Donnerstag, 8. März 2012
Sonnenstürme werden immer stärker
Wie für das Jahr 2012/2013 prognostiziert - und von vielen verneint - werden die Sonnenstürme immer stärker. Der aktuelle Sturm, der Donnerstagabend die Erde streifen wird, ist aber noch nicht so gefährlich, als das die ISS Astronauten evakuiert werden müssten, so jedenfalls die NASA. Aber mit noch stärkeren Sonnenstürmen, die dann auch mal die Erde Frontal treffen könnten, ist zu rechnen.

N-tv.de gibt einen kleinen Hintergrundbericht: hier.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 7. März 2012
Higgs-Masse 125 GeV durch Tevatron bestätigt
Auf einer Konferenz in Italien bestätigten Forscher des Tevatron-Beschleunigers, der letztes Jahr leider abgeschaltet wurde, dass in ihren Daten klare Hinweise auf Signale eines Higgs-Bosons gefunden wurden. Die Signifikanz der Kombination von D0/CDF liegt bei 2,2 Sigma. Das ist für sich genommen noch nicht überragend (die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um statistisches Raumschen handelt liegt dabei um die 10%), aber im Zusammenhang mit den vollkommen unabhängigen Messungen am LHC ist das eine klare Bestätigung.

Insbesondere ist das interessant, weil beim Tevatron zwar weniger Energie als ´beim LHC zum Einsatz kommt, dafür aber Protonen auf Anti-Protonen treffen, während beim LHC Protonen auf Protonen geschossen werden. Wir haben also nicht nur zwei unabhängige Messungen vorliegen, sondern auch zwei unterschiedliche Expermente.

Wenn man will kann man nun alle Ergebnisse von D0/CDF (2,2 Sigma) und ATLAS/CMS ( 4,3 Sigma ) kombinieren und würde dann in der Tat die 5 Sigma, die für eine Entdeckungsmeldung notwendig sind, erreichen. Aber im vorliegenden Fall machen die Experten nur inoffiziell Gebrauch davon.

Mehr Hintergründe und eine vorsichtige Einschätzung gibt Matt Strassler hier.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Rekord-Wirkungsgrad für Solarzellen
Mit einem Wirkungsgrad von 33,9% wurde ein neuer Rekordsprung für Photovoltaik-Zellen erreicht. Die Sereinproduktion der neuen Solarzellen kann schon in der zweiten Jahreshälfte starten. Kurz vor dem traurigen Jahrestag des Fukushima-GAUs ist das eine sehr schöne Meldung, die pro-physik.de bringt: hier.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 6. März 2012
Dunkle Materie sprengt bisherige Theorie
Eine nun abgeschlossene Beobachtung eines Galaxienhaufens stellt bisherige Theorie zum Verhalten von Dunkler Materie in Frage, wie astronews.com berichtet: hier:

Im Falle von Abell 520 lieferte eine solche Analyse nun ein unerwartetes Ergebnis: Offenbar hat sich die Dunkle Materie in der 2,4 Milliarden Lichtjahre entfernten Haufenkollision in einem "dunklen Kern" gesammelt, in dem es vergleichsweise wenig Galaxien gibt. Die meisten Galaxien haben den zentralen Ort der Kollision bereits wieder verlassen.

"Dieses Ergebnis ist schon recht verblüffend", urteilt James Jee von der University of California in Davis, der auch Hauptautor eines Fachartikels über die Studie in der Zeitschrift Astrophysical Journal ist. "Die Dunkle Materie verhält sich nicht wie wir vorhergesagt haben und es ist nicht klar, was dort eigentlich passiert. Es ist sehr schwierig diese Hubble-Beobachtungen mit den aktuellen Theorien über Galaxienentstehung und Dunkle Materie in Einklang zu bringen."

...

"Wir kennen vielleicht sechs Beispiele für Kollisionen von Galaxienhaufen mit großer Geschwindigkeit, bei denen die Verteilung der Dunklen Materie bestimmt wurde", so Jee. "Der Bullet-Cluster und Abell 520 sind die beiden mit den deutlichsten Anzeichen für eine Verschmelzung vor relativ kurzer Zeit. Und diese beiden Beispiele widersprechen sich. Keine einzelne Theorie kann das unterschiedliche Verhalten der Dunklen Materie in diesen beiden Kollisionen erklären. Wir brauchen einfach mehr Beispiele."

So bleibt die Ursache für die überraschende Verteilung der Dunklen Materie in Abell 520 zunächst Spekulation. Doch es gibt Erklärungsversuche: So könnte es sich bei Abell 520 um eine komplexere Kollision handeln als beim Bullet-Cluster und hier beispielsweise drei Galaxienhaufen beteiligt gewesen sein. Es wäre auch möglich, dass es im Zentrum des Systems mehr Galaxien gibt als Hubble beobachten konnte, weil sie einfach zu lichtschwach sind. Diese Galaxien müssten dann aber deutlich weniger Sterne enthalten als normale Galaxien.

Eine weitere Möglichkeit besteht zudem darin, dass es Dunkle Materie gibt, die in gewisser Weise "klebrig" ist. Während normale Materie bei Kollisionen abgebremst wird, sollte dies bei Dunkler Materie eigentlich nicht der Fall sein - es sei denn, dass es auch Dunkle Materie gibt, die mit sich selbst wechselwirken kann und deswegen bei einer Kollision zurückbleibt.


Für mich ist die letzte Erklärungsmöglichkeit einer Dunklen Materie, die mit sich selbst wechselwirkt, am interessantesten. Mal sehen, was die Cumputersimulationen ergeben...

... link (2 Kommentare)   ... comment


Montag, 5. März 2012
Grab in Jerusalem birgt ältestes Zeugnis der Auferstehung
Ein Grab in Jerusalem aus dem Jahre 70 n. Chr. birgt das bislang älteste Zeugnis der Auferstehung Christi, indem die biblische Geschichte des Jona, der drei Tage im Bauch eines Wales ausharrte, auf Stein skizziert wurde. Die Jona-Geschichte galt den Urchristen als Zeichen der Auferstehung Christi am dritten Tage. Dies berichtet epoc.de hier.

In einem jüdischen Grab stießen Archäologen vermutlich auf die ältesten archäologischen Belege für das Christentum. Auf steinernen Grabkisten aus der Zeit vor 70 n. Chr. fand sich eine griechische Inschrift sowie eine Zeichnung, die nach Ansicht der Forscher die biblische Erzählung um Jona und den Fisch wiedergibt.

Zwar war die in den Fels gehauene Grabstätte schon vor rund 30 Jahren unterhalb eines modernen Gebäudes entdeckt worden, doch erteilte die Israel Antiquities Authority erst 2009 die Erlaubnis, sie mit einer Kamerasonde zu erforschen. Wie die Aufnahmen nun zeigten, gehen von der Grabkammer neun Nischen ab, von denen einige Ossuarien beherbergen. Auf einer dieser Gebeinkisten entdeckte ein Team um den Religionswissenschaftler James D. Tabor von der University of North Carolina at Charlotte die vierzeilige Inschrift, die sich allerdings nicht mehr eindeutig übersetzen lässt. Sicher sei jedoch, dass sie von der Auferstehung Christi handle.

Auf einem weiteren Ossuar glauben die Forscher, die geritzte Darstellung von zahlreichen kleinen und einem großen Fisch zu erkennen. Aus dessen Maul rage ein Männchen, das der Fisch bereits bis auf den Kopf verschlungen hat. Tabor zufolge zeigt das Bild die biblische Geschichte von Jona, der drei Tage und Nächte im Bauch eines großen Fisches ausharrte, bevor dieser ihn wieder ausspie. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Motiv häufig an Grabwänden abgebildet, das die frühen Christen als Symbol der Auferstehung Jesu Christi verwendeten. Die Geschichte von Jona und dem Fisch in einem rund 2000 Jahre alten Grab vorzufinden, stellt für James D. Tabor einen erstaunlichen Fund dar: "Ich hielt es für unmöglich, in einem so alten jüdischen Grab ein Ritzbild zu finden, das konkret auf die Auferstehung hinweist."

Überdies galt der Fisch im Urchristentum als Erkennungszeichen, fährt der Religionswissenschaftler fort. Im Judentum sei außerdem die Abbildung von Menschen oder Tieren untersagt gewesen.


Natürlich gibt es auch degegen Widerspruch, aber der Fund mit Zeichnung und Inschrift sind eindeutig.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 1. März 2012
Biosignale via Mondlicht
Ein neues Verfahren, um Biosignale von Exoplaneten zu empfangen, wurde nun erfolgreich getestet: Am Mondlicht der Erde, wie astronews.com berichtet: hier.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 24. Februar 2012
ATV 5 wird nach Lemaitre benannt
Dem Vater der Urknalltheorie, dem Priester Georges Lemaitre, wird mit der Benamung des ATV 5 nach ihm posthum geehrt, wie raumfahrer.net berichtet: hier:

Der Astrophysiker und Priester Georges Lemaître, geboren am 17. Juli 1894 in der belgischen Stadt Charleroi, ist Schöpfer einer Reihe von Lösungen für Gleichungssysteme zu Einsteins Relativitätstheorie.

Doktor der Physik und der Mathematik wurde Lemaître 1920, 1923 wurde er zum Priester geweiht. Anschließend folgte ein Graduiertenstudium an der englischen Universität Cambridge, wo sich Lemaître mit Kosmologie, Astronomie der Sterne und numerischer Analyse beschäftigte. Nach Studienaufenthalten in Harvard und beim Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den Vereinigten Staaten von Amerika kehrte Lemaître 1925 nach Belgien zurück, um für den Rest seiner Karriere als Vollzeit-Professor an der katholischen Universität Löwen zu arbeiten.

1927 fand Lemaître eine Reihe von Lösungen für Einsteinsche Gleichungen zur Relativitätstheorie, die für ein sich stetig ausdehnendes Universum sprechen, und nicht für eines statischer Größe. Aus astronomischen Beobachtungen schloss Lemaître außerdem als erster auf einen ungefähren Wert für die Hubble-Konstante. Später wurden diese Zusammenhänge als Theorie vom Urknall bekannt.

Lemaître erhielt in Belgien die höchste wissenschaftliche Auszeichnung des Landes. 1936 wurde er zum Mitglied der päpstlichen Akademie der Wissenschaften ernannt, in der er bis zu seinem Tod 1966 wirkte. Kurz vor seinem Ableben konnte er einer Bestätigung seiner Theorien gewahr werden, als die kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung entdeckt wurde.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 23. Februar 2012
Keine überlichtschnelle Neutrinos?
Genauso, wie sich die Meldungen überschlugen, als OPERA überlichtschnelle Neutrinos in Aussicht stellte, gibt es jetzt gleich Meldungen, dass die Messungen fehlerhaft wären, nur weil OPERA nun nach eingehender Überprüfung der Anlage zwei mögliche Schwachpunkte identifiziert hat. Diese Vorgehensweise ist absolut professionell, stellt aber noch keine Absage an die früheren Ergebnisse dar.

Genauso, wie ich damals sagte, dass man weitere Tests und Überprüfungen abwarten müsste, genauso ist es jetzt schon zu früh, die damaligen Ergebnisse in den Papierkorb zu werfen. Matt Strassler hat dazu einen ausgewogenen Blog-Beitrag geschrieben: hier.

Im Mai werden wir mehr erfahren...

... link (1 Kommentar)   ... comment