Donnerstag, 20. September 2012
Jesus war nicht verheiratet
Natürlich war Jesus nicht verheiratet. An dieser Tatsache ändert auch nichts eine neue Entdeckung, die eine feministische Forscherin nun medial wirksam vorstellt. Für ausführliche Anmerkungen zu dem neuen Papyrus-Fund verlinke ich einen sehr guten kath.net Artikel.

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Dienstag, 18. September 2012
Warp-Antrieb realisierbar!
Inspiriert von der Star Trek Serie machte man sich über den sogenannten Warp - Antrieb des Raumschiffes Enterprise Gedanken. Da sich innerhalb der Raumzeit nichts schneller als mit Lichtgeschwindigkeit bewegen kann, besann man sich darauf, dass die Raumzeit selbst dieser Geschwindigkeitsbeschränkung nicht unterliegt. Kann man also die Raumzeit so manipulieren, dass dadurch Ziele in einer effektiven Überlichtgeschwindigkeit erreicht werden? Das war die Frage und 1994 konnte der Mexikaner Miguel Alcubierre antworten: Ja, rechnerisch ist das möglich. Dazu generiert man um das Raumschiff eine Warp-Blase, in der die Lichtgeschwindigkeit nicht überschritten wird. Diese Warp-Blase streckt und staucht aber die Raumzeit selbst, so dass sich im Endeffekt die Warp-Blase (und damit das Raumschiff in ihr) durch diese Manipulation der Raumzeit überlichtschnell bewegt.

Das Ganze hatte nur den Haken, dass man dermaßen viel Energie benötigen würde, dass die Erzeugung der Warp-Blase mit der Steckung und Stauchung der Raumzeit praktisch nicht zu erreichen sein würde.

Dieses Energieproblem konnte nun aber durch einen Forscher der NASA am Johnson Space Center gelöst werden, wie space.com berichtet.

Harold White konnte Optimierungen an der ursprünglichen Formel vornehmen und so die Enerigemenge drastisch senken. Interessant: Im Labor soll nun eine kleine Warp-Blase erzeugt werden!

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Montag, 17. September 2012
Mars Bluebarries mit Biosignaturen!!!
Die bekannten Mars-Kügelchen 'Blueberries' wurden aussschließlich als rein chemisch entstanden angesehen. Doch nun zeigt eine Forschergruppe, dass solche speziellen Kügelchen auf der Erde stets Biosignaturen enthalten, also unter Mithilfe von Mikroben entstanden sind:

Concretions, preferentially cemented masses within sediments and sedimentary rocks, are records of sediment diagenesis and tracers of pore water chemistry. For over a century, rinded spheroidal structures that exhibit an Fe(III) oxide–rich exterior and Fe-poor core have been described as oxidation products of Fe(II) carbonate concretions. However, mechanisms governing Fe(III) oxide precipitation within these structures remain an enigma. Here we present chemical and morphological evidence of microbial biosignatures in association with Fe(III) oxides in the Fe(III) oxide–rich rind of spheroidal concretions collected from the Jurassic Navajo Sandstone (southwest United States), implicating a microbial role in Fe biomineralization. The amount of total organic carbon in the exterior Fe(III) oxides exceeded measured values in the friable interior. The mean δ13C value of organic carbon from the Fe(III) oxide–cemented exterior, δ13C of −20.55‰, is consistent with a biogenic signature from autotrophic bacteria. Scanning electron micrographs reveal microstructures consistent with bacterial size and morphology, including a twisted-stalk morphotype that resembled an Fe(II)-oxidizing microorganism, Gallionella sp. Nanoscale associations of Fe, O, C, and N with bacterial morphotypes demonstrate microorganisms associated with Fe(III) oxides. Together these results indicate that autotrophic microorganisms were present during Fe(III) oxide precipitation and present microbial catalysis as a mechanism of Fe(III) oxide concretion formation. Microbial biosignatures in rinded Fe(III) oxide–rich concretions within an exhumed, Quaternary aquifer has broad implications for detection of life within the geological record on Earth as well as other Fe-rich rocky planets such as Mars, where both Fe(II) carbonate and Fe(III) oxide–rich concretions have been identified.



Quelle: Fachjournal Geology

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Opportunity findet kleine Kügelchen auf dem Mars
Schon einmal fand der Minirover kleine Kügelchen auf dem Mars, die dann den Spitznamen 'Blueberries' erhielten. Nun wurde der Rover wieder fündig, doch die neuen Kügelchen haben eine ganz andere Struktur und Zusammensetzung als die bekannten Blueberries. Die nächsten Wochen sollen Licht ins Dunkel bringen. Schade das der neue Rover Curiosity nicht einen solchen Fund gemacht hat. Mit Opportunity ist die Analyse weitaus schwieriger und indirekter.

New Scientist berichtet:

NASA scientists working on the Opportunity mission at first thought the spheres looked like structures known as Martian blueberries. These iron-rich orbs, discovered at the rover's landing site in 2004, are thought to have formed millions of years ago, when the Red Planet was likely warm enough to host liquid water.

In some places minerals precipitated out of the water as it diffused through rock, leaving behind hard masses. Erosion eventually exposed the spherules embedded in outcrops, like blueberries in a muffin.

Similar spheres have been found in sandstones in the US Southwest, and some scientists think they may hold clues to finding microbial life on Mars.

But when Opportunity took a closer look at the new spheres using its X-ray spectrometer, the rover found that they don't "taste" like blueberries.

For one, the spheres don't contain nearly as much iron. They're also much more tightly clustered than previous groups of blueberries, and they have a more fragile disposition.

"They seem to be crunchy on the outside, and softer in the middle," Opportunity's principal investigator, Steve Squyres of Cornell University, said in a NASA statement.

"They are different in concentration. They are different in structure. They are different in composition. They are different in distribution. So, we have a wonderful geological puzzle in front of us."

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Freitag, 14. September 2012
Japan schaltet alle AKWs bis 2040 ab
Endlich! Auch im der Atomlobby hörigen Japan folgt nach Fukushima der Atomausstieg. Zwar soll dies erst 2040 soweit sein, aber für Japan ist das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es werden immer wieder Ausreden aufgeführt, warum man denn für die Stromerzeugung bei der Atomkraft bleiben solle. Doch letztlich muss man eben eingestehen, dass diese Technik einfach nicht beherrschbar ist. Schon der Normalbetrieb macht Probleme, wenn man nur die Atommüllproblematik nimmt. Zum japanischen Atomausstieg berichtet u.a. welt.de.

Übrigens: Natürlich kann ich mir auch vorstellen, dass man Atomkraft zur Stromerzeugung benutzt. Aber dies wegen des Risikos eben nicht auf der Erde. Aber auf dem Mond könnte man zur Versorgung einer dortigen Station ruhig einen Meiler bauen, wenn dort eine Havarie passiert, macht es nichts. Und auch das Atommüllproblem stellt sich im All so nicht. Aber das nur so nebenbei.

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Mittwoch, 12. September 2012
Quantenmechanischer Tunneleffekt in der Chemie entdeckt
Chemische Reaktionen können auch über einen quantenmechanischen Tunneleffekt ablaufen. Dieser Effekt wäre am besten mit dem Beamen aus Star Trek zu beschreiben, meint Prof. Schreiner von der Uni Gießen, berichtet scinexx.de:

Chemische Reaktionen kann man mit Bergwanderungen vergleichen: Man wird in der Regel den niedrigsten Pass erklimmen, um von einem in das nächste Tal zu gelangen. Hat man jedoch ein besonders lohnendes Ziel vor Augen, bemüht man sich auch schon mal über einen höheren Berg. Das Tunneln einer chemischen Reaktion kann man mit der Durchquerung eines hohen Berges von einem Tal zum nächsten durch einen – allerdings unsichtbaren – Tunnel verstehen. Bisher gingen Forscher davon aus, dass nur relativ niedrige Berge durchquert werden können und dass der Pfad über den Berg weiterhin gleichzeitig zugänglich ist.

Die aktuelle Studie der Chemiker um Professor Peter R. Schreiner von der Universität Gießen und Professor Wesley D. Allen von der University of Georgia zeigt nun, dass beides keinesfalls Voraussetzung für dieses Phänomen ist. Der Tunneleffekt kann am einfachsten mit dem Beamen in einem Science Fiction-Film verglichen werden: Materie wird von einem Punkt zum anderen transportiert – vollkommen unabhängig davon, welche Hindernisse dazwischen liegen.

Die Entdeckung des Gießener Teams mit seinen US-amerikanischen Partnern basiert auf der erstmaligen Darstellung eines bisher unbekannten, kleinen Moleküls, dem Methylhydroxycarben (H3C–C–OH). Dieses Molekül wurde nach thermischer Erzeugung in einer Argonmatrix bei minus 263 Grad Celsius „gefangen“ und spektroskopisch nachgewiesen.

Das erhoffte Tunnelverhalten trat ein: Unerwartet – zumindest nach dem bisherigen Verständnis chemischer Reaktionen – wurde die stärkste Bindung im System, nämlich die zwischen Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H) gebrochen.

Innerhalb weniger Stunden bildete sich den Forschern zufolge selbst bei dieser tiefen Temperatur ausschließlich das unwahrscheinlichste Produkt, nämlich Acetaldehyd (H3C–CHO). Es war also ein Wasserstoff-Atom vom Sauerstoff zum Kohlenstoff (C) gewandert. Da bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt mangels Energie keine thermischen Reaktionen stattfinden können, konnte es sich nur um einen quantenmechanischen Tunnelprozess handeln.

„Wir wussten, dass die Reaktionsgeschwindigkeit durch Tunneln deutlich größer werden kann und dass dies bei niedrigen Temperaturen und leichten Atomen besonders zum Tragen kommt“, sagt Schreiner. „Was wir hier entdeckt haben, geht allerdings weit darüber hinaus. Der Tunnelprozess lenkt die Reaktion weg von dem durch die kinetische Kontrolle erwarteten Produkt – es bildet sich gerade eben nicht das Produkt mit der geringsten Barriere.”

„Die Entdeckung des Methylhydroxycarbens war für uns schon ein Grund zur Freude, doch sein schnelles Verschwinden in Richtung Acetaldehyd war einer der seltenen ‚Heureka-Momente‘ in der Wissenschaft, in denen man plötzlich und unerwartet etwas Neues entdeckt, was noch deutlich interessanter ist, als die ursprüngliche Fragestellung“, so Schreiner.

Die Aufklärung dieser neuen Befunde mittels einer Kombination ausgefeilter Experimente und extrem genauen Berechnungen führte schließlich zur Definition der Tunnelkontrolle, also einer nichtklassischen kinetischen Kontrolle einer chemischen Reaktion, in der die niedrigste Barriere nicht der entscheidende Faktor ist.

Die Wissenschaftler betonen, dass diese Ergebnisse weitreichende Konsequenzen für das Verständnis und das Design chemischer Reaktionen haben und nicht auf extrem tiefe Temperaturen beschränkt sind. (Science, 2011; doi:10.1126/science.1203761)

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Montag, 10. September 2012
abc-Vermutung bewiesen?
Mit der Veröffentlichung einer Serie von Abhandlungen hat Shin Mochizuki den Beweis der abc-Vermutung angemeldet. Zur abc-Vermutung zum Wiki-Eintrag. Man sieht also die Bedeutung dieser Vermutung. Entsprechend sensationell wäre der Beweis. Doch die Bedeutung geht weit über jene der diophantischen Analysis - weswegen ich diesen Artikel auch unter 'Primzahlen' kategorisiere -. Die abc-Vermutung leistet einen sehr wichtigen Beitrag zu den L-Reihen, die eine Art der Verallgemeinerung der riemannschen Zeta-Funktion darstellen. Mit der einer entsprechend verallgemeinerten abc-Vermutung lässt sich eine Aussage zur Nichtexistenz bestimmter Nullstellen machen, was wiederum sehr wichtig ist.

Für Experten - zu denen ich nicht gehöre - hier eine interessante Blog-Diskussion dazu.

Dieser Beweis benutzt ganz neue mathematische Objekte der sogenannten Inter-unversal Geometry, die Mochizuki entwickelt hat, und wäre damit 'nur' ein Türöffner ganz neuer mathematischer Entwicklungen...

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Sonntag, 9. September 2012
Mike Oldfield - Tubular Bells - Montreal 1981

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