Montag, 19. November 2012
Steinspeerspitzen schon vor 500.000 Jahren!
Schon vor 500.000 Jahren gab es Menschen, die Steinspeerspitzen herstellen konnten. Das stellt bisherige Ansichten über die Primitivität des Frühmenschen erheblich infrage.

Einen Eindruck vermittelt ein Bericht von scinexx.de:

Unsere Vorfahren nutzen schon viel früher steinerne Speerspitzen zur Jagd als gedacht. Das belegen 500.000 Jahre alte Steinspitzen aus Südafrika, die ein internationales Forscherteam jetzt näher untersucht hat. Aus den Gebrauchsspuren und der Form der steinernen Dreiecksklingen gehe hervor, dass sie einst an Speer- oder Pfeilschäften befestigt waren. Sie seien damit rund 200.000 Jahre älter als die frühesten bisher bekannten Beispiele für solche zusammengesetzten Jagdwaffen, berichten die Forscher im Fachmagazin "Science".

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Donnerstag, 15. November 2012
Gaza - Konflikt
Zum aktuellen Gaza - Konflikt, man könnte auch zutreffender 'Israels Anti-Terror-Kampf' sagen, habe ich einen wirklich mal abwechslungsreichen Kommentar auf welt.de gefunden. Abwechslungsreich deswegen, weil nicht gleich wieder Israel - sobald es sich wehrt - als der Kriegstreiber und Alleinschuldige hingestellt wird. In den deutschen Medien ist das schon etwas besonderes...

Selbstverständlich ist es absolut tragisch, wenn auf beiden Seiten Unschuldige ums Leben kommen, und daher bete ich für einen schnellen Frieden. Wohlgemerkt: Einen Frieden, in dem die Bevölkerung Südisraels nicht wieder Jahrelang den Beschuss von Raketen aus dem Gaza-Streifen erdulden muss. So werden dann auch keine Gegenattacken notwendig.

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Supersymmetrie geht's super
Entgegen so mancher Meldung, dass neue Messungen des LHCb die Supersymmetrie in Bedrängnis bringen würden, geht die SUSY gestärkt aus den Messungen hervor. Wie das?

In der Diskussion um die Nachweisbarkeit der SUSY am LHC erdachten viele theoretische Physiker Varianten der SUSY, für die man relativ schnell experimentelle Bestätigungen erhalten sollte. Eines der Kritikpunkte war und ist nämlich, dass sich auch eine um SUSY erweiterte Theorie in vielen Punkten wie jenes des Standardmodells der Teilchenphysik verhält, also für relativ niedrige Energien keine Unterscheidung zu treffen wäre.

Eine Antwort darauf war, dass man good case SUSY-Varianten erdachte, wo man schon in den ersten LHC Betriebsjahren auf entsprechende Hinweise einer SUSY-Variante erhalten könnte.

Viele solcher Varianten drehten sich um den nun beobachteten Zerfall von Bs-Mesonen, die aus einem Bottom-Anti-Quark-Teilchen und einem Strange-Quark-Teilchen zusammengesetzt sind.

Wie die vorläufigen Ergebnisse, die noch weit unter den gefoderten 5 Sigma liegen, zeigen, gibt es bei diesem Zerfall nicht die erhofften Unterschiede jener vielen good case Varianten, die somit ausgeschlossen werden können.

Das ist ein gutes Ergebnis. Die wenigen Stamm-Varianten der SUSY erfreuen sich dabei sehr guter Gesundheit, dann sie hatten genau einen solchen Zerfall in den gemessenen Größen vorhergesagt, wie eben auch das Standardmodell.

Daher gibt es keine experimentelle Grundlage für die in den Wissenschaftsredaktionen angestimmten Totengesänge für die SUSY. Umso mehr haben die nüchternen und ausgewogenen Meldungen, weil sie den wahren Verhältnissen Rechnung tragen, Gewicht, wie zum Beispiel von astronews.com:

Für die gestern in Kyoto vorgestellten Ergebnisse haben die Wissenschaftler Daten des LHCb-Experimentes am CERN aus diesem Jahr sowie aus dem vergangenen Jahr ausgewertet und dabei erstmals mit einer hinreichenden Sicherheit den gesuchten Zerfall des Bs-Meson nachweisen können. "Theoretiker haben ausgerechnet, dass sich nach dem Standardmodell dieser Zerfall dreimal bei jeweils einer Milliarde Zerfallsprozessen ereignen sollte", so Dr. Pierluigi Campana, der Sprecher der LHCb-Kollaboration in einer Mitteilung des CERN. "Diese ersten Messungen ergeben einen Wert von 3,2 (+1,5/-1,2) pro Milliarde, was in sehr guter Übereinstimmung mit der Vorhersage ist."

Die Anhänger der Supersymmetrie allerdings geben sich noch nicht geschlagen. Prof. John Ellis vom King's College in London etwa hält die jetzt vorgestellten Ergebnisse für "relativ konsistent mit Supersymmetrie" und meinte gegenüber der BBC: "Genaugenommen haben einige Supersymmetrie-Modelle genau dies vorhergesagt. Mir werden diese Resultate mit Sicherheit keine schlaflosen Nächte bereiten."


Mir auch nicht...

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Mittwoch, 14. November 2012
Unmöglichkeit beobachtet: 36 auf einen Streich
Wieder hat man etwas beobachtet, was rechnerisch eigentlich unmöglich sein soll, wie pro physik berichtet:

Mit dem weltstärksten Röntgenlaser hat ein internationales Forscherteam unter Hamburger Leitung ein überraschendes Verhalten von Atomen entdeckt: Mit einem einzigen Röntgenblitz konnte die Gruppe um Daniel Rolles vom Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) die Rekordzahl von 36 Elektronen auf einmal aus einem Xenon-Atom herausschießen. Das sind deutlich mehr, als bei der Energie der verwendeten Röntgenstrahlung rechnerisch überhaupt möglich ist. Die Forscher um Rolles hatten an der Linac Coherent Light Source (LCLS) des US-Forschungszentrums SLAC in Kalifornien Atome des Edelgases Xenon mit intensiven Röntgenlaserblitzen beschossen. Die Photonen der verwendeten Röntgenstrahlung hatten 1,5 Kiloelektronenvolt. Rechnerisch lassen sich bei der verwendeten Energie bis zu 26 der 54 Elektronen des Edelgases herausschießen, die übrigen sind zu stark gebunden. Tatsächlich beobachteten die Wissenschaftler jedoch, dass bis zu 36 Elektronen aus den Atomen flogen. „Nach unserem Wissen ist das die höchste Ionisation, die jemals mit einem einzigen elektromagnetischen Impuls in einem Atom erreicht worden ist“, betont Rolles. „Unsere Beobachtung zeigt, dass die bestehenden theoretischen Ansätze modifiziert werden müssen.“


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Dienstag, 13. November 2012
Die 42 und die 1 als antike Primzahl
Wenn man sich alte Schriften anschaut und dort Zahlenbotschaften analysiert, kommt man oft auf ganz falsche Resultate, wenn man vergisst, dass erst in der Neuzeit die 1 nicht mehr als Primzahl angeshen wird. Antike Texte muss man vor diesem Hintergrund lesen.

Ein Beispiel ist die Zahl 42.

Wuerg hat auf seinem Blog Zahlwort einiges zur 42 zusammengetragen und bei aller Belesenheit m.E. den eigentlichen Punkt übersehen. Bezüglich der 3 x 14 = 42 Geschlechter im Jesus-Stammbaum des Matthäus - Evangeliums schreibt er in einem Kommentar zu seinem Beitrag:

Vor hundert Jahren war Frömmigkeit selbstverständlich, daß Bibelausleger sich ohne Umschweife den Fakten zuwenden konnten. So schreibt Johannes Weiß zu den ersten Versen des Testamentes: Die Gleichmäßigkeit der Perioden ist freilich mit ziemlicher Willkür errechnet. Nur die erste hat auch in den alttestamentlichen Geschlechtsregistern, die hier zum Vorbilde gedient haben, vierzehn Glieder (1. Chron. 2,1-14; Ruth 4,18-22). In der zweiten Periode liegt deutlich eine künstliche Gleichmachung vor, da zwischen Joram und Usia nicht weniger als drei Königs-Generationen (Ahasia, Joas, Amazia) weggelassen sind. Bei der dritten Periode können wir nur die beiden ersten Glieder nach Esra 3,2 kontrollieren; da indessen bei Lukas bloß zwischen Serubabel und Jesus 19 Glieder stehen, so liegt auch hier die Annahme nahe, daß die Zahl 14 willkürlich hergestellt ist.



Wenn man mit solchen Begriffen wie Willkür operiert, wobei Wuerg hier nur zitiert, dann kann es sein, dass man etwas verpasst.

Natürlich ging es dem Schreiber dieser Verse des Stammbaums um die Zahl 14, und das drei mal, aber eben nicht aus reiner Willkür, sondern ganz bewusst. Wenn man dann bei der Geschlechteranzahl auf Unstimmigkeiten stösst, ist das doch nicht das Ende der Betrachtung, sondern der Anfang:

Steckt für den aufmerksamen Leser hinter diesen gewollten Unstimmigkeiten eine Zahlenbotschaft? Da Matthäus ursprünglich in hebräisch verfasst wurde: Gibt es hier für einen Hebräer eine Feinheit zu entdecken? Zum einen das D-W-D 4+6+4 für David, zum anderen aber auch die 3*14 = 42.

In heutiger Primfaktorzerlegung:

42 = 2*3*7 und mit 2+3+7=12 haben wir eine wunderbare heilige Zahl. Die 12 Stämme Israels. Rätsel gelöst?

Nein!

Denn damals war auch die 1 eine Primzahl und wir haben

42 = 1*2*3*7

mit

1+2+3+7 = 13

In den aufeinanderfolgenden Zahlen 1,2,3 sehen wir die Dreieinigkeit und in der 7 die Schöpfungswoche - also die Schöpfung als solche.

In der 13 erkennt man nun Jesus und seine 12 Apostel des Lammes.

Doch kehren wir zur Schöpfungswoche zurück:

Summieren wir die ersten sieben antiken Primzahlen, so erhalten wir:

1+2+3+5+7+11+13 = 42

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Freitag, 9. November 2012
Mögliche Nachweislücken des LHC
Bei der Suche nach neuen Teilchen am LHC wird oft berichtet, dass bestimmte Massen auszuschließen sind, weil man dort mit dem LHC nichts entsprechendes detektiert hat. Diese allgemeine Aussage kann man aber so nicht gelten lassen. Wenn man zum Beispiel fragt, ob das Higgs-Teilchen bei 125 GeV/c^2 - sofern es nicht das Standard-Higgs ist, wofür einiges spricht - wirklich das leichteste ist, dann kann man denken, dass dies der Fall sein müsste: Schließlich hat man ja kein leichteres entdeckt.

Wie nun Lubos Motl trefflich erläutert, muss das aber nicht so sein. So ist auch ein zusätzlich leichteres Higgs-Teilchen mit 67 GeV/c^2 mit den bisherigen LHC-Daten deswegen kompatibel, weil dieses leichtere Higgs von seinen speziellen Eigenschaften her vom LHC nicht einfach gefunden werden kann, obwohl man meinen müsste, dass in dieser Massenregion schon alles abgeklärt wurde.

Solche oder ähnlich gelagerte Zusammenhänge muss man stets im Hinterkopf haben, wenn man sagt, es könnten bestimmte Massen für neue Teilchen ausgeschlossen werden. Das muss keineswegs allgemeingültig sein, sondern gilt nur für eine bestimmte Nachweismethode, bzw. für einen bestimmten Detektor. In der Natur warten noch einige Überraschungen auf uns, gerade auch bezüglich der Elementarteilchen!

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Donnerstag, 8. November 2012
Super-Erde in habitabler Zone
Zwar bin ich sehr zurückhaltend, wenn es mal wieder heißt man hätte einen erdähnlichen Planeten entdeckt, denn meist stellt sich heraus, dass die Erdähnlichkeit nur für ganz spezielle Eigenschaften gemeint ist, aber nun gibt es eine Entdeckung, die mich wirklich aufhorchen lässt:

Eine sogenannte Super-Erde wurde gefunden, also ein großer Gesteinsplanet, der sich inmitten der habitablen Zone seines Heimatsterns befindet. Mir ist schon bewusst, dass der Aufenthaltort in der habitablen Zone allein noch nicht ausreicht, um gesichsert von lebensfreundlichen Bedingungen auf dem Planeten reden zu können, aber es ist ein wichtiges Kriterium für einen Gesteinsplaneten.

Seine Entfernung beträgt nur 42 Lichtjahre und seine Umlaufszeit um seine Sonne beträgt 200 Sol-Tage. Er ist Mitglied eines ganzen Planetensystems. Einen ausführlicher Beitrag dazu bringt astronews.com:

Fünf der sechs Planeten bewegen sich auf sehr engen Umlaufbahnen um ihren Zentralstern. Diese Nähe dürfte die Planetenoberflächen auf Temperaturen aufheizen, bei denen Wasser in flüssiger Form nicht vorkommen kann. "Das Juwel des Systems ist aber der neue Planet mit dem größten Abstand zum Zentralstern", so Prof. Dr. Ansgar Reiners von der Universität Göttingen, der auch an der Entdeckung beteiligt war. Der Planet HD 40307 g umrundet seine Sonne in 200 Tagen und erhält dort etwa so viel Strahlungsenergie von seinem Zentralstern wie die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne.

"Er ist etwa sieben Mal schwerer als die Erde und kreist um einen sehr wenig aktiven Stern. Es gibt keinen Grund, weshalb der Planet kein erdähnliches Klima entwickeln kann", so Anglada-Escudé. Da der Planet von seinem Stern etwa so viel Energie wie die Erde von der Sonne erhält, könnten die Bedingungen für die Entstehung von Leben auf der Neuentdeckung deutlich besser sein, als auf anderen bislang bekannten extrasolaren Welten.

Nach Ansicht der Wissenschaftlicher könnte der Planet über flüssiges Wasser und eine stabile Atmosphäre verfügen. Vielleicht noch wichtiger sei aber die Tatsache, dass er seiner Sonne vermutlich nicht immer dieselbe Seite zuwendet und es auf der Oberfläche der fernen Welt damit regelmäßig hell und dunkel wird. "Das hat einen Tag-Nacht-Effekt zur Folge und kann für die Entstehung eines stabilen Klimas wichtig sein", so die Forscher.

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Montag, 5. November 2012
Hinweise für Nicht-Standard-Higgs in neuen LHC Daten
Die mitte November 2012 vorgestellten neuen Daten des LHC sollen - und das ist das Interessante daran - nach wie vor Hinweise dafür enthalten, dass das gefundene Higgs-Teilchen nicht exakt dem Standard-Higgs entspricht. Das ist schon sehr spannend, wurde doch erwartet, dass einige Auffälligkeiten bei größerer Datenmenge verwschwinden würden. Dies soll wohl nicht der Fall sein, wie ich erfahren konnte. Freunde der Supersymmetrie dürfen gespannt sein!!!

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