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Montag, 16. April 2012
Hinweis auf Majorana - Fermionen
klauslange,17:54h
Wer meine Blogeinträge aufmerksam liest, der wird wissen, dass ich die Majoraner-Eigenschaft als eine vorhersage der Urwort-Theorie ansehe. Nun gibt es erste Hinweise, dass Fermionen in der Natur tatsächlich eine solche Eigneschaft besitzen können, wie pro-physik.de berichtet: hier.
Darin wird erläutert:
Die Dirac-Gleichung beschreibt ein geladenes Fermion durch ein Feld ψ, das komplexe Werte annimmt und deshalb vom komplex konjugierten Feld ψ* verschieden ist, durch das das entsprechende Antiteilchen beschrieben wird. Ettore Majorana (1906-1938), der nach Enrico Fermis Zeugnis ein Genie ersten Ranges war, fand heraus, dass man die Dirac-Gleichung in eine Form bringen kann, so dass das Feld ψ reell ist und folglich mit dem Antiteilchenfeld ψ* übereinstimmt. Teilchen und Antiteilchen sind dann identisch. Ob das auch für Neutrinos gilt, sollen u. a. Experimente zum neutrinolosen Doppel-Betazerfall klären, bei dem sich die beiden entstehenden Neutrinos sogleich wieder vernichten.
Beim Wettrennen um den Nachweis von Majorana-Fermionen haben die Teilchenphysiker in letzter Zeit Konkurrenz von den Festkörperphysikern bekommen. Kondensierte Materie besteht zwar ausschließlich aus Elektronen, Protonen und Neutronen, die nicht ihre eigenen Antiteilchen sind. Doch in kondensierter Materie können Anregungen auftreten, deren Quasiteilchen exotische Eigenschaften besitzen. So könnten sich Elektronen in einem unkonventionellen Supraleiter mit Spintriplett-Paarung wie Majorana-Fermionen verhalten: Zwei Elektronen mit gleicher Energie und gleicher Spinrichtung „annihilieren“, indem sie ein Cooper-Paar bilden. Da die Spintriplett-Paarung aber sehr fragil ist, steht der Nachweis, dass dabei tatsächlich Majorana-Fermionen auftreten, noch aus.
In einem herkömmlichen Supraleiter paaren sich Elektronen mit entgegengesetzt gerichtetem Spin, die sich somit voneinander unterscheiden und deshalb keine Majorana-Fermionen sein können. Tritt indes eine starke Spin-Bahn-Kopplung zwischen dem Spin der Elektronen und ihrer Bewegung im Kristall auf, dann wird die Spinerhaltung verletzt und es ergeben sich neue Möglichkeiten. So entsteht etwa ein topologischer Isolator mit einer ungewöhnlichen Bandstruktur, der in seinem Inneren ein Nichtleiter ist, während er an seiner Oberfläche metallisch leitet.
Bringt man einen topologischen Isolator in Kontakt mit einem konventionellen Supraleiter, so wird aus dem Isolator ein topologischer Supraleiter, der sowohl eine ungewöhnliche Bandstruktur als auch die für Supraleiter charakteristische Bandlücke aufweist. Frühere Berechnungen hatten gezeigt, dass in der Mitte der Bandlücke Anregungen mit einer Energie E=0 auftreten, die durch Paarung von Elektronen und Löchern entstehen und somit ungeladen sind. Die entsprechenden Quasiteilchen sitzen auf der metallischen Oberfläche des Supraleiters und sollten sich wie Majorana-Fermionen verhalten. Leo Kouwenhoven und seine Kollegen von an der TU Delft haben diese Vorhersage jetzt experimentell überprüft.
Die Forscher haben einen InSb-Halbleiternanodraht auf eine Unterlage mit verschiedenen elektrischen Kontakten gebracht. An einem Ende war der Draht an eine Goldelektrode angeschlossen, am anderen Ende seitlich mit einem Supraleiter verbunden. Einer der elektrischen Kontakten erzeugte durch eine Gate-Spannung eine Tunnelbarriere im Draht, die ihn in einen normal- und einen supraleitenden Abschnitt teilte. Kouwenhoven und seine Mitarbeiter maßen den differentiellen Tunnelstrom dI/dV im Draht in Abhängigkeit von der angelegten Spannung und dem Magnetfeld, dem der Draht ausgesetzt wurde. In der Meßkurve fanden sie mehrere Maxima, die sich bekannten Anregungen zuordnen ließen. Doch ein Maximum bei V=0 war ungewöhnlich und verhielt sich anders als alle bekannten Anregungen in Supraleitern. Es hing, im Gegensatz zu den anderen Maxima, weder von der Gate-Spannung noch von der Stärke des Magnetfeldes ab, wenn dieses parallel zum Draht gerichtet war.
Das beobachtete Maximum entsprach einer Anregung aus ungeladenen Teilchen mit einer Energie E=0, was im Einklang damit ist, dass es sich dabei um Majorana-Fermionen handelte. Die Forscher überprüften dies, indem sie das Experiment abänderten und z. B. den an den Draht angefügten Supraleiter durch einen Normalleiter ersetzten oder die Richtung des Magnetfeldes änderten. Der Theorie zufolge konnten dann keine Majorana-Fermionen auftreten. Und tatsächlich beobachteten die Forscher in diesen Fällen, dass der ominöse „Peak“ in der Tunnelstromkurve verschwand.
Noch sind nicht alle „Majorana-Forscher“ von diesem vermeintlichen Nachweis überzeugt. Deshalb wollen Kouwenhoven und seine Mitarbeiter zeigen, dass die von ihnen beobachteten Anregungen dieselben ungewöhnlichen topologischen Eigenschaften haben wie Majorana-Fermionen. Tauschen zwei dieser Teilchen ihre Plätze, so behalten sie das in „Erinnerung“, indem ihre Wellenfunktion eine topologische Phase gewinnt. Dieses Verhalten macht die Majorana-Fermionen interessant für das Quantencomputing. Ein direkter Nachweis dieser Phase würde wohl auch die Skeptiker überzeugen.
Darin wird erläutert:
Die Dirac-Gleichung beschreibt ein geladenes Fermion durch ein Feld ψ, das komplexe Werte annimmt und deshalb vom komplex konjugierten Feld ψ* verschieden ist, durch das das entsprechende Antiteilchen beschrieben wird. Ettore Majorana (1906-1938), der nach Enrico Fermis Zeugnis ein Genie ersten Ranges war, fand heraus, dass man die Dirac-Gleichung in eine Form bringen kann, so dass das Feld ψ reell ist und folglich mit dem Antiteilchenfeld ψ* übereinstimmt. Teilchen und Antiteilchen sind dann identisch. Ob das auch für Neutrinos gilt, sollen u. a. Experimente zum neutrinolosen Doppel-Betazerfall klären, bei dem sich die beiden entstehenden Neutrinos sogleich wieder vernichten.
Beim Wettrennen um den Nachweis von Majorana-Fermionen haben die Teilchenphysiker in letzter Zeit Konkurrenz von den Festkörperphysikern bekommen. Kondensierte Materie besteht zwar ausschließlich aus Elektronen, Protonen und Neutronen, die nicht ihre eigenen Antiteilchen sind. Doch in kondensierter Materie können Anregungen auftreten, deren Quasiteilchen exotische Eigenschaften besitzen. So könnten sich Elektronen in einem unkonventionellen Supraleiter mit Spintriplett-Paarung wie Majorana-Fermionen verhalten: Zwei Elektronen mit gleicher Energie und gleicher Spinrichtung „annihilieren“, indem sie ein Cooper-Paar bilden. Da die Spintriplett-Paarung aber sehr fragil ist, steht der Nachweis, dass dabei tatsächlich Majorana-Fermionen auftreten, noch aus.
In einem herkömmlichen Supraleiter paaren sich Elektronen mit entgegengesetzt gerichtetem Spin, die sich somit voneinander unterscheiden und deshalb keine Majorana-Fermionen sein können. Tritt indes eine starke Spin-Bahn-Kopplung zwischen dem Spin der Elektronen und ihrer Bewegung im Kristall auf, dann wird die Spinerhaltung verletzt und es ergeben sich neue Möglichkeiten. So entsteht etwa ein topologischer Isolator mit einer ungewöhnlichen Bandstruktur, der in seinem Inneren ein Nichtleiter ist, während er an seiner Oberfläche metallisch leitet.
Bringt man einen topologischen Isolator in Kontakt mit einem konventionellen Supraleiter, so wird aus dem Isolator ein topologischer Supraleiter, der sowohl eine ungewöhnliche Bandstruktur als auch die für Supraleiter charakteristische Bandlücke aufweist. Frühere Berechnungen hatten gezeigt, dass in der Mitte der Bandlücke Anregungen mit einer Energie E=0 auftreten, die durch Paarung von Elektronen und Löchern entstehen und somit ungeladen sind. Die entsprechenden Quasiteilchen sitzen auf der metallischen Oberfläche des Supraleiters und sollten sich wie Majorana-Fermionen verhalten. Leo Kouwenhoven und seine Kollegen von an der TU Delft haben diese Vorhersage jetzt experimentell überprüft.
Die Forscher haben einen InSb-Halbleiternanodraht auf eine Unterlage mit verschiedenen elektrischen Kontakten gebracht. An einem Ende war der Draht an eine Goldelektrode angeschlossen, am anderen Ende seitlich mit einem Supraleiter verbunden. Einer der elektrischen Kontakten erzeugte durch eine Gate-Spannung eine Tunnelbarriere im Draht, die ihn in einen normal- und einen supraleitenden Abschnitt teilte. Kouwenhoven und seine Mitarbeiter maßen den differentiellen Tunnelstrom dI/dV im Draht in Abhängigkeit von der angelegten Spannung und dem Magnetfeld, dem der Draht ausgesetzt wurde. In der Meßkurve fanden sie mehrere Maxima, die sich bekannten Anregungen zuordnen ließen. Doch ein Maximum bei V=0 war ungewöhnlich und verhielt sich anders als alle bekannten Anregungen in Supraleitern. Es hing, im Gegensatz zu den anderen Maxima, weder von der Gate-Spannung noch von der Stärke des Magnetfeldes ab, wenn dieses parallel zum Draht gerichtet war.
Das beobachtete Maximum entsprach einer Anregung aus ungeladenen Teilchen mit einer Energie E=0, was im Einklang damit ist, dass es sich dabei um Majorana-Fermionen handelte. Die Forscher überprüften dies, indem sie das Experiment abänderten und z. B. den an den Draht angefügten Supraleiter durch einen Normalleiter ersetzten oder die Richtung des Magnetfeldes änderten. Der Theorie zufolge konnten dann keine Majorana-Fermionen auftreten. Und tatsächlich beobachteten die Forscher in diesen Fällen, dass der ominöse „Peak“ in der Tunnelstromkurve verschwand.
Noch sind nicht alle „Majorana-Forscher“ von diesem vermeintlichen Nachweis überzeugt. Deshalb wollen Kouwenhoven und seine Mitarbeiter zeigen, dass die von ihnen beobachteten Anregungen dieselben ungewöhnlichen topologischen Eigenschaften haben wie Majorana-Fermionen. Tauschen zwei dieser Teilchen ihre Plätze, so behalten sie das in „Erinnerung“, indem ihre Wellenfunktion eine topologische Phase gewinnt. Dieses Verhalten macht die Majorana-Fermionen interessant für das Quantencomputing. Ein direkter Nachweis dieser Phase würde wohl auch die Skeptiker überzeugen.
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Donnerstag, 12. April 2012
Hohe Neutrinomischung bestätigt
klauslange,10:56h
Das vor einem Monat bekanntgegebene Ergebnis für theta_13 mit 8° ist nun unabhängig bestätigt worden, wie pro-physik.de meldet: hier.
Die Übereinstimmung zwischen den knapp einen Monat alten Ergebnissen der chinesischen Daya-Kollaboration und den jetzt veröffentlichten Messungen bedeutet gute Neuigkeiten für die Neutrinoforschung, denn damit sollten letzte Zweifel an der Größe des Mischwinkels ausgeräumt sein. Der hohe Wert von θ13 bedeutet eine recht starke Neutrinomischung und erleichtert somit künftige Experimente, die Neutrinooszillationen erforschen und den Unterschied zwischen Materie und Antimaterie erhellen sollen.
...
Da sich einige Elektron-Antineutrinos während der Flugstrecke in andere Neutrinosorten umwandeln, lässt sich aus dem Schwund auf die Stärke des Mischwinkels schließen. Im näheren Detektor maßen die Forscher 154.088 Neutrinos, im weiter entfernten 17.102 über einen Zeitraum von 229 Tagen. Unter Berücksichtigung der geometrischen Verhältnisse entspricht dies einer Oszillation von 8 Prozent der Elektron-Antineutrinos.
Die Übereinstimmung zwischen den knapp einen Monat alten Ergebnissen der chinesischen Daya-Kollaboration und den jetzt veröffentlichten Messungen bedeutet gute Neuigkeiten für die Neutrinoforschung, denn damit sollten letzte Zweifel an der Größe des Mischwinkels ausgeräumt sein. Der hohe Wert von θ13 bedeutet eine recht starke Neutrinomischung und erleichtert somit künftige Experimente, die Neutrinooszillationen erforschen und den Unterschied zwischen Materie und Antimaterie erhellen sollen.
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Da sich einige Elektron-Antineutrinos während der Flugstrecke in andere Neutrinosorten umwandeln, lässt sich aus dem Schwund auf die Stärke des Mischwinkels schließen. Im näheren Detektor maßen die Forscher 154.088 Neutrinos, im weiter entfernten 17.102 über einen Zeitraum von 229 Tagen. Unter Berücksichtigung der geometrischen Verhältnisse entspricht dies einer Oszillation von 8 Prozent der Elektron-Antineutrinos.
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Donnerstag, 5. April 2012
Abschätzung der Superpartner-Masse des Bottom-Quarks
klauslange,13:35h
Meine Abhandlungen utdimfeinstruktur (pdf, 374 KB)
und utsusy_v1 (pdf, 290 KB)
, die auf die Urwort-Theorie basieren, kann man natürlich nur dann ernst nehmen, wenn man die Basis der Heim-Theorie mit den Urzahlen des Apeiron anerkennt. Ansonsten bleibt das alles Zahlenspielerei. Hier kann - erst recht für einen eingefleischten Skeptiker - nur das Experiment entscheiden, ob eine solche 'Spielerei' etwas brauchbares vorhergesagt hat und man muss sich im positiven Fall schon Fragen, ob an der zuvor abgelehnten Grundlage doch mehr dran ist, als nur Spielerei.
Um eine konkrete Frage zu beantworten, wo der Frager bereit ist die Basis anzuerkennen, aber mehr Vorhersagen wünscht, um einen Zufallstreffer auszuschließen, möchte ich folgende Abschätzung geben:
Wenn man die Top-Quark-Masse behandelt, dann macht es tatsächlich auch Sinn die Bottom-Quark-Masse zu betrachten, da Top- und Bottom-Quark zur selben Teilchengeneration gehören.
Wie schon beim Superpartner zum Top-Quark, so kann auch eine Abschätzung zum Superpartner des Bottom-Quarks nur indirekt unter Bezugnahme der Bottom-Quark-Masse erfolgen.
Zunächst betrachten wie die Massenrelation von Top zu Bottom mit den Werten
masse_top = 172 GeV/c^2
masse_bottom = 4 GeV/c^2
=>
masse_top/masse_bottom = 43
Dieses Ergebnis lässt sich durch Zweierpotenzen der Verknüfungszahlen abschätzen zu
masse_top/masse_bottom + 1 = 2^2 + 2^3 + 2^5
Das ergibt dann multipliziert mit m_bottom die Untergrenze für die Masse des Superpartners der Bottom-Quarks. Die Obergrenze lässt sich einfach mit der nächsthöheren Verknüpfungszahl angeben.
So haben wir die grobe Abschätzung:
m_bottom*(2^2 + 2^3 + 2^5) < m_sbottom < m_bottom*(2^7)
Das ist ein großer Bereich, aber es reicht doch, um eine gute Orientierung zu bieten.
Genauer wird der Wert, wenn man Verknüpfungszahlen subtrahiert, zum Beispiel 2^7 - 2^5 oder 2^7 - 2^3 - 2^2 usw. Aber dazu sind weitere Anhaltspunkte für die Abschätzung notwendig. Wenn die STop-Masse in der Nähe der Abschätzung von 688 +/- 43 GeV/c^2 liegt und auch die SBottom-Masse im nun aufgezeigten Bereich, sollte klar geworden sein, dass an den ganzen Urzahlen und der Urwort-Matrix mehr dran ist, als so mancher wahrhaben will...
Um eine konkrete Frage zu beantworten, wo der Frager bereit ist die Basis anzuerkennen, aber mehr Vorhersagen wünscht, um einen Zufallstreffer auszuschließen, möchte ich folgende Abschätzung geben:
Wenn man die Top-Quark-Masse behandelt, dann macht es tatsächlich auch Sinn die Bottom-Quark-Masse zu betrachten, da Top- und Bottom-Quark zur selben Teilchengeneration gehören.
Wie schon beim Superpartner zum Top-Quark, so kann auch eine Abschätzung zum Superpartner des Bottom-Quarks nur indirekt unter Bezugnahme der Bottom-Quark-Masse erfolgen.
Zunächst betrachten wie die Massenrelation von Top zu Bottom mit den Werten
masse_top = 172 GeV/c^2
masse_bottom = 4 GeV/c^2
=>
masse_top/masse_bottom = 43
Dieses Ergebnis lässt sich durch Zweierpotenzen der Verknüfungszahlen abschätzen zu
masse_top/masse_bottom + 1 = 2^2 + 2^3 + 2^5
Das ergibt dann multipliziert mit m_bottom die Untergrenze für die Masse des Superpartners der Bottom-Quarks. Die Obergrenze lässt sich einfach mit der nächsthöheren Verknüpfungszahl angeben.
So haben wir die grobe Abschätzung:
m_bottom*(2^2 + 2^3 + 2^5) < m_sbottom < m_bottom*(2^7)
Das ist ein großer Bereich, aber es reicht doch, um eine gute Orientierung zu bieten.
Genauer wird der Wert, wenn man Verknüpfungszahlen subtrahiert, zum Beispiel 2^7 - 2^5 oder 2^7 - 2^3 - 2^2 usw. Aber dazu sind weitere Anhaltspunkte für die Abschätzung notwendig. Wenn die STop-Masse in der Nähe der Abschätzung von 688 +/- 43 GeV/c^2 liegt und auch die SBottom-Masse im nun aufgezeigten Bereich, sollte klar geworden sein, dass an den ganzen Urzahlen und der Urwort-Matrix mehr dran ist, als so mancher wahrhaben will...
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Mittwoch, 4. April 2012
Das war krass, Herr Grass!
klauslange,18:28h
Günter Grass meinte, sich mal wieder zu Worte zu melden, nachdem er sich wegen seiner langen verschwiegenen Waffen-SS Vergangenheit in Klausur begab.
Da ja Israel-Bashing in bestimmten linken Kreisen zum guten Ton gehört, wollte er auf diese Seite punkten. So schrieb er ein Gedicht zum Nuklearkonflikt und - wir brauchen da gar nicht in die Vergangenheit schauen - erdreistet sich Iran und Israel auf eine Stufe zu stellen. Ein paar persönliche Worte dazu:
Natürlich bin auch gegen Massennvernichtungswaffen, aber - Herr Grass - es macht schon einen Unterschied, ob solche Waffen in den Händen eines demokratischen Rechtsstaates sind oder in den Händen eines Regimes, das Leute zu Tode verurteilt, nur weil sie Christus verkünden und so ganz nebenbei auch noch drohen einen anderen Staat - eben dieses Israel - von der Landkarte zu tilgen. Das war schon krass, Herr Grass!
Nun bin ich keine Literaturnobelpreisträger wie Sie. Aber lassen Sie es mich doch versuchen Ihnen poetisch tu antworten:
Antisemitismus erkenn ich wohl,
mag er noch so rot lackiert sein!
Da ja Israel-Bashing in bestimmten linken Kreisen zum guten Ton gehört, wollte er auf diese Seite punkten. So schrieb er ein Gedicht zum Nuklearkonflikt und - wir brauchen da gar nicht in die Vergangenheit schauen - erdreistet sich Iran und Israel auf eine Stufe zu stellen. Ein paar persönliche Worte dazu:
Natürlich bin auch gegen Massennvernichtungswaffen, aber - Herr Grass - es macht schon einen Unterschied, ob solche Waffen in den Händen eines demokratischen Rechtsstaates sind oder in den Händen eines Regimes, das Leute zu Tode verurteilt, nur weil sie Christus verkünden und so ganz nebenbei auch noch drohen einen anderen Staat - eben dieses Israel - von der Landkarte zu tilgen. Das war schon krass, Herr Grass!
Nun bin ich keine Literaturnobelpreisträger wie Sie. Aber lassen Sie es mich doch versuchen Ihnen poetisch tu antworten:
Antisemitismus erkenn ich wohl,
mag er noch so rot lackiert sein!
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Kernphysik: Schalenmodell ungültig
klauslange,13:59h
Zumindest für Beryllium-12 ist das Schalenmodell ungültig, wie pro-physik.de nun meldet: hier:
Einer Gruppe von Wissenschaftlern um Wilfried Nörtershäuser vom Institut für Kernchemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist es erstmals gelungen, die Größe der Ladungsverteilung eines Atomkerns des exotischen Isotops Beryllium-12 zu vermessen. Es zeigte sich, dass dieser „Ladungsradius“ gegenüber dem Isotop Beryllium-11 ansteigt, während der Radius der Materieverteilung abnimmt. Dies widerspricht den Annahmen der Kernphysik über den Aufbau von Atomkernen. Demnach wäre nämlich eine Verringerung des Kernladungsradius zu erwarten gewesen. „Unsere Messungen widersprechen der Vorhersage des Schalenmodells und sind ein deutlicher Beleg dafür, dass bei Berylliumisotopen die Zahl von 8 Neutronen nicht mehr magisch ist“, sagt Andreas Krieger, Erstautor der Studie.
Einer Gruppe von Wissenschaftlern um Wilfried Nörtershäuser vom Institut für Kernchemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist es erstmals gelungen, die Größe der Ladungsverteilung eines Atomkerns des exotischen Isotops Beryllium-12 zu vermessen. Es zeigte sich, dass dieser „Ladungsradius“ gegenüber dem Isotop Beryllium-11 ansteigt, während der Radius der Materieverteilung abnimmt. Dies widerspricht den Annahmen der Kernphysik über den Aufbau von Atomkernen. Demnach wäre nämlich eine Verringerung des Kernladungsradius zu erwarten gewesen. „Unsere Messungen widersprechen der Vorhersage des Schalenmodells und sind ein deutlicher Beleg dafür, dass bei Berylliumisotopen die Zahl von 8 Neutronen nicht mehr magisch ist“, sagt Andreas Krieger, Erstautor der Studie.
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Montag, 2. April 2012
OPERA: Keine überlichschnellen Neutrinos ?!
klauslange,19:49h
In den Medien wird nun gemeldet, dass der Fehler des OPERA-Experimentes, das überlichtschnelle Neutrinos zu finden geglaubt hatte, nun gefunden sei.
Auch ich war ob dieses Ergebnisses skeptisch, doch bin ich auch nicht weniger skeptisch ob der nun herrschenden Erleichterung, dass Einstein doch im Recht ist. Ich denke, das wäre er so oder so, aber darum geht es auch gar nicht.
Schon vor OPERA gab es Hinweise auf überlichtschnelle Neutrinos, nur konnten diese Messungen nicht gezielt wiederholt werden, sondern solche Ergebnisse traten immer mal wieder rein sporadisch auf und das auch nur bei bestimmten Energien. Ferner hatten solche Messungen stets nur eine 99%ige Güte. Dennoch: Es gab immer wieder unabhängige Hinweise auf solche seltsame Messergebnisse. Die fehlende Wiederholbarkeit - auf Bestellung - kann auch mit dem Mechanismus zusammenhängen, der unter noch ungeklärtne Bedingungen manchmal Neutrinos - wie auch immer - schneller ans Ziel kommen lässt, als es Licht vermag.
Daher möchte ich noch einmal kurz auf das ICARUS-Experiment, auf das referenziert wird, eingehen. Mitnichten hat dieses Experiment gezeigt, dass Neutrinos langsamer als Licht ihr Ziel erreichen. In der Tat gab es von den sieben gemessenen Neutrinos - wobei deren Energie unbekannt blieb - immerhin ein Neutrino, das satte 19 Nanosekunden schneller ankam, als die Lichtgeschwindigkeit erlaubt, und auch zwei weitere waren einige Nanosekunden schneller. Dies erklärte man aber mit einer möglichen Fehlertoleranz. Mit solchen Argumenten ist es immer möglich, bestehende Theorien zu stützen...
Um nicht falsch verstanden zu werden, ich denke nicht, dass Neutrinos schneller als das Licht reisen, dafür gibt es m.E. eben noch keine gesicherten Belege. Aber: Wenn ich lese, dass man die im Mai angesetzen OPERA-Vergleichsmessungen aufgrund vermeintlich gefundener Fehler im Versuchsaufbau mit den Lichtwellenleitern nun streichen kann, dann mahne ich zur Vorsicht.
Die angedachten Vergleichsmessungen mit gepulsten Neutrinostrahlen sollten im Mai unbedingt durchgeführt werden! Bis dahin sind die leider erfolgten Rücktritte von OPERA-Führungsmitarbeitern verfrüht.
Auch ich war ob dieses Ergebnisses skeptisch, doch bin ich auch nicht weniger skeptisch ob der nun herrschenden Erleichterung, dass Einstein doch im Recht ist. Ich denke, das wäre er so oder so, aber darum geht es auch gar nicht.
Schon vor OPERA gab es Hinweise auf überlichtschnelle Neutrinos, nur konnten diese Messungen nicht gezielt wiederholt werden, sondern solche Ergebnisse traten immer mal wieder rein sporadisch auf und das auch nur bei bestimmten Energien. Ferner hatten solche Messungen stets nur eine 99%ige Güte. Dennoch: Es gab immer wieder unabhängige Hinweise auf solche seltsame Messergebnisse. Die fehlende Wiederholbarkeit - auf Bestellung - kann auch mit dem Mechanismus zusammenhängen, der unter noch ungeklärtne Bedingungen manchmal Neutrinos - wie auch immer - schneller ans Ziel kommen lässt, als es Licht vermag.
Daher möchte ich noch einmal kurz auf das ICARUS-Experiment, auf das referenziert wird, eingehen. Mitnichten hat dieses Experiment gezeigt, dass Neutrinos langsamer als Licht ihr Ziel erreichen. In der Tat gab es von den sieben gemessenen Neutrinos - wobei deren Energie unbekannt blieb - immerhin ein Neutrino, das satte 19 Nanosekunden schneller ankam, als die Lichtgeschwindigkeit erlaubt, und auch zwei weitere waren einige Nanosekunden schneller. Dies erklärte man aber mit einer möglichen Fehlertoleranz. Mit solchen Argumenten ist es immer möglich, bestehende Theorien zu stützen...
Um nicht falsch verstanden zu werden, ich denke nicht, dass Neutrinos schneller als das Licht reisen, dafür gibt es m.E. eben noch keine gesicherten Belege. Aber: Wenn ich lese, dass man die im Mai angesetzen OPERA-Vergleichsmessungen aufgrund vermeintlich gefundener Fehler im Versuchsaufbau mit den Lichtwellenleitern nun streichen kann, dann mahne ich zur Vorsicht.
Die angedachten Vergleichsmessungen mit gepulsten Neutrinostrahlen sollten im Mai unbedingt durchgeführt werden! Bis dahin sind die leider erfolgten Rücktritte von OPERA-Führungsmitarbeitern verfrüht.
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Freitag, 30. März 2012
Halbwertszeit niedriger als gedacht!
klauslange,15:03h
Die Chronologie des Sonnensystem muss korrigiert werden, da die radioaktive Halbwertszeit eines Elements als viel zu hoch angesetzt wurde, wie pro-physik.de schreibt: hier.
Das radioaktive Isotop Samarium-146 hat eine Halbwertszeit von 68 ± 7 Millionen Jahren – das sind 30 Prozent weniger, als der bislang geschätzte Wert von 103 ± 5 Millionen Jahren. Das zeigen die bislang genausten Messungen der Zerfallsprozesse von Samarium-146 und Samarium-147 durch ein internationales Forscherteam. Da Isotopen-Anomalien von Neodym, dem Zerfallsprodukt von Samarium-146, die Grundlage für die Datierung von Ereignissen in der Frühzeit des Sonnensystems bilden, stimmt daher nach Ansicht der Wissenschaftler die Chronologie des Sonnensystems nicht mehr.
Das radioaktive Isotop Samarium-146 hat eine Halbwertszeit von 68 ± 7 Millionen Jahren – das sind 30 Prozent weniger, als der bislang geschätzte Wert von 103 ± 5 Millionen Jahren. Das zeigen die bislang genausten Messungen der Zerfallsprozesse von Samarium-146 und Samarium-147 durch ein internationales Forscherteam. Da Isotopen-Anomalien von Neodym, dem Zerfallsprodukt von Samarium-146, die Grundlage für die Datierung von Ereignissen in der Frühzeit des Sonnensystems bilden, stimmt daher nach Ansicht der Wissenschaftler die Chronologie des Sonnensystems nicht mehr.
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Donnerstag, 29. März 2012
Neue Ebene genetischer Information entdeckt
klauslange,17:14h
Im Rahmen der genetischen Informationen in unseren Zellen, wurde nun eine neue Ebene entdeckt, die zeigt, dass sogenannten redundante Genabschnitte doch eine wichtige Bedeutung bei der Steuerung der Geschwindigkeit von Prozessen in der Informationsverarbeitung haben. Zur Meldung, die es übrigens in Nature geschaffte hat, hier:
By measuring the rate of protein production in bacteria, the team discovered that slight genetic alterations could have a dramatic effect. This was true even for seemingly insignificant genetic changes known as “silent mutations,” which swap out a single DNA letter without changing the ultimate gene product. To their surprise, the scientists found these changes can slow the protein production process to one-tenth of its normal speed or less.
As described today in the journal Nature, the speed change is caused by information contained in what are known as redundant codons — small pieces of DNA that form part of the genetic code. They were called “redundant” because they were previously thought to contain duplicative rather than unique instructions.
This new discovery challenges half a century of fundamental assumptions in biology. It may also help speed up the industrial production of proteins, which is crucial for making biofuels and biological drugs used to treat many common diseases, ranging from diabetes to cancer.
“The genetic code has been thought to be redundant, but redundant codons are clearly not identical,” said Jonathan Weissman, PhD, a Howard Hughes Medical Institute Investigator in the UCSF School of Medicine Department of Cellular and Molecular Pharmacology.
“We didn't understand much about the rules,” he added, but the new work suggests nature selects among redundant codons based on genetic speed as well as genetic meaning.
Similarly, a person texting a message to a friend might opt to type, “NP” instead of “No problem.” They both mean the same thing, but one is faster to thumb than the other.
Natürlich bestätigt diese Entdeckung sehr frühe Annahmen aus der Intelligent Design Theorie über den dichten Informationsgehalt in den Genen der Lebewesen. Diese weitere Informationsebene macht eine Zufallsentstehung noch unwahrscheinlicher.
By measuring the rate of protein production in bacteria, the team discovered that slight genetic alterations could have a dramatic effect. This was true even for seemingly insignificant genetic changes known as “silent mutations,” which swap out a single DNA letter without changing the ultimate gene product. To their surprise, the scientists found these changes can slow the protein production process to one-tenth of its normal speed or less.
As described today in the journal Nature, the speed change is caused by information contained in what are known as redundant codons — small pieces of DNA that form part of the genetic code. They were called “redundant” because they were previously thought to contain duplicative rather than unique instructions.
This new discovery challenges half a century of fundamental assumptions in biology. It may also help speed up the industrial production of proteins, which is crucial for making biofuels and biological drugs used to treat many common diseases, ranging from diabetes to cancer.
“The genetic code has been thought to be redundant, but redundant codons are clearly not identical,” said Jonathan Weissman, PhD, a Howard Hughes Medical Institute Investigator in the UCSF School of Medicine Department of Cellular and Molecular Pharmacology.
“We didn't understand much about the rules,” he added, but the new work suggests nature selects among redundant codons based on genetic speed as well as genetic meaning.
Similarly, a person texting a message to a friend might opt to type, “NP” instead of “No problem.” They both mean the same thing, but one is faster to thumb than the other.
Natürlich bestätigt diese Entdeckung sehr frühe Annahmen aus der Intelligent Design Theorie über den dichten Informationsgehalt in den Genen der Lebewesen. Diese weitere Informationsebene macht eine Zufallsentstehung noch unwahrscheinlicher.
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