Freitag, 1. Juni 2012
Sonnenanomalie für 2012 entdeckt
Im vorliegenden Focus-Artikel wird über eine von japanischen Forschern entdeckte Sonnen-Anomalie berichtet, die sehr gut mit anderen Geschehnissen korrespondiert. Das zur Einleitung dieses Artikels der Maya-Kalender erwähnt wird ist schon bezeichnend, tut aber der eigentlichen Entdeckung keinen Abbruch.

Ausführliche Zitate sollen den Kerninhalt vor späterer Löschung durch die focus-Redaktion bewahren:

Jetzt ist es wieder so weit. Diesmal leiten die Untergangspropheten die Gefahr vom Maya-Kalender ab, der im Dezember dieses Jahres endet. Mit ihm, glauben sie, ende auch die Welt. Anders als beim Schweifstern von 1910 können sie aber keinen physikalischen Mechanismus benennen, der sie in den Orkus reißen soll...

Tatsächlich beobachtete eine Forschergruppe um den Astrophysikprofessor Saku Tsuneta vom Nationalobservatorium Japans mit den Messinstrumenten an Bord von Hinode seit 2008 in monatlichen Abständen die magnetischen Pole der Sonne. Dabei zeigte sich, dass der magnetische Fluss, der ein Maß für die Stärke eines Magnetfeldes ist, in der Region des solaren Nordpols beständig abnahm und sich auch weiterhin abschwächt.

Dies ist zunächst nichts Ungewöhnliches. Ungefähr alle elf Jahre, dem elfjährigen Sonnenzyklus folgend – er wird nach seinem Entdecker, dem Dessauer Apotheker und Amateurastronomen Heinrich Schwabe, auch Schwabe-Zyklus genannt –, wechselt das solare Magnetfeld seine Polarität: Der Nord- wird zum Südpol und umgekehrt. Der Prozess lässt sich mit einem Stabmagneten vergleichen, der langsam sein Magnetfeld verliert und es in umgekehrter Richtung wieder aufbaut...

Normalerweise vollzieht sich die Polumkehr während des Aktivitätsmaximums eines Sonnenzyklus. Beim aktuellen Zyklus – es ist der 24. seit Beginn der offiziellen Zählung – wäre dies für Mai 2013 zu erwarten. Doch offenbar geschieht es nun deutlich früher als gedacht. „Der magnetische Fluss in der Nordpol-Region nähert sich dem Wert null. Die Feldumkehr dort dürfte in schätzungsweise einem Monat vollendet sein, also ein Jahr vor dem normalen Zeitpunkt“, verlautbaren die Hinode-Forscher. „Im Gegensatz dazu bleibt der magnetische Fluss in der Südpol-Region sehr stabil und hält seine Polarität aufrecht.“

Eine zweite Studie, durchgeführt von Forschern der US-Raumfahrtbehörde Nasa, kommt zum gleichen Resultat. Ihre Autoren maßen mit dem Satelliten SOHO die von der Sonnenatmosphäre über den Polen ausgesandte Mikrowellenstrahlung, die ebenfalls auf die magnetische Aktivität an der Oberfläche schließen lässt. „Im Moment haben wir ein Ungleichgewicht zwischen dem Nord- und dem Südpol“, konstatiert der Studien-Mitautor Jonathan Cirtain vom Marshall Space Flight Center der Nasa in Huntsville (US-Staat Alabama). „Der Norden befindet sich bereits im Übergang. Er ist dem Südpol weit voraus, und wir verstehen nicht warum.“ Jedenfalls widerspreche die Asymmetrie den bisherigen Modellen der Sonne, die einen gleichzeitigen Übergang erkennen lassen.

Aus diesen Beobachtungen zieht die Hinode-Forschergruppe einen überraschenden Schluss: Aufgrund der asymmetrischen Polumkehr von Zyklus 24 werde sich nicht wieder die gewohnte Dipol-Struktur des solaren Magnetfelds ausbilden. Vielmehr könnten in der Nähe des Sonnenäquators zwei zusätzliche Magnetpole entstehen. Auf unserem Zentralgestirn würde dann eine so genannte Quadrupol-Struktur entstehen. Daraus könne ein schwächeres Magnetfeld resultieren – und damit eine insgesamt viel niedrigere Sonnenaktivität.

Auf einen generellen Rückgang der solaren Aktivität deutete bereits das ausgedehnte Minimum des Zyklus 23 hin, das die Sonne im Frühjahr 2007 erreichte. Regulär hätte der folgende Zyklus 24 im Dezember 2008 beginnen sollen. Tatsächlich startete er erst im Herbst 2009. Zugleich verharrte die Zahl der Sonnenflecken – sie ist ebenfalls ein Maß für die magnetische Aktivität der Sonne – auf einem Tiefpunkt. Im Jahr 2008 gab es 266 fleckenfreie Tage, 2009 waren es 260 Tage. Seit 1849 hatte es nur drei Jahre mit noch längeren Perioden ohne einen einzigen Sonnenfleck gegeben.

Mit der Quadrupol-Struktur, fürchten die japanischen Sonnenforscher nun, falle unser Tagesgestirn wieder in einen Zustand, wie er während der Kleinen Eiszeit herrschte. Diese Periode, die vom Anfang des 15. bis ins 19. Jahrhundert währte, war charakterisiert durch bitterkalte Winter und feuchte, kühle Sommer, in denen der Weizen auf den Halmen verfaulte. Die sinkenden Ernten zogen Hungersnöte nach sich. Zweimal sanken die Temperaturen besonders tief: im Maunder-Minimum, das von 1645 bis 1715 anhielt, sowie im Dalton-Minimum von 1790 bis 1830 (benannt nach dem britischen Meteorologen John Dalton und seinem Landsmann Edward Maunder, einem Astronomen). In diesen Phasen froren winters in Holland regelmäßig die Grachten sowie in England die Themse zu, und mindestens zweimal türmte sich auf der gesamten Ostsee das Eis.

Im Maunder-Minimum blieb die Zahl der Sonnenflecken 30 Jahre lang auf einem Tiefpunkt. Nur 50 davon waren in dieser Periode zu sehen, dabei hätten mehrere Tausende auftauchen müssen. Insgesamt gab es in jener Zeit 3579 fleckenlose Tage in Folge. Im Jahr 1815 detonierte zudem der indonesische Vulkan Tambora. Die in der gewaltigen Eruption empor geschleuderte Aschewolke kühlte die sowieso schon im Dalton-Minimum steckende Erde weiter ab. Das Folgejahr 1816 ging als „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte ein.

Ursache der Kleinen Eiszeit, glauben manche Forscher, könnte ein „großes Minimum“ der Sonnenaktivität gewesen sein. Neben dem elfjährigen so genannten Schwabe-Zyklus gibt es nämlich weitere Schwankungen mit Perioden von rund 85 (Gleissberg-Zyklus) sowie 210 Jahren. Sie können sich überlagern, wobei dies die Sonnenaktivität verstärkt oder abschwächt. Im ersteren Fall brodelt es auf unserem Tagesgestirn über mehrere Schwabe-Zyklen hinweg gewaltig, die Sonnenphysiker sprechen von einem „großen Maximum“. Mit der Aktivität sinkt oder steigt auch die von der Sonne abgestrahlte Energie, deshalb wird es auf der Erde entsprechend kälter oder wärmer. Dabei kann die Erdtemperatur um bis zu 0,3 Grad Celsius schwanken. Dann wäre zumindest ein Teil der globalen Erwärmung im 20. Jahrhundert von etwa einem Grad der Sonne zuzuschreiben.

Zuletzt durchlief die Sonne in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein großes Maximum, mit Gipfelpunkten in den 50er- und späten 80er-Jahren. Um 2000 aber begann laut dem niederländischen Astrophysiker Cornelis de Jager ein Übergang zu einer Phase verringerter Aktivität, die in ein großes Minimum münden könnte. Das auf den Zyklus 24 folgende Minimum, glaubt de Jager, halte ein bis zwei Gleissberg-Zyklen an, also mindestens 60 bis 100 Jahre, und gleiche den Klimaschwingungen in der Kleinen Eiszeit. Diese Periode könnte so stark negativ ausfallen wie das Dalton-Minimum. De Jagers belgischer Kollege Dirk Callebaut von der Universität Antwerpen prognostiziert ein tiefes solares Minimum für den Zyklus 26, also zur Mitte des Jahrhunderts.


Mein Meinung dazu: Sollte dieses Jahr die Quadropolstruktur des Sonnenmagnetfeldes gemessen werden, ist das für mich die smoking gun (nicht zu einem Weltuntergang, sondern zu einem tiefgreifenden sonneninduzierten Wandel, wie ihn einige visionäre Biophysiker erwarten).

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Donnerstag, 31. Mai 2012
Dragon-Kapsel erfolgreich gewassert
Man fühlt sich an die Zeit der Apollo-Kapseln erinnert: Die Dragon-Kapsel senkt sich an drei rot-weißen Hauptfallschirmen den Wellen des Ozeans entgegen und wassert erfolgreich!

Eine Bilderbuchlandung und eine Werbung für die Leistungsfähigkeit der privaten Raumfahrt.

Dies ist ein historischer Tag und wird noch weitreichende Auswirkungen auf viele interessante Projekte der kommerziellen Raumfahrt haben.

Gratulation an SpaceX!!!

Dazu einen Artikel von raumfahrer.net

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Dragon auf dem Rückweg
Nach dem Abdocken wurde die Dragon-Kapsel nun auch vom Stationsarm getrennt, so dass sich die Kapsel auf dem Flug in Richtung Erde befindet. Ab ca. 17 Uhr unserer Zeit wird es spannend: Übersteht die Kapsel den Eintritt in die Erdatmosphäre, öffnen sich die Fallschirme, klappt die Wasserung und schließlich die Bergung?

Wir werden es bald wissen. Es wäre die Krönung einer historischen Mission!

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Mittwoch, 30. Mai 2012
Anand bleibt Schachweltmeister!
Mit einem Remis in der vierten Tirbreak-Partie sichert sich Anand die Titelverteidigung. Meine Gratulation an den alten und neuen Weltmeister!

Anmerkung: In Kommentaren zum Spiel habe ich oft gelesen, dass sich Leute über die vier Schnellschachpartien aufregen. Ich kann diese Kritik nicht verstehen. Was soll man denn tun, wenn über zwölf klassische Partien keine Entscheidung gefallen ist? Losen? Oder soll bei Punktegleichstand wieder der Titelträger automatisch seinen Titel behalten? Wer letzteres nicht will, der muss eben für einen Tiebreak sein. Ein Schachweltmeister, der den Namen verdient, muss eben auch stark spielen können, wenn die Bedenkzeit eingeschränkt wird. Wenn man im Rahmen der klassischen Bedenkzeit eine Entscheidung haben will, dann muss man eben die dafür angesetzten Partien nutzen...

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Schach WM Tiebreak: Dritte Partie Remis
Gelfand hat doch noch Remis erreicht, so steht es im Tie-Break 2 zu 1 für Anand. Gelfand muss nun unbedingt die vierte Partie gewinnen, um im Match zu bleiben, ansonsten hat Anand seinen Titel verteidigt, wonach es auch im Schnellschach wirklich so aussieht. Anand hat nun wieder Weiß.

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Schach WM: Gewinnt Anand auch dritte Partie?
Wie es aussieht, gewinnt Anand auch die dritte Tie-Break-Partie und damit den Titelkampf. Gelfand plagen Zeitprobleme, so dass er aus einer zunächst besseren Stellung schlecht abgetauscht hat und nun mit zehn Minuten weniger ums Überleben kämpfen muss. Anand steht auf Gewinn...

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Schach-WM: Anand gewinnt zweite Tiebreak - Partie
Es werden vier Tie-Break-Partien a 25 Minuten pro Partie + 20 Sekunden pro gespieltem Zug gespielt.

Nach einem Remis gewinnt Anand mit den weißen Steinen nun die zweite Partie und leider muss ich sagen, nachdem, was Gelfand im Tiebreak bisher gezeigt hat, wird wohl Anand nicht in die Blitzpartien müssen, um seinen Titel zu verteidigen. Zur Zeit wäre dies Leistungsgerecht.

Das Problem Gelfands ist zur Zeit, dass er in einer Aktivschachpartie manches mal mehr als fünf Minuten für ein Zug investiert, der dann aber zu schwach ist, um die investierte Zeit zu rechtfertigen. Daher kommt Gelfand in Zeitverzug und Anand nutzt dies gekonnt. Das ist halt seine Stärke. So sieht es nach einer erfolgreichen Titelverteidigung des amtierenden Schachweltmeisters aus.

Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht packt ja Gelfand in der dritten Partie - wo er wieder Weiß hat - einen erfolgreichen Angriff aus...

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Dienstag, 29. Mai 2012
Kane: STOP- und SBOTTOM- Squarks > 10 TeV/c^2
Gordon Kane hatte ja auf der Grundlage von Berechnungen im Rahmen der M-Theory eine Higgs-Bosonenmasse von ca. 125 GeV/c^2 vorhergesagt (mein Beitrag dazu hier). Für diese Masse hat das LHC ja auch tatsächliche starke Hinweise auf ein Higgs-Boson gefunden.

Nun habe ich erfahren, dass die selben Berechnungsgrundlagen, mit denen Kane scheinbar Erfolg hatte, zudem noch angeben, dass die Superpartnerteilchen der dritten Generationenquarks größer als 10 TeV/c^2 sind.

Das würde nicht nur einen direkten Nachweis der Supersymmetrie sehr erschweren und für das LHC gar ganz unmöglich machen, sondern es widerspricht meinen Berechnungen auf Grundlage der Urwort-Theorie, denn demgemäß liegen die Massen unter 1 TeV/c^2 (siehe utsusy_v1 (pdf, 290 KB) ).

Wir haben also einen Unterschied von einer Zehnerpotenz im Massenbereich. Das sollte reichen um anhand der Resultate des LHC klar entscheiden zu können, welche Vorhersage und damit welches Modell verworfen werden muss.

Das sehe ich sehr gelassen: Schließlich spielen wir hier nicht 'Wünsch dir was', sondern machen anhand von Modellrechnungen voraussagen, die dann empirisch überprüft werden. Warten wir also einfach die Experimente ab...!

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Sonntag, 27. Mai 2012
Hildegard von Bingen wird Kirchenlehrerin
Nun ist es vom Papst bestätigt. Wie er heute bekanntgab wid er Hildegard von Bingen im Oktober zur Kirchenlehrerin erheben.

Das ist eine Sensation. Darüber werde ich später noch viel zu sagen haben.

Kath.net berichtet hier.

Sensationell ist das wegen ihrer ganzheitlichen Sichtweise von der Verknüpfung von Mensch und Kosmos und ihrer heilkundlichen wie theologischen Werke, neben vielem anderen.

Speziell heißt es in der Begründung:

Als Benediktinerin des deutschen Hochmittelalters sei Hildegard eine wahre Meisterin der Theologie und darüber hinaus eine Gelehrte der Naturwissenschaften und der Musik gewesen.

Gerade ihre naturwissenschaftlichen Ansichten machen ihre Werke heute so wertvoll und bilden einen klaren Kontrapunkt zu den auch in kirchlichen Kreisen Einzug gehaltene materialistische Lesart naturwissenschaftlichen Arbeitens.

Mit ihrer formalen Einschreibung in das Heiligenverzeichnis der universalen Kirche hatte sich dieser Schritt abgezeichnet.

Ihre Erhebung zur Kirchenlehrerin kommt einem geistliches Erdbeben gleich!

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Samstag, 26. Mai 2012
Dragon-Kapsel ist an ISS gedockt!
Nun ist die Dragon-Kapsel ein Teil der ISS. Das Docking hat funktioniert. Morgen wird die Luke geöffnet...

Ein historisches Ereignis:

Privater Raumfrachter dockt an ISS

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Der Drache ist eingefangen
Nun befindet sich Dragon von SpaceX am Greifarm der ISS und noch heute kann das Docking beginnen.
Raumfahrer.net berichtet.

Dies ist ein historischer Moment nicht nur für die amerikanische Raumfahrt, sondern in erster Linie für die kommerzielle Raumfahrt. Dennoch: Mit dieser Privatinitiative wurde der typische amerikanische Traum verwirklicht. Was wird privatwirtschaftlich noch alles möglich sein?

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Dragon koppelt heute an ISS
Nach den erfolgreichen Testmanövern der Dragonkapsel in der Nähe der ISS soll die Kapsel heute an die ISS docken. Dazu gab es gestern eine Pressekonferenz:

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Donnerstag, 24. Mai 2012
Goldbachvermutung für Summe aus drei Primzahlen bewiesen
Wie schon im Zusammenhang mit Terence Taos Ergebnis (hier ) angemerkt, ist der Beweis von Winogradow, dass ab einer bestimmten Konstante C alle ungeraden Zahlen wirklich als Summe von höchstens drei Primzahlen dargestellt werden können, nicht praktikabel.

Warum?

Die Konstante hat den Betrag

C = e^3100

D.h. man kann nicht alle Zahlen bis dorthin per Computerberechnungen - also brute force - ermitteln.

Tao hat nun mit seinem Ergebnis einen Weg gewiesen, womit ihm immerhin die Darstellbarkeit aller ungeraden Zahlen größer 1 mit höchstens fünf Primzahlen gelang.

Darauf referenzierend hat nun H.A. Helfgott diese Grenze von C soweit heruntergedrückt, dass alle ausstehenden Computerberechnungen praktikabel sind. D.h. er hat prinzipiell die schwache Goldbachvermutung bewiesen.

Ein Vorabdruck findet sich in arXiv.org.

Abstract. The ternary Goldbach conjecture states that every odd number
n 7 is the sum of three primes. The estimation of sums of the form
Pp≤x e(p), = a/q + O(1/q^2), has been a central part of the main approach
to the conjecture since (Vinogradov, 1937). Previous work required q
or x to be too large to make a proof of the conjecture for all n feasible.
The present paper gives new bounds on minor arcs and the tails of major
arcs. For q 4 · 10^6, these bounds are of the strength needed to solve the
ternary Goldbach conjecture. Only the range q 2 [10^5, 4 · 10^6] remains to be
checked, possibly by brute force, before the conjecture is proven for all n.
The new bounds are due to several qualitative improvements. In particular,
this paper presents a general method for reducing the cost of Vaughan’s
identity, as well as a way to exploit the tails of minor arcs in the context of
the large sieve.


Datum von gestern. Mit anderen Worten: Es steht noch die Beweisprüfung aus.

Wer ist H.A. Helfgott?

Harald Andres Helfgott

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Hohes GAU-Risiko
Nuklearunfälle von der stärke eines GAUs sind weit mehr zu befürchten, als bislang gedacht. Im Durchschnitt ist alle zehn Jahre mit einem GAU zu rechnen, wobei Westeuropa das größte Risiko trägt, wie pro-physik.de berichtet: hier:

Katastrophale nukleare Unfälle wie die Kernschmelzen in Tschernobyl und Fukushima sind häufiger zu erwarten als bislang angenommen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben anhand der bisherigen Laufzeiten aller zivilen Kernreaktoren weltweit und der aufgetretenen Kernschmelzen errechnet, dass solche Ereignisse im momentanen Kraftwerksbestand etwa 200 mal häufiger sind als in der Vergangenheit geschätzt. Zudem ermittelten die Forscher, dass die Hälfte des radioaktiven Cäsium-137 bei einem solchen größten anzunehmenden Unfall mehr als 1.000 Kilometer weit transportiert würde. Die Ergebnisse zeigen, dass Westeuropa – inklusive Deutschland – wahrscheinlich einmal in etwa 50 Jahren mit mehr als 40 Kilobecquerel radioaktivem Cäsium-137 pro Quadratmeter belastet wird. Ab dieser Menge gilt ein Gebiet laut der Internationalen Atomenergie Behörde IAEA als radioaktiv kontaminiert.

Die Reaktorkatastrophe in Fukushima hat weltweit Zweifel an der Kernenergie geschürt und in Deutschland den Ausstieg aus der Kernenergie angestoßen. Dass das Risiko einer solchen Katastrophe höher ist als bislang angenommen, belegt die Studie von Forschern um Jos Lelieveld, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz: „Nach Fukushima habe ich mich gefragt, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein solcher Unfall wieder passiert, und ob wir die Verbreitung der Radioaktivität mit unseren Atmosphärenmodellen berechnen können.“ Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge, dürfte es einmal in 10 bis 20 Jahren zu einer Kernschmelze in einem der derzeit aktiven Reaktoren kommen. Momentan sind weltweit 440 Kernreaktoren in Betrieb, 60 weitere befinden sich in Planung.

Um die Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze zu ermitteln, stellten die Mainzer Forscher eine einfache Rechnung an: Sie teilten die Laufzeit aller Kernreaktoren weltweit von der Inbetriebnahme des ersten zivilen Reaktors bis heute durch die Zahl der bisherigen Kernschmelzen. Die Laufzeit der Reaktoren summiert sich auf 14.500 Jahre; die Zahl der Kernschmelzen beträgt vier – eine in Tschernobyl und drei in Fukushima. Daraus ergibt sich, dass es in 3.625 Reaktorjahren zu einem GAU kommt, dem größten anzunehmenden Unfall wie ihn die Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (International Nuclear Event Scale, INES) definiert. Selbst wenn man dieses Ergebnis auf einen GAU in 5.000 Reaktorjahren aufrundet, um das Risiko konservativ abzuschätzen, liegt das Risiko 200mal höher als Schätzungen der US-amerikanischen Zulassungskommission für Kernreaktoren im Jahr 1990 ergaben.

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