Freitag, 24. August 2012
Einstein und Pythagoras
Vor einiger Zeit habe ich ja zwei interessante Vorträge zu Pythagoras und Einstein vorgestellt, hier und hier. Heute möchte ich nun auflösen, worauf ich hinaus will:
Allen bekannt ist ja die Energie-Masse-Äquivalenz-Formel von Einstein

e = mc^2

Doch diese populäre Form verbirgt mehr, als sie zeigt, denn sie gilt nur für Ruhemassen, also wenn sich die Teilchen nicht bewegen. Das ist aber die Ausnahme und nicht die Regel.

Allgemein gilt daher der Ausdruck

e = mc^2 * (1 - (v/c)^2)^(-1/2)

Wobei v die Geschwindigkeit ist. Für den Spezialfall v = 0 haben wir also die bekannte Formel. Daher nehmen wir den allgemeineren Fall 0 < v < c.
Der Wurzelausdruck unter dem Bruchstrich wird aufgelöst mittels

e^2 * (1 - (v/c)^2) = m^2 * c^4

e^2 - (vmc)^2 = m^2 * c^4

Für mv haben wir den Impuls p = mv und somit

e^2 = (pc)^2 + (mc^2)^2

Und das ist nichts anderes als Pythagoras.

Wichtig ist hierbei, dass nicht nur Pythagoras benutzt wurde, um die allgmeine Formel herzuleiten, sondern dass Pythagoras wirklich am Ende der Umformungen erhalten bleibt und ein so altes Gesetz in einer der leistungsfähigsten Theoreme heutiger Physik an prominenter Stelle wieder auftaucht. Eine geometrische Deutung der Energie/Masse-Äquivalenz drängt sich damit geradezu auf!

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Mittwoch, 22. August 2012
Fische vor Fukushima stark verstrahlt
In den Gewässern vor Fukushima wurde eine Rekorddosis von Cäsium in Fischen gemessen, wie n-tv verichtet, hier:

Die Zerstörung des japanischen Atomkraftwerks Fukushima Daiichi durch einen Tsunami 2011 hat schwere Folgen auch für die Fischwirtschaft. Im Meer vor Fukushima gefangene Fische weisen Rekordwerte radioaktiven Cäsiums auf. Bei zwei Grünlingen wurden 25.800 Becquerel Cäsium pro Kilogramm gemessen. Das gab der Akw-Betreiber TepCo laut japanischen Zeitungen bekannt.

Der Messwert entspricht dem 258-Fachen dessen, was der Staat als unbedenklich zum Verzehr einstuft. Die Fische wurden Anfang August in einer Entfernung bis 20 Kilometer von der Atomruine in 15 Metern Tiefe gefangen. Das Fischen vor der Küste der Provinz Fukushima unterliegt freiwilligen Beschränkungen, damit kein kontaminierter Fisch auf den Markt gelangt.

Am 11. März 2011 hatten ein schweres Erdbeben und ein Jahrhundert-Tsunami das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi verwüstet. Als Folge kam es zu Kernschmelzen; große Mengen Radioaktivität gelangten in die Umwelt und ins Meer. Zwar hat die Regierung die Lage in der Atomruine für stabil erklärt, dennoch bereiten Strahlenbefunde wie die in den Grünlingen vielen Menschen weiter Sorgen.

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Dienstag, 21. August 2012
Lebensentstehung aus Kristalle
Bezüglich der Frage zur Entstehung des Lebens habe ich eine interessante Seite gefunden, die sich der Hypothesis of Crystalline Ancestry widmet. Darin werden bestimmte Kristalle nicht nur als Schlüsselzutaten für die Lebensentstehung angesehen, sondern konsequenterweise auch selbst als die ersten Lebewesen bezeichnet.

Link:

The hypothesis of Crystalline Ancestry


Das hat zum Beispiel weitreichende Konsequenzen, wenn man nach außerirdischem Leben sucht, ob nun per Sonden/Rover auf fremden Planeten oder in Meteoriten auf der Erde...

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Montag, 20. August 2012
Quasikristalle kommen aus dem All
Die nobelpreiswürdigen Quasikristalle sind kein irdisches Produkt, sondern stammen aus dem Weltall, wie nun nachgewiesen wurde, berichtet scinexx.de:

Die Untersuchungen in Sibirien bestätigten nun, dass die Quasikristalle nicht auf der Erde entstanden sein können. Stattdessen sei dieser Kristalltyp bereits in der Frühzeit des Sonnensystems, vor rund 4,5 Milliarden Jahren, im Inneren des Asteroiden geformt worden, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Reports of Progress in Physics".

Künstlich hergestellte Quasikristalle stecken heute in zahlreichen Materialien, von der Antihaft-Beschichtung von Pfannen über Katalysatoren bis hin zu hochfestem Stahl. In diesen Metallverbindungen bilden die Atome nicht, wie sonst üblich, ein Gitter mit immer gleichen Abständen. Stattdessen sind sie wie in einem Fußball oder einem komplexen Fliesenmosaik angeordnet: In einem regelmäßigen Muster wechseln sich Gruppen von Bindungen mit unterschiedlicher Symmetrie ab - ähnlich wie die fünfeckigen und sechseckigen Lederstücke bei einem Fußball. Dass solche Quasikristalle überhaupt existieren können, hatte erst im Jahr 1982 der israelische Chemiker Daniel Shechtman entdeckt. Er erhielt dafür 2011 den Nobelpreis für Chemie.Die Untersuchungen in Sibirien bestätigten nun, dass die Quasikristalle nicht auf der Erde entstanden sein können. Stattdessen sei dieser Kristalltyp bereits in der Frühzeit des Sonnensystems, vor rund 4,5 Milliarden Jahren, im Inneren des Asteroiden geformt worden, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Reports of Progress in Physics".

Künstlich hergestellte Quasikristalle stecken heute in zahlreichen Materialien, von der Antihaft-Beschichtung von Pfannen über Katalysatoren bis hin zu hochfestem Stahl. In diesen Metallverbindungen bilden die Atome nicht, wie sonst üblich, ein Gitter mit immer gleichen Abständen. Stattdessen sind sie wie in einem Fußball oder einem komplexen Fliesenmosaik angeordnet: In einem regelmäßigen Muster wechseln sich Gruppen von Bindungen mit unterschiedlicher Symmetrie ab - ähnlich wie die fünfeckigen und sechseckigen Lederstücke bei einem Fußball. Dass solche Quasikristalle überhaupt existieren können, hatte erst im Jahr 1982 der israelische Chemiker Daniel Shechtman entdeckt. Er erhielt dafür 2011 den Nobelpreis für Chemie.

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Montag, 20. August 2012
Krebstumor
Die iranische Führungsebene hat Israel in Reden als Krebstumor bezeichnet. Am Freitag durch den Regierungschef Ahmadenischad und am Sonntag der geistliche Führer Chamenei. U.a. Quelle welt.de.

Hier gibt es nichts zu verharmlosen oder zu leugnen. Das sind klare Drohungen gegen die Existenz des jüdischen Staates Israel. Schließlich weiß jeder, was man mit einem auftretenden Krebstumor macht: Entweder man versucht ihn chirurgisch zu entfernen oder man macht eine Chemotherapie. Wenn man dann in dem Bild der Gleichsetzung von Israel mit einem Krebstumor bleibt und aufgrund der gezeigten medizinischen Mittel gegen einen solchen Tumor dieses Bild vervollständigt, dann liegt hier die Drohung eines Chemiewaffenangriffs vor. Das sollte man nicht vergessen. Und zu gegebener Zeit werde ich daran erinnern...!

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Freitag, 17. August 2012
Mars One
Eine zumindest von der Idee her sehr interesante Initiative ist Mars One. Buzz Aldrin, der zweite man auf dem Mond, hat ein ähnliches Programm schon zuvor erdacht: Mars to stay.

Man fliegt zum Mars und siedelt dort bis zum Lebensende. Ethisch finde ich eine solche Mission nicht fragwürdig, so die technische Realisierung eine echte Überlebenschance der Siedler bietet, also nicht von vornherein ein programmierter Selbsmord damit verbunden ist. Aufgrund des Konzepts wäre dies keine Kamikaze-Aktion, wie so mancher Kleingeist kritisiert, sondern es ist eine Pioniertat, die natürlich auch Risiken birgt.

Auch meine Frau sieht das so, und meinte, sie würde mit mir dorthin fliegen, wenn wir keine Kinder hätten und sie diese nicht zurücklassen müsste...

Naja, vielleicht kann man das anders unterstützen. Diese Blog-Beitrag ist ein Anfang...

Zum n-tv-Artikel hier.

Das Ganze ist realistischer, als es den ersten Anschein hat, denn SpaceX - die schon unbemannt die ISS mit nachschub versorgt haben - will in zehn Jahren in der Lage sein bemannt zum Mars zu fliegen, dort zu landen und zurückzukehren. Dazu ein interessantes Interview mit Elon Musk, dem Eigentümer von SpaceX: hier (etwa ab 13:05).

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Mittwoch, 15. August 2012
Sonne beeinflusst radioaktive Zerfallsraten
Was schon einige Jahre vermutet wurde, konnte nun unabhängig belegt werden: Die Sonne beeinflusst radioaktive Zerfallsraten: Die Zerfallsrate ist bei Sonnennähe am höchsten, bei Sonnenferne am niedrigsten.

Berichtet welt der physik:

„Es ist das erste Mal, dass dasselbe Isotop bei zwei verschiedenen Experimenten in zwei unterschiedlichen Laboren verwendet wurde – und denselben Effekt gezeigt hat“, erläutert Ephraim Fischbach von der Purdue University in West Lafayette im US-Bundestaat Indiana. Fischbach war 2006 durch Zufall darauf gestoßen, dass der Zerfall von Mangan-54 sich 39 Stunden vor großen Eruptionen auf der Sonne geringfügig ändert. Systematische Messungen führten dann auf die Entdeckung einer jährlichen Periodizität der Zerfallsrate, sowie auf Schwankungen im Einklang mit der Rotationsdauer und dem Aktivitätszyklus der Sonne.

Doch die Existenz des Effekts blieb bislang unter Physikern umstritten. Denn Experimente anderer Forschungsgruppen mit anderen Isotopen lieferten widersprüchliche Ergebnisse. Teils fanden die Wissenschaftler ähnliche Variationen, teils keine Hinweise darauf. Fischbach und seine Kollegen haben nun die von 2005 bis 2011 gesammelten Kalibrationsdaten eines Strahlungsmessgeräts am Forschungsreaktor der Ohio State University ausgewertet. Die Daten zeigen, so berichtet das Team, eine signifikante jährliche Variation der Zerfallsrate von Clor-36 in Abhängigkeit vom Abstand Erde-Sonne. Die Messungen stimmen zudem mit früheren Untersuchungen des Zerfalls von Chlor-36 am Brookhaven National Laboratory überein.

Die Schwankungen der Zerfallsrate zeigen sich beim sogenannten Beta-Zerfall von Atomkernen, an dem Neutrinos beteiligt sind. Fischbach und seine Kollegen äußern daher die Vermutung, dass die von der Sonne kommenden Neutrinos den Kernzerfall beeinflussen.


Natürlich wieder einmal die Neutrinos als 'Übeltäter'. Aufgrund ihrer Bedeutng in der Urwort-Theorie kein Wunder!

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