nur auf die überführung der alten Lade, sondern auch auf die Überführung der neuen Lade, denn sie nimmt ja auch Bezug auf den endgültigen Spross aus dem geschlecht Davids, so auch auf dessen Lade, die nun ins himmliche Zion einzieht (siehe auch Offenbarung 11 + 12). In Efrata findet sich neben Jaar eben auch Bethlehem, wo Christus der Lade Maria entstieg:
Psalm 132
1 [Ein Wallfahrtslied.] O Herr, denk an David, / denk an all seine Mühen,
2 wie er dem Herrn geschworen, / dem starken Gott Jakobs gelobt hat:
3 «Nicht will ich mein Zelt betreten / noch mich zur Ruhe betten,
4 nicht Schlaf den Augen gönnen / noch Schlummer den Lidern,
5 bis ich eine Stätte finde für den Herrn, / eine Wohnung für den starken Gott Jakobs.»
6 Wir hörten von seiner Lade in Efrata, / fanden sie im Gefilde von Jíar.
7 Lasst uns hingehen zu seiner Wohnung / und niederfallen vor dem Schemel seiner Füße!
8 Erheb dich, Herr, komm an den Ort deiner Ruhe, / du und deine machtvolle Lade!
9 Deine Priester sollen sich bekleiden mit Gerechtigkeit / und deine Frommen sollen jubeln.
10 Weil David dein Knecht ist, / weise deinen Gesalbten nicht ab!
11 Der Herr hat David geschworen, / einen Eid, den er niemals brechen wird: «Einen Spross aus deinem Geschlecht / will ich setzen auf deinen Thron.
12 Wenn deine Söhne meinen Bund bewahren, / mein Zeugnis, das ich sie lehre, dann sollen auch ihre Söhne / auf deinem Thron sitzen für immer.»
13 Denn der Herr hat den Zion erwählt, / ihn zu seinem Wohnsitz erkoren:
14 «Das ist für immer der Ort meiner Ruhe; / hier will ich wohnen, ich hab ihn erkoren.
15 Zions Nahrung will ich reichlich segnen, / mit Brot seine Armen sättigen.
16 Seine Priester will ich bekleiden mit Heil, / seine Frommen sollen jauchzen und jubeln.
17 Dort lasse ich Davids Macht erstarken / und stelle für meinen Gesalbten ein Licht auf.
18 Ich bedecke seine Feinde mit Schande; / doch auf ihm erglänzt seine Krone.»
Anlässlich der Festes der Aufnahme Mariens in den Himmel möchte ich daran erinnern, dass zumindest die Lade des neuen Bundes bekannt ist, wenn auch viele freikirchliche Christen dies nicht anerkennen wollen. Doch schon die frühe Kirche wusste, dass die Jungfrau Maria die Lade des neuen Bundes ist (zum Beispiel Johannes von Damaskus).
Christus ist der endgültige Hohepriester, aber auch das fleichgewordene Wort Gottes und das Brot des Lebens. Wie nun die Lade des Alten Bundes das Manna als besonderes Brot trug, und auch die Gesetzestafeln als Wort Gottes und den Stab des Hohenpriesters Aaron, so trug eben auch Maria Christus, der wie gezeigt alle diese drei Attribute darstellt. Wie Chrstus das personifizierte Wort Gottes, Brot des Lebens und die Hohepriestervollmacht in gleichsam viel höhere Weise im neuen Bund repräsentiert, so ist auch Maria in viel höhere Weise die personifizierte Lade des neuen Bundes. Psalm 132 bezieht sich nicht nur auf die überführung der alten Lade, sondern auch auf die Überführung der neuen Lade, denn sie nimmt ja auch Bezug auf den endgültigen Spross aus dem geschlecht Davids, so auch auf dessen Lade, die nun ins himmliche Zion einzieht (siehe auch Offenbarung 11 + 12). In Efrata findet sich neben Jaar eben auch Bethlehem, wo Christus der Lade Maria entstieg:
Psalm 132
1 [Ein Wallfahrtslied.] O Herr, denk an David, / denk an all seine Mühen,
2 wie er dem Herrn geschworen, / dem starken Gott Jakobs gelobt hat:
3 «Nicht will ich mein Zelt betreten / noch mich zur Ruhe betten,
4 nicht Schlaf den Augen gönnen / noch Schlummer den Lidern,
5 bis ich eine Stätte finde für den Herrn, / eine Wohnung für den starken Gott Jakobs.»
6 Wir hörten von seiner Lade in Efrata, / fanden sie im Gefilde von Jíar.
7 Lasst uns hingehen zu seiner Wohnung / und niederfallen vor dem Schemel seiner Füße!
8 Erheb dich, Herr, komm an den Ort deiner Ruhe, / du und deine machtvolle Lade!
9 Deine Priester sollen sich bekleiden mit Gerechtigkeit / und deine Frommen sollen jubeln.
10 Weil David dein Knecht ist, / weise deinen Gesalbten nicht ab!
11 Der Herr hat David geschworen, / einen Eid, den er niemals brechen wird: «Einen Spross aus deinem Geschlecht / will ich setzen auf deinen Thron.
12 Wenn deine Söhne meinen Bund bewahren, / mein Zeugnis, das ich sie lehre, dann sollen auch ihre Söhne / auf deinem Thron sitzen für immer.»
13 Denn der Herr hat den Zion erwählt, / ihn zu seinem Wohnsitz erkoren:
14 «Das ist für immer der Ort meiner Ruhe; / hier will ich wohnen, ich hab ihn erkoren.
15 Zions Nahrung will ich reichlich segnen, / mit Brot seine Armen sättigen.
16 Seine Priester will ich bekleiden mit Heil, / seine Frommen sollen jauchzen und jubeln.
17 Dort lasse ich Davids Macht erstarken / und stelle für meinen Gesalbten ein Licht auf.
18 Ich bedecke seine Feinde mit Schande; / doch auf ihm erglänzt seine Krone.»
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Freitag, 6. August 2010
Biblische Dreieckszahlen
klauslange,17:00h
Vor einiger Zeit habe ich mich ja mit der Zahl 153 beschäftigt und daraus die 888 abgeleitet, was aber rein mathematisch nicht so erstaunlich ist (siehe meinen Beitrag http://designale.blogger.de/stories/1241763/ ).
Viel interessanter ist die Anmerkung des Heiligen Augustinus, dass es sich bei der 153 um eine Dreieckszahl (siehe Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Dreieckszahl ) handelt. Die 153 kommt ja als Anzahl großer Fische im Johannesevangelium (Kapitel 21, Vers 11) vor.
Wenn man die natürlichen Zahlen fortlaufend aufsummiert so erhält man Dreieckszahlen. Die ersten sind:
1 = 1
1+2 = 3
1+2+3 = 6
1+2+3+4 = 10
1+2+3+4+5 = 15
1+2+3+4+5+6 = 21
usw.
Während uns aus der Bibel Zahlen, wie die 12 geläufig sind (12 Apostel des Lammes und 12 Stämme Israels), die keine Dreieckszahlen sind, so sehen wir auch bekannte Dreieckszahlen, wie die 10 für die zehn Gebote oder die 3 für die Trinität oder gar die sechs, weil es sechs Schöpfungstage gibt und am siebten Tag Gott ruhte, so auch am sechsten Schöpfungstag der Mensch erschaffen wurde.
Die 153 ergibt sich nun, wenn man die ersten 17 natürlichen Zahlen addiert:
1+2+3+4+...+15+16+17 = 153
Ja, die 17 ist eine Primzahl. Aber darauf will ich nicht hinaus. Vielmehr fällt mir auf, dass diese Erzählung mit den 153 großen Fischen als eine spätere Ergänzung des Joh.Ev. angesehen wird, denn früheste Manuskripte enthalten sie nicht.
Auch die Johannesoffenbarung soll ja recht spät verfasst worden sein. Und die dort berühmteste wie auch sehr berüchtigte Zahl 666 ist ebenfalls eine Dreieckszahl. Es ist
1+2+3+...+34+35+36 = 666
Entgegen anderslautender Aussagen ist nun das Dreieck mit dem allsehenden Auge nicht erst ein Symbol der Freimaurer, sondern es gilt schon sehr früh als urchristliches Symbol für die Trinität Gottes, bevor man überh aupt an Templer und Freimaurer gedacht hat. Daher ist die Verwendung von Dreieckszahlen so interessant. Nebenbei bemerkt: nicht nur die 6 und die 666 sind Dreieckszahlen, sondern auch die 66 = 1+2+3+...+9+10+11.
Was mich besonders interessiert ist, dass auch der Schluss der Apostelgeschichte erst später hinzugefügt wurde, denn auch dort gibt es frühe Manuskripte ohne diesen Schluss. Es geht um den Schiffsbruch des Heiligen Paulus und wie sie errettet wurden (Apostelgeschichte Kapitel 27 Vers 37). Darin wird auch eine Anzahl genannt, und zwar, dass 276 Seelen gerettet wurden. Und wie sollte es anders sein. Die 276 ist auch eine Dreieckszahl:
276 = 1+2+3+...+21+22+23.
Das ist doch recht interessant, oder?
Viel interessanter ist die Anmerkung des Heiligen Augustinus, dass es sich bei der 153 um eine Dreieckszahl (siehe Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Dreieckszahl ) handelt. Die 153 kommt ja als Anzahl großer Fische im Johannesevangelium (Kapitel 21, Vers 11) vor.
Wenn man die natürlichen Zahlen fortlaufend aufsummiert so erhält man Dreieckszahlen. Die ersten sind:
1 = 1
1+2 = 3
1+2+3 = 6
1+2+3+4 = 10
1+2+3+4+5 = 15
1+2+3+4+5+6 = 21
usw.
Während uns aus der Bibel Zahlen, wie die 12 geläufig sind (12 Apostel des Lammes und 12 Stämme Israels), die keine Dreieckszahlen sind, so sehen wir auch bekannte Dreieckszahlen, wie die 10 für die zehn Gebote oder die 3 für die Trinität oder gar die sechs, weil es sechs Schöpfungstage gibt und am siebten Tag Gott ruhte, so auch am sechsten Schöpfungstag der Mensch erschaffen wurde.
Die 153 ergibt sich nun, wenn man die ersten 17 natürlichen Zahlen addiert:
1+2+3+4+...+15+16+17 = 153
Ja, die 17 ist eine Primzahl. Aber darauf will ich nicht hinaus. Vielmehr fällt mir auf, dass diese Erzählung mit den 153 großen Fischen als eine spätere Ergänzung des Joh.Ev. angesehen wird, denn früheste Manuskripte enthalten sie nicht.
Auch die Johannesoffenbarung soll ja recht spät verfasst worden sein. Und die dort berühmteste wie auch sehr berüchtigte Zahl 666 ist ebenfalls eine Dreieckszahl. Es ist
1+2+3+...+34+35+36 = 666
Entgegen anderslautender Aussagen ist nun das Dreieck mit dem allsehenden Auge nicht erst ein Symbol der Freimaurer, sondern es gilt schon sehr früh als urchristliches Symbol für die Trinität Gottes, bevor man überh aupt an Templer und Freimaurer gedacht hat. Daher ist die Verwendung von Dreieckszahlen so interessant. Nebenbei bemerkt: nicht nur die 6 und die 666 sind Dreieckszahlen, sondern auch die 66 = 1+2+3+...+9+10+11.
Was mich besonders interessiert ist, dass auch der Schluss der Apostelgeschichte erst später hinzugefügt wurde, denn auch dort gibt es frühe Manuskripte ohne diesen Schluss. Es geht um den Schiffsbruch des Heiligen Paulus und wie sie errettet wurden (Apostelgeschichte Kapitel 27 Vers 37). Darin wird auch eine Anzahl genannt, und zwar, dass 276 Seelen gerettet wurden. Und wie sollte es anders sein. Die 276 ist auch eine Dreieckszahl:
276 = 1+2+3+...+21+22+23.
Das ist doch recht interessant, oder?
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