Montag, 26. November 2012
Mars: Auch russische Curiosity-DAN Ergebnisse Anfang Dezember
Wie ich erfahren habe, soll nach den SAM-Ergebnissen auch die DAN-Ergebnisse Curiositys Anfang Dezember bekanntgegeben werden. Bevor die NASA aber nicht ihre Ergebnisse veröffetnlicht, will der Chef des DAN-Teams Igor Mitrofanow nichts zu seinen Resultaten bekanntgeben.

DAN ist eine russische Analyseeinheit auf dem MArs Rover Curiosity. Dieses DAN-Gerät soll das Vorkommen von Wasser im Boden des Mars untersuchen...

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abc Beweis: Vortrag im Dezember
Zur Klärung grundlegender Verständnisfragen bei der Begutachtung seines abc Beweises, wird Mochizuki im Dezember einen Vortrag mit anschließender Diskussion halten. Dazu hat er einige Stichpunkte verfasst, damit man sich auf seinen Vortrag vorbereiten kann. Die Universität von Kyoto parkt dieses neue Dokument hier.

Dem Vernehmen nach, kündigt Mochizuki für März dann eine neue Abhandlung an, die ausstehende Fragen in dem Beweis klären soll...

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Freitag, 23. November 2012
Subatomare Zeitasymmetrie
Erstmals konnte direkt eine Zeitasymmetrie auf subatomerer Bassis beobachtet werden, wie welt der physik berichtet:

In der Zeitschrift „Physical Review Letters“ wurde jetzt eine neue Auswertung der Daten des BaBar-Experiments am Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) in Kalifornien vorgestellt, die diese Zeitasymmetrie klar bestätigt.

Das BaBar-Experiment wurde ursprünglich geplant, um dem Ungleichgewichts zwischen Materie und Antimaterie auf den Grund zu gehen. Dabei ist die Untersuchung von Mesonen besonders interessant, weil Mesonen instabile, subatomare Teilchen sind, die jeweils aus einem Quark und einem Antiquark aufgebaut sind. Damit bestehen sie zur Hälfte aus Materie und zur anderen Hälfte aus Antimaterie. Seit Mitte der 60er Jahre wussten Physiker aus Experimenten mit sogenannten K-Mesonen, dass Materie und Antimaterie nicht exakt die gleichen Eigenschaften besitzen. Den Effekt, dass sich ein Teilchen bei einem Zerfallsprozess anders verhält als sein Antiteilchen, nennen sie CP-Verletzung. Gemeint ist die Verletzung zweier Symmetrien, die das Standardmodell beschreibt: Die C-Symmetrie der Ladung (englisch: charge) und die P-Symmetrie der sogenannten Parität, die eine Eigenschaft von Teilchen charakterisiert, die man mit der Rechts- oder Linkshändigkeit vergleichen kann. Vertauscht man bei einem physikalischen Prozess jedes Teilchen mit seinem Antiteilchen, und spiegelt es dazu noch, sodass links und rechts ihre Rollen wechseln, läuft der Vorgang unter Umständen anders ab. Physiker konnten mithilfe der BaBar-Daten, die von 1999 bis 2008 gesammelt wurden, dieses Phänomen bei sogenannten B-Mesonen nachweisen. Ein Team von Wissenschaftlern erhielt daraufhin 2008 den Physiknobelpreis für die Erklärung der beobachteten Asymmetrie.

Im Gegensatz zur CP-Symmetrie hatte es bislang nur indirekte Hinweise auf eine weitere Symmetrieverletzung gegeben, die Verletzung der Zeit- oder T-Symmetrie (englisch: time). Während es auf makroskopischen Skalen einen klaren Unterschied zwischen Vergangenheit und Zukunft gibt, verschwindet diese Ungleichheit für ein subatomares Teilchen oft. Wenn die Reaktion der Teilchen also rückwärts in der Zeit ablaufen würde, wäre der Vorgang physikalisch genauso plausibel. Dass nicht alle Prozesse so symmetrisch bei Zeitumkehr sind, wurde zwar schon lange theoretisch vermutet, doch der Effekt ist in Experimenten nicht leicht von der CP-Verletzung zu trennen. „In der Vergangenheit hatte man angenommen, dass ein wirklicher Test zur Symmetrie der Zeitumkehr mit instabilen Teilchen unmöglich ist“, erklärt José Bernabéu von der Universität Valencia, der bei der Auswertung der BaBar-Ergebnisse mitgearbeitet hat.

Mit den Daten zu über 400 Millionen B-Mesonen-Zerfällen gelang es den Physikern der BaBar-Kollaboration jedoch trotzdem, die Brechung der T-Symmetrie direkt nachzuweisen. Sie werteten dazu spezielle Umwandlungsprozesse der B-Mesonen aus, in denen die Teilchen zwischen zwei Zuständen wechseln. Dabei stellten sie fest, dass die untersuchten Transformationen sechsmal häufiger in einer Richtung als in der anderen stattfinden – ein deutlicher Hinweis auf die Zeitasymmetrie. Die Ergebnisse sind dabei extrem aussagekräftig, sie haben eine Signifikanz von 14 Sigma – um ein neues Resultat in der Physik offiziell als Entdeckung bezeichnen zu dürfen, reichen schon zwischen fünf und sechs Sigma aus. „Das ist eine neue Art und Weise, die Daten zu verstehen, die wir schon zur Messung der CP-Verletzung benutzt hatten,“ erklärt BaBar-Koordinator Abner Soffer von der Universität Tel Aviv. „Indem wir unseren Blickwinkel leicht verändert haben, konnten wir zweifellos auch die Zeitverletzung sehen. Besonders schön ist die Tatsache, dass dieser Effekt die ganze Zeit da war, aber das niemand zuvor richtig erkannt hatte.“

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Donnerstag, 22. November 2012
Was fand Curiosity auf dem Mars? Video!!!
Der Projektleiter spricht in einem exklusiven Video über die neuen Funde auf space.com:

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Mars: Rudert NASA zurück? Keine historische Entdeckung, oder doch ? Ja, mit Viking-Daten!!!
Nach anfänglicher Euphorie über eine mögliche historische Entdeckung des MArs Rover s Curiosity, rudert die NASA nun zurück und dementiert baldige Veröffentlichungen entsprechender Art, meldet MArs Daily!

Auf der anderen Seite wird auf der Konferenz der American Geophysical Union Ergebnisse geben, wie space.com meldet:

"This data is gonna be one for the history books," Curiosity chief scientist John Grotzinger, of Caltech in Pasadena, told NPR. "It's looking really good."


The rover team won't be ready to announce just what SAM found for several weeks, NPR reported, as scientists want to check and double-check the results. Indeed, Grotzinger confirmed to SPACE.com that the news will come out at the fall meeting of the American Geophysical Union, which takes place Dec. 3-7 in San Francisco.



Update:

Nun habe ich einiges Material zusammengetragen und gebe folgende Prognose:

Man wird bekanntgeben, dass Curiosity organische Moleküle im Marsboden gefunden hat. Das ist in der Tat erstaunlich und für einen Biologen sehr weitreichend, aber nicht für die breite Masse. Denn Leben wäre damit allein nicht belegt oder ein guter Hinweis dafür.

Aber: Zusammen mit den neu-analysierten Daten der Viking-Lander ist genau ein solcher Curiosity-Fund das fehlende Puzzle-Stück, um von einem echten Hinweis auf Mars-Leben zu reden. Siehe dazu hier!

Noch ein interessantes Bild vom Mars:

Mars-Fund, wahrscheinlich vom Lander

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Mittwoch, 21. November 2012
Mars: Historische Entdeckung durch Curiosity?
Wie berichtet wird, sollen neueste Messergebnisse des Mars-Rovers Curiosity eine historische Entdeckung enthalten. Dies deutet ein hochstehender NASA-Wissenschaftler an, siehe hier:

The Mars Science Laboratory team has hinted that they might have some big news to share soon. But like good scientists, they are waiting until they verify their results before saying anything definitive. In an interview on NPR today, MSL Principal Investigator John Grotzinger said a recent soil sample test in the SAM instrument (Sample Analysis at Mars) shows something ‘earthshaking.’

“This data is gonna be one for the history books,” he said. “It’s looking really good.”

What could it be?

SAM is designed to investigate the chemical and isotopic composition of the Martian atmosphere and soil. In particular, SAM is looking for organic molecules, which is important in the search for life on Mars. Life as we know it cannot exist without organic molecules; however, they can exist without life. SAM will be able to detect lower concentrations of a wider variety of organic molecules than any other instrument yet sent to Mars.

As many scientists have said, both the presence and the absence of organic molecules would be important science results, as both would provide important information about the environmental conditions of Gale Crater on Mars.

But something ‘Earthshaking’ or “really good” probably wouldn’t be a nil result.

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Pflanze frisst Pflanze
Um genau zu sein: Eine Alge frisst Zellulose und widerspricht damit der gängigen Lehrmeinung, wie scinexx.de berichtet:

Eine einzellige Grünalge verblüfft Biologen: Denn sie ernährt sich im Notfall auch von Bestandteilen anderer Pflanzen. Das haben Forscher der Universität Bielefeld herausgefunden. Leidet die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii unter Kohlendioxid-Mangel, stelle sie zusätzlich zur Photosynthese um auf Zellulose-Verdauung, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature Communications".

Dieses Verhalten widerspreche jeder bisherigen Lehrmeinung. Denn eine Verdauung dieser organischen Substanzen kenne man bisher nur von tierischen Organismen oder Bakterien, so die Forscher. Das sei der erste Beleg für einen Photosynthese treibenden Organismus, der Zellulose-Material nutzen und verdauen könne. "Hier frisst eine Pflanze gewissermaßen eine Pflanze", sagt Studienleiter Olaf Kruse.

Zellulose ist eines der häufigsten Naturprodukte. Es wird von Pflanzen produziert, um ihre Zellen und Gewebe zu stabilisieren, wie die Forscher erklären. Nach gängiger Lehrmeinung könne Zellulose nur von Tieren, Bakterien und Pilzen verdaut werden. Diese Organismen nutzen spezielle Enzyme, um die großen Moleküle der Zellulose aufzubrechen und sie als Baumaterial für ihr eigenes Wachstum zu nutzen. Pflanzen hingegen gewinnen ihre Energie aus dem Sonnenlicht, sie betreiben Photosynthese und benötigen dafür vor allem Wasser und Kohlendioxid. Dass es Algen gibt, die sowohl die pflanzentypische Photosynthese betreiben als auch Zellulose verdauen, haben erst Kruse und seine Kollegen entdeckt.

Selbst Filterpapier wird verzehrt
Für ihre Studie hatten die Forscher die einzellige Algenart Chlamydomonas reinhardtii auf einem Nährmedium gehalten, das lösliche Zellulose enthielt. Im Versuchsbehälter befand sich dabei nur sehr wenig Kohlendioxid - der für die Photosynthese wichtige Luftbestandteil. Schon nach kurzer Zeit stellten die Wissenschaftler fest, dass die Mikroalgen trotz dieser Mangelsituation ungestört weiterwuchsen. Auf dem normalerweise durch die Zellulose getrübten Nährmedium zeigten sich rund um die Algenkolonien klare Flächen - ein Indiz dafür, dass die Grünalgen die Zellulose abgebaut hatten. Diesen Abbau beobachteten die Forscher selbst dann, wenn sie den Algen statt der löslichen feste Zellulose in Form eines Filterpapiers zur Verfügung stellten.

"Chlamydomonas reinhardtii muss ein System besitzen, mit dem sie dieses organische Material in ihrer Umgebung verdauen kann", schreiben Kruse und seine Kollegen. In näheren Untersuchungen wiesen sie bei der Grünalge tatsächlich Enzyme nach, die die Zellulose in kleinere Zucker aufspalten. Es zeigte sich, dass die einzelligen Algen diese Abbauprodukte der Zellulose aus ihrer Umgebung aufnahmen und in ihre Gewebe einbauten.

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Montag, 19. November 2012
Steinspeerspitzen schon vor 500.000 Jahren!
Schon vor 500.000 Jahren gab es Menschen, die Steinspeerspitzen herstellen konnten. Das stellt bisherige Ansichten über die Primitivität des Frühmenschen erheblich infrage.

Einen Eindruck vermittelt ein Bericht von scinexx.de:

Unsere Vorfahren nutzen schon viel früher steinerne Speerspitzen zur Jagd als gedacht. Das belegen 500.000 Jahre alte Steinspitzen aus Südafrika, die ein internationales Forscherteam jetzt näher untersucht hat. Aus den Gebrauchsspuren und der Form der steinernen Dreiecksklingen gehe hervor, dass sie einst an Speer- oder Pfeilschäften befestigt waren. Sie seien damit rund 200.000 Jahre älter als die frühesten bisher bekannten Beispiele für solche zusammengesetzten Jagdwaffen, berichten die Forscher im Fachmagazin "Science".

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Donnerstag, 15. November 2012
Gaza - Konflikt
Zum aktuellen Gaza - Konflikt, man könnte auch zutreffender 'Israels Anti-Terror-Kampf' sagen, habe ich einen wirklich mal abwechslungsreichen Kommentar auf welt.de gefunden. Abwechslungsreich deswegen, weil nicht gleich wieder Israel - sobald es sich wehrt - als der Kriegstreiber und Alleinschuldige hingestellt wird. In den deutschen Medien ist das schon etwas besonderes...

Selbstverständlich ist es absolut tragisch, wenn auf beiden Seiten Unschuldige ums Leben kommen, und daher bete ich für einen schnellen Frieden. Wohlgemerkt: Einen Frieden, in dem die Bevölkerung Südisraels nicht wieder Jahrelang den Beschuss von Raketen aus dem Gaza-Streifen erdulden muss. So werden dann auch keine Gegenattacken notwendig.

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Supersymmetrie geht's super
Entgegen so mancher Meldung, dass neue Messungen des LHCb die Supersymmetrie in Bedrängnis bringen würden, geht die SUSY gestärkt aus den Messungen hervor. Wie das?

In der Diskussion um die Nachweisbarkeit der SUSY am LHC erdachten viele theoretische Physiker Varianten der SUSY, für die man relativ schnell experimentelle Bestätigungen erhalten sollte. Eines der Kritikpunkte war und ist nämlich, dass sich auch eine um SUSY erweiterte Theorie in vielen Punkten wie jenes des Standardmodells der Teilchenphysik verhält, also für relativ niedrige Energien keine Unterscheidung zu treffen wäre.

Eine Antwort darauf war, dass man good case SUSY-Varianten erdachte, wo man schon in den ersten LHC Betriebsjahren auf entsprechende Hinweise einer SUSY-Variante erhalten könnte.

Viele solcher Varianten drehten sich um den nun beobachteten Zerfall von Bs-Mesonen, die aus einem Bottom-Anti-Quark-Teilchen und einem Strange-Quark-Teilchen zusammengesetzt sind.

Wie die vorläufigen Ergebnisse, die noch weit unter den gefoderten 5 Sigma liegen, zeigen, gibt es bei diesem Zerfall nicht die erhofften Unterschiede jener vielen good case Varianten, die somit ausgeschlossen werden können.

Das ist ein gutes Ergebnis. Die wenigen Stamm-Varianten der SUSY erfreuen sich dabei sehr guter Gesundheit, dann sie hatten genau einen solchen Zerfall in den gemessenen Größen vorhergesagt, wie eben auch das Standardmodell.

Daher gibt es keine experimentelle Grundlage für die in den Wissenschaftsredaktionen angestimmten Totengesänge für die SUSY. Umso mehr haben die nüchternen und ausgewogenen Meldungen, weil sie den wahren Verhältnissen Rechnung tragen, Gewicht, wie zum Beispiel von astronews.com:

Für die gestern in Kyoto vorgestellten Ergebnisse haben die Wissenschaftler Daten des LHCb-Experimentes am CERN aus diesem Jahr sowie aus dem vergangenen Jahr ausgewertet und dabei erstmals mit einer hinreichenden Sicherheit den gesuchten Zerfall des Bs-Meson nachweisen können. "Theoretiker haben ausgerechnet, dass sich nach dem Standardmodell dieser Zerfall dreimal bei jeweils einer Milliarde Zerfallsprozessen ereignen sollte", so Dr. Pierluigi Campana, der Sprecher der LHCb-Kollaboration in einer Mitteilung des CERN. "Diese ersten Messungen ergeben einen Wert von 3,2 (+1,5/-1,2) pro Milliarde, was in sehr guter Übereinstimmung mit der Vorhersage ist."

Die Anhänger der Supersymmetrie allerdings geben sich noch nicht geschlagen. Prof. John Ellis vom King's College in London etwa hält die jetzt vorgestellten Ergebnisse für "relativ konsistent mit Supersymmetrie" und meinte gegenüber der BBC: "Genaugenommen haben einige Supersymmetrie-Modelle genau dies vorhergesagt. Mir werden diese Resultate mit Sicherheit keine schlaflosen Nächte bereiten."


Mir auch nicht...

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Mittwoch, 14. November 2012
Unmöglichkeit beobachtet: 36 auf einen Streich
Wieder hat man etwas beobachtet, was rechnerisch eigentlich unmöglich sein soll, wie pro physik berichtet:

Mit dem weltstärksten Röntgenlaser hat ein internationales Forscherteam unter Hamburger Leitung ein überraschendes Verhalten von Atomen entdeckt: Mit einem einzigen Röntgenblitz konnte die Gruppe um Daniel Rolles vom Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) die Rekordzahl von 36 Elektronen auf einmal aus einem Xenon-Atom herausschießen. Das sind deutlich mehr, als bei der Energie der verwendeten Röntgenstrahlung rechnerisch überhaupt möglich ist. Die Forscher um Rolles hatten an der Linac Coherent Light Source (LCLS) des US-Forschungszentrums SLAC in Kalifornien Atome des Edelgases Xenon mit intensiven Röntgenlaserblitzen beschossen. Die Photonen der verwendeten Röntgenstrahlung hatten 1,5 Kiloelektronenvolt. Rechnerisch lassen sich bei der verwendeten Energie bis zu 26 der 54 Elektronen des Edelgases herausschießen, die übrigen sind zu stark gebunden. Tatsächlich beobachteten die Wissenschaftler jedoch, dass bis zu 36 Elektronen aus den Atomen flogen. „Nach unserem Wissen ist das die höchste Ionisation, die jemals mit einem einzigen elektromagnetischen Impuls in einem Atom erreicht worden ist“, betont Rolles. „Unsere Beobachtung zeigt, dass die bestehenden theoretischen Ansätze modifiziert werden müssen.“


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