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Donnerstag, 13. Oktober 2011
Verstrahlung Tokios
klauslange,21:56h
Ein wichtiges Anliegen ist mir, dass die Folgen von Fukushima nicht unter anderen Meldungen versinken und gleichsam an Bedeutung verlieren. Leider gibt es auch immer wieder Anlässe, die Fukushima und seine Folgen auf der Agenda lassen. Ein ernster Strahlungsanstieg wurde nun in Tokio gemessen: hier.
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Mittwoch, 12. Oktober 2011
Braune Zwerge
klauslange,21:55h
Es wurden wieder einige Braune Zwerge entdeckt. Persönlich denke ich, dass es davon sehr viele geben müsste, auch in unsere Nähe. Zum Artikel hier.
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Dienstag, 11. Oktober 2011
Venus mit Ozonschicht
klauslange,01:42h
Auch die Venus besitzt eine Ozonschicht, haben nun Messungen ergeben. Nun kann man - wie im Artikel hier - sagen, dass Ozon eben nicht als Lebensindikator in der Atmosphäre taugt. Oder aber untersuchen, ob es - wie ich vermute - in der Marsatmosphäre extremophile Mikroben gibt, die dafür verantwortlich sind!
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Sonntag, 9. Oktober 2011
Pulsar: Jenseits der Theorie
klauslange,18:26h
In letzter Zeit gibt es immer wieder fundierte Meldungen, dass im Weltall etwas entdeckt wurde, was den bisherigen Modellen und Theorien widerspricht. Nun ist es wieder soweit: Ein Pulsar strahlt viel stärker, als es die entsprechenden Theorien für möglich erachteten. Statt 'erlaubte' 10 GeV maximal, zeigt der Pulsar im Krebsnebel eine Strahlung von 100 bis 400 GeV. Eine echte Überraschung...
Zum Artikel hier.
Zum Artikel hier.
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Sonntag, 9. Oktober 2011
II. Vatikanisches Konzil und die Freiheit
klauslange,00:22h
Warum das II. Vatikanum so bedeutuend und umstritten ist, wird an der Neuausrichtung der Kirche hin zum demokratischen Verfassungsstaat deutlich. Hier gibt es durch das II. Vatikanum eine echte Diskontinuität in einem bis dahin gelebten Prinzip des religiösen Zwangs seit das Christentum Staatsreligion im römischen Imperium wurde. Ein sehr ausführlicher und sehr wichtiger Artikel hat nun noch einmal kath.net veröffentlicht: hier.
Eine Rede des Papstes vom 22. Dezember 2005 wird analysiert. Für alle kirchenhistorisch und auch staatspolitisch Interessierte sehr zu empfehlen!
Eine Rede des Papstes vom 22. Dezember 2005 wird analysiert. Für alle kirchenhistorisch und auch staatspolitisch Interessierte sehr zu empfehlen!
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Hubble: Archiv enthält sichtbare Exo-Planeten
klauslange,23:25h
In einem schon bekannten System hat man nun auch auf alten Bildern des Hubble-Teleskops drei Planeten gesichtet. Eine neue Analysemethode machts möglich. Astronews.com Artikel hier.
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Donnerstag, 6. Oktober 2011
Quasikristalle
klauslange,22:54h
Der diesjährige Chemie-Nobelpreis geht en einen israelischen Forscher, der die Quasikristalle entdeckt hat.
Dabei galt eine solche Kristallform bis dahin als unmöglich und der Forscher musste seine Entdeckung gegen erhebliche Widerstände durchsetzen.
Interessant dabei ist, dass der Pendel hin zur Anerkennung der Entdeckung erst ausschlug, als man eine mathematische Entdeckung - die wenige Jahre zuvor gemacht wurde - heranzog und bemerkte, dass diese neue Struktur eben jenen abstrakten Penrose-Parkettierungen gleicht, die Roger Penrose zuvor entdeckte. Wieder ist es bemerkenswert, dass zuvor abstrakte mathematische Strukturen - rein vom menschlichen Geist erdacht, wie es schien, in der Natur eine Entsprechung finden. Die Natur ist mathematisch!
Eine interessanter Artikel zum Thema des Nobelpreises: hier.
Daraus:
Eine unmögliche Fünffach-Symmetrie
Weitere Untersuchung der Probe stellte Shechtman fest, dass die zugrundeliegende Kristallstruktur fünffach symmetrisch sein musste. Auch das galt als unmöglich, da dann einige Atome im Kristall näher zusammenliegen müssten als andere ihrer Sorte. Eine periodische Wiederholung des immer gleichen Musters wäre damit nicht möglich, die neu entdeckte Anordnung war nicht periodisch. Als der Forscher seine Ergebnisse Kollegen und Vorgesetzten vorstellte, glaubten diese an methodische Fehler.
Doch Shechtman blieb bei seinem Standpunkt, etwas Neues entdeckt zu haben. Der Konflikt eskalierte schließlich soweit, das ihm sogar nahelegt wurde, seine Arbeitsgruppe lieber zu verlassen. Ein bei der renommierten Fachzeitschrift "Journal of Applied Physics eingereichter Fachartikel wurde 1984 umgehend abgelehnt. Zwar hatten in dieser Zeit auch andere Physiker in ihren Laboren immer wieder einmal ähnlich verwirrende Muster mit zehn und mehr konzentrischen Punkten beobachtet. Sie schrieben dies aber Messfehlern oder zu Doppelkristallen verwachsenen Proben zu.
Ein Fliesenmuster bringt Aufklärung
Erst die Verbindung von Shechtmans Beobachtung mit einem Prinzip aus der Mathematik verhalf dem Forscher endgültig zur Rehabilitation: Der Mathematiker Roger Penrose hatte bereits in den 1970er Jahren entdeckt, dass sich aus nur zwei unterschiedlichen Fliesen ein endloses, sich niemals wiederholendes Muster erschaffen lässt. Zwei Physiker, die Shechtmans Manuskript zur Begutachtung erhalten hatten, erkannten hier eine mögliche Parallele: Wie die beiden Fliesen in Penroses Muster könnten auch in Shechtmans Kristall zwei verschiedene Atomabstände in wechselnder Anordnung das Muster ergeben. Eine fünffache Symmetrie wäre damit durchaus möglich.
1992 führte dies dazu, dass die Internationale Union für Kristallografie ihre Definition der Kristalle an Shechtmans Entdeckung anpasste: Als Kristall gilt seitdem nicht mehr nur eine Substanz mit Grundbausteinen, die ein regelmäßiges, sich wiederholendes dreidimensionales Muster bilden. Stattdessen wird nun alles zu dieser Materiegruppe gezählt, das "ein diskretes Diffraktionsbild" erzeugt.
Übrigens:
Sir Roger Penrose ging bei der Preisvergabe leer aus. Das Los des Mathematikers!
Dabei galt eine solche Kristallform bis dahin als unmöglich und der Forscher musste seine Entdeckung gegen erhebliche Widerstände durchsetzen.
Interessant dabei ist, dass der Pendel hin zur Anerkennung der Entdeckung erst ausschlug, als man eine mathematische Entdeckung - die wenige Jahre zuvor gemacht wurde - heranzog und bemerkte, dass diese neue Struktur eben jenen abstrakten Penrose-Parkettierungen gleicht, die Roger Penrose zuvor entdeckte. Wieder ist es bemerkenswert, dass zuvor abstrakte mathematische Strukturen - rein vom menschlichen Geist erdacht, wie es schien, in der Natur eine Entsprechung finden. Die Natur ist mathematisch!
Eine interessanter Artikel zum Thema des Nobelpreises: hier.
Daraus:
Eine unmögliche Fünffach-Symmetrie
Weitere Untersuchung der Probe stellte Shechtman fest, dass die zugrundeliegende Kristallstruktur fünffach symmetrisch sein musste. Auch das galt als unmöglich, da dann einige Atome im Kristall näher zusammenliegen müssten als andere ihrer Sorte. Eine periodische Wiederholung des immer gleichen Musters wäre damit nicht möglich, die neu entdeckte Anordnung war nicht periodisch. Als der Forscher seine Ergebnisse Kollegen und Vorgesetzten vorstellte, glaubten diese an methodische Fehler.
Doch Shechtman blieb bei seinem Standpunkt, etwas Neues entdeckt zu haben. Der Konflikt eskalierte schließlich soweit, das ihm sogar nahelegt wurde, seine Arbeitsgruppe lieber zu verlassen. Ein bei der renommierten Fachzeitschrift "Journal of Applied Physics eingereichter Fachartikel wurde 1984 umgehend abgelehnt. Zwar hatten in dieser Zeit auch andere Physiker in ihren Laboren immer wieder einmal ähnlich verwirrende Muster mit zehn und mehr konzentrischen Punkten beobachtet. Sie schrieben dies aber Messfehlern oder zu Doppelkristallen verwachsenen Proben zu.
Ein Fliesenmuster bringt Aufklärung
Erst die Verbindung von Shechtmans Beobachtung mit einem Prinzip aus der Mathematik verhalf dem Forscher endgültig zur Rehabilitation: Der Mathematiker Roger Penrose hatte bereits in den 1970er Jahren entdeckt, dass sich aus nur zwei unterschiedlichen Fliesen ein endloses, sich niemals wiederholendes Muster erschaffen lässt. Zwei Physiker, die Shechtmans Manuskript zur Begutachtung erhalten hatten, erkannten hier eine mögliche Parallele: Wie die beiden Fliesen in Penroses Muster könnten auch in Shechtmans Kristall zwei verschiedene Atomabstände in wechselnder Anordnung das Muster ergeben. Eine fünffache Symmetrie wäre damit durchaus möglich.
1992 führte dies dazu, dass die Internationale Union für Kristallografie ihre Definition der Kristalle an Shechtmans Entdeckung anpasste: Als Kristall gilt seitdem nicht mehr nur eine Substanz mit Grundbausteinen, die ein regelmäßiges, sich wiederholendes dreidimensionales Muster bilden. Stattdessen wird nun alles zu dieser Materiegruppe gezählt, das "ein diskretes Diffraktionsbild" erzeugt.
Übrigens:
Sir Roger Penrose ging bei der Preisvergabe leer aus. Das Los des Mathematikers!
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Dienstag, 4. Oktober 2011
Nobelpreis für beschleunigte Expansion
klauslange,23:28h
Der diesjährige Physik-Nobelpreis wurde an den Entdeckern der sog. beschleunigten Expansion des Universums vergeben. Auch von meiner Seite eine herzliche Gratulation. Dennoch denke ich, dass diese Auszeichnung noch verfrüht kommt, denn diese beschleunigte Expansion könnte auch eine Art optische Täuschung sein, die durch die Wellenlänge der ersten Gravitationswelle im noch sehr kleinen Universum gleich nach dem Urknall zustande kommen kann. Man wird das noch genauer untersuchen müssen.
Ein welt-Artikel zur Nobelpreisvergabe hier.
Ein welt-Artikel zur Nobelpreisvergabe hier.
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