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Freitag, 18. November 2011
Erneut schneller als Licht
klauslange,23:10h
Wiederholte und zudem verbesserte Experimente zeigen erneut Neutrinos, die schneller als das Licht eine bestimmte Strecke zurücklegen. Astronews.com berichtet hier.
Das Experiment ist eigentlich nicht sonderlich spektakulär: Physiker am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf hatten einen Neutrinostrahl zum 730 Kilometer entfernten Untergrundlabor Gran Sasso in den Bergen bei Rom geschickt und genau gemessen, wie lange die Neutrinos für ihren Weg benötigen. Das Ergebnis war überraschend: Die Elementarteilchen hatten ihr Ziel schneller erreicht, als es selbst Licht möglich gewesen wäre. Sie waren exakt 60 Nanosekunden schneller, als man dies mit Lichtgeschwindigkeit erwarten würde (astronews.com berichtete). Nach Einsteins Relativitätstheorie aber sollte dies nicht möglich sein - die Lichtgeschwindigkeit ist darin eine obere Geschwindigkeitsgrenze, die kein Teilchen überschreiten kann.
Schnell meldeten sich auch verschiedene Kritiker, die glaubten, Messfehler des OPERA-Teams gefunden zu haben. Bislang allerdings konnte niemand eine schlüssige Erklärung für die gemessenen Daten liefern. Auch das Team um Ereditato war natürlich in den vergangenen Wochen nicht untätig: Sie führten ihr Experiment mit einem neuen Teilchenstrahl durch, um damit eventuellen systematischen Messfehlern auf die Spur zu kommen, die durch eine fehlerhafte Geschwindigkeitsbestimmung entstanden sein könnten.
Dazu wurde der Teilchenstrahl in einzelnen, jeweils drei Nanosekunden langen Pulsen auf den Weg geschickt. Der Abstand zwischen den einzelnen Pulsen betrug dabei bis zu 524 Nanosekunden. Im Untergrundlabor Gran Sasso ließen sich davon 20 Neutrinos eindeutig identifizieren und auch exakt den ursprünglichen Pulsen zuordnen. Dies zeigt nach Ansicht des OPERA-Teams, dass ihnen bei der Zeitmessung kein systematischer Fehler unterlaufen war, was externe Experten immer wieder wieder vermutet hatten. Auch in dem neuen Versuchslauf waren die gemessenen Neutrinos ein wenig schneller als das Licht.
Das Experiment ist eigentlich nicht sonderlich spektakulär: Physiker am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf hatten einen Neutrinostrahl zum 730 Kilometer entfernten Untergrundlabor Gran Sasso in den Bergen bei Rom geschickt und genau gemessen, wie lange die Neutrinos für ihren Weg benötigen. Das Ergebnis war überraschend: Die Elementarteilchen hatten ihr Ziel schneller erreicht, als es selbst Licht möglich gewesen wäre. Sie waren exakt 60 Nanosekunden schneller, als man dies mit Lichtgeschwindigkeit erwarten würde (astronews.com berichtete). Nach Einsteins Relativitätstheorie aber sollte dies nicht möglich sein - die Lichtgeschwindigkeit ist darin eine obere Geschwindigkeitsgrenze, die kein Teilchen überschreiten kann.
Schnell meldeten sich auch verschiedene Kritiker, die glaubten, Messfehler des OPERA-Teams gefunden zu haben. Bislang allerdings konnte niemand eine schlüssige Erklärung für die gemessenen Daten liefern. Auch das Team um Ereditato war natürlich in den vergangenen Wochen nicht untätig: Sie führten ihr Experiment mit einem neuen Teilchenstrahl durch, um damit eventuellen systematischen Messfehlern auf die Spur zu kommen, die durch eine fehlerhafte Geschwindigkeitsbestimmung entstanden sein könnten.
Dazu wurde der Teilchenstrahl in einzelnen, jeweils drei Nanosekunden langen Pulsen auf den Weg geschickt. Der Abstand zwischen den einzelnen Pulsen betrug dabei bis zu 524 Nanosekunden. Im Untergrundlabor Gran Sasso ließen sich davon 20 Neutrinos eindeutig identifizieren und auch exakt den ursprünglichen Pulsen zuordnen. Dies zeigt nach Ansicht des OPERA-Teams, dass ihnen bei der Zeitmessung kein systematischer Fehler unterlaufen war, was externe Experten immer wieder wieder vermutet hatten. Auch in dem neuen Versuchslauf waren die gemessenen Neutrinos ein wenig schneller als das Licht.
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Donnerstag, 17. November 2011
Die Erde von der ISS gesehen
klauslange,17:19h
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Mittwoch, 16. November 2011
Fukushima: Verstrahlungswerte
klauslange,21:28h
Weite Teile Japans werden lange verstrahlt sein, wie nun eine Studie belegt. Scinexx berichtet darüber hier.
Bisher sei kaum bekannt gewesen, wie viel Cäsium-137 nach der weitgehenden Zerstörung des Atomkraftwerks Fukushima am 11. März 2011 freigesetzt wurde, berichten Erstautor Teppei Yasunari von der Universities Space Research Association (USRA) in Columbia und seine Kollegen. Auch die genaue Verteilung und Ablagerung dieses radioaktiven Elements in den Böden seien unklar. Es habe nur Stichproben oder Teilkarten für einzelne Gebiete gegeben.
Umfassende Karte der Cäsium-Verteilung erstellt
„Die japanische Regierung, die Öffentlichkeit und die Wissenschaft haben daher dringend auf Information zur räumlichen Verteilung der Cäsium-137-Ablagerungen gewartet“, schreiben die Wissenschaftler. Jetzt habe man erstmals eine umfassende Karte der Cäsium-Verteilung und der Verseuchung der Böden für das gesamte Gebiet Japans erstellt. Sie könne nun dazu beitragen, Dekontaminations-Maßnahmen, aber auch Anbauverbote zu planen.
„Unseren Ergebnissen nach wird die Nahrungsmittelproduktion im Osten der Präfektur Fukushima durch die Cäsium-137 Ablagerung schwer beeinträchtigt sein“, sagen die Forscher. Auch in einigen Nachbarprovinzen wie Iwate, Miyagi, Yamagata, Niigata, Tochigi, Ibaraki und Chiba könne man nicht ausschließen, dass der Grenzwert von 2.500 Becquerel pro Kilogramm Boden überschritten werde. Die Halbwertszeit für Cäsium-137 liegt bei 30,1 Jahren, Gebiete mit hohen Cäsiumwerten seien daher auf Jahrzehnte verseucht.
Ablagerung von mehreren Billiarden Becquerel radioaktiven Cäsiums
Wie die Wissenschaftler berichten, sind insgesamt mehr als 5,6 Billarden Becquerel Cäsium-137 aus Fukushima über Japan und den angrenzenden Meeresgebieten abgelagert worden. „Das meiste davon ging über dem Pazifischen Ozean nieder“, sagen Yasunari und seine Kollegen. Über den Landmassen der japanischen Inseln seien ihren Berechnungen nach rund eine Billiarde Becquerel mit Niederschlägen auf den Boden gelangt.
Ein Großteil des radioaktiven Fallouts habe dabei den Osten und Nordosten Japans getroffen, sagen die Forscher. Der Nordwesten und Westen sei dagegen nur gering kontaminiert. Sie seien durch mehrere Gebirgsketten abgeschirmt worden. Für einige Gebirgsregionen auf der Insel Hokkaido im Norden Japans ermittelten die Wissenschaftler dagegen deutlich erhöhte Cäsiumwerte. Das radioaktive Material sei wahrscheinlich durch den Wind direkt von Fukushima über das Meer dorthin geweht worden. mutmaßen sie.
Bisher sei kaum bekannt gewesen, wie viel Cäsium-137 nach der weitgehenden Zerstörung des Atomkraftwerks Fukushima am 11. März 2011 freigesetzt wurde, berichten Erstautor Teppei Yasunari von der Universities Space Research Association (USRA) in Columbia und seine Kollegen. Auch die genaue Verteilung und Ablagerung dieses radioaktiven Elements in den Böden seien unklar. Es habe nur Stichproben oder Teilkarten für einzelne Gebiete gegeben.
Umfassende Karte der Cäsium-Verteilung erstellt
„Die japanische Regierung, die Öffentlichkeit und die Wissenschaft haben daher dringend auf Information zur räumlichen Verteilung der Cäsium-137-Ablagerungen gewartet“, schreiben die Wissenschaftler. Jetzt habe man erstmals eine umfassende Karte der Cäsium-Verteilung und der Verseuchung der Böden für das gesamte Gebiet Japans erstellt. Sie könne nun dazu beitragen, Dekontaminations-Maßnahmen, aber auch Anbauverbote zu planen.
„Unseren Ergebnissen nach wird die Nahrungsmittelproduktion im Osten der Präfektur Fukushima durch die Cäsium-137 Ablagerung schwer beeinträchtigt sein“, sagen die Forscher. Auch in einigen Nachbarprovinzen wie Iwate, Miyagi, Yamagata, Niigata, Tochigi, Ibaraki und Chiba könne man nicht ausschließen, dass der Grenzwert von 2.500 Becquerel pro Kilogramm Boden überschritten werde. Die Halbwertszeit für Cäsium-137 liegt bei 30,1 Jahren, Gebiete mit hohen Cäsiumwerten seien daher auf Jahrzehnte verseucht.
Ablagerung von mehreren Billiarden Becquerel radioaktiven Cäsiums
Wie die Wissenschaftler berichten, sind insgesamt mehr als 5,6 Billarden Becquerel Cäsium-137 aus Fukushima über Japan und den angrenzenden Meeresgebieten abgelagert worden. „Das meiste davon ging über dem Pazifischen Ozean nieder“, sagen Yasunari und seine Kollegen. Über den Landmassen der japanischen Inseln seien ihren Berechnungen nach rund eine Billiarde Becquerel mit Niederschlägen auf den Boden gelangt.
Ein Großteil des radioaktiven Fallouts habe dabei den Osten und Nordosten Japans getroffen, sagen die Forscher. Der Nordwesten und Westen sei dagegen nur gering kontaminiert. Sie seien durch mehrere Gebirgsketten abgeschirmt worden. Für einige Gebirgsregionen auf der Insel Hokkaido im Norden Japans ermittelten die Wissenschaftler dagegen deutlich erhöhte Cäsiumwerte. Das radioaktive Material sei wahrscheinlich durch den Wind direkt von Fukushima über das Meer dorthin geweht worden. mutmaßen sie.
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Freitag, 11. November 2011
Next NASA MArs Mission
klauslange,20:49h
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Donnerstag, 10. November 2011
Lichtzeichen von Außerirdischen prüfen
klauslange,22:16h
Es gab mal ein nettes Lied mit dem Refrain 'Kleine Taschenlampe brenn'. So ähnlich wurde nun ein Suchkriterium für Außerirdische vorgeschlagen, in dem man auf künstliche Lichter fremder Planeten achtet. Dazu ein Artikel hier.
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Mittwoch, 9. November 2011
Scheitert russische Phobos - Mission?
klauslange,21:34h
Leider sieht es so aus, als ob die rusiische Phobos - Mission scheitert, nachdem eine Triebwerksstufe, die die Sonde in die Marstransferbahn schießen sollte, ihre Arbeit verweigert. Ferner ist dadurch auch die chinesische Mars-Sonde, die mitgeliefert werden sollte, in arge Probleme.
raumfahrer.net berichtet hier.
Bleibt zu hoffen, dass es doch noch eine Möglichkeit gibt die Reise fortzusetzen.
raumfahrer.net berichtet hier.
Bleibt zu hoffen, dass es doch noch eine Möglichkeit gibt die Reise fortzusetzen.
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Dienstag, 8. November 2011
Lebensfreundliche Zonen größer als gedacht
klauslange,20:38h
Eine interessante Studie wird von 'welt der physik' gemeldet: hier.
Rote Zwergsterne - jener Sternentyp, der am häufigsten in inserer Galaxis vorkommt - haben eine viel größere lebensfreundliche Zone als gedacht:
Die lebensfreundliche Zone um Rote Zwergsterne ist erheblich größer als bislang gedacht, berichten Astrobiologen aus Großbritannien und den USA. Sie hatten untersucht, wie Eis und Schnee die Strahlung eines solchen kühlen Sterns absorbieren und reflektieren. Das paradoxe Ergebnis: Das gefrorene Wasser wärmt die Oberfläche des Planeten so weit auf, dass flüssiges Wasser existieren kann. Dadurch vergrößert sich die Zone um den Stern, in der Leben existieren kann, um bis zu 30 Prozent, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "Astrobiology".
"Wenn es auf der Oberfläche Eis oder Schnee gibt, dann wird mehr von der Strahlung des Sterns absorbiert", erklärt Manoj Joshi von der University of Reading in Großbritannien. "Das bedeutet, es ist auf der Oberfläche wärmer, als wir es ohne diesen Effekt erwarten würden." Auf der Erde reflektieren Eis und Schnee 50 bis 80 Prozent der Sonnenstrahlung und führen dadurch zu einer Abkühlung des Klimas. Auf Planeten um einen Roten Zwergstern kommt es jedoch zu einem umgekehrten Effekt, wie Joshi und sein Kollege Robert Haberle vom Ames Research Center der Nasa zeigen konnten.
Ursache dafür ist das unterschiedliche Strahlungsspektrum der Sterne. Während die Sonne ihr Strahlungsmaximum im sichtbaren Licht hat, strahlen die kühleren Roten Zwergsterne bei längeren Wellenlängen, im nahen Infrarotbereich, am stärksten. Und während Schnee und Eis sichtbares Licht sehr effektiv reflektieren, absorbieren sie die langwelligere infrarote Strahlung.
Rote Zwerge sind mit einem Anteil von 70 Prozent der häufigste Sternentyp in der Milchstraße. Bislang galten sie jedoch als eher lebensfeindlich. Als Hauptvoraussetzung für die Entstehung von Leben gilt unter Astrobiologen die Existenz von flüssigem Wasser auf einem Planeten. Der Bereich um einen Stern, in dem die Strahlung stark genug ist, um flüssiges Wasser zu ermöglichen, wird daher lebensfreundliche Zone genannt. Da Rote Zwerge kühler sind, ist diese Zone kleiner und liegt näher am Stern. Andererseits zeigen die kühlen Sterne häufige Strahlungsausbrüche, so dass Leben auf solchen nahen Planeten kaum möglich wäre. Die Arbeit von Joshi und Haberle belegt nun allerdings, dass auch auf weiter entfernten Planeten, die weniger durch Strahlungsausbrüche gefährdet sind, Leben existieren könnte.
Rote Zwergsterne - jener Sternentyp, der am häufigsten in inserer Galaxis vorkommt - haben eine viel größere lebensfreundliche Zone als gedacht:
Die lebensfreundliche Zone um Rote Zwergsterne ist erheblich größer als bislang gedacht, berichten Astrobiologen aus Großbritannien und den USA. Sie hatten untersucht, wie Eis und Schnee die Strahlung eines solchen kühlen Sterns absorbieren und reflektieren. Das paradoxe Ergebnis: Das gefrorene Wasser wärmt die Oberfläche des Planeten so weit auf, dass flüssiges Wasser existieren kann. Dadurch vergrößert sich die Zone um den Stern, in der Leben existieren kann, um bis zu 30 Prozent, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "Astrobiology".
"Wenn es auf der Oberfläche Eis oder Schnee gibt, dann wird mehr von der Strahlung des Sterns absorbiert", erklärt Manoj Joshi von der University of Reading in Großbritannien. "Das bedeutet, es ist auf der Oberfläche wärmer, als wir es ohne diesen Effekt erwarten würden." Auf der Erde reflektieren Eis und Schnee 50 bis 80 Prozent der Sonnenstrahlung und führen dadurch zu einer Abkühlung des Klimas. Auf Planeten um einen Roten Zwergstern kommt es jedoch zu einem umgekehrten Effekt, wie Joshi und sein Kollege Robert Haberle vom Ames Research Center der Nasa zeigen konnten.
Ursache dafür ist das unterschiedliche Strahlungsspektrum der Sterne. Während die Sonne ihr Strahlungsmaximum im sichtbaren Licht hat, strahlen die kühleren Roten Zwergsterne bei längeren Wellenlängen, im nahen Infrarotbereich, am stärksten. Und während Schnee und Eis sichtbares Licht sehr effektiv reflektieren, absorbieren sie die langwelligere infrarote Strahlung.
Rote Zwerge sind mit einem Anteil von 70 Prozent der häufigste Sternentyp in der Milchstraße. Bislang galten sie jedoch als eher lebensfeindlich. Als Hauptvoraussetzung für die Entstehung von Leben gilt unter Astrobiologen die Existenz von flüssigem Wasser auf einem Planeten. Der Bereich um einen Stern, in dem die Strahlung stark genug ist, um flüssiges Wasser zu ermöglichen, wird daher lebensfreundliche Zone genannt. Da Rote Zwerge kühler sind, ist diese Zone kleiner und liegt näher am Stern. Andererseits zeigen die kühlen Sterne häufige Strahlungsausbrüche, so dass Leben auf solchen nahen Planeten kaum möglich wäre. Die Arbeit von Joshi und Haberle belegt nun allerdings, dass auch auf weiter entfernten Planeten, die weniger durch Strahlungsausbrüche gefährdet sind, Leben existieren könnte.
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