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Mittwoch, 7. September 2011
Mars ganz anders
klauslange,00:32h
Der Mars-Rover Opportunity ist nun an einem neuen Krater angekommen und findet beim ersten Marsgestein dort eine ganz andere Zusammensetzung, als in den letzten 7,5 Jahren seines Verweilens auf dem Mars zuvor, wie astronews.com berichtet: hier.
"Dieses Gestein unterscheidet sich von allen anderen Gesteinen, die wir bislang auf dem Mars untersucht haben", erläutert Steve Squyres, der verantwortliche Wissenschaftler für Opportunity an der Cornell University. "Seine Zusammensetzung ähnelt der von bestimmtem Vulkangestein, der Anteil von Zink und Brom ist aber sehr viel höher. Die Entdeckung zeigt, dass die Ankunft am Endeavour-Krater einer zweiten Landestelle für Opportunity gleichkommt."
Das Rover-Team hofft nun, dass die ungewöhnliche Zusammensetzung von Tisdale 2 nur ein erster Vorgeschmack auf zahlreiche weitere Entdeckungen am Rand des Endeavour-Kraters sein wird. Der Rover hatte in den vergangenen zwei Wochen den Brocken an verschiedenen Stellen mit Hilfe der Kamera für extreme Nahaufnahmen sowie in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen mit der Panorama-Kamera untersucht.
Bei früheren Beobachtungen aus dem Marsorbit hatten Wissenschaftler Hinweise darauf entdeckt, dass das Gestein am Rand des Endeavour-Kraters aus einer frühen Phase der Marsgeschichte stammen muss, da sich hier auch Mineralien finden lassen, die nur unter feuchteren Bedingungen entstehen konnten. Damals herrschten auf dem Mars somit vermutlich auch lebensfreundlichere Bedingungen als heute. Vom ursprünglichen Rand des Endeavour-Kraters sind inzwischen nur noch einige Bergrücken übrig. Opportunity erreichte den Kraterrand an einem "Cape York" genannten Bergrücken. Die Lücke zwischen diesem und dem nächsten Überrest des Kraterrandes trägt den Namen "Botany Bay".
"Auf dem letzten Teil unseres Wegs nach Cape York haben wir Gesteinsbrocken in Botany Bay gesehen, die mit nichts vergleichbar sind, was Opportunity bis dahin entdeckt hat", erläutert Ray Arvidson von der Washington University in St. Louis. "Am Rand von Cape York konnten wir Strukturen erkennen, die wie Sedimentgestein aussehen, das zerteilt wurde und in das anderes Material eingedrungen ist, möglicherweise mit Hilfe von Wasser. Wir haben uns entschieden, das alte Gestein von Cape York zuerst zu untersuchen."
"Dieses Gestein unterscheidet sich von allen anderen Gesteinen, die wir bislang auf dem Mars untersucht haben", erläutert Steve Squyres, der verantwortliche Wissenschaftler für Opportunity an der Cornell University. "Seine Zusammensetzung ähnelt der von bestimmtem Vulkangestein, der Anteil von Zink und Brom ist aber sehr viel höher. Die Entdeckung zeigt, dass die Ankunft am Endeavour-Krater einer zweiten Landestelle für Opportunity gleichkommt."
Das Rover-Team hofft nun, dass die ungewöhnliche Zusammensetzung von Tisdale 2 nur ein erster Vorgeschmack auf zahlreiche weitere Entdeckungen am Rand des Endeavour-Kraters sein wird. Der Rover hatte in den vergangenen zwei Wochen den Brocken an verschiedenen Stellen mit Hilfe der Kamera für extreme Nahaufnahmen sowie in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen mit der Panorama-Kamera untersucht.
Bei früheren Beobachtungen aus dem Marsorbit hatten Wissenschaftler Hinweise darauf entdeckt, dass das Gestein am Rand des Endeavour-Kraters aus einer frühen Phase der Marsgeschichte stammen muss, da sich hier auch Mineralien finden lassen, die nur unter feuchteren Bedingungen entstehen konnten. Damals herrschten auf dem Mars somit vermutlich auch lebensfreundlichere Bedingungen als heute. Vom ursprünglichen Rand des Endeavour-Kraters sind inzwischen nur noch einige Bergrücken übrig. Opportunity erreichte den Kraterrand an einem "Cape York" genannten Bergrücken. Die Lücke zwischen diesem und dem nächsten Überrest des Kraterrandes trägt den Namen "Botany Bay".
"Auf dem letzten Teil unseres Wegs nach Cape York haben wir Gesteinsbrocken in Botany Bay gesehen, die mit nichts vergleichbar sind, was Opportunity bis dahin entdeckt hat", erläutert Ray Arvidson von der Washington University in St. Louis. "Am Rand von Cape York konnten wir Strukturen erkennen, die wie Sedimentgestein aussehen, das zerteilt wurde und in das anderes Material eingedrungen ist, möglicherweise mit Hilfe von Wasser. Wir haben uns entschieden, das alte Gestein von Cape York zuerst zu untersuchen."
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Montag, 5. September 2011
Phil Collins - In the air tonight
klauslange,01:05h
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Donnerstag, 1. September 2011
Stern falsifiziert Sternentstehungstheorie
klauslange,19:44h
Eine Entdeckung eines 13 Mrd. Lichtjahre entfernten Sterns widerspricht den bisherigen Sternentstehungstheorien, wie astronews.com berichtet: hier.
Der extrem lichtschwache Stern im Sternbild Löwe trägt den sperrigen Namen SDSS J102915+172927. Er wurde im Rahmen des Sloan Digital Sky Survey (SDSS), einem internationalen Projekt zur Durchmusterung bestimmter Bereiche des Himmels mit Hilfe von Spektrallinien, katalogisiert. Die Ziffern in seiner Bezeichnung entsprechen seinen Koordinaten am Himmel. Der Stern hat eine etwas geringere Masse als die Sonne und ist vermutlich mehr als 13 Milliarden Jahre alt.
Nach den Beobachtungen des europäischen Wissenschaftlerteams beinhaltet SDSS J102915+172927 im Vergleich zu allen bislang untersuchten Sternen den geringsten Anteil an chemischen Elementen, die schwerer als Helium sind. Die Eigenschaften des Sterns wurden mit Hilfe der beiden Spektrografen X-Shooter und UVES am Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile untersucht. Damit kann das Licht von Himmelskörpern in seine Farbbestandteile zerlegt werden, was den Astronomen etwas über die Häufigkeit verschiedener chemischer Elemente in der Atmosphäre eines Sterns verrät.
Auf diese Weise haben die Forscher herausgefunden, dass der Gehalt von schweren Elementen in SDSS J102915+172927 rund 20.000-mal geringer ist als in der Sonne. Die Wissenschaftler konnten bei der ersten Messung nur ein einziges chemisches Element schwerer als Helium - nämlich Kalzium - nachweisen. Erst mit zusätzlichen Beobachtungen gelang es den Forschern aus Deutschland, Frankreich und Italien, noch weitere Metalle aufzuspüren. "Die allgemein akzeptierte Theorie besagt, dass Sterne wie dieser aufgrund ihrer geringen Masse und des extrem geringen Anteils an schweren Elementen gar nicht existieren sollten. Schon die Gas- und Staubwolken, aus denen ein solcher Stern entsteht, hätten sich nach dem gängigen astronomischen Verständnis gar nicht ausreichend verdichten können", erläutert Caffau, die an der Landessternwarte Königstuhl des ZAH forscht.
"Zum ersten Mal wurde ein Stern in einer 'verbotenen Zone' der Sternentstehung entdeckt. Das war für uns eine große Überraschung. Nun werden die Astrophysiker einige ihrer Modelle für die Entstehung von Sternen überdenken müssen", vermutet die Wissenschaftlerin. Kosmologen gehen davon aus, dass die beiden leichtesten chemischen Elemente Wasserstoff und Helium zusammen mit Spuren von Lithium kurz nach dem Urknall entstanden sind. Nahezu alle anderen, schwereren Elemente sind erst viel später gebildet worden, entweder durch Fusionsprozesse im Inneren von Sternen oder bei Supernova-Explosionen am Ende eines Sternlebens. Nach der Explosion wird das metallreiche Material mit dem interstellaren Medium, der Materie im Raum zwischen den Sternen, vermischt.
Eine weitere Überraschung ist der Mangel an Lithium in SDSS J1072915+172927, denn ein so alter Stern sollte eigentlich in etwa dieselbe Elementzusammensetzung haben wie das Universum kurz nach dem Urknall. Der Lithiumanteil des Sterns ist jedoch fünfzig Mal geringer, als dies die Berechnungen zur kosmologischen Elemententstehung erwarten lassen würden. Für das europäische Forscherteam ist es bislang ein Rätsel, wie das Lithium, das sich zu Beginn des Universums gebildet haben muss, in diesem Stern zerstört wurde.
Die Wissenschaftler sind allerdings überzeugt, dass es sich bei diesem seltsamen Stern nicht um ein Unikat handelt: "Wir haben noch eine ganze Reihe von Kandidaten, die einen ähnlich geringen Metallgehalt haben könnten wie SDSS J102915+172927, vielleicht sogar einen noch geringeren. Deshalb wollen wir diese Sterne ebenfalls mit dem VLT überprüfen", so Caffau. So wollen sich die Astronomen Schritt für Schritt an die allererste Sterngeneration herantasten.
Der extrem lichtschwache Stern im Sternbild Löwe trägt den sperrigen Namen SDSS J102915+172927. Er wurde im Rahmen des Sloan Digital Sky Survey (SDSS), einem internationalen Projekt zur Durchmusterung bestimmter Bereiche des Himmels mit Hilfe von Spektrallinien, katalogisiert. Die Ziffern in seiner Bezeichnung entsprechen seinen Koordinaten am Himmel. Der Stern hat eine etwas geringere Masse als die Sonne und ist vermutlich mehr als 13 Milliarden Jahre alt.
Nach den Beobachtungen des europäischen Wissenschaftlerteams beinhaltet SDSS J102915+172927 im Vergleich zu allen bislang untersuchten Sternen den geringsten Anteil an chemischen Elementen, die schwerer als Helium sind. Die Eigenschaften des Sterns wurden mit Hilfe der beiden Spektrografen X-Shooter und UVES am Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile untersucht. Damit kann das Licht von Himmelskörpern in seine Farbbestandteile zerlegt werden, was den Astronomen etwas über die Häufigkeit verschiedener chemischer Elemente in der Atmosphäre eines Sterns verrät.
Auf diese Weise haben die Forscher herausgefunden, dass der Gehalt von schweren Elementen in SDSS J102915+172927 rund 20.000-mal geringer ist als in der Sonne. Die Wissenschaftler konnten bei der ersten Messung nur ein einziges chemisches Element schwerer als Helium - nämlich Kalzium - nachweisen. Erst mit zusätzlichen Beobachtungen gelang es den Forschern aus Deutschland, Frankreich und Italien, noch weitere Metalle aufzuspüren. "Die allgemein akzeptierte Theorie besagt, dass Sterne wie dieser aufgrund ihrer geringen Masse und des extrem geringen Anteils an schweren Elementen gar nicht existieren sollten. Schon die Gas- und Staubwolken, aus denen ein solcher Stern entsteht, hätten sich nach dem gängigen astronomischen Verständnis gar nicht ausreichend verdichten können", erläutert Caffau, die an der Landessternwarte Königstuhl des ZAH forscht.
"Zum ersten Mal wurde ein Stern in einer 'verbotenen Zone' der Sternentstehung entdeckt. Das war für uns eine große Überraschung. Nun werden die Astrophysiker einige ihrer Modelle für die Entstehung von Sternen überdenken müssen", vermutet die Wissenschaftlerin. Kosmologen gehen davon aus, dass die beiden leichtesten chemischen Elemente Wasserstoff und Helium zusammen mit Spuren von Lithium kurz nach dem Urknall entstanden sind. Nahezu alle anderen, schwereren Elemente sind erst viel später gebildet worden, entweder durch Fusionsprozesse im Inneren von Sternen oder bei Supernova-Explosionen am Ende eines Sternlebens. Nach der Explosion wird das metallreiche Material mit dem interstellaren Medium, der Materie im Raum zwischen den Sternen, vermischt.
Eine weitere Überraschung ist der Mangel an Lithium in SDSS J1072915+172927, denn ein so alter Stern sollte eigentlich in etwa dieselbe Elementzusammensetzung haben wie das Universum kurz nach dem Urknall. Der Lithiumanteil des Sterns ist jedoch fünfzig Mal geringer, als dies die Berechnungen zur kosmologischen Elemententstehung erwarten lassen würden. Für das europäische Forscherteam ist es bislang ein Rätsel, wie das Lithium, das sich zu Beginn des Universums gebildet haben muss, in diesem Stern zerstört wurde.
Die Wissenschaftler sind allerdings überzeugt, dass es sich bei diesem seltsamen Stern nicht um ein Unikat handelt: "Wir haben noch eine ganze Reihe von Kandidaten, die einen ähnlich geringen Metallgehalt haben könnten wie SDSS J102915+172927, vielleicht sogar einen noch geringeren. Deshalb wollen wir diese Sterne ebenfalls mit dem VLT überprüfen", so Caffau. So wollen sich die Astronomen Schritt für Schritt an die allererste Sterngeneration herantasten.
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Donnerstag, 1. September 2011
Kein Evolutionsbeweis: Antibiotika-Resistenz
klauslange,00:29h
Oft höre ich in der Diskussion Pro und Contra Evolution, dass man diese anhand der Bildung von Resistenzen von Bakterien bei Behandlung mit Antibiotika quasi life beobachten kann. Neue Eigenschaften werden da - so heißt es - vor unseren Augen gebildet, die die Bakterien dann dem Antibiotika Paroli bieten lassen.
Im Studium Integrale Journal habe ich schon gelesen, dass diese Resistenzen nicht erst neu gebildet wurden, sondern in einer kleinen Population der Bakterien schon vorhanden waren und erst durch den Einsatz der Antibiotika ersichtlich wurden.
Diese Einschätzung wird nun auch offiziell bestätigt, wie wissenschaft.de berichtet: hier.
Es war und ist einer der größten Erfolge der modernen Medizin: Seit etwa hundert Jahren retten Antibiotika Millionen Menschen das Leben. Doch leider sind die Bakterienkiller vergängliche Wundermittel: Der Mensch muss ständig neue Antibiotika entwickeln, denn die Krankheitserreger wappnen sich nach und nach mit Resistenz-Genen gegen die Wirkstoffe und machen sie nutzlos. Jetzt haben kanadische Wissenschaftler herausgefunden, dass die dafür verantwortlichen Erbanlagen schon lange vor dem Druck durch den Einsatz der Antibiotika in manchen Mikroorganismen existierten: Gerry Wright von der McMaster University in Hamilton und seine Kollegen haben entsprechende bakterielle Gene in 30.000 Jahre altem Permafrostboden nachgewiesen.
Im Studium Integrale Journal habe ich schon gelesen, dass diese Resistenzen nicht erst neu gebildet wurden, sondern in einer kleinen Population der Bakterien schon vorhanden waren und erst durch den Einsatz der Antibiotika ersichtlich wurden.
Diese Einschätzung wird nun auch offiziell bestätigt, wie wissenschaft.de berichtet: hier.
Es war und ist einer der größten Erfolge der modernen Medizin: Seit etwa hundert Jahren retten Antibiotika Millionen Menschen das Leben. Doch leider sind die Bakterienkiller vergängliche Wundermittel: Der Mensch muss ständig neue Antibiotika entwickeln, denn die Krankheitserreger wappnen sich nach und nach mit Resistenz-Genen gegen die Wirkstoffe und machen sie nutzlos. Jetzt haben kanadische Wissenschaftler herausgefunden, dass die dafür verantwortlichen Erbanlagen schon lange vor dem Druck durch den Einsatz der Antibiotika in manchen Mikroorganismen existierten: Gerry Wright von der McMaster University in Hamilton und seine Kollegen haben entsprechende bakterielle Gene in 30.000 Jahre altem Permafrostboden nachgewiesen.
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Dienstag, 30. August 2011
Laser als Regenmacher
klauslange,23:35h
Eine Entwicklung, die ich zumindest zweifelhaft finde, wurde nun vermeldet: Man kann Laser als Regenmacher verwenden: hier.
"Laserstrahlen können die Kondensation von Wasser einleiten und zu einem schnellen Tropfenwachstum bis zu einigen Mikrometern Durchmesser in der Atmosphäre führen", berichten Ludger Wöste von der Freien Universität Berlin und seine Kollegen von der Université de Genève. Für ihre Experimente fuhren sie vom Winter 2009 bis zum Frühjahr 2010 mit ihrem "Teramobile" an das Ufer der Rhône bei Genf. An Bord des Forschungsfahrzeugs befand sich ein leistungsfähiger Terawatt-Laser, der etwa zehnmal pro Sekunde extrem kurze Laserpulse im nahen Infrarot-Bereich in den Himmel aussenden konnte. Bei unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten bestimmten die Forscher die Bildung von Kondensationskeimen entlang der Laserstrahlen. Aus diesen können Regentropfen entstehen.
Entlang des Laserstrahls bildete sich ein Plasma aus ionisierten Teilchen. Mit speziellen Nachweisgeräten konnten Wöste und Kollegen beobachten, wie sich Gas- und Wassermoleküle zu größeren Teilchen zusammenlagerten. Schon bei einer relativen Luftfeuchte von 70 Prozent vervielfachte der Laserstrahl die Anzahl von Nanopartikeln von etwa 25 Millionstel Millimeter Größe. Dabei lagerten sich bevorzugt Wasser- und Nitratmoleküle zusammen. In der Luft enthaltene Stickoxide (NO2) bildeten dabei die Quelle für das Nitrat. Schnell konnten weitere Moleküle an diese Kondensationskeime andocken und sogar zu einzelnen Tröpfchen mit Durchmessern von einigen Millionstel Metern heranwachsen.
Als Regenmacher eigneten sich diese Versuche noch nicht, da mit einem einzigen Laser nur lokal sehr begrenzt Wasserdampf kondensiert werden konnte. Doch zeigen die Messungen, dass Laserstrahlen prinzipiell die Bildung von Niederschlag unterstützen könnten. Wieviele Laser dafür nötig wären, haben die Forscher noch nicht abgeschätzt. Doch hoffen sie, dass diese Methode die Impfung von Wolken mit Silberiodid oder anderen Salzen in Zukunft ersetzen könnte.
In früheren Versuchen hatten die "Teramobile"-Forscher bereits gezeigt, dass ihre gen Himmel gerichteten Laserstrahlen sogar als mobile Blitzableiter wirken. Über mehrere Meter konnten sogenannte Plasmakanäle in der Luft erzeugt werden, durch die die elektrische Ladungen der Blitze bevorzugt zum Boden gelangten.
"Laserstrahlen können die Kondensation von Wasser einleiten und zu einem schnellen Tropfenwachstum bis zu einigen Mikrometern Durchmesser in der Atmosphäre führen", berichten Ludger Wöste von der Freien Universität Berlin und seine Kollegen von der Université de Genève. Für ihre Experimente fuhren sie vom Winter 2009 bis zum Frühjahr 2010 mit ihrem "Teramobile" an das Ufer der Rhône bei Genf. An Bord des Forschungsfahrzeugs befand sich ein leistungsfähiger Terawatt-Laser, der etwa zehnmal pro Sekunde extrem kurze Laserpulse im nahen Infrarot-Bereich in den Himmel aussenden konnte. Bei unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten bestimmten die Forscher die Bildung von Kondensationskeimen entlang der Laserstrahlen. Aus diesen können Regentropfen entstehen.
Entlang des Laserstrahls bildete sich ein Plasma aus ionisierten Teilchen. Mit speziellen Nachweisgeräten konnten Wöste und Kollegen beobachten, wie sich Gas- und Wassermoleküle zu größeren Teilchen zusammenlagerten. Schon bei einer relativen Luftfeuchte von 70 Prozent vervielfachte der Laserstrahl die Anzahl von Nanopartikeln von etwa 25 Millionstel Millimeter Größe. Dabei lagerten sich bevorzugt Wasser- und Nitratmoleküle zusammen. In der Luft enthaltene Stickoxide (NO2) bildeten dabei die Quelle für das Nitrat. Schnell konnten weitere Moleküle an diese Kondensationskeime andocken und sogar zu einzelnen Tröpfchen mit Durchmessern von einigen Millionstel Metern heranwachsen.
Als Regenmacher eigneten sich diese Versuche noch nicht, da mit einem einzigen Laser nur lokal sehr begrenzt Wasserdampf kondensiert werden konnte. Doch zeigen die Messungen, dass Laserstrahlen prinzipiell die Bildung von Niederschlag unterstützen könnten. Wieviele Laser dafür nötig wären, haben die Forscher noch nicht abgeschätzt. Doch hoffen sie, dass diese Methode die Impfung von Wolken mit Silberiodid oder anderen Salzen in Zukunft ersetzen könnte.
In früheren Versuchen hatten die "Teramobile"-Forscher bereits gezeigt, dass ihre gen Himmel gerichteten Laserstrahlen sogar als mobile Blitzableiter wirken. Über mehrere Meter konnten sogenannte Plasmakanäle in der Luft erzeugt werden, durch die die elektrische Ladungen der Blitze bevorzugt zum Boden gelangten.
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Montag, 29. August 2011
Rupert Sheldrake
klauslange,14:31h
Da ich nun nebenbei ein Buch von Rupert Sheldrake lese, 'Sieben Experimente, die die Welt verändern könnten', mal ein Video über den Forscher:
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Sonntag, 28. August 2011
Ionen mittels Mikrowellen verschränkt
klauslange,01:51h
Über einen weiteren wichtigen Schritt hin zum Quantencomputer berichtet scinexx: hier.
Einem US-amerikanischen Forscherteam ist es in einem neuen Experiment erstmals gelungen, Ionen mittels Mikrowellen für den Einsatz in einem Quantencomputer zu verschränken. Wie das Wissenschaftsmagazin „Nature“ berichtet, haben die Wissenschaftler damit eine wichtige Methode für die mögliche Realisierung eines integrierten Quantencomputers mit Ionen entwickelt.
Einem US-amerikanischen Forscherteam ist es in einem neuen Experiment erstmals gelungen, Ionen mittels Mikrowellen für den Einsatz in einem Quantencomputer zu verschränken. Wie das Wissenschaftsmagazin „Nature“ berichtet, haben die Wissenschaftler damit eine wichtige Methode für die mögliche Realisierung eines integrierten Quantencomputers mit Ionen entwickelt.
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