Mittwoch, 13. Juli 2011
Lesch: Radioaktve Grenzwerte

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Sonntag, 10. Juli 2011
Letzter Shuttle-Flug
Nun ist zum letzten Mal ein Space-Shuttle gestartet. raumfahrer.net berichtet hier.

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Mittwoch, 6. Juli 2011
Habsburger Begräbnisritual
Ein Ritual mit Tiefgang:

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Mars: Rost verdeckt Wasserspuren und mehr
Ein sehr interessantes Ergebnis bzgl. des Verbleibs von Wasser auf dem Mars berichtet astronews.com: hier.

"Die Frage, ob früher einmal Leben auf dem Mars möglich gewesen sein könnte, hängt entscheidend davon ab, ob es auf der Oberfläche des Planeten für Tausende oder gar Millionen Jahre flüssiges Wasser gegeben hat", erläutert Janice Bishop vom NASA Ames Research Center, die am SETI Institute arbeitet und Hauptautorin eines jetzt in der Fachzeitschrift International Journal of Astrobiology erschienenen Artikels ist. "Es ist möglich, dass Forscher, die nach Spuren von Wasser gesucht haben, einen wichtigen Hinweis, nämlich das Vorhandensein von Carbonaten, bislang weitgehend übersehen haben."

Zu ihrer Schlussfolgerung gelangten die Wissenschaftler nach Untersuchungen in trockenen Wüstenregionen der Erde, deren Umweltbedingungen etwas den Gegebenheiten auf dem Mars entsprechen. Zusammen mit Chris McKay vom Ames Research Center hatte Bishop in der Mojave-Wüste Carbonatgestein untersucht, das mit einer Schicht aus Eisenoxid, also Rost, überzogen war. "Als wir das Gestein im Labor untersuchten, wurde uns klar, dass ein solcher Eisenoxid-Überzug die Erforschung der Klimageschichte des Mars behindern kann", so McKay. "Der Überzug verändert und verschleiert die spektrale Signatur der Carbonate."


Doch damit nicht genug. Unter der rostschicht könnten sogar - so geschützt vor kosmischer Strahlung - Mikroben bis heute überdauert haben:

McKay entdeckt außerdem sehr widerstandsfähige Blaualgen unter dem Überzug. Die Forscher vermuten daher, dass der Rost auf dem Mars dafür gesorgt haben könnte, dass vorhandenes Leben hier länger existieren konnte. "Die Organismen in der Mojave-Wüste werden durch den Eisenoxid-Überzug vor der tödlichen ultravioletten Strahlung geschützt", erklärt McKay. "Dieser Überlebensmechanismus könnte auch eine Rolle gespielt haben, falls es auf der Oberfläche des Mars einmal Leben gegeben hat."

Wirklich, eine sehr bemerkenswerte Studie. Noch in diesem Jahr soll ja ein neuer Rover zum Mars starten. Er hat eine Menge Möglichkeiten, Lebensspuren zu entdecken!

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Sonntag, 3. Juli 2011
Milliarden Schatz in Hindutempel gefunden
Von einem Milliardenschatz berichten die Nachrichtenagenturen. In unterirdischen Kammern eines Hindutempels wurden Gold und Edelsteine gefunden. N-tv berichtet hier.

Diamanten, Rubine, Smaragde, Gold - in unterirdischen Kammern eines indischen Tempels sind Forscher auf einen Schatz gestoßen, dessen Wert offenbar in die Milliarden geht. Die seit mindestens 130 Jahre verschlossenen Kellerräume der Hindu-Kultstätte Sri Padmanabhaswamy in Thiruvananthapuram, der Hauptstadt des südindischen Unionsstaates Kerala, gehörten bisher den Nachfahren der Königsfamilie Travancore. Auf Anordnung des Obersten Gerichts in Neu-Delhi wurden sie nun aber vom Staat Kerala übernommen.

Der dem Gott Vishnu geweihte Tempel hat sechs unterirdische Kammern. Zwei von ihnen werden täglich geöffnet, zwei andere zweimal im Jahr. Die beiden letzten Kammern seien am Donnerstag und Freitag zum ersten Mal wieder untersucht worden, sagte ein Tempelbeamter. Die Räume wurden von sieben Mitgliedern eines Gremiums inspiziert, die vom Gericht dazu ernannt wurden.

Über 500 Kilogramm Goldmünzen

Der Beamte sagte, der Schatz enthalte seltene und wertvolle Steine. Nach einem Bericht der Zeitung "Hindustan Times" wurden 536 Kilogramm Goldmünzen aus dem 18. Jahrhundert, diamantbesetzte Teller, Rubine, Smaragde und anderes gefunden. Die Zeitung berichtete, dass der Wert auf 500 Milliarden Rupien (7,6 Milliarden Euro) geschätzt werde. Nach Behördenangaben sind alle bisherigen Schätzungen aber rein spekulativ. Genaueres lasse sich erst nach einer eingehenden Untersuchung sagen, deren Ergebnis dem Obersten Gericht übermittelt werde.

Das Oberste Gericht wurde aktiv, nachdem der örtliche Anwalt Sundar Rajan in einer offiziellen Eingabe erklärt hatte, dass der Treuhandfonds der Königsfamilie Travancore nicht mehr in der Lage sei, für die erforderliche Sicherheit des Tempels zu sorgen. Die Anlage wurde im 16. Jahrhundert von den Königen von Travancore erbaut. Deren Nachfahren hatten sich vergeblich dagegen gewehrt, dass der Staat die Anlage übernahm.

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Samstag, 2. Juli 2011
U2 - One

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Gequetschtes Licht
Über ein sehr interessantes Experiment, das so bedeutend ist, dass es in Nature veröffentlicht wurde, berichtet scinexx.de hier.

Aus dem Inhalt:

Forschern ist es gelungen, mit nur einem Atom erstmals auch das Wellenverhalten von Licht zu beeinflussen. Bisher war dies auf atomarer Ebene nur für dessen Teilcheneigenschaften möglich. Für ihr jetzt in „Nature“ veröffentlichtes Experiment sperrten die Physiker ein Atom in einer Art Mikrospiegelkabinett ein und bestrahlten dieses System mit Laserlicht. Je nach Frequenz veränderte sich dadurch entweder die Phase oder die Amplitude des erzeugten Lichtfelds stärker als für klassische elektromagnetische Strahlung erlaubt.

Die Aussage eines der Forscher bestätigt die Wichtigkeit der Ergebnisse:

Sein Kollege Karim Murr ergänzt: „Unser Experiment zeigt, dass das Licht, das von einzelnen Atomen ausgesandt wird, sehr viel komplexere Eigenschaften hat als in dem einfachen Bild von Albert Einstein über die Photoemission. Unsere Messung ist in exzellenter Übereinstimmung mit den Erwartungen der Quantenelektrodynamik für starke Kopplung.“

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Freitag, 1. Juli 2011
Papst: Grenzen der Wissenschaft
Eine sehr interessante Rede hat der Heilige Vater anlässlich der Verleihung des Ratzinger-Preises, der inoffizielle Nobelpreis für Theologie sozusagen, gehalten. Kath.net hat wichtige Passagen veröffentlicht: hier.

Benedikt XVI. wandte sich dann der Grundfrage zu, was „Theologie“ sei. Die Definition der Theologie als „Glaubenswissenschaft“ erwecke dabei die Frage, ob so etwas überhaupt gehe und ob Wissenschaft nicht im Gegensatz zum Glauben stehe: „Und hört Wissenschaft nicht auf, Wissenschaft zu sein, wenn sie sich dem Glauben zuordnet oder gar unterordnet?“

Diese Fragen, die schon für die mittelalterliche Theologie ein ernstes Problem bedeuteten, seien mit dem neuzeitlichen Wissenschaftsbegriff nur noch drängender, auf den ersten Augenblick geradezu aussichtslos geworden. So könne verstanden werden, dass sich die Theologie der Neuzeit oft ins Historische zurückgezogen habe, um dort ihre Wissenschaftlichkeit zu beweisen. Wenn sich aber Theologie ganz in die Vergangenheit zurückziehe, „lässt sie den Glauben heute im Dunklen stehen“.

Die zweite Phase der Verwissenschaftlichung habe dann in einer Konzentration auf die Praxis bestanden, um die Theologie in der Verbindung mit Psychologie und Soziologie als „nützliche Wissenschaft“ zu erweisen. Wenn dabei aber das Fundament der Theologie, der Glaube, unbedacht bleibe, „wenn Praxis nur noch sich selbst betreibt oder allein von den Leihgaben der Humanwissenschaft lebt, dann wird die Praxis leer und grundlos“.

Wichtig hingegen ist für den Papst eine Antwort auf „die eigentliche Frage“, die laute: „Ist das wahr, was wir glauben oder nicht?“, da es in der Theologie um die Frage der Wahrheit gehe. Benedikt XVI. erinnerte in diesem Zusammenhang an ein von ihm bereits in seiner „Einführung in das Christentum“ zitierte Besonderheit des Christentums, das in einem Wort Tertullians zum Ausdruck kommt: „Christus hat nicht gesagt: Ich bin die Gewohnheit, sondern: Ich bin die Wahrheit – non consuetudo sed veritas (Virg 1, 1)“. Das Revolutionäre des Christentums sei in der Antike gerade der Bruch mit der „Gewohnheit“ um der Wahrheit willen gewesen. Denn: „Wenn Christus der Logos, die Wahrheit ist, dann muss der Mensch ihm mit seinem eigenen Logos, mit seiner Vernunft entsprechen. Er muss, um zu Christus zu kommen, auf dem Weg zur Wahrheit sein. Er muss sich dem Logos öffnen, der schöpferischen Vernunft, von der seine eigene Vernunft herkommt und auf den sie ihn verweist“. Somit werde klar, dass der christliche Glaube von seinem eigenen Wesen her Theologie hervorbringen, nach der „Vernunft des Glaubens“ fragen musste.

Die Untrennbarkeit von Logos, Wahrheit und Glaube habe jedoch stets neue Fragen aufgeworfen. So bezog sich Benedikt XVI. auf den Prolog zum Sentenzen-Kommentar des heiligen Bonaventura, als der Heilige von einem zweifachen Gebrauch der Vernunft gesprochen habe: „von einem Gebrauch, der mit dem Wesen des Glaubens unvereinbar ist, und von einem, der gerade zu seinem Wesen gehört“. Dabei sei die Selbstherrlichkeit der Vernunft, die sich zum obersten Richter über alles mache, im Bereich des Glaubens unmöglich.

Doch diese Weise des Vernunftgebrauchs sei in der Moderne im Bereich der Naturwissenschaft zu ihrer vollen Entfaltung gekommen: „Die experimentelle Vernunft erscheint heute weithin als die einzig wissenschaftlich erklärte Form von Vernünftigkeit. Was nicht experimentell verifiziert oder falsifiziert werden kann, fällt aus dem wissenschaftlichen Bereich heraus. Mit diesem Ansatz ist Großartiges geleistet worden; dass er im Bereich der Erkenntnis der Natur und ihrer Gesetze richtig und notwendig ist, wird niemand im Ernst bestreiten wollen. Aber es gibt eine Grenze dieses Vernunftgebrauchs: Gott ist kein Objekt des menschlichen Experimentierens. Er ist Subjekt, und nur in der Begegnung von Person zu Person zeigt er sich: Dies gehört zum Wesen von Person“.

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Dienstag, 28. Juni 2011
Unterschiedliche Zusammensetzung von Sonne und Planeten
Manche Sensation kommt ganz leise daher. Doch was Forscher in der Fachzeitschrift Science veröffentlichten, kann man als Sensation bezeichnen. Die Isotopenzusammensetzung von Sonne zu den inneren terrestrischen Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars ist unterschiedlich. Das bedeutet, dass die Entstehungsgeschichte des Sonnensystem gravierend umgeschrieben werden muss.

Scinexx berichtet hier.

Daraus:

Wir haben festgestellt, dass die Erde, der Mond, sowie Meteoriten vom Mars und andere Asteroidenfragmente eine geringere Konzentration von O-16 aufweisen als die Sonne“, erklärt McKeegan. Die Sonnenwindproben waren in Bezug auf das häufigste Isotop deutlich angereichert. Die Anteile der beiden Isotope O-17 und O-18 waren dagegen in Sonnenwind und Erdproben gleich. „Das deutet möglicherweise darauf hin, dass wir nicht aus dem gleichen Urnebel-Material gebildet wurden, das auch die Sonne erzeugte – warum und wie bleibt allerdings noch zu entdecken.“

Eine zweite Forschergruppe hatte die Unterschiede von Sonnenwind-Teilchen und Rest-Sonnensystem in Bezug auf die Isotopenverteilung des Elements Stickstoff analysiert. Auch dabei macht ein Atomtyp, das N-14, den Löwenanteil des Stickstoffs aus, ein winziger Rest entfällt auf das Isotop N-15. Hier zeigte sich, dass sowohl der Jupiter als auch die Sonne ein bisschen mehr N-14 aufweisen als die Erde und die anderen inneren Planeten. Beim Isotop N-15 sind es dagegen sogar 40 Prozent weniger bei Sonne und Jupiter. Auch hier zeigen sich demnach deutliche Unterschiede zwischen Sonne und innerem Sonnensystem.

„Diese Ergebnisse zeigen, dass alle Objekte des inneren Sonnensystems, darunter auch die terrestrischen Planeten, Meteoriten und Kometen, anormal sind gemessen an der ursprünglichen Zusammensetzung des Nebels, aus dem sich das Sonnensystem einst bildete”, erklärt Bernard Marty, Forscher am Genesis-Projekt vom Centre de Recherches Pétrographiques et Géochimiques im französischen Nancy. „Die Ursache für diese Heterogenität zu verstehen wird unsere Vorstellung der Entstehung des Sonnensystems stark beeinflussen.“

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