Montag, 19. März 2012
Asteroid auf Tuchfühlung
Nachdem ein Asteriod Ende Februar im siebenfachen Abstand Erde-Mond an der Erde vorbeigeflogen ist, kommt dieser im Februar 2013 wieder und wird diesmal innerhalb der geostationären Umlaufbahn vorbeiziehen. Erst dann kann ermittelt werden, wie der weitere Verlauf ist. Der Asteriod ist nur 50 m groß, also nur von lokaler Bedeutung, sollte er wirklich eines Tages einschlagen. Aber derzeit ist davon noch nicht auszugehen...

raumfahrer.net berichtet hier.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 16. März 2012
Große CP-Verletzung
Neben dem Higgs-Boson gibt es in diesem Jahr noch zumindest eine weitere abschließend zu bestätigende Entdeckung auf der Agenda des LHC. Die Rede ist von der großen CP-Verletzung, für die man ernstzunehmende Hinweise (über 3 Sigma) gefunden hat. Was es mit der großen CP-Verletzung auf sich hat, erklärt in einem hervorragenden Artikel pro-physik.de hier:

Dass auch die Natur einen Unterschied zwischen Bild und Spiegelbild macht, hatte die Physikerin Chien-Shiung Wu 1956 nach Diskussionen mit den späteren Nobelpreisträgern Tsung-Dao Lee und Chen Ning Yang am Betazerfall von Kobaltkernen nachgewiesen. Die für den Zerfall verantwortliche schwache Wechselwirkung verletzt die Parität P oder Spiegelsymmetrie.

Doch auch die CP-Symmetrie, bei der zudem noch jedes Elementarteilchen durch sein Antiteilchen ersetzt wird, wird durch die schwache Wechselwirkung verletzt. Das hatten Forscher um James Cronin und Val Fitch 1964 am Zerfall langlebiger neutraler K-Mesonen beobachtet. Erst die CPT-Symmetrie, die zusätzlich eine Zeitumkehr enthält, wird von der Natur respektiert.

Allerdings ist die beobachtete CP-Verletzung, die in Einklang mit dem Standardmodell der Elementarteilchenphysik steht, winzig klein. Mit dem aus ihr folgenden Unterschied zwischen Materie und Antimaterie ließe sich für das Universum allenfalls ein Materieüberschuss erklären, der einer Galaxie entspricht, während es tatsächlich etwa eine Billiarde Galaxien gibt, aber keine uns bekannten Anti-Galaxien. Auch andere Experimente, bei denen der Zerfall von B-Mesonen untersucht wurde, hatten keine CP-Verletzung von ausreichender Stärke ergeben.

Mit dem large Hadron Collider scheint man jetzt einer stärkere Verletzung der CP-Symmetrie beim Zerfall von neutralen D-Meson beobachtet zu haben, die aus einem Charm-Quark und einem Up-Antiquark bestehen. Die LHCb-Kollaboration hat untersucht, wie neutrale D-Mesonen und ihre Antiteilchen in Paare von Kaonen oder Pionen zerfallen. Die große Zahl der beobachteten Zerfälle ermöglichte es den Forschern, die Unterschiede im Verhalten der Mesonen und der Antimesonen sehr genau zu messen.

Es stellte sich heraus, dass die D-Mesonen etwas häufiger in Pion-Antipion-Paare zerfallen als die D-Antimesonen, während diese wiederum etwas häufiger in Kaon-Antikaon-Paare zerfallen als die D-Mesonen. Teilchen und Antiteilchen unterscheiden sich demnach in ihrem Verhalten, wobei die CP-Symmetrie verletzt wird. Die statistische Signifikanz dieses Resultats liegt allerdings bisher nur bei 3,5 σ, während man von einer Entdeckung erst bei 5 σ sprechen kann.

Die nun beobachtete Verletzung der CP-Symmetrie ist etwa zehnmal so groß, als man es mit Hilfe der schwachen Wechselwirkung erklären kann. Bisher kann man jedoch nicht ausschließen, dass bei dieser Symmetrieverletzung auch die starke Wechselwirkung eine Rolle spielt. Doch möglicherweise lässt sich die relativ große Symmetrieverletzung nicht mehr im Rahmen des Standardmodells erklären, sondern nur mit Hilfe von supersymmetrischen Theorien. Weitere Experimente, die die Statistik verbessern, sollen hier die Klärung bringen.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Abhandlung fertig: Supersymmetrie und Urwort-Theorie
Meine angekündigte Abhandlung ist jetzt online: utsusy_v1 (pdf, 290 KB) .

Zusammenfassung:

Zunächst wird für die Urzahlenmenge des Apeiron nach
Hedwig Conrad-Martius [CM] gezeigt, dass dieser nur ein Spezialfall von parallelen
Zahlenmengen ist. Daraus ergibt sich für die Theorie nach Burkhard Heim [W] eine
wesentliche Vereinfachung, was anhand der reziproken Feinstrukturkonstante belegt
wird. Mit dieser Vorarbeit wird dann unter Verwendung der von Michael König
entdeckten Urwort-Matrix [K] gezeigt, wie mit Hilfe der vom Autor andernorts
bereitgestellten Ergebnisse [L2] strukturell supersymmetrische und andere exotische Teilcheneigenschaften als fundamentale Bestandteile der Urwort-Theorie resultieren.
Ferner wird der Weinbergwinkel hergeleitet. Abschließend wird dann eine Abschätzung für die Masse des supersymmetrischen Partners des Top-Quarks zu 688 ± 43 GeV/c2 vorgenommen.


* Die Abhandlung wurde auch bei Borderland of Science in der Rubrik - Neue Wege der Physik/ Teilchenphysik - eingereicht.

* Zum Verständnis für die neue Abhandlung ist es unerlässlich, die Abhandlung utdimfeinstruktur (pdf, 374 KB) studiert zu haben, denn ich beziehe mich oft auf ihr und setze Kenntnis die zuvor gemachten Herleitung voraus!

... link (2 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 15. März 2012
Kann man zielgerichtete Evolution als solche erkennen?
In einem ausführlichen Beitrag auf dem Blog 'Evolution und Schöpfung' habe ich zu dieser Frage einige Gedanken erörtert: hier.

Darin verwende ich eine Schachanalogie, wie man diese Fragestellung analysieren kann, wenn man versucht, die auf das Mattsetzen zu übertragen: Einmal nur per Zufallsgenerator und das andere mal zielgerichtet. Dann zeige ich, wie sich die Sachlage ändert, wenn man als Ziel nicht das Matt, sondern das Patt hat. Würde man mit gängigen Schachanalysemethoden immer noch eine zielgerichtetheit erkennen, selbst wenn das Pattsetzen zielgerichtet erfolgt? Ja, aber nur wenn man weiß, dass nun nicht das Matt, sondern das Patt das Ziel des Spiels ist!

... link (0 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 14. März 2012
Keine RNA Welt
Eine weitverbreitete und mittlerweile etablierte Hypothese ist eine sogenannte RNA-Welt als evolutionärer Vorgänger der heutigen Protein-Welt mit der DNA. Eine neue Studie zeigt aber, dass die RNA nie unabhängig von den Proteinen komplexe Aufgaben wahrnehmen konnte. Mehr noch, die Frage, wie es zum heitigen komplexen DNA-RNA-Mechanismus kommen konnte, muss als offen betrachtet werden.

sciencedaily.com berichtet hier:

In the new analysis, Caetano-Anollés and graduate student Ajith Harish (now a postdoctoral researcher at Lund University in Sweden) subjected the universal protein and RNA components of the ribosome to rigorous molecular analyses -- mining them for evolutionary information embedded in their structures. (They also analyzed the thermodynamic properties of the ribosomal RNAs.) They used this information to generate timelines of the evolutionary history of the ribosomal RNAs and proteins.

These two, independently generated "family trees" of ribosomal proteins and ribosomal RNAs showed "great congruence" with one another, Caetano-Anollés said. Proteins surrounding the PTC, for example, were as old as the ribosomal RNAs that form that site. In fact, the PTC appeared in evolution just after the two primary subunits that make up the ribosome came together, with RNA bridges forming between them to stabilize the association.

The timelines suggest that the PTC appeared well after other regions of the protein-RNA complex, Caetano-Anollés said. This strongly suggests, first, that proteins were around before ribosomal RNAs were recruited to help build them, and second, that the ribosomal RNAs were engaged in some other task before they picked up the role of aiding in protein synthesis, he said.

"This is the crucial piece of the puzzle," Caetano-Anollés said. "If the evolutionary build-up of ribosomal proteins and RNA and the interactions between them occurred gradually, step-by-step, the origin of the ribosome cannot be the product of an RNA world. Instead, it must be the product of a ribonucleoprotein world, an ancient world that resembles our own. It appears the basic building blocks of the machinery of the cell have always been the same from the beginning of life to the present: evolving and interacting proteins and RNA molecules."

"This is a very engaging and provocative article by one of the most innovative and productive researchers in the field of protein evolution," said University of California at San Diego research professor Russell Doolittle, who was not involved in the study. Doolittle remains puzzled, however, by "the notion that some early proteins were made before the evolution of the ribosome as a protein-manufacturing system." He wondered how -- if proteins were more ancient than the ribosomal machinery that today produces most of them -"the amino acid sequences of those early proteins were 'remembered' and incorporated into the new system."

Caetano-Anollés agreed that this is "a central, foundational question" that must be answered. "It requires understanding the boundaries of emergent biological functions during the very early stages of protein evolution," he said. However, he said, "the proteins that catalyze non-ribosomal protein synthesis -- a complex and apparently universal assembly-line process of the cell that does not involve RNA molecules and can still retain high levels of specificity -- are more ancient than ribosomal proteins. It is therefore likely that the ribosomes were not the first biological machines to synthesize proteins."

Caetano-Anollés also noted that the specificity of the ribosomal system "depends on the supply of amino acids appropriately tagged with RNA for faithful translation of the genetic code. This tagging is solely based on proteins, not RNAs," he said. This suggests, he said, that the RNA molecules began as co-factors that aided in protein synthesis and fine-tuned it, resulting in the elaborate machinery of the ribosome that exists today.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 13. März 2012
Turiner Grabtuch
Das Turiner Grabtuch ist ein sehr interessanter Gegenstand und mit dafür verantwortlich, dass ich mich solchen anomalen Phänomenen - auch aus dem nichtchristlichen Raum - sehr aufgeschlossen zeige.

Während beim Grabtuch die Radiokarbondatierung noch einmal wiederholt werden muss, diesmal mit Proben aus der Mitte des Tuches und nicht von den Rändern, gibt es auch Forschungen über die Entstehungsart. Hier besagt nun eine Ergebnis, dass sehr hohe Energien erforderlich gewesen sein müssen.

Einem mittelalterkichen Fälscher hätte solche Energien sicher nicht zur Verfügung gestanden und stehen uns heute auch nicht zur Verfügung, um ein so großformaiges Bild zu kreieren.

Kath.net berichtet hier:

Der Wissenschaftler veröffentlichte die Ergebnisse seiner Forschung in einem Artikel im „Journal of Imaging Science and Technology“, wie der „Vatican Insider“ berichtete.

Nach einer ausführlichen Diskussion der Haupttheorien für die Entstehung des Bildes, das man 1898 durch die aufkommende Fotographie auf dem alten Leinentuch entdeckt hatte, folgerte Fanti, dass „es uns die Theorie der Wärmestrahlung erlaubt, näher an die Einzelcharakteristiken des Turiner Grabtuchs heranzukommen, aber sie stellt uns vor ein wichtiges Problem: Nur kleine Sektionen des Bildes, welche in Quadratzenitmetern zu messen sind, können bisher reproduziert werden; ansonsten würden Ressourcen benötigt werden, welche bisher noch nicht in Laboren zur Verfügung stehen“. Die Experimente, welche der Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit Professor Giancarlo Pesavento durchgeführt hatte, hatten Stromspannungen um die 500.000 Volt benötigt, um Bilder von wenigen Zentimetern Länge herzustellen, welche dem Grabtuch ähnelten.

Unter den Theorien der Wärmestrahlung, so lautete die Einschätzung des Paduaer Professors, könne nur „der Effekt der Koronarentladung (einer speziellen Form der elektrischen Entladung) eine Antwort auf die charakteristischen Einzelheiten des Abbildes eines Leichnams auf dem Tuch“ bereitstellen. Doch um eine Darstellung in der Größe des Turiner Grabtuchs zu erhalten, brauche es Voltzahlen bis zu zehntausenden Millionen von Volt. Oder man müsste sich außerhalb des Bereichs der Wissenschaft umschauen und das Phänomen mit der Auferstehung verbunden sehen“.

... link (7 Kommentare)   ... comment


Radioaktive Hot Spots in Fukushima
Ein Jahr nach dem Super-GAU in Fukushima sind erneut radioaktive Hot Spots in Fukushima-City gemessen worden, berichtet scinexx.de: hier:


Auch ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi hat Greenpeace rund 60 Kilometer entfernt im Großraum Fukushima City noch stark erhöhte Radioaktivität gemessen. Eine Strahlendosis von 70 Mikrosievert pro Stunde stellte das internationale Messteam der unabhängigen Umweltschutzorganisation in einem Parkhaus fest, rund 50 Meter vom Hauptbahnhof Fukushima City entfernt.

40 Mikrosievert pro Stunde wurden dagegen laut Greenpeace in einem Abwasserkanal nahe einer Wohnsiedlung gemessen. Diese Werte überschreiten die dort ursprünglich gemessene natürliche Strahlung nach Angaben der Umweltschützer um das 1000fache.


Radioaktive Hot Spots
Die Greenpeace-Strahlenexperten fanden an mehreren Stellen in Fukushima City und dem Vorort Watari starke Konzentrationen von Cäsium 137, das eine Halbwertzeit von 30 Jahren hat. „Diese radioaktiven Hot Spots sind gesundheitsgefährdend. Die Belastung wird auch in den kommenden Jahren kaum abnehmen, doch die japanische Regierung lässt die Menschen im Stich“, sagt Heinz Smital, Kernphysiker und Atomexperte von Greenpeace, vor Ort in Fukushima City.

„Die Menschen in dieser Region sollten sich entscheiden dürfen, ob sie umsiedeln wollen oder eine rasche und gründliche Dekontamination in Anspruch nehmen.“

Radioaktivität weit verstreut
Seit der Reaktorkatastrophe im März 2011 nimmt Greenpeace immer wieder Strahlenmessungen in der Region Fukushima vor, die Teil einer Langzeitdokumentation sind. Die Strahlenexperten haben festgestellt, dass Stellen mit deutlich zu hoher Radioaktivität weit über das Stadtgebiet verstreut zu finden sind. Dekontaminationsmaßnahmen werden laut Greenpeace zu vereinzelt und zu langsam durchgeführt. Für den anfallenden Atommüll gebe es keine Zwischenlager, die Bevölkerung erhalte von der Regierung und dem Atomkonzern Tepco kaum Unterstützung.

„Im Jahr 2 der Katastrophe sind die Menschen noch immer einem beträchtlichen Risiko ausgesetzt. Selbst Schwangere und Kinder müssen mit dieser viel zu hohen Strahlendosis leben“, sagt Smital. „Das ist skandalös.“

... link (0 Kommentare)   ... comment


Montag, 12. März 2012
Urwort-Abhandlung: Top-Quark-SUSY-Partner Masse
Letztes Wochenende konnte ich nun eine passable Abschätzung für den supersymmetrischen Partner des Top-Quarks berechnen. Dies unter der Voraussetzung, dass das Top-Quark wirklich das schwerste Fermion des Standardmodells ist.

Es ergibt sich dann eine Masse des SUSY-Partners des Top-Quarks von 688 +/- 43 GeV/c^2 !

Hoffe in einer Woche endlich die Abhandlung präsentieren zu können.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 9. März 2012
Urwort-Abhandlung: Weinbergwinkel hergeleitet
Die angekündigte Abhnadlung (siehe hier) zum Zusammenhang von Supersymmetrie und der Urwort-Theorie macht Fortschritte, doch benötigt noch etwas Zeit. Während der Abfassung konnte ich aber ganz leicht auch noch den Weinbergwinkel der elektroschwachen Theorie strukturell auf zwei verschiedenen Wegen herleiten!

Also: Noch ein wenig Geduld. Es lohnt sich!

... link (0 Kommentare)   ... comment


Neutrinos: Theta_13 sehr viel größer als Null
Science daily berichtet über die Entdeckung einer neuen Art der Neutrino-Transformation. Was mich in diesem Zusammenhang aber auch interessiert, ist die dabei vorgenommene Ermittlung des Mischungswinkels von Theta_13:

Er ist nicht nur knapp größer Null, sondern sehr viel größer, als man bislang - in der Mainstream-Physik - erwarten konnte. Wie ich schon schrieb ( siehe hier), ist aber im Rahmen der Urwort-Theorie Theta_13 > 0 absolut notwendig. Das dieser Mischungswinkel nun aber gleich deutlich größer als Null ist, kommt der Urwort-Theorie viel mehr entgegen und ist schon eine hinreichende Eigenschaft.

Zum science daily Artikel hier.

Daraus:

The copious data revealed for the first time the strong signal of the effect that the scientists were searching for, a so‑called "mixing angle" named theta one-three (written θ13), which the researchers measured with unmatched precision. Theta one-three, the last mixing angle to be precisely measured, expresses how electron neutrinos and their antineutrino counterparts mix and change into the other flavors. The Daya Bay collaboration's first results indicate that sin2 2 θ13 is equal to 0.092 plus or minus 0.017.

"This is a new type of neutrino oscillation, and it is surprisingly large," says Yifang Wang of China's Institute of High Energy Physics (IHEP), co-spokesperson and Chinese project manager of the Daya Bay experiment. "Our precise measurement will complete the understanding of the neutrino oscillation and pave the way for the future understanding of matter-antimatter asymmetry in the universe."

(DOE/Lawrence Berkeley National Laboratory (2012, March 8). Daya Bay: Discovery of new kind of neutrino transformation. ScienceDaily. Retrieved March 9, 2012, from http://www.sciencedaily.com­; /releases/2012/03/120308071054.htm
)

... link (4 Kommentare)   ... comment