Donnerstag, 28. Juni 2012
Angriff auf die Religionsfreiheit
Wieder einmal ist die Religionsfreiheit angegriffen, und zwar nicht in irgendeinem despotischen Staat, sondern in der Bundesrepublik Deutschland, die verfasst ist auf der freiheitlich demokratischen Grundordnung in der die Religionsfreiheit elementarer Bestandteil ist. Was ist geschehen?

Das Kölner Landgericht urteilte, dass das Beschneidungsritual zur Aufnahme in den Bund Israels gegen die Wahlfreiheit des 8-tägigen kleinen Jungen wäre und die körperliche Unversehrtheit verletzt.

Mit einem solchen Urteil, würde es Bestand haben, würde man in Deutschland wieder das Judentum direkt und an der Wurzel angreifen (und in der Folge auch das Christentum bzgl. Babytaufe zum Beispiel).

Es trifft in Wirklichkeit aber die Religionsfreiheit generell, die dann immer weiter ausgehöhlt wird. Religionsfreiheit im Grundgesetz garantiert nicht nur die Kultfreiheit, sondern auch die Freiheit entsprechend seiner Religion in Frieden ein selbstgestaltetes Leben führen zu dürfen.

Auf welt.de wurde dazu - auch zur Verfassungsrechtsfrage - ein passender Artikel veröffentlicht: hier.

Daraus:

Manch fingerfertiger Kommentator verwandelt sich im Eifer des Gefechts sogar in einen Rabbiner, der seinen Lesern erklärt, die Beschneidung der Jungen im Judentum sei sekundär, was so richtig ist wie die Behauptung, man müsse nicht an Jesus glauben, um Christ zu sein.

Christentum hin, Judentum her. Zum Glück gibt es eine Bibel besonderer Art. In ihr sollte vor allem nachgeschlagen werden: das Grundgesetz. In den Worten von Artikel 4: "Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet."


Gegen das moralische Empfinden

Rechtlich bedeutet diese Art von Freiheit mehr als bloße Toleranz. Welcher Glauben auch immer gemeint ist, die Bundesrepublik fühlte sich bisher verpflichtet, dessen Regeln selbst dann zu schützen, wenn sie das moralische Empfinden eines Teil der Bevölkerung stören.

Vor Jahren wurde etwa ein Vater von vier Kindern verurteilt, dessen Familie Mitglied einer christlichen Sekte war, weil er es abgelehnt hatte, seiner Frau bei der Geburt des letzten Kindes mit einer Bluttransfusion das Leben zu retten. Der Verurteilte ging bis vor das Bundesverfassungsgericht, zitierte aus der Heiligen Schrift "Ist jemand krank, der … lasse über sich beten, und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen" und wurde von den Karlsruher Richtern freigesprochen.


Der Beitritt zum Bund

Folgt man dem Grundgesetz, gehört zum Schutz der Religionen und der verschiedenen Weltanschauungen eben nicht nur die Sicherung kultischer Handlungen, sondern selbst die Garantie einer bestimmten weltanschaulichen Lebensweise. Die Beschneidung der Jungen im Judentum ist aber mehr als das. Sie ist ein grundlegendes, in der Bibel vorgeschriebenes jüdisches Gesetz.

Der Beitritt zum Bund (auf Hebräisch "Berit Mila"), den die Beschneidung vollzieht, gilt als das wichtigste aller Gebote. Sie darf selbst an den höchsten jüdischen Feiertagen vorgenommen werden.

Die Begründung dafür lässt sich im ersten Buch Mose 17,11 finden: "Wenn aber ein Männlicher nicht beschnitten wird an seiner Vorhaut, wird er ausgerottet werden aus seinem Volke, weil er meinen Bund gebrochen hat." Ähnliches findet sich in den Koranauslegungen. Auch sie werden vom Grundgesetz geschützt. Wäre es nicht so, verlöre die Demokratie einen maßgeblichen Teil ihrer westlichen Überzeugungen.

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Donnerstag, 28. Juni 2012
Viel Wasser im Marsinneren
Aufgrund von Meteoritenanlysen hat man herausgefunden, dass der Mars im Inneren ein großes Wasservorkommen besitzt. Dies berichtet Sterne und Weltraum:

Die jetzt untersuchten Meteoriten Shergotty, dessen Fall im Jahr 1865 in Shergotty, Indien, beobachtet wurde, und der in der Antarktis gefundene Queen Alexandria Ridge 94201 zeigen, dass sich ihre Gesteine bei Anwesenheit von Wasser im Inneren des Mars bildeten. Somit enthielt der Marsmantel vor rund 327 Millionen Jahren noch annähernd so viel Wasser wie heute der obere Erdmantel, der sich unmittelbar an die Erdkruste nach unten hin anschließt. Dies ist das Erstarrungsalter der Basalte nach dem Ausfließen auf der Marsoberfläche aus einem Vulkan. Die Wassergehalte sind sehr ähnlich, für den Marsmantel betragen sie zwischen 70 und 300 Teile pro Million Atome (englisch: parts per million, ppm), für den oberen Erdmantel 50 bis 300 ppm.

Natürlich hat dies Auswirkungen auf die Einschätzung des vergangenen und in geologischen Alter noch jungen Marsklima, sowie für mögliche Lebensentstehung und Bewahrung im Marsboden bis heute.

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Dienstag, 26. Juni 2012
Erster Atom - Unfall bereits 1942 in Leipzig
Bereits im Juni 1942 gab es in Leipzig an einer sogenannten Uran-Maschine einen Atom-Störfall, der zeigte, wie gefährlich diese Technologie ist.

Dies berichtet pro-physik.de.

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Montag, 25. Juni 2012
Cern: Seminar zu neuen Such-Ergebnissen nach dem Higgs Boson
In letzter Zeit gibt es ja Gerüchte nach weiteren Hinweisen zur Suche nach dem Higgsboson in den neuen Daten der 2012er Kollisionen am LHC.

Vermutet wurde eine entsprechende Bekanntgabe auf der ICHEP-Konferenz in Melbourne vom 4. bis 11. Juli 2012.

Nun hat das Cern aber mitgeteilt, dass es selbst ein Seminar am 4.7.2012 abhalten will, um weitere Ergebnisse bezüglich der Higgs-Suche öffentlich zu machen (siehe auch hier).

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Samstag, 23. Juni 2012
Lichtschwertkampf
Für alle Star Wars Fans eine von Fans selbstgemachte super Lichtschwertkampfchoreografie:




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Freitag, 22. Juni 2012
Neue Information zur Ostsee Anomalie
Es wurden neue Informationen zur Ostsee-Anomalie bekannt, wie grenzwissenschaft-aktuell berichtet. Auch in der Facebook-Gruppe des Ocean-X-Teams kann man sich stets informieren.

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Donnerstag, 21. Juni 2012
BaBar: Neue Physik entdeckt
Während man wieder über neue Ergebnisse mit größerer Signifikanz zum Higgs-Boson spekuliert (und gesicherte Auskunft wird auf der Konferenz in Melbourne zu finden sein, siehe ab 4.7.12 hier) wurde mittels der BaBar-Kollaboration ein Zerfall beobachtet, der viel größer ist, als die Standardtheorie der Teilchenphysik erlaubt. Ausführlich berichtet science daily darüber:

In this type of decay, a particle called the B-bar meson decays into a D meson, an antineutrino and a tau lepton. While the level of certainty of the excess (3.4 sigma in statistical language) is not enough to claim a break from the Standard Model, the results are a potential sign of something amiss and are likely to impact existing theories, including those attempting to deduce the properties of Higgs bosons.

"The excess over the Standard Model prediction is exciting," said BaBar spokesperson Michael Roney, professor at the University of Victoria in Canada. The results are significantly more sensitive than previously published studies of these decays, said Roney. "But before we can claim an actual discovery, other experiments have to replicate it and rule out the possibility this isn't just an unlikely statistical fluctuation."

The BaBar experiment, which collected particle collision data from 1999 to 2008, was designed to explore various mysteries of particle physics, including why the universe contains matter, but no antimatter. The collaboration's data helped confirm a matter-antimatter theory for which two researchers won the 2008 Nobel Prize in Physics.

Researchers continue to apply BaBar data to a variety of questions in particle physics. The data, for instance, has raised more questions about Higgs bosons, which arise from the mechanism thought to give fundamental particles their mass. Higgs bosons are predicted to interact more strongly with heavier particles -- such as the B mesons, D mesons and tau leptons in the BaBar study -- than with lighter ones, but the Higgs posited by the Standard Model can't be involved in this decay.

"If the excess decays shown are confirmed, it will be exciting to figure out what is causing it," said BaBar physics coordinator Abner Soffer, associate professor at Tel Aviv University. Other theories involving new physics are waiting in the wings, but the BaBar results already rule out one important model called the "Two Higgs Doublet Model."


Nun wird noch eine unabhängige Bestätigung benötigt, die aber bald vorliegen kann, wie New Scientist berichtet:

The BaBar team's results are not statistically significant, yet, but they hope a Japanese experiment called Belle will confirm their results soon. If it is confirmed, the standard model may need a revamp, even if the Higgs is discovered to fit neatly into it.

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