Montag, 6. Juni 2011
Bestätigt: Drei Kernschmelzen in Fukushima
Was zuvor schon - und sehr schnell - von Experten privater Umweltorganisationen prognostiziert wurde, ist nun offiziell bestätigt: In Fukushima gab es drei Kernschmelzen, die auch immer noch andauern.

N-tv berichtet hier.

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Samstag, 4. Juni 2011
Rekordstrahlung in Fukushima
Es wurde ja oft behauptet, dass in Deutschland einige Strahlenschutzexperten die Situation in Fukushima überbewertet hätten. Nun mittlerweile steht fest, dass es wohl schon in der ersten Woche in drei Reaktoren Kernschmelzen gab, genau wie die deutschen Experten in ihrer Ferndiagnose anhand der Bilder und Nachrichtenlage schlossen. Dass in Fukushima das Schlimmste überstanden sei, ist auch nicht abzusehen. Dies zeigt auch die höchste gemessene Strahlung seit dem Super-GAU in Fukushima. N-tv berichtet hier.

Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima sind neue Rekordwerte gemessen worden. Wie der Betreiber Tepco mitteilte, wurde im Reaktorgehäuse von Block 1 eine Strahlendosis von bis zu 4000 Millisievert pro Stunde gemessen. Das sei die höchste bisher in der Luft gemessene Radioaktivität in dem zerstörten Kraftwerk. Die hohe Strahlung hatte ein Roboter in der südöstlichen Ecke des Gebäude registriert, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo den AKW-Betreiber.


Dampf aus dem Boden

Aus einer Öffnung im Boden sei Dampf ausgetreten. Durch die Öffnung verlaufe ein Rohr, das durchs Gebäude führe. Das Rohr selbst sei aber unbeschädigt. Der Dampf scheine aus dem Druckkessel zu kommen, wo sich Kühlwasser angesammelt haben soll. Genaueres wollte Tepco prüfen.

Die Messdaten bedeuten, dass die Arbeiter dort innerhalb von nur vier Minuten der höchsten zulässigen Strahlendosis von 250 Millisievert pro Jahr ausgesetzt wären. Tepco beabsichtigt jedoch nach eigenen Angaben nicht, in dem Gebiet seine Leute arbeiten zu lassen. Man werde die weitere Entwicklung genau beobachten. Die japanische Regierung hatte den Grenzwert für die maximal erlaubte Strahlenbelastung für Arbeiter in Kernkraftwerken im Zuge der Katastrophe nach dem Erdbeben und Tsunami vom 11. März erhöht. Statt 100 gelten seitdem 250 Millisievert pro Jahr als Höchstdosis.

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Donnerstag, 2. Juni 2011
Komplexes Leben in 3 km Tiefe
In einer Mine in drei Kilometer Tiefe haben Forscher eine neue Fadenwurmart entdeckt. Dies ist der erste Beweis dafür, dass auch in solchen Tiefen mehrzelliges Leben existieren kann, was selbstverständlich für de Suche des Lebens allgemein von Bedeutung ist. n-tv berichtet hier.

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Dienstag, 31. Mai 2011
Genesis: Carpet Crawlers

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Klimawandel: Grönland wird wieder Grünland
Eine der oft genannten Anzeichen für einen - menschengemachten - Klimawandel wird in der Erwärmung des Nordpols gesehen. Insbesondere die Erwärmung Grönlands ist eine Paradebeispiel.

Dabei heißt Grönland nichts anderes als Grünland und wurde von den Wikingern so genannt, eben weil es grünes Land war, und keine Eisfläche wie heute.

Die Natur kehrt somit nur in ihrem früheren Zustand zurück, der schon vorhanden war, als es noch keine menschliche Industrie gab.

Im Neusprech der heutigen Klima-Dogmatik eingefärbt, gibt nachstehender Artikel doch Zeugnis über ein grünes Grönland und das erst die Temperaturabsenkung die damaligen Siedler verschiedener Epochen vertrieb.

Scinexx-Artikel hier.


Die Ergebnisse zeigen, dass bereits um das Jahr 1100 eine Kälteperiode an der Westküste begann, in der 80 Jahre lang die Temperaturen um vier Grad niedriger lagen als zuvor. Das erscheint auf den ersten Blick nicht viel, doch für die sesshaften Ackerbauern und Viehzüchter könnten vor allem die niedrigeren Sommertemperaturen empfindliche Ernteausfälle ausgelöst haben. Zudem bildete sich an der Küste mehr und länger anhaltendes Meereis, dass die Zufahrt per Schiff und damit den Nahrungsmittelnachschub über das Meer zusätzlich blockierte.

„Man hat erst eine Zeit, in der die Sommer lang und mild sind und folglich erhöht man die Größe seiner Farm“, malt D'Andrea das Szenario aus. „Dann aber plötzlich erlebt man Jahr für Jahr eine Abkühlung. Die Sommer werden kürzer und kälter und man kann nicht so viel Heu machen. Man kann sich vorstellen, dass sich dieser Lebensstil unter diesen Umständen nicht halten kann.“ Zwar betont der Forscher, dass das Klima sicher nicht allein für den Niedergang der Wikinger-Siedlungen verantwortlich war. Auch der sesshafte Lebensstil und die Abhängigkeit von der Landwirtschaft, dem Handel mit Skandinavien und Kämpfe mit den benachbarten Inuit trugen sicherlich dazu bei. Dennoch scheinen die Klima-Abkühlung und vor allem ihr Tempo eine wichtige Rolle gespielt zu haben.

Schneller Klimawandel als wichtiger Auslöser

„Die Daten zeigen, wie schnell sich die Temperatur in der Region änderte und wie stark“, kommentiert der Geologe Yongsong Huang von der Brown Universität. „Es ist interessant festzustellen, wie ein schneller Klimawandel Gesellschaften in der Vergangenheit beeinflusste – vor allem in Anbetracht des heute stattfindenden, ebenfalls sehr schnellen Klimawandels.”

Die Daten bestätigen auch, dass sich die Klimaentwicklung an der Westküste Grönlands auch in der Vergangenheit von der des restlichen Nordatlantiks und Europas unterschied. Denn der lokale Kälteeinbruch ereignete sich während einer so genannten positiven Phase der Nordatlantik-Oszillation (NOA). Bei dieser für Europa eher milden Klimasituation ist die Druckdifferenz zwischen dem Azorenhoch und dem Island-Tief stark ausgeprägt. Für die Westküste Grönlands jedoch bedeutete dies, dass mehr polare Kaltluft von Norden hereinfloss und als Folge die Temperaturen sanken.

Klimabedingte „Wachablösung” auch bei Inuit-Völkern

Wie sehr das Klima regionale Kulturen schon immer beeinflusst hat, zeigen auch Parallelen zwischen den Klimadaten für weiter zurückliegender Epochen und der Besiedlungsgeschichte: Das Inuitvolk der Saqqaq begann etwa um das Jahr 2.500 vor Christus die grönländische Westküste zu besiedeln und überdauerte hier auch einige Wechsel von wärmeren und kälteren Phasen, wie die Klimadaten jetzt belegen. Doch ab dem Jahr 850 vor Christus wendete sich das Blatt und die Temperaturen sanken deutlich ab.

„Um diese Zeit gab es einen größeren Klimawandel“, erklärt D'Andrea. „Es scheint, als wenn in diesem Falle nicht so sehr die Geschwindigkeit der Veränderung als vielmehr die Amplitude der Abkühlung das Entscheidende war. Es wurde viel kälter.“ Die Saqqaq zogen sich um diese Zeit zurück und verschwanden aus der Region. Nahezu zur gleichen Zeit wanderte dafür eine andere Volksgruppe ein, die so genannten Dorset-Menschen. Sie waren besser an die geänderten Bedingungen angepasst, weil sie unter anderem daran gewöhnt waren, ihre Nahrungstiere vom dann reichlich vorhandenen Meereis aus zu erjagen.
(PNAS, 2011, DOI: 10.1073/pnas.1101708108)

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Sonntag, 29. Mai 2011
Eine runde Sache: Das Elektron
Eine Vermessung des Elektrons ergab ein Ergebnis nie Genauigkeit, wie scinexx berichtet: hier.

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Samstag, 28. Mai 2011
Pleneten-Mehrfachsysteme
Mit dem Weltraumteleskop Kepler wurden überraschend viele Planeten-Mehrfachsysteme entdeckt, viel mehr als man bislang erwartete, wie astronews.com berichtet: hier.

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Freitag, 27. Mai 2011
100 mal mehr Wasser im Mondgestein als gedacht
In einem Science-Artikel berichten Forscher von ihrem Untersuchungsergebnis über Mondgesteinsproben der Apollo 17 - Mission. Dabei fanden sie heraus, dass im Mondgestein hundert mal mehr Wasser gebunden ist, als zuvor gedacht wurde. Bestehende Theorien über die Physik der Mondentstehung müssen damit überdacht werden.

wissenschaft.de berichtet darüber hier.

Bislang hatten alle Analysen gezeigt, dass Vulkangestein vom Mond extrem wenig flüchtige Elemente wie Wasser enthält. Daraus hatten Planetenforscher geschlossen, dass der gesamte Mond ein knochentrockener Körper ist. Der Annahme zufolge verdampften die flüchtigen Stoffe, als der Mond geboren wurde. Vermutlich ballte er sich aus geschmolzenen Trümmern zusammen, die nach dem Einschlag eines Planeten-Embryos auf der Proto-Erde um diese herumschwirrten. Dabei dürften viele flüchtige Stoffe im All verschwunden sein.

Doch das Wasser ging gar nicht verloren, zeigt nun die Studie von Hauri und Kollegen. Das Mondgestein in der Tiefe enthält genauso viel Wasser wie irdisches Basaltgestein aus dem Erdmantel. Allerdings liegt es nicht in flüssiger Form vor, sondern ist in Mineralien gebunden. Auch andere flüchtige Elemente wie Fluor, Chlor oder Schwefel sind genauso häufig wie auf der Erde.

Die Forscher nahmen winzige Splitter aus Vulkangestein unter die Lupe, die die Astronauten der Mission Apollo 17 zur Erde gebracht hatten. Die orangefarbenen Steinchen waren vor Urzeiten bei einem explosiven Vulkanausbruch an die Mond-Oberfläche geschleudert worden. Die Forscher untersuchten Tausende davon, in der Hoffnung, darin unveränderte Proben aus dem Mondinneren zu finden. Tatsächlich entdeckten sie in sieben der Kristalle dunkle Einschlüsse. Dabei handelte es sich um winzige Schmelztröpfchen, die noch vor dem Vulkanausbruch von den wachsenden Kristallen eingeschlossen worden waren.

"Diese Einschlüsse sind ein Fenster ins Mondinnere", sagt James Van Orman, ein Mitglied des Teams. Weil die winzigen Schmelztröpfchen bereits in einem festen Kristall steckten, als sie die Mondoberfläche erreichten, konnten ihr Wasser nicht entweichen. Sie haben daher die ursprüngliche, wasserreiche Zusammensetzung des Magmas gespeichert.

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