Montag, 18. Februar 2013
Gerücht: Starke Hinweise auf Teilchen Dunkler Materie
In wenigen Wochen soll es erste Ergebnisse geben, die Messreihen von AMS-O2 auswerten. AMS-02 ist eine Appartur, die an der Internationalen Space Station ISS montiert wurde, um nach verdächtigen Prozessen zu suchen, die auf Annihilation von Materie mit Anti-Materie schließen lassen.

Eine Folge davon sind auch mögliche Signaturen für Teilchen, wie sie für die Dunkle Materie infrage kommen.

Einen ersten Bericht über die kommenden Ergebnisse gibt space.com.

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Primzahlenchecker
Ein sehr starkes Online-Programm zum Testen einer natürlichen Zahl auf Mitlgiedschaft in der Primzahlmenge, ist mir bei meinen aktuellen Arbeiten zu Primzahlenzusammenhänge aufgefallen: hier.

Ich finde ihn stärker als den Online Rabin-Miller-Primzahltest in meiner Linkliste. Dennoch werde ich diese Seite in der Linkliste belassen und die neue Seite hinzufügen. Übrigens: Es finden sich dort noch viele weitere Programme, die sehr hilfreich sind, auch jenseits der Primzahlforschung.

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Freitag, 15. Februar 2013
Meteoritenregen trifft Russland
Über Russland ist ein Meteorit explodiert. Trümmer treffen auf bewohntes Gebiet, was zur Folge hat, dass mehrere hundert Menschen Verletzungen davontragen. Weiterer Meteorit soll im Anflug sein. Es handelt sich nicht um den Asteroiden, der heute einen dichten Vorbeiflug hat, oder gibt es da doch einen Zusammenhang?

n-tv.de berichtet:

Beim Einschlag eines Meteoriten im Uralgebirge sind zahlreiche Menschen verletzt worden. Nach derzeitigem Stand hätten mehr als 400 Menschen ärztliche Hilfe gesucht, teilte das russische Innenministerium mit. Unter den Verletzten seien zahlreiche Kinder. Viele Menschen waren demnach von Scherben zersplitterter Scheiben getroffen worden. Offenbar sei über der Region Tscheljabinsk ein Meteorit explodiert. Nach Angaben des Innenministeriums sollen noch ein weiterer oder sogar mehrere Meteoriten im Anflug auf die Region sein...

Die Meteoritenteile seien in zahlreiche Häuser eingeschlagen und hätten Dächer und Scheiben zertrümmert, hieß es. Wegen der Schäden sollten Betriebe und Einrichtungen ihre Mitarbeiter nach Möglichkeit zum Helfen nach Hause schicken, hieß es in einer Mitteilung der Verwaltung...

Das Verteidigungsministerium entsandte Soldaten zu den "Einschlagsstellen" der Gesteinsfragmente. Medienberichten zufolge war der Meteoritenregen auch in Kasachstan zu sehen...

Vizeregierungschef Dmitri Rogosin sprach sich für eine internationale Initiative zur Errichtung eines Schutzsystems aus, mit dem nicht nur frühzeitig vor gefährlichen Objekten aus dem Weltall gewarnt, sondern diese auch zerstört werden können.

Weder Russland noch die USA hätten die Möglichkeit zur Abwehr solcher Objekte, meinte der für die Raumfahrt zuständige Politiker. Eine Kommission der russischen Rüstungsindustrie werde sich nun mit dieser Frage befassen, kündigte Rogosin an.


Update:
Einen Zusammenhang mit dem Asteroiden 2012 DA14 gibt es wohl nicht, wie raumfahrer.net berichtet:

Ebenfalls von russischen Behörden wurden schon Mutmaßungen angestellt, es bestehe ein Zusamenhang mit dem lange angekündigten Asteroiden 2012 DA14. Dieser sollte sich, laut Bahnverfolgung, heute der Erde auf einen minimalen Abstand von 27.700 Kilometern nähern. Dass tatsächlich ein unmittelbarer Zusammenhang besteht, scheint gegenwärtig aber nahezu ausgeschlossen. Die Entfernung von 2012 DA14 konnte in den letzten Wochen mit hoher Sicherheit bestimmt werden, was einen unerwarteten Einschlag äußerst unwahrscheinlich macht. Laut NASA-Angaben ist der Asteroid gegenwärtig noch rund 200.000 Kilometer und über neun Stunden von der größten Erdannäherung entfernt.


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Dienstag, 12. Februar 2013
Beweis: Es existieren Kähler-Einstein-Mannigfaltigkeiten!
Es hat einen Durchbruch im Bereich der Geometrie gegeben, die lange vermutete Existenz von Metriken, die zugleich jene Eigenschaften nach Einstein und auch nach Kähler genügen, ist nun bewiesen (bzw. der noch ungeprüfte Beweis wird behauptet).

Ich verweise mal auf einen Blog-Beitrag, der mehrere Links zum Thema enthält: hier

Noch ein Blog-Beitrag mit Hintergrundinfos auf deutsch hier.

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Montag, 11. Februar 2013
Dankbarkeit
Nachdem ich mich wieder gefangen hab, bleibt mir nur ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit an Benedikt XVI. für seine aufopfernde Jahre als Pontifex. Vielleicht gibt es ja zum Abschied noch im Februar eine Enzyklika über den Glauben...

Was ich hingegen ein Ding der Unmöglichkeit finde, sind Meldungen, nachdem die Piusbrüder den Papst unterstellen, er renne vor den Wölfen davon und lässt die Schafherde schutzlos zurück. Das wäre nicht nur eine bodenlose Frechheit, sondern auch inhaltlich falsch:

Es wird ein neuer Papst gewählt, die Herde wird bald einen neuen Stellvertreter Christi haben. Man weiß nie - Ausnahmen wie der Hl. Philipp Neri mal außen vor - was für einen neuen Papst man bekommt. Aber letztlich bleibt die Verheißung Christi, dass die Pforten der Hölle die Kirche nie überwältigen werden können...

Ja, ein solcher Rücktritt ist ein historischer Einschnitt. Aber Benedikt XVI. wird schon alles bereitet haben, um einen guten Übergang in ein neues Pontifikat zu ermöglichen!

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Bestürzung! Schock! Benedikt XVI. ist zurückgetreten!!!
Was soll ich sagen? Ich stehe unter Schock! Benedikt XVI. hat zum 28. Februar seienen Rücktritt erklärt!

Warum? Hintergründe? Keine Ahnung!

Leider erfüllt sich mit diesem Schritt eine ca. 500 Jahre alte Papstweissagung, dass nach diesem Papst ein Einschnitt kommt, dessen Auswirkung wir nicht kennen...

Jedenfalls wünsche ich Benedikt XVI. alles Gute, vor allem Gesundheit. Das erste, was ich tat, war unter Tränen für ihn und die Kirche zu beten...

Unfassbar!

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Donnerstag, 7. Februar 2013
Summen und Primzahlen
Wie vor einiger Zeit versprochen, ein kleiner Einblick in meinen aktuellen Primzahlarbeiten:

Wenn man fortlaufend von 1 an die natürlichen Zahlen bis zu einem gegebenen n aufsummiert, dann erhält man die sogenannten Dreieckszahlen:

1=1
1+2=3
1+2+3=6
1+2+3+4=10
usw.

Wie man leicht einsieht, sind alle so gebildeten Summen größer 3 stets zusammengesetzt, können also keine Primzahlen sein.

Gut, nimmt man stattdessen ausschließlich ungerade Zahlen, dann erhält man Quadratzahlen, die größer als 1 nunmal auch zusammengestzt sind:

1=1
1+3=4
1+3+5=9
1+3+5+7=16
1+3+5+7+9=25
usw.

Was aber, wenn man ausschleißlich Primzahlen fortlaufend aufsummiert? Dann erhält man auch als Summe immer wieder Primzahlen:

2=2
2+3=5
2+3+5=10
2+3+5+7=17
2+3+5+7+11=28
2+3+5+7+11+13=41
usw.

Ich kenne keinen Beweis, der klärt, ob durch das Aufsummieren fortlaufender Primzahlen von 2 an unendlich viele Primzahlen gebildet werden. Aber wenden wir uns einer anderen Frage zu:

Was fällt auf?

Von den geradzahligen Summen kann man viele durch die Dreieckszahlen aussortieren, denn es ist

2+3+5=10=1+2+3+4

oder auch

2+3+5+7+11=28=1+2+3+4+5+6+7

usw.

Ferner lassen sich auch primzahlige Summen bilden, wenn man die Quadratzahlensummen hernimmt und sie mit der Primzahl 2 addiert, so zum Beispiel

1+2+3+5=11
1+2+3+5+7+9+11+13+15+17=83
usw.

Es kommt also zu der bislang unbewiesenen Frage, ob es unendlich viele Primzahlen der Form n^2 + 2 gibt.

Man kann nun alle diese Reihenbildungen miteinander kombinieren und erhält interessante Strukturen, die zu neuen interessanten additiven Eigenschaften von Primzahlen führen und weit mehr...

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Mittwoch, 6. Februar 2013
Schach GM Arkadij Naiditsch
Nicht nur Magnus Carlsen hat im niederländischen Traditionsturnier Wijk aan Zee Meriten erworben. Auch der mit Abstand stärkste Deutsche GM Arkadij Naiditsch hat das stark besetzte B-Turnier von Wijk aan Zee gewonnen und seine ELO-Zahl einen kräftigen Zuwachs beschert.

Mit diesem Erfolg qualifizierte er sich sogleich für das A-Turnier im kommenden Jahr.

Schon ab morgen hat er in Baden-Baden Gelegenheit weiter die Weltspitze zu erklimmen, trifft er dort u.a. auf den amtierenden Schach-Weltmeister Anand.

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Dienstag, 5. Februar 2013
Moderne Logistik in der Urzeit
Ein Paradigma des Evolutionismus auch für die gesellschaftliche Entwicklung der Menschheit lautet: Je weiter in der Geschichte zurück, desto primitiver die Fähigkeiten und Kenntnisse der Menschen.

Es gibt gute Gründe, dieses Dogma anzuzweifeln, auch wenn sich die Mainstream-Wissenschaft oft dagegen wehrt.

Nun aber wurde ein Fund gemacht, der aufzeigt, dass Menschen in Nordamerika schon vor mehr als 3000 Jahren zu Logisitkleistungen fähig waren, die den moderner Logistiker in nichts nachsteht, wie scinexx.de berichtet:

Die archäologische Fundstelle Poverty Point gilt als eine der frühesten und eindrucksvollsten Zeugnisse präkolumbianischer Baukunst. Das an einem Hang über dem Mississippi gelegene Areal umfasst auf einer Größe von rund 160 Hektar sechs große künstliche Hügel und sechs konzentrisch angeordnete Halbringe von mehr als einem Kilometer Länge. Bis zu eine Million Kubikmeter Erdreich wurden für diese gewaltige Anlage bewegt und aufgetürmt. Größtes Einzelbauwerk von Poverty Point ist der Mound A: Der T-förmige Hügel ragt mehr als zehn Meter in die Höhe und enthält knapp 240.000 Kubikmeter Erde - ein moderner Laster würde mehr als 30.000 Fuhren benötigen, um diese Menge Erde zu transportieren.

Und die Erde ist zudem keineswegs wahllos aufgeschüttet, wie archäologische Grabungen zeigen: Zunächst wurde der Bauplatz - ein Sumpfgebiet - durch Abbrennen von Vegetation befreit. Dann trugen die Erbauer eine dünne Schicht besonders feinen Lehm auf. Erst darüber häuften sie dann einzelne Hügel aus gröberer Erde auf, die nach und nach zu einer Masse zusammenwuchsen...

Einziges Transportmittel der Mound A-Erbauer waren vermutlich einfache Körbe oder Säcke, die die Menschen auf dem Kopf oder in den Armen herantrugen und dann auf den wachsenden Hügel entleerten. Bei einer durchschnittlichen Füllmenge von 25 Kilogramm Erde wären acht Millionen Korbladungen nötig gewesen, um den Hügel zu errichten. Unter anderem deshalb glaubte man bisher, dass solche archaischen Bauwerke der Jäger-und-Sammler-Zeit Jahrzehnte bis Jahrhunderte für ihre Fertigstellung brauchten. Denn man traute den normalerweise nur aus 25 bis 30 Menschen bestehenden Nomadensippen größere logistische Leistungen nicht zu.

Neue Ausgrabungen im Mound A zeichnen nun aber ein völlig anderes Bild: Kidder und seine Kollegen stellten bei der akribischen Analyse der Erdschichten fest, dass diese sehr schnell aufeinanderfolgend aufgeschichtet worden sein müssen. "Die Erde in diesem Hügel zeigt keinerlei Anzeichen für eine Erosion, beispielsweise durch einen während des Baus niedergegangenen Regenguss", erklärt Kidder. In dieser Region Louisianas regne es aber damals wie heute sehr häufig. "Selbst in einem sehr trockenen Jahr ist es äußerst unwahrscheinlich, dass es an diesem Ort länger als 90 Tage am Stück trocken geblieben ist", sagt Kidder. Dennoch sei der gesamte Hügel offenbar ohne Unterbrechung durch größere Regenperioden erbaut worden.

Die Archäologen schließen daraus, dass die vermeintlich wenig organisierten Nomaden den gesamten Mound A in nur 90 Tagen, vielleicht sogar in noch kürzerer Zeit errichteten. Das aber bedeutet, dass sich eine gewaltige Menschenmenge für den Bau zusammengefunden haben musste. Mindestens 3.000 Arbeiter, so schätzen die Archäologen, müssen nahezu Vollzeit daran gearbeitet haben. Da sie vermutlich von ihren Familien begleitet wurden, könnten während der Bauperiode bis zu 9.000 Menschen am Poverty Point gelebt und gearbeitet haben.

"Das widerspricht der lange etablierten Annahme, dass diese frühen Jäger-und-Sammler-Kulturen gar nicht die politische und soziale Organisation besaßen, um eine Arbeit durch so viele Menschen in so kurzer Zeit durchführen zu lassen", sagt Kidder. Die jetzt gewonnen Erkenntnisse seien der erste Beleg dafür, dass die frühen Nomadenvölker Nordamerikas weitaus weniger einfach gestrickt waren als bisher gedacht. "Wir müssen einsehen, dass das soziale Gefüge dieser Gesellschaften stärker und komplexer war, als wir es ihnen zugetraut haben", so der Forscher.

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