Mittwoch, 10. August 2011
Anti-Protonen umhüllen die Erde
Eine Entdeckung, die in ihrer vollen Bedeutung noch ermessen werden muss, haben nun Forscher bekannt gegeben: Unsere Erde wird von Anti-Protonen in sehr großer Zahl umgeben. Dies eröffnet auch neue Perspektiven für die Raumfahrt, wie 'welt der physik' berichtet: hier:

Ein Ring aus Abermilliarden von Antimaterie-Teilchen umhüllt die Erde. Zu diesem Ergebnis kommen Astrophysiker, die mit einem Satelliten eigentlich die kosmische Strahlung untersuchen wollten. Mit ihren Messungen entdeckten sie in einem sehr kleinen Bereich 28 negativ geladene Antiprotonen, die Antimaterie-Partner der Protonen. Eingefangen in dem Magnetfeld der Erde bilden diese Antiprotonen einen Ring aus Antimaterie, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift "The Astrophysical Journal Letters".

"Die Existenz von Antiprotonen - gefangen in der Magnetosphäre der Erde - wurde in mehreren theoretischen Studien angenommen", schreiben Piergiorgio Picozza und seine Kollegen von der Università di Roma "Tor Vergata". Mit den PAMELA-Detektoren an Bord eines im Juni 2006 gestarteten russischen Satelliten gelang nun der direkte Nachweis. So herrschen im inneren Strahlungsgürtel rund um die Erde ausreichend große Magnetfelder, um die Antiprotonen einzufangen. Bisher waren Astronomen davon ausgegangen, dass die kurzlebigen Antimaterie-Teilchen sehr schnell Richtung Atmosphäre gelenkt würden und dort auf ihre Materie-Gegenstücke träfen. Bei dieser sogenannten Annihilation wandeln sich Materie und Antimaterie in energiereiche Strahlung um.

Der Ursprung der Antiprotonen liegt in der kosmischen Strahlung, die permanent auf das Magnetfeld der Erde auftrifft. Dabei entstehen zahlreiche neue Teilchen, darunter auch die nun gefundenen Antiprotonen. Obwohl die Astrophysiker nur insgesamt 28 Antiprotonen direkt nachweisen konnten, vermuten sie, dass sich rund um die Erde ein Ring mit Abermilliarden von Antimaterie-Teilchen befindet.

Durch das Erdmagnetfeld werden die Antiprotonen quasi eingefangen und so an ihrer Selbstauslöschung über Annihilation gehindert. Die physikalischen Prozesse, die dieses Einfangen ermöglichen, sind vergleichbar mit den Antimaterie-Fallen, mit denen Teilchenphysiker am Forschungszentrum CERN bei Genf kürzlich Antiwasserstoff-Atome für über 1000 Sekunden konservieren konnten.

Dieser Ring aus Antimaterie sei die reichste Quelle für Antiprotonen nahe der Erde, erklärt das Forscherteam in seiner Studie. Die Physiker um Picozza können sich vorstellen, den Antimaterie-Ring in ferner Zukunft quasi als Tankstelle für Raumfahrzeuge auf ihrem Weg ins All zu nutzen. Denn ein heute noch utopischer Antimaterie-Antrieb könnte aus der Auslöschung von Antiprotonen und Protonen theoretisch viel effizienter Energie gewinnen als aus allen bekannten Methoden, einschließlich der Kernfusion.

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Sonntag, 7. August 2011
Benedikt XVI.: Möglichkeiten des Kosmos
Folgende Aussage Benedikts XVI. habe ich in seinem Interviewbuch 'Licht der Welt' auf Seite 196f gelesen:

Worauf kommt es an? Was ist das Eigentliche, das Tragende? Das Einfache sehen, darauf kommt es an. Warum sollte Gott nicht imstande sein, auch einer Jungfrau eine Geburt zu schenken? Warum sollte Christus nicht auferstehen können? Freilich, wenn ich selbst festlege, was sein darf und was nicht, wenn ich die Grenzen des Möglichen bestimme und niemand sonst, dann sind solche Phänomene auszuschließen.
Es ist eine Arroganz des Intellekts, dass wir sagen: Das hat etwas Widersprüchliches, Unsinniges an sich, schon deshalb ist es gar nicht möglich. Aber wie viele Möglichkeiten der Kosmos birgt und sich über und in dem Kosmos verbergen - das zu entscheiden ist nicht unsere Sache. Durch die Botschaft Christi und der Kirche tritt glaubwürdig das Wissen über Gott an uns heran. Gott wollte in diese Welt hereintreten. Gott wollte, dass wir Ihn nicht nur durch die Physik und die Mathematik von der Ferne erahnen. Er wollte sich uns zeigen. Und so konnte Er auch tun, was in den Evangelien berichtet wird. So konnte Er auch in der Auferstehung eine neue Dimension der Existenz schaffen; konnte über die Biosphäre und die Noosphäre hinaus, wie Teilhard de Chardin sagt, eben noch eine neue Sphäre setzen, in der Mensch und Welt mit Gott in Einheit gelangen.


(Hervorhebungen durch mich, die gerade im Spannungsfeld zur heutigen materialistisch geprägten Naturwissenschaft besonders interessant sind)

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Samstag, 6. August 2011
Kate Bush & Peter Gabriel: Don't give up

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Donnerstag, 4. August 2011
Fließendes Wasser auf dem Mars
Eine sehr interessante Entdeckung meldet raumfahrer.net hier.

Dunkle, fingerartige Strukturen, die sich einen Abhang herunterbewegen. Zu sehen von Ende Frühling, durch den Sommer hinweg bis zum frühen Winter, um dann im nächsten Frühling zurückzukehren. "Die Beste Erklärung für diese Erscheinungen ist flüssiges Wasser", so Alfred McEwen von der Universität Arizona.

Einige Aspekte bereiten immernoch kopfzerbrechen, aber flüssiges Wasser scheint das Phänomen besser zu erklären als alle anderen Hypothesen. Salzhaltiges Wasser setzt die Temperatur hinunter, wo Wasser gefriert. Ähnlich dem Meereswasser unserer Ozeane. Denn normales Wasser würde bei diesen Temperaturen auf dem Mars gefrieren. Die Strukturen sind nur wenige Meter breit aber mehrere Hundert Meter lang. Zwar wurden schon ähnliche Strukturen an anderen Hängen gefunden, diese hier aber sind sehr viel filigraner und von den Jahreszeiten abhängig.

Als Wissenschaftler mit Hilfe des Spektrometers (CRISM) die Oberfläche analysierten, konnten Sie zunächst keine Spuren von Wasser finden. Wahrscheinlich trocknet das Wasser auf der Oberfläche zu schnell ab. Die Strömungen sind nicht dunkel, weil Sie nass sind, sondern aus einem noch unbekannten Grund, so McEwen.

Fließendes, salziges Wasser könnte die körnige Struktur neu anordnen oder aber die Oberflächenrauheit so verändern, dass sie dunkel erscheint. "Es ist noch ein Mysterium, aber eines was wir mit zukünftigen Beobachtungen und Experimenten lösen können", so McEwen. Diese Resultate sind die besten Indizien für die Suche nach flüssigem Wasser auf einem anderen Planeten, die es bisher gibt.

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Mittwoch, 3. August 2011
Molekulare Form des Sauerstoffs im All identifiziert
wissenschaft.de berichtet über einen interessanten, wenn auch nicht sensationellen Fund: hier

Daraus:

Sauerstoff ist nach Wasserstoff und Helium das dritthäufigste Element im Universum. Es spielt nicht nur auf der Erde eine Schlüsselrolle, sondern auch in der Chemie interstellarer Wolken, in denen Sterne entstehen. Betrachtet man die - mittlerweile gut verstandenen - Reaktionen, die dort stattfinden, zeigt sich: Ein nicht unbeträchtlicher Teil des Gases muss in Form von Sauerstoffmolekülen vorliegen, in denen zwei Sauerstoffatome aneinander gekoppelt sind. Diese Moleküle halten sich bisher jedoch erfolgreich versteckt: Lediglich zweimal in den vergangenen Jahren gelang es, überhaupt Hinweise auf molekularen Sauerstoff zu finden - beide Male ließen sich die Messungen jedoch nicht reproduzieren, und beide Mal lag die berechnete Konzentration weit unterhalb der theoretisch vorhergesagten. Erst jetzt hat ein internationales Astronomenteam mithilfe des Weltraumteleskops Herschel erstmals klare Signale des vermissten Moleküls entdeckt - im Orionnebel, einer interstellaren Gaswolke.

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Sonntag, 31. Juli 2011
Urwort: Fortschritte in der Abhandlung
Die letzten beiden Tage habe ich an der Abhandlung gearbeitet und bin fast am Ende. Es ist immer wieder verblüffend wie aus den reinen Dimensionsstrukturen plötzlich die reziproke Feinstrukturkonstante für elektromagnetische Skala erscheint. Gerade wenn man die Spezifiken der Urwort-Matrix berücksichtigt. Ich denke, nächstes Wochenende dürfte alles ins Reine geschrieben sein. Dann werde ich Dr. König vorab die Arbeit unterbreiten.

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Freitag, 29. Juli 2011
Archaeopterix: Kein Missing Link
Nun wurde aufgrund eines weiteren Fundes belegt, dass der Archeaopterix kein Missing Link zwischen Dinosaurier und Vögeln sein kann. Vielmehr ist er Mitglied eines Seitenarms von gefierderten Dinosauriern, die nichts mit Vögeln zu tun haben. Scinexx berichtet: hier.

„Der Fund von Xiaotingia zhengi demonstriert, dass viele Merkmale, die zuvor als vogeltypisch galten, darunter auch lange und robuste Vordergliedmaßen, in Wirklichkeit die größere Gruppe der Paraves charakterisieren“, sagen die Forscher im Fachmagazin „Nature“. Die Paraves umfassen nicht nur die Vögel, sondern auch die Deinonychosaurier, eine nicht zu den Vögeln führende Seitenlinie des Stammbaums. Und in diese Nicht-Vogel-Saurier ordnen Xing Xu von der Chinese Academy of Sciences in Beijing und seine Kollegen den Archaeopteryx nun ein.

„Dieser Fund wird wahrscheinlich für beträchtliche Kontroversen sorgen - wenn nicht sogar für Entsetzen. Zum einen wegen der historischen und soziologischen Bedeutung, die Archaeopteryx besaß. Zum anderen aber auch, weil dies bedeuten könnte, dass vieles von dem, was wir über den Ursprung der ersten Vögel zu wissen glaubten, nun neu überdacht werden muss“, kommentiert Lawrence Witmer von der Ohio University die Entdeckung.

Als im Jahr 1860 der „Urvogel“ Archaeopteryx im Kalkstein von Solnhofen in Bayern entdeckt wurde, hatte Charles Darwin gerade seine Theorie über die Entstehung der Arten veröffentlicht. Für die Befürworter der Evolutionstheorie war das neue Fossil ein klares „Missing Link“. Seine federbesetzten Flügel und der Reptilienschwanz prädestinierten es für seine Rolle als evolutionäre Übergangsform zwischen Dinosauriern und Vögeln.

Diese Position des Archaeopteryx an der Basis des Vogelstammbaums blieb lange unangefochten. Seit den 1990er Jahren jedoch haben Paläontologen in der Liaoning Provinz in China immer neue gefiederte Dinosaurier und Urvögel entdeckt. Sie belegen, dass auch viele Dinosaurier vogelähnlicher waren als zunächst angenommen.

Fund beim Fossilienhändler
Xing Xu und seine Kollegen haben den etwa hühnergroßen Xiaotingia zhengi nicht selbst ausgegraben. Das in eine Schiefertafel eingebettete Skelett wurde bei einem Fossilienhändler entdeckt. Merkmale und Datierungen deute jedoch darauf hin, dass das Fossil aus der im späten Jura vor rund 155 Millionen Jahren abgelagerten Tiaojishan-Formation stammt.

Die Wissenschaftler unterzogen das Fossil einer genauen Analyse und verglichen die Merkmale mithilfe statistischer Methoden mit verwandten Formen. Für die enge Verwandtschaft mit Archaeopteryx sprechen ihrer Ansicht nach unter anderem Merkmale der Fingerknochen und der Hüfte. Einige Strukturen am Schädel, Sitzbein und den Fußknochen führten zur Einordnung beider Arten in die Seitenlinie der Deinonychosaurier.

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