Mittwoch, 9. Februar 2011
Nochmal: Kristallsalz-Himalayasalz
Zwar ein Werbevideo, dennoch interessant, da eben nicht von der Industrie:

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Das Anti-Teilchen des Neutrinos
Über wichtige Forschungsarbeiten zu dem Thema berichtet astronews.com:

http://www.astronews.com/news/artikel/2011/02/1102-012.shtml

Unbekannt sind aber noch die absoluten Werte der Neutrinomassen und man weiß auch nicht, ob Neutrinos ihre eigenen Antiteilchen sind.

Teilchen mit einer solchen Eigenschaft nennt man Majorana-Fermionen, benannt nach dem italienischen Physiker Ettore Majorana, der nicht nur durch seine Beiträge zur theoretischen Teilchenphysik, sondern auch durch sein mysteriöses Verschwinden im Jahr 1938 in die Geschichte einging. Solche Teilchen müssten elektrisch neutral sein, denn das jeweilige Antiteilchen trüge anderenfalls die entgegengesetzte Ladung und wäre dadurch unterscheidbar. Wegen der grundsätzlichen Konsequenzen der Majorana-Eigenschaft für die Teilchenphysik und Kosmologie bemühen sich Forscher intensiv darum, diese experimentell zu testen.

Ein möglicher Nachweis wäre die Beobachtung des neutrinolosen Doppel-Betazerfalls, wonach seit kurzem im GERDA-Experiment im italienischen Gran-Sasso-Untergrundlabor unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Kernphysik (MPIK) gesucht wird. Hier zerfallen normalerweise zugleich zwei Neutronen eines Germanium-Atomkerns in zwei Protonen unter Aussendung zweier Elektronen und zweier Antineutrinos. Als Majorana-Fermion kann aber das Antineutrino aus dem Zerfall des einen Neutrons als Neutrino von dem anderen Neutron gleich wieder verschluckt werden, so dass nur die beiden Elektronen beobachtet würden.

Ein solcher neutrinoloser Prozess ist sehr unwahrscheinlich und es bedarf eines großen experimentellen Aufwandes, um ihn überhaupt aus der Fülle von Hintergrundereignissen zu isolieren. Es gibt aber noch einen weiteren Zerfallsprozess, bei welchem umgekehrt zwei Elektronen aus der Atomhülle von zwei Protonen des Kerns quasi verschluckt werden, welche sich dabei in zwei Neutronen umwandeln und zwei Neutrinos aussenden. Die Forscher sprechen hier vom Doppeleinfang und hätte das Neutrino die Majorana-Eigenschaft, wäre auch der neutrinolose Doppeleinfang möglich.

Allerdings ist ein solcher Zerfall noch wesentlich unwahrscheinlicher als der neutrinolose Doppelbetazerfall und somit sein Nachweis praktisch aussichtslos - mit einer Ausnahme, auf die Forscher am Genfer CERN bereits in den 1980er Jahren hingewiesen haben: Wenn die Zerfallsenergie, also die Energiedifferenz zwischen Anfangs- und Endzustand dieses Kernprozesses sehr klein ist, würde eine resonante Verstärkung um viele Zehnerpotenzen erfolgen.

Resonanzen sind uns aus der Musik geläufig und der Instrumentenbauer wie der geübte Sänger nutzt sie, um einen tragfähigen Klang zu erzeugen. Mit Hilfe eines Resonanzeffekts, so hoffen die Physiker, könnte quasi auch der praktisch unhörbar leise Ton des neutrinolosen Doppeleinfangs im lauten Konzert der Materie nachweisbar werden.

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Samstag, 5. Februar 2011
Wasser und Salz
Ein Vortrag, der den Mainstream durchbricht und interessante Einsichten vermittelt, wenn es um unsere Ernährung geht. Anregende Denkanstöße. Sehr zu empfehlen:

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Freitag, 4. Februar 2011
Vorlesung zur String-Twistoren-Revolution
Ein sehr interessantes Video einer Vorlesung zur String-Twistoren-Revolution findet sich hier:

http://streamer.perimeterinstitute.ca/mediasite/viewer/NoPopupRedirector.aspx?peid=ff8f97a4-2848-4b93-98d9-1218de2070af&shouldResize=False

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Donnerstag, 3. Februar 2011
Sonnensystem mit sechs Planeten
Die Kepler-Sonde hat ein Sonnensystem mit mindestens sechs Planeten gefunden. Dabei sind diese Planeten keine heißen Jupiter, sondern eher in der Klasse der Erdgröße angesiedelt.

Mehrere Wissenschaftsmagazine berichten:

http://www.astronews.com/news/artikel/2011/02/1102-004.shtml

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12935-2011-02-03.html

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/312855.html

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Dienstag, 1. Februar 2011
LHC läuft auch 2012
Bislang wurde geplant das LHC im Jahre 2012 ruhen zu lassen, um neue Konfigurationen vorzunehmen, die höhere Energien ermöglichen. Aufgrund vielversprechender Messergebnisse wird das LHC aber über Ende 2011 auch 2012 laufen und erst danach eine längere Pause einlegen:

http://www.weltderphysik.de/de/4293.php?ni=2414

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Donnerstag, 27. Januar 2011
Andrews-Robbins-Vermutung bewiesen
Und noch ein Knaller. Unter Computereinsatz wurde die jahrzehnte alte Andrews-Robbins-Vermutung bewiesen.

scinexx berichtet:

http://www.g-o.de/wissen-aktuell-12893-2011-01-26.html

Eine im Jahr 1985 aufgestellte mathematische Vermutung - die Andrews-Robbins-Vermutung – haben österreichische Mathematiker jetzt erstmals bewiesen. Die jetzt in den “Proceedings of the National Academy of Sciences” (PNAS) veröffentlichte Beweisführung gelang nur unter Einsatz enormer Computer-Ressourcen und erst nach computergerechter Aufbereitung der Formel. Mit dem Beweis wird bestätigt, dass sich die Struktur so genannter „total symmetrischer planarer Partitionen" mit einer einzigen Formel beschreiben lässt. Gleichzeitig ist damit auch die letzte einer ganzen Reihe berühmter mathematischer Vermutungen bewiesen, die sich auf planare Partitionen beziehen.

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Donnerstag, 27. Januar 2011
Sensation: Geschlossene Formel für Partitionen
Seit mehreren hundert Jahren suchen Mathematiker eine exakte Formel, mit der man explizit die Anzahl der Partitionen einer Zahl angeben kann.

Als Partition wird die Art und Weise verstanden, die man eine Zahl mit Summanden darstellen kann, wobei die Reihenfolge der Summanden unerheblich ist.

Für die 3 exisitieren außer die 3 selbst noch die Partitionen 1+1+1 und 2+1, somit hat die 3 auch drei Partitionen. Die 4 hätte dann fünf Partitionen usw., wobei die Anzahl der Partitionen schnell über alle Maßen steigt. So hat zum Beispiel die 10 genau 42 Partitionen.

Für größere Zahlen kann man die Anzahl der Partitionen bislang nur abschätzen. Doch damit ist nun Schluss, es wurde eine explizite Formel gefunden, wobei sich zudem noch eine tiefe strukturelle Beziehung offenbarte, denn dem Ganzen liegt für Primzahlen eine fraktale Struktur zugrunde.

science daily berichtet: http://www.sciencedaily.com/releases/2011/01/110120090950.htm

Und hier die originalen Beweise:

http://www.aimath.org/news/partition/

Das Jahr fängt wirklich sehr stark an!!!

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