Freitag, 30. März 2012
Halbwertszeit niedriger als gedacht!
Die Chronologie des Sonnensystem muss korrigiert werden, da die radioaktive Halbwertszeit eines Elements als viel zu hoch angesetzt wurde, wie pro-physik.de schreibt: hier.

Das radioaktive Isotop Samarium-146 hat eine Halbwertszeit von 68 ± 7 Millionen Jahren – das sind 30 Prozent weniger, als der bislang geschätzte Wert von 103 ± 5 Millionen Jahren. Das zeigen die bislang genausten Messungen der Zerfallsprozesse von Samarium-146 und Samarium-147 durch ein internationales Forscherteam. Da Isotopen-Anomalien von Neodym, dem Zerfallsprodukt von Samarium-146, die Grundlage für die Datierung von Ereignissen in der Frühzeit des Sonnensystems bilden, stimmt daher nach Ansicht der Wissenschaftler die Chronologie des Sonnensystems nicht mehr.

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Donnerstag, 29. März 2012
Neue Ebene genetischer Information entdeckt
Im Rahmen der genetischen Informationen in unseren Zellen, wurde nun eine neue Ebene entdeckt, die zeigt, dass sogenannten redundante Genabschnitte doch eine wichtige Bedeutung bei der Steuerung der Geschwindigkeit von Prozessen in der Informationsverarbeitung haben. Zur Meldung, die es übrigens in Nature geschaffte hat, hier:

By measuring the rate of protein production in bacteria, the team discovered that slight genetic alterations could have a dramatic effect. This was true even for seemingly insignificant genetic changes known as “silent mutations,” which swap out a single DNA letter without changing the ultimate gene product. To their surprise, the scientists found these changes can slow the protein production process to one-tenth of its normal speed or less.

As described today in the journal Nature, the speed change is caused by information contained in what are known as redundant codons — small pieces of DNA that form part of the genetic code. They were called “redundant” because they were previously thought to contain duplicative rather than unique instructions.

This new discovery challenges half a century of fundamental assumptions in biology. It may also help speed up the industrial production of proteins, which is crucial for making biofuels and biological drugs used to treat many common diseases, ranging from diabetes to cancer.

“The genetic code has been thought to be redundant, but redundant codons are clearly not identical,” said Jonathan Weissman, PhD, a Howard Hughes Medical Institute Investigator in the UCSF School of Medicine Department of Cellular and Molecular Pharmacology.

“We didn't understand much about the rules,” he added, but the new work suggests nature selects among redundant codons based on genetic speed as well as genetic meaning.

Similarly, a person texting a message to a friend might opt to type, “NP” instead of “No problem.” They both mean the same thing, but one is faster to thumb than the other.



Natürlich bestätigt diese Entdeckung sehr frühe Annahmen aus der Intelligent Design Theorie über den dichten Informationsgehalt in den Genen der Lebewesen. Diese weitere Informationsebene macht eine Zufallsentstehung noch unwahrscheinlicher.

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Dienstag, 27. März 2012
Quantenplasma: Neue Anziehungskraft
Wie die Uni Bochum mitteilt, wurde im Quanteplasma eine neue Anziehungskraft entdeckt: hier.

Quanten-Plasmen erweitern den Anwendungsbereich auf Nano-Skalen, wenn quanten-mechanische-Effekte an Bedeutung gewinnen. Das ist der Fall, wenn im Vergleich zu gewöhnlichen Plasmen die Plasma-Dichte sehr hoch und die Temperatur niedrig ist. Dann tritt das neu entdeckte Potential auf, das durch kollektive Wechselwirkungsprozesse entarteter Elektronen mit dem Quanten-Plasma entsteht. Solche Plasmen finden sich z.B. in Kernen von Sternen mit versiegendem nuklearen Energievorrat (Weiße Zwerge) oder sie können künstlich im Labor mit Hilfe von Laser-Bestrahlungen erzeugt werden. Das neue negative Potential führt zu einer anziehenden Kraft zwischen den Ionen, die sich dann zu Gittern formieren. Sie werden komprimiert und die Abstände zwischen ihnen verkürzt, so dass Strom weitaus schneller hindurch fließen kann.

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Montag, 26. März 2012
Interferenzmuster komplexer Moleküle
Quantenmechanische Eigenschaften, wie das Interferenzmuster, lassen sich an immer komplexere Objekte beobachten: Nun wurde Interferenz mit Hilfe von komplexen Farbmolekülen fotografieren, wie pro_physik berichtet: hier:

Forscher um Markus Arndt von der Universität Wien konnten erstmals Interferenzen schwerer Moleküle mit 58 und 114 Atomen beobachten. Die Wissenschaftler filmten die Entstehung eines Interferenzmusters einzelner Phthalocyanin-Moleküle. Dazu ließen die Forscher die hochfluoreszierenden Farbstoffmoleküle durch ein Gitter passieren und auf einen Schirm treffen, wobei sie es mit einem ortsauflösenden Fluoreszenzmikroskop filmten. Die Empfindlichkeit der verwendeten Messinstrumente ist hoch genug, um die nacheinander abgebildeten Moleküle auf dem Schirm mit einer Genauigkeit von etwa zehn Nanometern erfassen zu können.

Fazit: Die Grenze von Makro- zum Mikrokosmos verschiebt sich immer mehr!

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Freitag, 23. März 2012
Nervenstammzelle direkt aus Hautzelle
Es geht auch ohne embryonale Stammzellen! Dies zeigt ein neues Forschungsergebnis aus Münster, wie scinexx.de berichtet: hier.

Kommentar: Das ein solcher Durchbruch aus Deutschland kommt ist insofern bemerkenswert, da ja hierzulande die Verwendung von embryonalen Stammzelllinien stark eingeschränkt ist, was die Motivation erhöht, adulte Stammzellen zu erforschen!

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Donnerstag, 22. März 2012
Abel-Preis 2012: Endre Szemeredi
Landauf/ landab wird behauptet die Fields-Medaille sei der Nobel-Preis der Mathematiker. Dies stimmt nicht, denn die Fields-Medal hat eine Altersbeschränkung und daher so etwas wie ein Jugend-Forscht-Preis (womit ich in keiner Weise die Leistungen der Mathematiker, die mit diesem Preis ausgezeichnet wurden, schmälern möchte). Eine Art Nobel-Preis für Mathematiker ist der Abel-Preis, der durch die Hand des norwegischen Königs ausgehändigt wird. Ich hoffe, dass man auch zeitlich die Preisbekanntgabe und Verleihung parallel zum Nobelpreis-Prozedere legt. Dieses Jahr wurde Endre Szemeredi ausgezeichnet. Etwas über seine mathematischen Durchbrüche kann man hier nachlesen.

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Dienstag, 20. März 2012
Stabile Wurmlöcher ohne exotische Materie
Bislang hielt man Wurmlöcher im All nur für stabil, wenn man exotische Materie mit negativer Energiedichte postulierte. Nun haben deutsche Forscher im Rahmen der Stringtheorie gezeigt, dass es diese exotische Materie nicht braucht, um stabile und lange Wurmlöcher, die entfernte Regionen des Universums miteinander in der einer Art Abkürzung überbrücken, zu haben. Die Universität Oldenburg meldet dies hier:

Der Arbeitsgruppe Feldtheorie der Universität Oldenburg um die Professorin Jutta Kunz und den Privatdozenten Burkhard Kleihaus ist in Zusammenarbeit mit der Professorin Panagiota Kanti von der Universität Ioannina (Griechenland) gelungen zu zeigen, dass in durch die Stringtheorie motivierten Gravitationstheorien neuartige Wurmlöcher existieren, die ganz erstaunliche Eigenschaften haben.

Wurmlöcher werden schon seit Jahrzehnten im Bereich "Science Fiction" als Tunnel zwischen verschiedenen Universen angesehen, die als "Abkürzung"' bei interstellaren Reisen benutzt werden könnten. Zwar ist die Existenz von Wurmlöchern auch laut der Einsteinschen Gravitationstheorie möglich, doch werden sie in dieser Theorie als rein hypothetisch angesehen, da sie als instabil gelten und nur in Anwesenheit von "exotischer" Materie - einer hypothetischen Materieform - existieren können. Wird die Einsteinsche Gravitationstheorie aber durch Korrekturen der Stringtheorie modifiziert, können Wurmlöcher mit wesentlich anderen Eigenschaften existieren, wie die Forschergruppe jetzt zeigte.

So benötigen die neu gefundenen Wurmlöcher keine "exotische" Materie, um existieren zu können, und sie scheinen darüber hinaus in einem bestimmten Parameterbereich stabil zu sein. Auch können diese Wurmlöcher im Prinzip beliebig groß sein, jedoch nicht beliebig klein. Diese Ergebnisse wurden vor kurzem in den renommierten Zeitschriften "Physical Review Letters" und "The Physical Review D" veröffentlicht und von dem Wissenschaftsmagazin "New Scientist" in einer Cover-Story aufgegriffen.

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