Freitag, 24. Juni 2011
Enceladus: Ozean unter der Eisoberfläche
Wieder haben Forscher sehr wichtige Belege für einen Ozean unter der Eisoberfläche des Saturnmondes Enceladus gefunden. Astronews.com berichtet darüber hier.

In drei Durchflügen der Raumsonde Cassini durch die Fontänen, die in den Jahren 2008 und 2009 gelangen, konnte die Zusammensetzung frisch ausgeworfener Partikel gemessen werden. Dabei kam der Staubdetektor des Max-Planck-Instituts für Kernphysik an Bord der Sonde zum Einsatz. Die Eispartikel trafen den Cosmic Dust Analyzer (CDA) mit Geschwindigkeiten zwischen 6,5 und 17,5 Kilometern pro Sekunde und verdampfen sofort. Mit Hilfe elektrischer Felder im CDA werden die verschiedenen Bestandteile der entstehenden Plasmawolke getrennt und analysiert.

Dabei zeigte sich, dass die Partikel in größerer Entfernung von Enceladus klein und salzarm waren und den Partikel des E-Rings glichen. In der Nähe des Mondes konnte Cassini jedoch relativ große und salzreiche Partikel nachweisen. Mehr als 99 Prozent der Masse scheinen in Form solcher salzreicher Partikel ausgeworfen zu werden. "Die meisten von ihnen sind jedoch zu schwer und fallen zurück auf die Mondoberfläche. Sie schaffen es nicht in den E-Ring", erläutert Dr. Frank Postberg vom Max-Planck-Institut für Kernphysik und dem Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg, der Leiter der Untersuchung.

Die salzhaltigen Eispartikel haben eine "ozeanartige" Zusammensetzung, die dann zu erwarten ist, wenn das Eis aus einem flüssigen Salzwasser-Reservoir stammt und nicht von der gefrorenen Eisoberfläche des Mondes. "Wenn Salzwasser langsam gefriert, wird das Salz aus der Eisstruktur verdrängt, so dass reines Wassereis zurückbleibt. Wenn also die Fontänen aus Oberflächeneis bestehen würden, müssten wir von einem nur geringen Salzgehalt ausgehen. Gegenwärtig gibt es kein anderes plausibles Szenario, als den stetigen Auswurf salzreicher Eispartikel überall aus den Tigerstreifen mit Salzwasser unter der eisigen Oberfläche des Enceladus zu erklären", so Postberg.

Das Forscherteam geht davon aus, dass sich etwa 80 Kilometer unter der Enceladus-Oberfläche eine Wasserschicht zwischen dem felsigen Kern und dem eisigen Mantel erstreckt. Diese wird durch Gezeitenkräfte von Saturn und von Nachbarmonden sowie durch Zerfallswärme radioaktiver Elemente im flüssigen Zustand gehalten. Salz aus dem Gestein löst sich in dem Wasser. Wenn sich in der äußeren Eisschicht Spalten öffnen, gerät das Reservoir in Kontakt mit dem Weltraum. Durch den Druckabfall verdampft die Flüssigkeit, ein Bruchteil davon wird in Form salziger Eisteilchen schockgefrostet und als Fontänen ausgespien.

Andere Untersuchungen haben gezeigt, dass außer diesen Eispartikeln jede Sekunde rund 200 Kilogramm Wasserdampf aus den Tigerstreifen ins All geschleudert werden. Nach den Berechnungen der Heidelberger Wissenschaftler müssen die Wasserreservoire große Oberflächen haben, an denen die Verdampfungsprozesse stattfinden. "Andernfalls würden sie leicht zufrieren und die Fontänen versiegen", so Postberg.

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Mittwoch, 22. Juni 2011
Mensch doch mit Magnetsinn ?!
Sehr gewichtige Hinweise dafür, dass der Mensch doch einen Magnetsinn besitzt, wurden in Proteinen der Netzhaut gefunden, wie scinexx berichtet: hier.

Das Ergebnis: Auch mit der menschlichen Cytochrom-Variante konnten die Fliegen den magnetisierten Gang erkennen und gezielt anfliegen. Demnach muss auch dieses Molekül grundsätzlich als Magnetsensor funktionieren können. Inwieweit dies bedeutet, dass auch der Mensch über einen rudimentären Magnetsinn verfügt, müssen nun weitere Forschungen zeigen. „Noch wissen wir nicht, ob diese molekulare Fähigkeit auch in eine biologische Reaktion in der menschlichen Retina übersetzt wird“, erklären die Forscher. „Aber die Ergebnisse mit hCRY2 und sein Sitz in der menschlichen Retina sowie frühere Studien deuten darauf hin, dass eine Neubewertung der menschlichen Magnetsensitivität notwendig sein könnte.“ (Nature Communications, 2011; DOI: 10.1038/ncomms1364)

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Dienstag, 21. Juni 2011
Elementarteilchen aus sechs Quarks?
Über ein sehr interessantes Ergebnis des COSY-Verbundes hat scinexx berichtet, hier.

Zitat:

Bis jetzt ließ sich die Existenz solcher exotischer Hadronen allerdings nie eindeutig nachweisen. Neue Messungen am Jülicher COSY-Beschleuniger geben Hinweise auf ein neues komplexes Teilchen, dass diese Lücke schließen könnte. In den Experimenten am Teilchenbeschleuniger untersuchten die Wissenschaftler die Kollision von Protonen und Neutronen, bei der die beiden Teilchen zu einem Deuteron verschmolzen und zusätzlich zwei neutrale Pi-Mesonen - kurz: Pionen - entstanden. Mit dem besonders gleichmäßigen, durch mehrere Korrekturverfahren „gekühlten" Protonenstrahl am COSY (COoler SYnchrotron) ließ sich die Impulsverteilung jedes einzelnen Zusammenstoßes sehr genau bestimmen.

„Hadronisches Molekül“ aus sechs Quarks?

Die Experimente weisen auf eine neue Struktur hin, die insgesamt sechs Quarks umfasst. Die beobachtete Struktur ist extrem kurzlebig und ließ sich nur indirekt über ihre Zerfallsprodukte nachweisen. Der schnell vergängliche Zwischenzustand - Fachbegriff: Resonanz - existiert nur für die Dauer einer Hunderttrilliardstel (10^-23) Sekunde. Diese Zeitspanne ist so kurz, dass Licht darin gerade einmal einen kleinen Atomkern durchlaufen könnte.

Bei der Struktur könnte es sich um ein exotisches, kompaktes Teilchen handeln oder auch um ein "hadronisches Molekül", das - ähnlich wie ein gewohntes Molekül, nur in kleineren Dimensionen - aus mehreren kleinen Kernbausteinen aufgebaut ist, vielleicht sogar ganz ähnlich wie ein Atomkern. Sollten sich die Ergebnisse bestätigen, müsste dem Particle Data Booklet, der "Bibel der Experimentalteilchenphysiker", ein neuer Eintrag hinzugefügt werden.

Neues Teilchen könnte ABC-Effekt erklären

„Die neuartige Resonanzstruktur, die wir beobachtet haben, lässt den ABC-Effekt in einem völlig neuen Licht erscheinen", berichtet der Sprecher der Arbeitsgruppe, Professor Heinz Clement von der Universität Tübingen. Die Physiker Alexander Abashian, Norman E. Booth und Kenneth M. Crowe hatten 1960 erstmals das mysteriöse Phänomen beschrieben. Es bezeichnet eine unerklärliche Abweichung bei Fusionsexperimenten mit leichten Atomkernen - das Auftreten unerwartet vieler neutraler Pi-Meson-Paare mit kleiner Energie. Seitdem suchen Forscher nach der Ursache für den ABC-Effekt, und der neuartige Zustand wäre wegen seiner Zerfallseigenschaften ein passender Kandidat.


Mein Kommentar: Diese neue Resonanzstruktur, für die es nun die experimentellen Hinweise gibt, passt auch sehr gut zur Heimschen QFT und damit zur Urwort-Theorie. Das, was im Mainstream als Quarks bezeichnet wird, sind bei Heim Fluktonen mit schließlich mehr als drei Konfigurationszonen (beim Heim streng genommen vier, aber unter dem Dach der Urwort-Theorie sehe ich die Möglichkeit von sogar sechs).

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Dienstag, 21. Juni 2011
Interessantes zur Neutrino-Oszillation...
... berichtet scinexx.de hier.

Teilchenphysiker haben die Wandlungsfähigkeit von Neutrinos, elektrisch neutralen Elementarteilchen mit sehr kleiner Masse, nachgewiesen: Bei einem Experiment in Japan fanden sie zum ersten Mal stichhaltige Indizien dafür, dass sich so genannte Myon-Neutrinos in Elektron-Neutrinos verwandeln können.

War mir unbekannt, dass man diese Art der Neutrino-Verwandlung bislang noch nicht beobachtet hatte. Und auch jetzt sind es nur stichhaltige Indizien...

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Samstag, 18. Juni 2011
Entdeckung in einem Gebetsbüchlein
Mal eine ganz andere Art der Entdeckung machte ich in einem Gebetsbüchlein. Davon berichte ich hier.

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Donnerstag, 16. Juni 2011
Früher Mondkalender in Deutschland entdeckt
Eine Art frühkeltisches Stonehenge wurde in Deutschland entdeckt. Auf der Grabanlage wurde eine Art Mondkalender verewigt, wie astronews.com berichtet: hier.

Ein riesiges frühkeltisches Kalenderwerk wurde im Fürstengrab von Magdalenenberg bei Villingen-Schwenningen bei einer nachträglichen Grabungsauswertung am Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz entdeckt. Die Anordnung der Gräber um das zentrale Fürstengrab stimmt mit den Sternenbildern des nördlichen Himmels überein.

Im Gegensatz zu Stonehenge, welches sich am Verlauf der Sonne orientierte, handelt es sich bei dem 100 Meter breiten Grabhügel vom Magdalenenberg um die weltweit älteste keltische Anlage, die auf die Mondzyklen ausgerichtet war. Die Erbauer der Anlage setzten Stangenreihen auf den Hügel, um die Mondwenden zu erfassen. Diese Himmelserscheinungen waren bestimmend für die keltische Zeitrechnung. Durch sie konnten die Kelten Mondfinsternisse voraussagen.

Der Sternenhimmel vom Magdalenenberg zeigt eine Sternenkonstellation, die von der Wintersonnenwende bis zur Sommersonnenwende nachts zu sehen ist. Dr. Allard Mees, Wissenschaftler am Römisch-Germanischen Zentralmuseum, konnte mittels Computerprogrammen den Stand des damaligen Sternenhimmels und somit die Sternenbilder, die zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende sichtbar waren, rekonstruieren. Mit Hilfe moderner astronomischer Software konnte er so die Datierung der Anlage auf den Sommer 618 vor Christus bestimmen.

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Mittwoch, 15. Juni 2011
Lesch: Dunkle Energie

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