Dienstag, 26. April 2011
Rätselhafter Wachstumsstopp von Galaxien
Eine interessante Beobachtung wurde bezüglich des Wachstums von Galaxien gemacht, die zeigt, dass viele Faktoren der Kosmologie noch immer unverstanden sind, wie astronews.com berichtet: hier.

Zitat:

"Das fehlende Wachstum der größten Galaxien ist eine große Herausforderung für die gegenwärtigen Modelle der Entstehung und Entwicklung der großen Strukturen im Kosmos", betont daher Claire Burke von der Liverpool John Moores University, die die Beobachtungen auf der Tagung im walisische Llandudno vorgestellt hat. "Unsere Arbeit deutet darauf hin, dass den Kosmologen noch einige wichtige Zutaten fehlen, um die Entwicklung der Galaxien von der fernen Vergangenheit bis heut zu verstehen."

Gemeinsam mit ihren Kollegen hat Burke die jeweils hellsten Galaxien von Galaxienhaufen bis zu einer Entfernung von neun Milliarden Lichtjahren vermessen. Diese Galaxien enthalten bis zu hunderttausend Milliarden Sterne. Die Kosmologen gehen davon aus, dass solche Riesengalaxien durch die Verschmelzung vieler kleiner Galaxien entstehen - ein Vorgang, der bis heute andauern sollte. Tatsächlich scheint das Wachstum bei normalen Galaxien auch heute noch weiter zu gehen. Nicht jedoch bei den größten Galaxien: Sie sind in den vergangenen neun Milliarden Jahren maximal um 30 Prozent angewachsen, vor sieben Milliarden Jahren scheint das Wachstum ganz zum Stillstand gekommen zu sein.

In Computermodellen der Galaxienentwicklung zeigt sich dagegen eher eine gegenteilige Entwicklung - hier wachsen die größten Galaxien bis in die heutige Zeit hinein am schnellsten. Für die größten Mitglieder von Galaxienhaufen sagen die Modelle für die vergangenen sieben Milliarde eine Verdreifachung der Größe voraus. Irgendein wichtiger Aspekt scheint also in der Theorie der Galaxienentwicklung noch zu fehlen.

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Samstag, 23. April 2011
Neues Messverfahren zur Gravitationsforschung
Ein ganz neues Messverfahren haben Wissenschaftler der TU Wien entwickelt. Interessante Fragen der Gravitationsforschung lassen sich nun damit klären.

Ein Artikel dazu hier.

Sollte das Verfahren so korrekt sein, dürfen wir auf erste Ergebnisse gespannt sein...

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Samstag, 16. April 2011
Mark Brandis
Endlich wurde die Weltraumpartisanen-Reihe des Raumfahrers Mark Brandis wieder neu aufgelegt. Diese Romane las ich noch in der Oberschulzeit und trägt mit 'Schuld' daran für meine Raumfahrt- und Astronomie-Begeisterung.

Die Handlungen bei Mark Brandis spielt sich im Rahmen des Sonnensystems ab und gibt auch einen interessanten gesellschaftlichen Handlungshintergrund.

Der Link hier.

Habe ich auch meiner Linkliste hinzugefügt.

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Samstag, 16. April 2011
XENON: Noch keine Spur von Teilchen der Dunklen Materie
Trotz neuer 100fach verbesserter Detektoren immer noch keine Spur von den Teilchen Dunkler Materie.

Welt der Physik berichtet hier.

Teilchen eines vermuteten "WIMP-Windes" in unserer Galaxie könnten gelegentlich an einem Atomkern in einem Detektor auf der Erde streuen und dabei Energie freisetzen. Das XENON100-Experiment nutzt als Wechselwirkungsmedium 62 Kilogramm flüssiges Xenon. In der letzten Messreihe des XENON100-Experiments wurden drei Ereignisse gefunden, die einem WIMP-Signal entsprechen. Allerdings wurden zwei zufällige Hintergrundereignisse erwartet, deshalb kann das Ergebnis statistisch nicht als Nachweis für Dunkle Materie gedeutet werden.

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Mittwoch, 13. April 2011
Interview zum 50. Jahrestag von Gagarins Flug
Ein interessantes Interview mit einem ehemaligen Astronauten: hier

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Sonntag, 10. April 2011
Auferstehung und Transdimensionen
Wie angekündigt, nun das, was ich im neuen Buch von Benedikt XVI. Jesus von Nazarath Band 2 gefunden habe und wie es im Verhältnis zur Urwort - Theorie steht:

Auferstehung und Transdimensionen

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Donnerstag, 7. April 2011
Fermilab: Anzeichen für neue Physik?
Mit aller gebotenen Vorsicht möchte ich auf eine Meldung verweisen, die über Anzeichen für eine neue Physik - gar für eine fünfte Naturkraft - in den Daten des Tevatron vom Fermilab berichtet.

Eine sehr gute Zusammenfassung des aktuellen Standes bringt spiegel-online hier.

Zitat:

Das mysteriöse Signal tauchte bei der Analyse einiger zehntausend Kollisionen zwischen Protonen und Antiprotonen auf, die im Tevatron nahezu lichtschnell aufeinander abgeschossen werden. Bei den Crashs entstehen teils exotische Partikel. Physiker wollen so den grundlegenden Geheimnissen der Natur auf die Spur kommen - bis hin zur Frage, was beim Urknall geschah.

Bei einigen der Kollisionen im Tevatron bemerkten die Forscher Merkwürdiges: Es entstanden zwei Strahlen leichter Partikel und ein schwergewichtiges Teilchen namens W-Boson. Die Gesamtenergie lag jeweils bei 144 Milliarden Elektronenvolt. Das geschah rund 250-mal öfter, als es die Physiker erwartet hatten - fast so, als sei es das Ergebnis des Zerfalls eines bisher unbekannten Elementarteilchens.

Dieses merkwürdige Teilchen würde etwa 160-mal so viel wiegen wie ein Proton. Damit kann es sich eigentlich nicht um das langgesuchte Higgs-Boson handeln - zumindest nicht um das, welches vom Standardmodell der Elementarteilchenphysik vorhergesagt wird. Das auch als "Gottesteilchen" bekannte Partikel verleiht der Theorie zufolge allen anderen Elementarteilchen ihre Masse...

Die Fermilab-Forscher sind sich relativ sicher, dass das Phänomen real ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich nur um ein statistisches Artefakt handelt, geben sie mit eins zu 1300 an. Das ist zwar zu wenig, um offiziell von einer Entdeckung zu sprechen - dafür wäre eine Fehlerwahrscheinlichkeit von etwa eins zu einer Million notwendig. Doch es ist absolut ausreichend, um Aufmerksamkeit zu erregen. Das 700-köpfige Forscherteam der "CDF Collaboration" hat seine Daten inzwischen online vorab veröffentlicht, die Studie soll zudem im Fachblatt "Physical Review Letters" erscheinen.

Für eine abschließende Bewertung müsse man auf eine Bestätigung aus anderer Quelle warten, sagte Mönig. Die dürfte es schon bald geben: Am Fermilab läuft ein zweites Experiment, von dem sich die Forscher noch in diesem Jahr genauere Erkenntnisse erhoffen. Auch am LHC des Cern werde man versuchen, die Entdeckung des Fermilab zu bestätigen, sagte Mönig. "Das beginnt heute, da kann man sicher sein."

Die Energie, mit der die Partikel kollidieren, ist im LHC dreieinhalb mal größer als im Tevatron. Deshalb sollte laut Mönig auch das rätselhafte Signal deutlicher zu sehen sein. Die LHC-Forscher müssten dafür kein neues Experiment starten, sondern in den bisher gewonnenen Daten suchen. Dass der merkwürdige Effekt dort bisher nicht entdeckt wurde, ist für Mönig nicht weiter überraschend: "Man muss bei der Analyse schon in eine bestimmte Richtung schauen, um zu diesem Ergebnis zu kommen." Zudem sei das Signal zumindest in den Fermilab-Daten relativ schwach ausgeprägt.

Ähnlich zurückhaltend äußerte sich Nima Arkani-Hamed vom Institute for Advanced Study in Princeton (US-Bundesstaat New Jersey). Er hält es für gut möglich, dass das Signal in den Fermilab-Daten kaum mehr als ein statistischer Schluckauf sei. Sollte es anders sein, werde man mit dem LHC "in kurzer Zeit dramatische Beweise finden".


Viel ist dem nicht hinzuzufügen. Bei Anzeichen von 3-Sigma Qualität ist gesunde Vorsicht geboten, es kann sich um ein Messartefakt oder ein Zufallsrauschen handeln. Mein Rat: Warten, was die Daten des LHC von Cern dazu sagen. Nun, da man weiß wonach man suchen muss, sollte sich das Signal identifizieren lassen, so es real ist.

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