... newer stories
Mittwoch, 30. Mai 2012
Anand bleibt Schachweltmeister!
klauslange,16:58h
Mit einem Remis in der vierten Tirbreak-Partie sichert sich Anand die Titelverteidigung. Meine Gratulation an den alten und neuen Weltmeister!
Anmerkung: In Kommentaren zum Spiel habe ich oft gelesen, dass sich Leute über die vier Schnellschachpartien aufregen. Ich kann diese Kritik nicht verstehen. Was soll man denn tun, wenn über zwölf klassische Partien keine Entscheidung gefallen ist? Losen? Oder soll bei Punktegleichstand wieder der Titelträger automatisch seinen Titel behalten? Wer letzteres nicht will, der muss eben für einen Tiebreak sein. Ein Schachweltmeister, der den Namen verdient, muss eben auch stark spielen können, wenn die Bedenkzeit eingeschränkt wird. Wenn man im Rahmen der klassischen Bedenkzeit eine Entscheidung haben will, dann muss man eben die dafür angesetzten Partien nutzen...
Anmerkung: In Kommentaren zum Spiel habe ich oft gelesen, dass sich Leute über die vier Schnellschachpartien aufregen. Ich kann diese Kritik nicht verstehen. Was soll man denn tun, wenn über zwölf klassische Partien keine Entscheidung gefallen ist? Losen? Oder soll bei Punktegleichstand wieder der Titelträger automatisch seinen Titel behalten? Wer letzteres nicht will, der muss eben für einen Tiebreak sein. Ein Schachweltmeister, der den Namen verdient, muss eben auch stark spielen können, wenn die Bedenkzeit eingeschränkt wird. Wenn man im Rahmen der klassischen Bedenkzeit eine Entscheidung haben will, dann muss man eben die dafür angesetzten Partien nutzen...
... link (0 Kommentare) ... comment
Schach WM Tiebreak: Dritte Partie Remis
klauslange,15:42h
Gelfand hat doch noch Remis erreicht, so steht es im Tie-Break 2 zu 1 für Anand. Gelfand muss nun unbedingt die vierte Partie gewinnen, um im Match zu bleiben, ansonsten hat Anand seinen Titel verteidigt, wonach es auch im Schnellschach wirklich so aussieht. Anand hat nun wieder Weiß.
... link (0 Kommentare) ... comment
Schach WM: Gewinnt Anand auch dritte Partie?
klauslange,15:06h
Wie es aussieht, gewinnt Anand auch die dritte Tie-Break-Partie und damit den Titelkampf. Gelfand plagen Zeitprobleme, so dass er aus einer zunächst besseren Stellung schlecht abgetauscht hat und nun mit zehn Minuten weniger ums Überleben kämpfen muss. Anand steht auf Gewinn...
... link (1 Kommentar) ... comment
Schach-WM: Anand gewinnt zweite Tiebreak - Partie
klauslange,14:27h
Es werden vier Tie-Break-Partien a 25 Minuten pro Partie + 20 Sekunden pro gespieltem Zug gespielt.
Nach einem Remis gewinnt Anand mit den weißen Steinen nun die zweite Partie und leider muss ich sagen, nachdem, was Gelfand im Tiebreak bisher gezeigt hat, wird wohl Anand nicht in die Blitzpartien müssen, um seinen Titel zu verteidigen. Zur Zeit wäre dies Leistungsgerecht.
Das Problem Gelfands ist zur Zeit, dass er in einer Aktivschachpartie manches mal mehr als fünf Minuten für ein Zug investiert, der dann aber zu schwach ist, um die investierte Zeit zu rechtfertigen. Daher kommt Gelfand in Zeitverzug und Anand nutzt dies gekonnt. Das ist halt seine Stärke. So sieht es nach einer erfolgreichen Titelverteidigung des amtierenden Schachweltmeisters aus.
Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht packt ja Gelfand in der dritten Partie - wo er wieder Weiß hat - einen erfolgreichen Angriff aus...
Nach einem Remis gewinnt Anand mit den weißen Steinen nun die zweite Partie und leider muss ich sagen, nachdem, was Gelfand im Tiebreak bisher gezeigt hat, wird wohl Anand nicht in die Blitzpartien müssen, um seinen Titel zu verteidigen. Zur Zeit wäre dies Leistungsgerecht.
Das Problem Gelfands ist zur Zeit, dass er in einer Aktivschachpartie manches mal mehr als fünf Minuten für ein Zug investiert, der dann aber zu schwach ist, um die investierte Zeit zu rechtfertigen. Daher kommt Gelfand in Zeitverzug und Anand nutzt dies gekonnt. Das ist halt seine Stärke. So sieht es nach einer erfolgreichen Titelverteidigung des amtierenden Schachweltmeisters aus.
Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht packt ja Gelfand in der dritten Partie - wo er wieder Weiß hat - einen erfolgreichen Angriff aus...
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 29. Mai 2012
Kane: STOP- und SBOTTOM- Squarks > 10 TeV/c^2
klauslange,17:14h
Gordon Kane hatte ja auf der Grundlage von Berechnungen im Rahmen der M-Theory eine Higgs-Bosonenmasse von ca. 125 GeV/c^2 vorhergesagt (mein Beitrag dazu hier). Für diese Masse hat das LHC ja auch tatsächliche starke Hinweise auf ein Higgs-Boson gefunden.
Nun habe ich erfahren, dass die selben Berechnungsgrundlagen, mit denen Kane scheinbar Erfolg hatte, zudem noch angeben, dass die Superpartnerteilchen der dritten Generationenquarks größer als 10 TeV/c^2 sind.
Das würde nicht nur einen direkten Nachweis der Supersymmetrie sehr erschweren und für das LHC gar ganz unmöglich machen, sondern es widerspricht meinen Berechnungen auf Grundlage der Urwort-Theorie, denn demgemäß liegen die Massen unter 1 TeV/c^2 (siehe utsusy_v1 (pdf, 290 KB) ).
Wir haben also einen Unterschied von einer Zehnerpotenz im Massenbereich. Das sollte reichen um anhand der Resultate des LHC klar entscheiden zu können, welche Vorhersage und damit welches Modell verworfen werden muss.
Das sehe ich sehr gelassen: Schließlich spielen wir hier nicht 'Wünsch dir was', sondern machen anhand von Modellrechnungen voraussagen, die dann empirisch überprüft werden. Warten wir also einfach die Experimente ab...!
Nun habe ich erfahren, dass die selben Berechnungsgrundlagen, mit denen Kane scheinbar Erfolg hatte, zudem noch angeben, dass die Superpartnerteilchen der dritten Generationenquarks größer als 10 TeV/c^2 sind.
Das würde nicht nur einen direkten Nachweis der Supersymmetrie sehr erschweren und für das LHC gar ganz unmöglich machen, sondern es widerspricht meinen Berechnungen auf Grundlage der Urwort-Theorie, denn demgemäß liegen die Massen unter 1 TeV/c^2 (siehe utsusy_v1 (pdf, 290 KB) ).
Wir haben also einen Unterschied von einer Zehnerpotenz im Massenbereich. Das sollte reichen um anhand der Resultate des LHC klar entscheiden zu können, welche Vorhersage und damit welches Modell verworfen werden muss.
Das sehe ich sehr gelassen: Schließlich spielen wir hier nicht 'Wünsch dir was', sondern machen anhand von Modellrechnungen voraussagen, die dann empirisch überprüft werden. Warten wir also einfach die Experimente ab...!
... link (0 Kommentare) ... comment
Sonntag, 27. Mai 2012
Hildegard von Bingen wird Kirchenlehrerin
klauslange,23:23h
Nun ist es vom Papst bestätigt. Wie er heute bekanntgab wid er Hildegard von Bingen im Oktober zur Kirchenlehrerin erheben.
Das ist eine Sensation. Darüber werde ich später noch viel zu sagen haben.
Kath.net berichtet hier.
Sensationell ist das wegen ihrer ganzheitlichen Sichtweise von der Verknüpfung von Mensch und Kosmos und ihrer heilkundlichen wie theologischen Werke, neben vielem anderen.
Speziell heißt es in der Begründung:
Als Benediktinerin des deutschen Hochmittelalters sei Hildegard eine wahre Meisterin der Theologie und darüber hinaus eine Gelehrte der Naturwissenschaften und der Musik gewesen.
Gerade ihre naturwissenschaftlichen Ansichten machen ihre Werke heute so wertvoll und bilden einen klaren Kontrapunkt zu den auch in kirchlichen Kreisen Einzug gehaltene materialistische Lesart naturwissenschaftlichen Arbeitens.
Mit ihrer formalen Einschreibung in das Heiligenverzeichnis der universalen Kirche hatte sich dieser Schritt abgezeichnet.
Ihre Erhebung zur Kirchenlehrerin kommt einem geistliches Erdbeben gleich!
Das ist eine Sensation. Darüber werde ich später noch viel zu sagen haben.
Kath.net berichtet hier.
Sensationell ist das wegen ihrer ganzheitlichen Sichtweise von der Verknüpfung von Mensch und Kosmos und ihrer heilkundlichen wie theologischen Werke, neben vielem anderen.
Speziell heißt es in der Begründung:
Als Benediktinerin des deutschen Hochmittelalters sei Hildegard eine wahre Meisterin der Theologie und darüber hinaus eine Gelehrte der Naturwissenschaften und der Musik gewesen.
Gerade ihre naturwissenschaftlichen Ansichten machen ihre Werke heute so wertvoll und bilden einen klaren Kontrapunkt zu den auch in kirchlichen Kreisen Einzug gehaltene materialistische Lesart naturwissenschaftlichen Arbeitens.
Mit ihrer formalen Einschreibung in das Heiligenverzeichnis der universalen Kirche hatte sich dieser Schritt abgezeichnet.
Ihre Erhebung zur Kirchenlehrerin kommt einem geistliches Erdbeben gleich!
... link (0 Kommentare) ... comment
Samstag, 26. Mai 2012
Dragon-Kapsel ist an ISS gedockt!
klauslange,00:27h
Nun ist die Dragon-Kapsel ein Teil der ISS. Das Docking hat funktioniert. Morgen wird die Luke geöffnet...
Ein historisches Ereignis:
Privater Raumfrachter dockt an ISS
Ein historisches Ereignis:
Privater Raumfrachter dockt an ISS
... link (0 Kommentare) ... comment
Der Drache ist eingefangen
klauslange,18:41h
Nun befindet sich Dragon von SpaceX am Greifarm der ISS und noch heute kann das Docking beginnen.
Raumfahrer.net berichtet.
Dies ist ein historischer Moment nicht nur für die amerikanische Raumfahrt, sondern in erster Linie für die kommerzielle Raumfahrt. Dennoch: Mit dieser Privatinitiative wurde der typische amerikanische Traum verwirklicht. Was wird privatwirtschaftlich noch alles möglich sein?
Raumfahrer.net berichtet.
Dies ist ein historischer Moment nicht nur für die amerikanische Raumfahrt, sondern in erster Linie für die kommerzielle Raumfahrt. Dennoch: Mit dieser Privatinitiative wurde der typische amerikanische Traum verwirklicht. Was wird privatwirtschaftlich noch alles möglich sein?
... link (0 Kommentare) ... comment
Dragon koppelt heute an ISS
klauslange,11:50h
Nach den erfolgreichen Testmanövern der Dragonkapsel in der Nähe der ISS soll die Kapsel heute an die ISS docken. Dazu gab es gestern eine Pressekonferenz:
... link (0 Kommentare) ... comment
Donnerstag, 24. Mai 2012
Goldbachvermutung für Summe aus drei Primzahlen bewiesen
klauslange,20:06h
Wie schon im Zusammenhang mit Terence Taos Ergebnis (hier ) angemerkt, ist der Beweis von Winogradow, dass ab einer bestimmten Konstante C alle ungeraden Zahlen wirklich als Summe von höchstens drei Primzahlen dargestellt werden können, nicht praktikabel.
Warum?
Die Konstante hat den Betrag
C = e^3100
D.h. man kann nicht alle Zahlen bis dorthin per Computerberechnungen - also brute force - ermitteln.
Tao hat nun mit seinem Ergebnis einen Weg gewiesen, womit ihm immerhin die Darstellbarkeit aller ungeraden Zahlen größer 1 mit höchstens fünf Primzahlen gelang.
Darauf referenzierend hat nun H.A. Helfgott diese Grenze von C soweit heruntergedrückt, dass alle ausstehenden Computerberechnungen praktikabel sind. D.h. er hat prinzipiell die schwache Goldbachvermutung bewiesen.
Ein Vorabdruck findet sich in arXiv.org.
Abstract. The ternary Goldbach conjecture states that every odd number
n 7 is the sum of three primes. The estimation of sums of the form
Pp≤x e(p), = a/q + O(1/q^2), has been a central part of the main approach
to the conjecture since (Vinogradov, 1937). Previous work required q
or x to be too large to make a proof of the conjecture for all n feasible.
The present paper gives new bounds on minor arcs and the tails of major
arcs. For q 4 · 10^6, these bounds are of the strength needed to solve the
ternary Goldbach conjecture. Only the range q 2 [10^5, 4 · 10^6] remains to be
checked, possibly by brute force, before the conjecture is proven for all n.
The new bounds are due to several qualitative improvements. In particular,
this paper presents a general method for reducing the cost of Vaughan’s
identity, as well as a way to exploit the tails of minor arcs in the context of
the large sieve.
Datum von gestern. Mit anderen Worten: Es steht noch die Beweisprüfung aus.
Wer ist H.A. Helfgott?
Harald Andres Helfgott
Warum?
Die Konstante hat den Betrag
C = e^3100
D.h. man kann nicht alle Zahlen bis dorthin per Computerberechnungen - also brute force - ermitteln.
Tao hat nun mit seinem Ergebnis einen Weg gewiesen, womit ihm immerhin die Darstellbarkeit aller ungeraden Zahlen größer 1 mit höchstens fünf Primzahlen gelang.
Darauf referenzierend hat nun H.A. Helfgott diese Grenze von C soweit heruntergedrückt, dass alle ausstehenden Computerberechnungen praktikabel sind. D.h. er hat prinzipiell die schwache Goldbachvermutung bewiesen.
Ein Vorabdruck findet sich in arXiv.org.
Abstract. The ternary Goldbach conjecture states that every odd number
n 7 is the sum of three primes. The estimation of sums of the form
Pp≤x e(p), = a/q + O(1/q^2), has been a central part of the main approach
to the conjecture since (Vinogradov, 1937). Previous work required q
or x to be too large to make a proof of the conjecture for all n feasible.
The present paper gives new bounds on minor arcs and the tails of major
arcs. For q 4 · 10^6, these bounds are of the strength needed to solve the
ternary Goldbach conjecture. Only the range q 2 [10^5, 4 · 10^6] remains to be
checked, possibly by brute force, before the conjecture is proven for all n.
The new bounds are due to several qualitative improvements. In particular,
this paper presents a general method for reducing the cost of Vaughan’s
identity, as well as a way to exploit the tails of minor arcs in the context of
the large sieve.
Datum von gestern. Mit anderen Worten: Es steht noch die Beweisprüfung aus.
Wer ist H.A. Helfgott?
Harald Andres Helfgott
... link (0 Kommentare) ... comment
Hohes GAU-Risiko
klauslange,13:12h
Nuklearunfälle von der stärke eines GAUs sind weit mehr zu befürchten, als bislang gedacht. Im Durchschnitt ist alle zehn Jahre mit einem GAU zu rechnen, wobei Westeuropa das größte Risiko trägt, wie pro-physik.de berichtet: hier:
Katastrophale nukleare Unfälle wie die Kernschmelzen in Tschernobyl und Fukushima sind häufiger zu erwarten als bislang angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechnet, dass solche Ereignisse im momentanen Kraftwerksbestand etwa 200 mal häufiger sind als in der Vergangenheit geschätzt. Zudem ermittelten die Forscher, dass die Hälfte des radioaktiven Cäsium-137 bei einem solchen größten anzunehmenden Unfall mehr als 1.000 Kilometer weit transportiert würde. Die Ergebnisse zeigen, dass Westeuropa – inklusive Deutschland – wahrscheinlich einmal in etwa 50 Jahren mit mehr als 40 Kilobecquerel radioaktivem Cäsium-137 pro Quadratmeter belastet wird. Ab dieser Menge gilt ein Gebiet laut der Internationalen Atomenergie Behörde IAEA als radioaktiv kontaminiert.
Die Reaktorkatastrophe in Fukushima hat weltweit Zweifel an der Kernenergie geschürt und in Deutschland den Ausstieg aus der Kernenergie angestoßen. Dass das Risiko einer solchen Katastrophe höher ist als bislang angenommen, belegt die Studie von Forschern um Jos Lelieveld, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz: „Nach Fukushima habe ich mich gefragt, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein solcher Unfall wieder passiert, und ob wir die Verbreitung der Radioaktivität mit unseren Atmosphärenmodellen berechnen können.“ Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge, dürfte es einmal in 10 bis 20 Jahren zu einer Kernschmelze in einem der derzeit aktiven Reaktoren kommen. Momentan sind weltweit 440 Kernreaktoren in Betrieb, 60 weitere befinden sich in Planung.
Um die Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze zu ermitteln, stellten die Mainzer Forscher eine einfache Rechnung an: Sie teilten die Laufzeit aller Kernreaktoren weltweit von der Inbetriebnahme des ersten zivilen Reaktors bis heute durch die Zahl der bisherigen Kernschmelzen. Die Laufzeit der Reaktoren summiert sich auf 14.500 Jahre; die Zahl der Kernschmelzen beträgt vier – eine in Tschernobyl und drei in Fukushima. Daraus ergibt sich, dass es in 3.625 Reaktorjahren zu einem GAU kommt, dem größten anzunehmenden Unfall wie ihn die Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (International Nuclear Event Scale, INES) definiert. Selbst wenn man dieses Ergebnis auf einen GAU in 5.000 Reaktorjahren aufrundet, um das Risiko konservativ abzuschätzen, liegt das Risiko 200mal höher als Schätzungen der US-amerikanischen Zulassungskommission für Kernreaktoren im Jahr 1990 ergaben.
Katastrophale nukleare Unfälle wie die Kernschmelzen in Tschernobyl und Fukushima sind häufiger zu erwarten als bislang angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechnet, dass solche Ereignisse im momentanen Kraftwerksbestand etwa 200 mal häufiger sind als in der Vergangenheit geschätzt. Zudem ermittelten die Forscher, dass die Hälfte des radioaktiven Cäsium-137 bei einem solchen größten anzunehmenden Unfall mehr als 1.000 Kilometer weit transportiert würde. Die Ergebnisse zeigen, dass Westeuropa – inklusive Deutschland – wahrscheinlich einmal in etwa 50 Jahren mit mehr als 40 Kilobecquerel radioaktivem Cäsium-137 pro Quadratmeter belastet wird. Ab dieser Menge gilt ein Gebiet laut der Internationalen Atomenergie Behörde IAEA als radioaktiv kontaminiert.
Die Reaktorkatastrophe in Fukushima hat weltweit Zweifel an der Kernenergie geschürt und in Deutschland den Ausstieg aus der Kernenergie angestoßen. Dass das Risiko einer solchen Katastrophe höher ist als bislang angenommen, belegt die Studie von Forschern um Jos Lelieveld, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz: „Nach Fukushima habe ich mich gefragt, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein solcher Unfall wieder passiert, und ob wir die Verbreitung der Radioaktivität mit unseren Atmosphärenmodellen berechnen können.“ Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge, dürfte es einmal in 10 bis 20 Jahren zu einer Kernschmelze in einem der derzeit aktiven Reaktoren kommen. Momentan sind weltweit 440 Kernreaktoren in Betrieb, 60 weitere befinden sich in Planung.
Um die Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze zu ermitteln, stellten die Mainzer Forscher eine einfache Rechnung an: Sie teilten die Laufzeit aller Kernreaktoren weltweit von der Inbetriebnahme des ersten zivilen Reaktors bis heute durch die Zahl der bisherigen Kernschmelzen. Die Laufzeit der Reaktoren summiert sich auf 14.500 Jahre; die Zahl der Kernschmelzen beträgt vier – eine in Tschernobyl und drei in Fukushima. Daraus ergibt sich, dass es in 3.625 Reaktorjahren zu einem GAU kommt, dem größten anzunehmenden Unfall wie ihn die Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (International Nuclear Event Scale, INES) definiert. Selbst wenn man dieses Ergebnis auf einen GAU in 5.000 Reaktorjahren aufrundet, um das Risiko konservativ abzuschätzen, liegt das Risiko 200mal höher als Schätzungen der US-amerikanischen Zulassungskommission für Kernreaktoren im Jahr 1990 ergaben.
... link (0 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 23. Mai 2012
Schach-WM: Umkämpftes Remis
klauslange,22:21h
Gelfand versuchte wirklich alles, um einen Sieg in der neunten Partie einzufahren, doch am Ende blieb nur die Punkteteilung übrig.
Morgen gehts weiter...
Übrigens: Um nicht zu einseitig zu sein. Anand hat sich wirklich hervorragend verteidigt. Nicht wenige hätten sich in den Fallstricken des Endspiels verirrt. Die neunte Partie war wirklich eine würdige Weltmeisterschaftspartie. Gratulation an beide Spieler!
Morgen gehts weiter...
Übrigens: Um nicht zu einseitig zu sein. Anand hat sich wirklich hervorragend verteidigt. Nicht wenige hätten sich in den Fallstricken des Endspiels verirrt. Die neunte Partie war wirklich eine würdige Weltmeisterschaftspartie. Gratulation an beide Spieler!
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 22. Mai 2012
Geschafft: Der Drache ist im Orbit
klauslange,12:09h
SpaceX hat es geschafft: Ihre Kapsel Dragon hat es in den Orbit geschafft und die Solarzellenausleger haben sich entfaltet. Nun geht es zur ISS.
Dies ist ein historisches Ereignis, denn zum ersten Mal macht sich ein rein privatwirtschaftlich produziertes Raumschiff auf den Weg zu einer Raumstation. Auch die Trägerrakete Falcon ist ja von SpaceX. Sie hat schon einmal einen ersten Test im All überstanden.
Bis hierhin zunächst einmal meine herzliche Gratulation dem gesamten Falcon/Dragon - Team von SpaceX!!!
Nun erwartet alles gespannt das Rendezvous mit der ISS...
Dazu nun ein Artikel von raumfahrer.net.
Dies ist ein historisches Ereignis, denn zum ersten Mal macht sich ein rein privatwirtschaftlich produziertes Raumschiff auf den Weg zu einer Raumstation. Auch die Trägerrakete Falcon ist ja von SpaceX. Sie hat schon einmal einen ersten Test im All überstanden.
Bis hierhin zunächst einmal meine herzliche Gratulation dem gesamten Falcon/Dragon - Team von SpaceX!!!
Nun erwartet alles gespannt das Rendezvous mit der ISS...
Dazu nun ein Artikel von raumfahrer.net.
... link (0 Kommentare) ... comment
... older stories