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Donnerstag, 22. November 2012
Was fand Curiosity auf dem Mars? Video!!!
klauslange,17:37h
Der Projektleiter spricht in einem exklusiven Video über die neuen Funde auf space.com:
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Mars: Rudert NASA zurück? Keine historische Entdeckung, oder doch ? Ja, mit Viking-Daten!!!
klauslange,12:43h
Nach anfänglicher Euphorie über eine mögliche historische Entdeckung des MArs Rover s Curiosity, rudert die NASA nun zurück und dementiert baldige Veröffentlichungen entsprechender Art, meldet MArs Daily!
Auf der anderen Seite wird auf der Konferenz der American Geophysical Union Ergebnisse geben, wie space.com meldet:
"This data is gonna be one for the history books," Curiosity chief scientist John Grotzinger, of Caltech in Pasadena, told NPR. "It's looking really good."
The rover team won't be ready to announce just what SAM found for several weeks, NPR reported, as scientists want to check and double-check the results. Indeed, Grotzinger confirmed to SPACE.com that the news will come out at the fall meeting of the American Geophysical Union, which takes place Dec. 3-7 in San Francisco.
Update:
Nun habe ich einiges Material zusammengetragen und gebe folgende Prognose:
Man wird bekanntgeben, dass Curiosity organische Moleküle im Marsboden gefunden hat. Das ist in der Tat erstaunlich und für einen Biologen sehr weitreichend, aber nicht für die breite Masse. Denn Leben wäre damit allein nicht belegt oder ein guter Hinweis dafür.
Aber: Zusammen mit den neu-analysierten Daten der Viking-Lander ist genau ein solcher Curiosity-Fund das fehlende Puzzle-Stück, um von einem echten Hinweis auf Mars-Leben zu reden. Siehe dazu hier!
Noch ein interessantes Bild vom Mars:

Auf der anderen Seite wird auf der Konferenz der American Geophysical Union Ergebnisse geben, wie space.com meldet:
"This data is gonna be one for the history books," Curiosity chief scientist John Grotzinger, of Caltech in Pasadena, told NPR. "It's looking really good."
The rover team won't be ready to announce just what SAM found for several weeks, NPR reported, as scientists want to check and double-check the results. Indeed, Grotzinger confirmed to SPACE.com that the news will come out at the fall meeting of the American Geophysical Union, which takes place Dec. 3-7 in San Francisco.
Update:
Nun habe ich einiges Material zusammengetragen und gebe folgende Prognose:
Man wird bekanntgeben, dass Curiosity organische Moleküle im Marsboden gefunden hat. Das ist in der Tat erstaunlich und für einen Biologen sehr weitreichend, aber nicht für die breite Masse. Denn Leben wäre damit allein nicht belegt oder ein guter Hinweis dafür.
Aber: Zusammen mit den neu-analysierten Daten der Viking-Lander ist genau ein solcher Curiosity-Fund das fehlende Puzzle-Stück, um von einem echten Hinweis auf Mars-Leben zu reden. Siehe dazu hier!
Noch ein interessantes Bild vom Mars:

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Mittwoch, 21. November 2012
Mars: Historische Entdeckung durch Curiosity?
klauslange,17:47h
Wie berichtet wird, sollen neueste Messergebnisse des Mars-Rovers Curiosity eine historische Entdeckung enthalten. Dies deutet ein hochstehender NASA-Wissenschaftler an, siehe hier:
The Mars Science Laboratory team has hinted that they might have some big news to share soon. But like good scientists, they are waiting until they verify their results before saying anything definitive. In an interview on NPR today, MSL Principal Investigator John Grotzinger said a recent soil sample test in the SAM instrument (Sample Analysis at Mars) shows something ‘earthshaking.’
“This data is gonna be one for the history books,” he said. “It’s looking really good.”
What could it be?
SAM is designed to investigate the chemical and isotopic composition of the Martian atmosphere and soil. In particular, SAM is looking for organic molecules, which is important in the search for life on Mars. Life as we know it cannot exist without organic molecules; however, they can exist without life. SAM will be able to detect lower concentrations of a wider variety of organic molecules than any other instrument yet sent to Mars.
As many scientists have said, both the presence and the absence of organic molecules would be important science results, as both would provide important information about the environmental conditions of Gale Crater on Mars.
But something ‘Earthshaking’ or “really good” probably wouldn’t be a nil result.
The Mars Science Laboratory team has hinted that they might have some big news to share soon. But like good scientists, they are waiting until they verify their results before saying anything definitive. In an interview on NPR today, MSL Principal Investigator John Grotzinger said a recent soil sample test in the SAM instrument (Sample Analysis at Mars) shows something ‘earthshaking.’
“This data is gonna be one for the history books,” he said. “It’s looking really good.”
What could it be?
SAM is designed to investigate the chemical and isotopic composition of the Martian atmosphere and soil. In particular, SAM is looking for organic molecules, which is important in the search for life on Mars. Life as we know it cannot exist without organic molecules; however, they can exist without life. SAM will be able to detect lower concentrations of a wider variety of organic molecules than any other instrument yet sent to Mars.
As many scientists have said, both the presence and the absence of organic molecules would be important science results, as both would provide important information about the environmental conditions of Gale Crater on Mars.
But something ‘Earthshaking’ or “really good” probably wouldn’t be a nil result.
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Pflanze frisst Pflanze
klauslange,13:35h
Um genau zu sein: Eine Alge frisst Zellulose und widerspricht damit der gängigen Lehrmeinung, wie scinexx.de berichtet:
Eine einzellige Grünalge verblüfft Biologen: Denn sie ernährt sich im Notfall auch von Bestandteilen anderer Pflanzen. Das haben Forscher der Universität Bielefeld herausgefunden. Leidet die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii unter Kohlendioxid-Mangel, stelle sie zusätzlich zur Photosynthese um auf Zellulose-Verdauung, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature Communications".
Dieses Verhalten widerspreche jeder bisherigen Lehrmeinung. Denn eine Verdauung dieser organischen Substanzen kenne man bisher nur von tierischen Organismen oder Bakterien, so die Forscher. Das sei der erste Beleg für einen Photosynthese treibenden Organismus, der Zellulose-Material nutzen und verdauen könne. "Hier frisst eine Pflanze gewissermaßen eine Pflanze", sagt Studienleiter Olaf Kruse.
Zellulose ist eines der häufigsten Naturprodukte. Es wird von Pflanzen produziert, um ihre Zellen und Gewebe zu stabilisieren, wie die Forscher erklären. Nach gängiger Lehrmeinung könne Zellulose nur von Tieren, Bakterien und Pilzen verdaut werden. Diese Organismen nutzen spezielle Enzyme, um die großen Moleküle der Zellulose aufzubrechen und sie als Baumaterial für ihr eigenes Wachstum zu nutzen. Pflanzen hingegen gewinnen ihre Energie aus dem Sonnenlicht, sie betreiben Photosynthese und benötigen dafür vor allem Wasser und Kohlendioxid. Dass es Algen gibt, die sowohl die pflanzentypische Photosynthese betreiben als auch Zellulose verdauen, haben erst Kruse und seine Kollegen entdeckt.
Selbst Filterpapier wird verzehrt
Für ihre Studie hatten die Forscher die einzellige Algenart Chlamydomonas reinhardtii auf einem Nährmedium gehalten, das lösliche Zellulose enthielt. Im Versuchsbehälter befand sich dabei nur sehr wenig Kohlendioxid - der für die Photosynthese wichtige Luftbestandteil. Schon nach kurzer Zeit stellten die Wissenschaftler fest, dass die Mikroalgen trotz dieser Mangelsituation ungestört weiterwuchsen. Auf dem normalerweise durch die Zellulose getrübten Nährmedium zeigten sich rund um die Algenkolonien klare Flächen - ein Indiz dafür, dass die Grünalgen die Zellulose abgebaut hatten. Diesen Abbau beobachteten die Forscher selbst dann, wenn sie den Algen statt der löslichen feste Zellulose in Form eines Filterpapiers zur Verfügung stellten.
"Chlamydomonas reinhardtii muss ein System besitzen, mit dem sie dieses organische Material in ihrer Umgebung verdauen kann", schreiben Kruse und seine Kollegen. In näheren Untersuchungen wiesen sie bei der Grünalge tatsächlich Enzyme nach, die die Zellulose in kleinere Zucker aufspalten. Es zeigte sich, dass die einzelligen Algen diese Abbauprodukte der Zellulose aus ihrer Umgebung aufnahmen und in ihre Gewebe einbauten.
Eine einzellige Grünalge verblüfft Biologen: Denn sie ernährt sich im Notfall auch von Bestandteilen anderer Pflanzen. Das haben Forscher der Universität Bielefeld herausgefunden. Leidet die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii unter Kohlendioxid-Mangel, stelle sie zusätzlich zur Photosynthese um auf Zellulose-Verdauung, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature Communications".
Dieses Verhalten widerspreche jeder bisherigen Lehrmeinung. Denn eine Verdauung dieser organischen Substanzen kenne man bisher nur von tierischen Organismen oder Bakterien, so die Forscher. Das sei der erste Beleg für einen Photosynthese treibenden Organismus, der Zellulose-Material nutzen und verdauen könne. "Hier frisst eine Pflanze gewissermaßen eine Pflanze", sagt Studienleiter Olaf Kruse.
Zellulose ist eines der häufigsten Naturprodukte. Es wird von Pflanzen produziert, um ihre Zellen und Gewebe zu stabilisieren, wie die Forscher erklären. Nach gängiger Lehrmeinung könne Zellulose nur von Tieren, Bakterien und Pilzen verdaut werden. Diese Organismen nutzen spezielle Enzyme, um die großen Moleküle der Zellulose aufzubrechen und sie als Baumaterial für ihr eigenes Wachstum zu nutzen. Pflanzen hingegen gewinnen ihre Energie aus dem Sonnenlicht, sie betreiben Photosynthese und benötigen dafür vor allem Wasser und Kohlendioxid. Dass es Algen gibt, die sowohl die pflanzentypische Photosynthese betreiben als auch Zellulose verdauen, haben erst Kruse und seine Kollegen entdeckt.
Selbst Filterpapier wird verzehrt
Für ihre Studie hatten die Forscher die einzellige Algenart Chlamydomonas reinhardtii auf einem Nährmedium gehalten, das lösliche Zellulose enthielt. Im Versuchsbehälter befand sich dabei nur sehr wenig Kohlendioxid - der für die Photosynthese wichtige Luftbestandteil. Schon nach kurzer Zeit stellten die Wissenschaftler fest, dass die Mikroalgen trotz dieser Mangelsituation ungestört weiterwuchsen. Auf dem normalerweise durch die Zellulose getrübten Nährmedium zeigten sich rund um die Algenkolonien klare Flächen - ein Indiz dafür, dass die Grünalgen die Zellulose abgebaut hatten. Diesen Abbau beobachteten die Forscher selbst dann, wenn sie den Algen statt der löslichen feste Zellulose in Form eines Filterpapiers zur Verfügung stellten.
"Chlamydomonas reinhardtii muss ein System besitzen, mit dem sie dieses organische Material in ihrer Umgebung verdauen kann", schreiben Kruse und seine Kollegen. In näheren Untersuchungen wiesen sie bei der Grünalge tatsächlich Enzyme nach, die die Zellulose in kleinere Zucker aufspalten. Es zeigte sich, dass die einzelligen Algen diese Abbauprodukte der Zellulose aus ihrer Umgebung aufnahmen und in ihre Gewebe einbauten.
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Montag, 19. November 2012
Steinspeerspitzen schon vor 500.000 Jahren!
klauslange,13:33h
Schon vor 500.000 Jahren gab es Menschen, die Steinspeerspitzen herstellen konnten. Das stellt bisherige Ansichten über die Primitivität des Frühmenschen erheblich infrage.
Einen Eindruck vermittelt ein Bericht von scinexx.de:
Unsere Vorfahren nutzen schon viel früher steinerne Speerspitzen zur Jagd als gedacht. Das belegen 500.000 Jahre alte Steinspitzen aus Südafrika, die ein internationales Forscherteam jetzt näher untersucht hat. Aus den Gebrauchsspuren und der Form der steinernen Dreiecksklingen gehe hervor, dass sie einst an Speer- oder Pfeilschäften befestigt waren. Sie seien damit rund 200.000 Jahre älter als die frühesten bisher bekannten Beispiele für solche zusammengesetzten Jagdwaffen, berichten die Forscher im Fachmagazin "Science".
Einen Eindruck vermittelt ein Bericht von scinexx.de:
Unsere Vorfahren nutzen schon viel früher steinerne Speerspitzen zur Jagd als gedacht. Das belegen 500.000 Jahre alte Steinspitzen aus Südafrika, die ein internationales Forscherteam jetzt näher untersucht hat. Aus den Gebrauchsspuren und der Form der steinernen Dreiecksklingen gehe hervor, dass sie einst an Speer- oder Pfeilschäften befestigt waren. Sie seien damit rund 200.000 Jahre älter als die frühesten bisher bekannten Beispiele für solche zusammengesetzten Jagdwaffen, berichten die Forscher im Fachmagazin "Science".
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Donnerstag, 15. November 2012
Gaza - Konflikt
klauslange,18:05h
Zum aktuellen Gaza - Konflikt, man könnte auch zutreffender 'Israels Anti-Terror-Kampf' sagen, habe ich einen wirklich mal abwechslungsreichen Kommentar auf welt.de gefunden. Abwechslungsreich deswegen, weil nicht gleich wieder Israel - sobald es sich wehrt - als der Kriegstreiber und Alleinschuldige hingestellt wird. In den deutschen Medien ist das schon etwas besonderes...
Selbstverständlich ist es absolut tragisch, wenn auf beiden Seiten Unschuldige ums Leben kommen, und daher bete ich für einen schnellen Frieden. Wohlgemerkt: Einen Frieden, in dem die Bevölkerung Südisraels nicht wieder Jahrelang den Beschuss von Raketen aus dem Gaza-Streifen erdulden muss. So werden dann auch keine Gegenattacken notwendig.
Selbstverständlich ist es absolut tragisch, wenn auf beiden Seiten Unschuldige ums Leben kommen, und daher bete ich für einen schnellen Frieden. Wohlgemerkt: Einen Frieden, in dem die Bevölkerung Südisraels nicht wieder Jahrelang den Beschuss von Raketen aus dem Gaza-Streifen erdulden muss. So werden dann auch keine Gegenattacken notwendig.
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Supersymmetrie geht's super
klauslange,12:41h
Entgegen so mancher Meldung, dass neue Messungen des LHCb die Supersymmetrie in Bedrängnis bringen würden, geht die SUSY gestärkt aus den Messungen hervor. Wie das?
In der Diskussion um die Nachweisbarkeit der SUSY am LHC erdachten viele theoretische Physiker Varianten der SUSY, für die man relativ schnell experimentelle Bestätigungen erhalten sollte. Eines der Kritikpunkte war und ist nämlich, dass sich auch eine um SUSY erweiterte Theorie in vielen Punkten wie jenes des Standardmodells der Teilchenphysik verhält, also für relativ niedrige Energien keine Unterscheidung zu treffen wäre.
Eine Antwort darauf war, dass man good case SUSY-Varianten erdachte, wo man schon in den ersten LHC Betriebsjahren auf entsprechende Hinweise einer SUSY-Variante erhalten könnte.
Viele solcher Varianten drehten sich um den nun beobachteten Zerfall von Bs-Mesonen, die aus einem Bottom-Anti-Quark-Teilchen und einem Strange-Quark-Teilchen zusammengesetzt sind.
Wie die vorläufigen Ergebnisse, die noch weit unter den gefoderten 5 Sigma liegen, zeigen, gibt es bei diesem Zerfall nicht die erhofften Unterschiede jener vielen good case Varianten, die somit ausgeschlossen werden können.
Das ist ein gutes Ergebnis. Die wenigen Stamm-Varianten der SUSY erfreuen sich dabei sehr guter Gesundheit, dann sie hatten genau einen solchen Zerfall in den gemessenen Größen vorhergesagt, wie eben auch das Standardmodell.
Daher gibt es keine experimentelle Grundlage für die in den Wissenschaftsredaktionen angestimmten Totengesänge für die SUSY. Umso mehr haben die nüchternen und ausgewogenen Meldungen, weil sie den wahren Verhältnissen Rechnung tragen, Gewicht, wie zum Beispiel von astronews.com:
Für die gestern in Kyoto vorgestellten Ergebnisse haben die Wissenschaftler Daten des LHCb-Experimentes am CERN aus diesem Jahr sowie aus dem vergangenen Jahr ausgewertet und dabei erstmals mit einer hinreichenden Sicherheit den gesuchten Zerfall des Bs-Meson nachweisen können. "Theoretiker haben ausgerechnet, dass sich nach dem Standardmodell dieser Zerfall dreimal bei jeweils einer Milliarde Zerfallsprozessen ereignen sollte", so Dr. Pierluigi Campana, der Sprecher der LHCb-Kollaboration in einer Mitteilung des CERN. "Diese ersten Messungen ergeben einen Wert von 3,2 (+1,5/-1,2) pro Milliarde, was in sehr guter Übereinstimmung mit der Vorhersage ist."
Die Anhänger der Supersymmetrie allerdings geben sich noch nicht geschlagen. Prof. John Ellis vom King's College in London etwa hält die jetzt vorgestellten Ergebnisse für "relativ konsistent mit Supersymmetrie" und meinte gegenüber der BBC: "Genaugenommen haben einige Supersymmetrie-Modelle genau dies vorhergesagt. Mir werden diese Resultate mit Sicherheit keine schlaflosen Nächte bereiten."
Mir auch nicht...
In der Diskussion um die Nachweisbarkeit der SUSY am LHC erdachten viele theoretische Physiker Varianten der SUSY, für die man relativ schnell experimentelle Bestätigungen erhalten sollte. Eines der Kritikpunkte war und ist nämlich, dass sich auch eine um SUSY erweiterte Theorie in vielen Punkten wie jenes des Standardmodells der Teilchenphysik verhält, also für relativ niedrige Energien keine Unterscheidung zu treffen wäre.
Eine Antwort darauf war, dass man good case SUSY-Varianten erdachte, wo man schon in den ersten LHC Betriebsjahren auf entsprechende Hinweise einer SUSY-Variante erhalten könnte.
Viele solcher Varianten drehten sich um den nun beobachteten Zerfall von Bs-Mesonen, die aus einem Bottom-Anti-Quark-Teilchen und einem Strange-Quark-Teilchen zusammengesetzt sind.
Wie die vorläufigen Ergebnisse, die noch weit unter den gefoderten 5 Sigma liegen, zeigen, gibt es bei diesem Zerfall nicht die erhofften Unterschiede jener vielen good case Varianten, die somit ausgeschlossen werden können.
Das ist ein gutes Ergebnis. Die wenigen Stamm-Varianten der SUSY erfreuen sich dabei sehr guter Gesundheit, dann sie hatten genau einen solchen Zerfall in den gemessenen Größen vorhergesagt, wie eben auch das Standardmodell.
Daher gibt es keine experimentelle Grundlage für die in den Wissenschaftsredaktionen angestimmten Totengesänge für die SUSY. Umso mehr haben die nüchternen und ausgewogenen Meldungen, weil sie den wahren Verhältnissen Rechnung tragen, Gewicht, wie zum Beispiel von astronews.com:
Für die gestern in Kyoto vorgestellten Ergebnisse haben die Wissenschaftler Daten des LHCb-Experimentes am CERN aus diesem Jahr sowie aus dem vergangenen Jahr ausgewertet und dabei erstmals mit einer hinreichenden Sicherheit den gesuchten Zerfall des Bs-Meson nachweisen können. "Theoretiker haben ausgerechnet, dass sich nach dem Standardmodell dieser Zerfall dreimal bei jeweils einer Milliarde Zerfallsprozessen ereignen sollte", so Dr. Pierluigi Campana, der Sprecher der LHCb-Kollaboration in einer Mitteilung des CERN. "Diese ersten Messungen ergeben einen Wert von 3,2 (+1,5/-1,2) pro Milliarde, was in sehr guter Übereinstimmung mit der Vorhersage ist."
Die Anhänger der Supersymmetrie allerdings geben sich noch nicht geschlagen. Prof. John Ellis vom King's College in London etwa hält die jetzt vorgestellten Ergebnisse für "relativ konsistent mit Supersymmetrie" und meinte gegenüber der BBC: "Genaugenommen haben einige Supersymmetrie-Modelle genau dies vorhergesagt. Mir werden diese Resultate mit Sicherheit keine schlaflosen Nächte bereiten."
Mir auch nicht...
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Mittwoch, 14. November 2012
Unmöglichkeit beobachtet: 36 auf einen Streich
klauslange,10:57h
Wieder hat man etwas beobachtet, was rechnerisch eigentlich unmöglich sein soll, wie pro physik berichtet:
Mit dem weltstärksten Röntgenlaser hat ein internationales Forscherteam unter Hamburger Leitung ein überraschendes Verhalten von Atomen entdeckt: Mit einem einzigen Röntgenblitz konnte die Gruppe um Daniel Rolles vom Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) die Rekordzahl von 36 Elektronen auf einmal aus einem Xenon-Atom herausschießen. Das sind deutlich mehr, als bei der Energie der verwendeten Röntgenstrahlung rechnerisch überhaupt möglich ist. Die Forscher um Rolles hatten an der Linac Coherent Light Source (LCLS) des US-Forschungszentrums SLAC in Kalifornien Atome des Edelgases Xenon mit intensiven Röntgenlaserblitzen beschossen. Die Photonen der verwendeten Röntgenstrahlung hatten 1,5 Kiloelektronenvolt. Rechnerisch lassen sich bei der verwendeten Energie bis zu 26 der 54 Elektronen des Edelgases herausschießen, die übrigen sind zu stark gebunden. Tatsächlich beobachteten die Wissenschaftler jedoch, dass bis zu 36 Elektronen aus den Atomen flogen. „Nach unserem Wissen ist das die höchste Ionisation, die jemals mit einem einzigen elektromagnetischen Impuls in einem Atom erreicht worden ist“, betont Rolles. „Unsere Beobachtung zeigt, dass die bestehenden theoretischen Ansätze modifiziert werden müssen.“
Mit dem weltstärksten Röntgenlaser hat ein internationales Forscherteam unter Hamburger Leitung ein überraschendes Verhalten von Atomen entdeckt: Mit einem einzigen Röntgenblitz konnte die Gruppe um Daniel Rolles vom Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) die Rekordzahl von 36 Elektronen auf einmal aus einem Xenon-Atom herausschießen. Das sind deutlich mehr, als bei der Energie der verwendeten Röntgenstrahlung rechnerisch überhaupt möglich ist. Die Forscher um Rolles hatten an der Linac Coherent Light Source (LCLS) des US-Forschungszentrums SLAC in Kalifornien Atome des Edelgases Xenon mit intensiven Röntgenlaserblitzen beschossen. Die Photonen der verwendeten Röntgenstrahlung hatten 1,5 Kiloelektronenvolt. Rechnerisch lassen sich bei der verwendeten Energie bis zu 26 der 54 Elektronen des Edelgases herausschießen, die übrigen sind zu stark gebunden. Tatsächlich beobachteten die Wissenschaftler jedoch, dass bis zu 36 Elektronen aus den Atomen flogen. „Nach unserem Wissen ist das die höchste Ionisation, die jemals mit einem einzigen elektromagnetischen Impuls in einem Atom erreicht worden ist“, betont Rolles. „Unsere Beobachtung zeigt, dass die bestehenden theoretischen Ansätze modifiziert werden müssen.“
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Dienstag, 13. November 2012
Die 42 und die 1 als antike Primzahl
klauslange,12:58h
Wenn man sich alte Schriften anschaut und dort Zahlenbotschaften analysiert, kommt man oft auf ganz falsche Resultate, wenn man vergisst, dass erst in der Neuzeit die 1 nicht mehr als Primzahl angeshen wird. Antike Texte muss man vor diesem Hintergrund lesen.
Ein Beispiel ist die Zahl 42.
Wuerg hat auf seinem Blog Zahlwort einiges zur 42 zusammengetragen und bei aller Belesenheit m.E. den eigentlichen Punkt übersehen. Bezüglich der 3 x 14 = 42 Geschlechter im Jesus-Stammbaum des Matthäus - Evangeliums schreibt er in einem Kommentar zu seinem Beitrag:
Vor hundert Jahren war Frömmigkeit selbstverständlich, daß Bibelausleger sich ohne Umschweife den Fakten zuwenden konnten. So schreibt Johannes Weiß zu den ersten Versen des Testamentes: Die Gleichmäßigkeit der Perioden ist freilich mit ziemlicher Willkür errechnet. Nur die erste hat auch in den alttestamentlichen Geschlechtsregistern, die hier zum Vorbilde gedient haben, vierzehn Glieder (1. Chron. 2,1-14; Ruth 4,18-22). In der zweiten Periode liegt deutlich eine künstliche Gleichmachung vor, da zwischen Joram und Usia nicht weniger als drei Königs-Generationen (Ahasia, Joas, Amazia) weggelassen sind. Bei der dritten Periode können wir nur die beiden ersten Glieder nach Esra 3,2 kontrollieren; da indessen bei Lukas bloß zwischen Serubabel und Jesus 19 Glieder stehen, so liegt auch hier die Annahme nahe, daß die Zahl 14 willkürlich hergestellt ist.
Wenn man mit solchen Begriffen wie Willkür operiert, wobei Wuerg hier nur zitiert, dann kann es sein, dass man etwas verpasst.
Natürlich ging es dem Schreiber dieser Verse des Stammbaums um die Zahl 14, und das drei mal, aber eben nicht aus reiner Willkür, sondern ganz bewusst. Wenn man dann bei der Geschlechteranzahl auf Unstimmigkeiten stösst, ist das doch nicht das Ende der Betrachtung, sondern der Anfang:
Steckt für den aufmerksamen Leser hinter diesen gewollten Unstimmigkeiten eine Zahlenbotschaft? Da Matthäus ursprünglich in hebräisch verfasst wurde: Gibt es hier für einen Hebräer eine Feinheit zu entdecken? Zum einen das D-W-D 4+6+4 für David, zum anderen aber auch die 3*14 = 42.
In heutiger Primfaktorzerlegung:
42 = 2*3*7 und mit 2+3+7=12 haben wir eine wunderbare heilige Zahl. Die 12 Stämme Israels. Rätsel gelöst?
Nein!
Denn damals war auch die 1 eine Primzahl und wir haben
42 = 1*2*3*7
mit
1+2+3+7 = 13
In den aufeinanderfolgenden Zahlen 1,2,3 sehen wir die Dreieinigkeit und in der 7 die Schöpfungswoche - also die Schöpfung als solche.
In der 13 erkennt man nun Jesus und seine 12 Apostel des Lammes.
Doch kehren wir zur Schöpfungswoche zurück:
Summieren wir die ersten sieben antiken Primzahlen, so erhalten wir:
1+2+3+5+7+11+13 = 42
Ein Beispiel ist die Zahl 42.
Wuerg hat auf seinem Blog Zahlwort einiges zur 42 zusammengetragen und bei aller Belesenheit m.E. den eigentlichen Punkt übersehen. Bezüglich der 3 x 14 = 42 Geschlechter im Jesus-Stammbaum des Matthäus - Evangeliums schreibt er in einem Kommentar zu seinem Beitrag:
Vor hundert Jahren war Frömmigkeit selbstverständlich, daß Bibelausleger sich ohne Umschweife den Fakten zuwenden konnten. So schreibt Johannes Weiß zu den ersten Versen des Testamentes: Die Gleichmäßigkeit der Perioden ist freilich mit ziemlicher Willkür errechnet. Nur die erste hat auch in den alttestamentlichen Geschlechtsregistern, die hier zum Vorbilde gedient haben, vierzehn Glieder (1. Chron. 2,1-14; Ruth 4,18-22). In der zweiten Periode liegt deutlich eine künstliche Gleichmachung vor, da zwischen Joram und Usia nicht weniger als drei Königs-Generationen (Ahasia, Joas, Amazia) weggelassen sind. Bei der dritten Periode können wir nur die beiden ersten Glieder nach Esra 3,2 kontrollieren; da indessen bei Lukas bloß zwischen Serubabel und Jesus 19 Glieder stehen, so liegt auch hier die Annahme nahe, daß die Zahl 14 willkürlich hergestellt ist.
Wenn man mit solchen Begriffen wie Willkür operiert, wobei Wuerg hier nur zitiert, dann kann es sein, dass man etwas verpasst.
Natürlich ging es dem Schreiber dieser Verse des Stammbaums um die Zahl 14, und das drei mal, aber eben nicht aus reiner Willkür, sondern ganz bewusst. Wenn man dann bei der Geschlechteranzahl auf Unstimmigkeiten stösst, ist das doch nicht das Ende der Betrachtung, sondern der Anfang:
Steckt für den aufmerksamen Leser hinter diesen gewollten Unstimmigkeiten eine Zahlenbotschaft? Da Matthäus ursprünglich in hebräisch verfasst wurde: Gibt es hier für einen Hebräer eine Feinheit zu entdecken? Zum einen das D-W-D 4+6+4 für David, zum anderen aber auch die 3*14 = 42.
In heutiger Primfaktorzerlegung:
42 = 2*3*7 und mit 2+3+7=12 haben wir eine wunderbare heilige Zahl. Die 12 Stämme Israels. Rätsel gelöst?
Nein!
Denn damals war auch die 1 eine Primzahl und wir haben
42 = 1*2*3*7
mit
1+2+3+7 = 13
In den aufeinanderfolgenden Zahlen 1,2,3 sehen wir die Dreieinigkeit und in der 7 die Schöpfungswoche - also die Schöpfung als solche.
In der 13 erkennt man nun Jesus und seine 12 Apostel des Lammes.
Doch kehren wir zur Schöpfungswoche zurück:
Summieren wir die ersten sieben antiken Primzahlen, so erhalten wir:
1+2+3+5+7+11+13 = 42
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Freitag, 9. November 2012
Mögliche Nachweislücken des LHC
klauslange,13:29h
Bei der Suche nach neuen Teilchen am LHC wird oft berichtet, dass bestimmte Massen auszuschließen sind, weil man dort mit dem LHC nichts entsprechendes detektiert hat. Diese allgemeine Aussage kann man aber so nicht gelten lassen. Wenn man zum Beispiel fragt, ob das Higgs-Teilchen bei 125 GeV/c^2 - sofern es nicht das Standard-Higgs ist, wofür einiges spricht - wirklich das leichteste ist, dann kann man denken, dass dies der Fall sein müsste: Schließlich hat man ja kein leichteres entdeckt.
Wie nun Lubos Motl trefflich erläutert, muss das aber nicht so sein. So ist auch ein zusätzlich leichteres Higgs-Teilchen mit 67 GeV/c^2 mit den bisherigen LHC-Daten deswegen kompatibel, weil dieses leichtere Higgs von seinen speziellen Eigenschaften her vom LHC nicht einfach gefunden werden kann, obwohl man meinen müsste, dass in dieser Massenregion schon alles abgeklärt wurde.
Solche oder ähnlich gelagerte Zusammenhänge muss man stets im Hinterkopf haben, wenn man sagt, es könnten bestimmte Massen für neue Teilchen ausgeschlossen werden. Das muss keineswegs allgemeingültig sein, sondern gilt nur für eine bestimmte Nachweismethode, bzw. für einen bestimmten Detektor. In der Natur warten noch einige Überraschungen auf uns, gerade auch bezüglich der Elementarteilchen!
Wie nun Lubos Motl trefflich erläutert, muss das aber nicht so sein. So ist auch ein zusätzlich leichteres Higgs-Teilchen mit 67 GeV/c^2 mit den bisherigen LHC-Daten deswegen kompatibel, weil dieses leichtere Higgs von seinen speziellen Eigenschaften her vom LHC nicht einfach gefunden werden kann, obwohl man meinen müsste, dass in dieser Massenregion schon alles abgeklärt wurde.
Solche oder ähnlich gelagerte Zusammenhänge muss man stets im Hinterkopf haben, wenn man sagt, es könnten bestimmte Massen für neue Teilchen ausgeschlossen werden. Das muss keineswegs allgemeingültig sein, sondern gilt nur für eine bestimmte Nachweismethode, bzw. für einen bestimmten Detektor. In der Natur warten noch einige Überraschungen auf uns, gerade auch bezüglich der Elementarteilchen!
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