Freitag, 8. November 2013
Erdähnliche Planeten und Statistik
Wieder ist eine Studie aufgetaucht, die nahelegt, dass um Sterne, die unserer Sonne ähneln, etwa erdgroße Planeten in der sogenannten habitablen Zone kreisen und damit Leben beherbergen. Und zwar soll das bei etwa einem Fünftel solcher Sterne der Fall sein - rein statistisch.

Zwar finde ich es interessant nach außerirdischem Leben zu suchen, doch bin ich bei solchen Studien sehr vorsichtig. Warum?

Eigentlich haben wir nur die Erde als Refernzsystem. Dabei wissen wir nicht, warum auf der Erde Leben existiert, wir wissen nur dass es so ist. Aus diesem Grunde können wir nicht schließen, dass bei anderen Sonnen mit gesteinsplaneten im gleichen Abstand auch Leben möglich ist.

Statistisch reicht schlicht die Datenbasis nicht aus, um so etwas schließen zu können.

Nur weil wir einen Planeten kennen, auf dem Leben existiert, können wir nicht auf einen zweiten schließen.

Wenn wir sicher von zwei Planeten mit den entsprechenden Eigenschaften wissen , die sicher auch Leben beherbergen, dann kann man von diesen beiden auch auf einen dritten schließen. Vorher nicht!

Von der Studie berichtet u.a. raumfahrer.net.

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Donnerstag, 7. November 2013
Schach WM 2013
Heute gab es die Eröffnungsfeier zur diesjährigen Schach WM.

Weltmeister Anand aus Indien trifft auf Magnus Carlsen, den 22-jährigen Norweger.

Gespielt wird in Anands Heimatstadt.

Viele halten Carlsen für den haushohen Favoriten, doch ich bin mir da nicht so sicher. Anand bringt seine Wettkampferfahrung mit und mit seiner nach wie vor sehr hohen ELO-Wertung braucht er sich gegen den Norweger nicht verstecken.

Für mich ist der Ausgang absolut offen. Insgesamt erhoffe ich mir aber mehr entschiedene Partien als die beiden zwischen Anand und Gelfand.

Wir werden sehen...

Übrigens: Bei der Eröffnungszeremonie loste Carlsen für die erste Partie die weißen Figuren. Die erste Partie wird am Samstag gespielt. Start: 10:30 Uhr MEZ.

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Dienstag, 5. November 2013
Indien startet Marssonde
Indien hat eine eigene Marssonde gestartet, die realtiv günstig und in nur zwei Jahren zusammengebaut wurde. Viele Erfahrungen und Komponenten der äußerst erfolgreichen Mondsonde Indiens konnten ausgenutzt bzw. verwendet werden.

Wir werden sehen, ob der Einschuss in eine Marsumlaufbahn gelingt.

Ich hoffe das sehr, denn neben dem Prestige und der technischen Erprobung hat die Sonde einen Methandetektor an Bord. Mit diesem Detektor soll die Methan-Kontroverse geklärt werden. Gibt es ausgehend von entsprechenden Hotspots Methan in der Marsatmosphäre? Bislang widersprechen sich unterschiedliche Messungen.

Ein Bericht hierzu brachte astronews.com.

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Montag, 4. November 2013
Primzahllücke auf 700 verkleinert
Unabhängig vom Polymath8 Projekt von Tao et al. hat nun im Alleingang James Maynard den Abstand unendlich vieler Primzahlen auf 700 gedrückt!

Er benutzte eine neue Art von Berechnungen, die die Polymath8-Gruppe nicht verwendete.

Dazu ein Blog-Eintrag von Kowalski, der selbst im Polymath8 Projekt mitmacht: hier.

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Freitag, 1. November 2013
Biblische Sechseckszahlen 153 und 276
Neben den von mir bereits viel diskutierten Zahlen 153 (am Ende des Johannes-Evangeliums) und 276 (am Ende der Apostelgeschichte) ist auch die berühmt - berüchtigte Zahl 666 in der Offenbarung eine Dreieckszahl.

Einer Dreieckszahl wurde gern eine zusätzliche Bedeutung beigemessen, da ja das Dreieck sehr gut die Trinität versinnbildlicht. Sobald aber auch die 666 als Dreieckszahl erkannt ist, und die 666 wirklich mit dem Widersacher Gottes assoziiert wird, haben wir ein Problem.

Dieses Problem kann man damit lösen, indem man sagt, dass eben der Widersacher gerne die Trinität vortäuschen möchte und seine Zahl somit auch eine Dreieckszahl sein darf.

Tatsächlich ist dieser Lösungsversuch nicht unbegründet, wenn man die Zahlenwerte selbst analysiert.

Es gilt

1+2+3+...+15+16+17=153
1+2+3+...+21+22+23=276
1+2+3+...+34+35+36=666

Ich will jetzt nicht bemerken, dass die Grundzahlen 17 und 23 für die Summen 153 und 276 Primzahlen sind und bei der 666 die 36 eben nicht. Ich denke eine Primzahlanalyse wäre wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Aber eine andere Eigenschaft ist interessant, denn es gilt

153/17=9
276/23=12
666/36=18,5

Für die 153 und 276 sind die Grundzahlen echte Teiler, während das für die 666 und ihre Grundzahl nicht gilt.
Aber auch das reicht mir nicht, bzw. ist mir zu subtil.

Gibt es einen anderen Unterschied? Ja!

Die 153 und die 276 sind Sechseckszahlen, die 666 ist es nicht!
Dabei ist die 153 die neunte Sechseckzahl und die 276 die 12. Sechseckzahl.

Das Sechseck ist von hoher Symbolkraft und enthält das Hexagram, also den Davidstern, der schon seit dem 7. Jhdt. vor Chr. im Judentum nachweisbar ist. Meines Erachtens sollte dieser Aspekt des Sechsecks im Zusammenhang mit der 153 und der 276 eingehend untersucht werden...

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Sonntag, 27. Oktober 2013
SNC DreamChaser: Überschlag bei Landetest
Beim ersten Test des Raumgleiternachfolgers von SNC DreamChaser überschlug sich der unbemannte Gleiter nach einem gelungenen Freiflug auf der Landebahn, da ein Landebein nicht richtig arbeitete.

Das ist ein natürlich ein Rückschlag für dieses ambitionierte Raumgleiterkonzept. Neben der Dragon-Kapsel von SpaceX soll auch der SNC DreamChaser einst Astronauten zur ISS bringen.

Trotz dieses Fehlversuches bleibe ich zuversichtlich, dass auch dieser kleine Raumgleiter - jedenfalls im Vergleich zum Space Shuttle - realisiert werden wird und dereinst Astronauten in den erdnahen Orbit und auch sicher zurück bringen wird.

Die Meldung hier.

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Dienstag, 22. Oktober 2013
Titan: Sonne beeinflusst Atmosphäre
Ein sehr interessantes Ergebnis ist Forschern gelungen, die die Messdaten der Sonde Cassisni auswerten. Der Saturn-Mond Titan hat eine dichte Atmosphäre und diese wird von der Sonne stark beeinflusst. Dies berichtet raumfahrer.net.

Diese Meldung ist nicht zuletzt deswegen von Bedeutung, da sie belegt, dass die Sonnenaktivität auch die Atmosphäre der Erde beeinflusst, was insbesondere für die Ursachen einer globalen Klimaveränderung berücksichtigt werden muss. Bislang wird der Einfluss der Sonnanaktivität auf die Erdatmosphäre schlicht bestritten oder heruntergespielt.

Aber die Forscher der Untersuchung machen klare Aussagen:

"Fast die gleichen Mechanismen treten auch auf der Erde auf, wo die möglichen Auswirkungen einer erhöhten Sonnenaktivität auf das Erdklima immer noch diskutiert werden", so Nicolas Altobelli, ESA-Projektwissenschaftler der Cassini-Mission.

Obwohl der Titan die Sonne in einer etwa zehnmal größeren Entfernung als die Erde umkreist kann die Untersuchung von dessen Atmosphäre und des dort ablaufenden Wettergeschehens den Wissenschaftlern somit wertvolle Erkenntnisse über das aktuelle Klimageschehen auf der Erde liefern.

Die Beobachtung des aktuellen Wettergeschehens auf dem Titan ist einer der Beobachtungsschwerpunkte der Raumsonde Cassini und erfolgt in erster Linie durch das aus einer Telekamera (NAC) und einer Weitwinkelkamera (WAC) bestehende ISS-Kameraexperiment. Aus Entfernungen von teilweise mehreren Millionen Kilometern werden dabei Aufnahmen angefertigt, welche die Titan-Atmosphäre zeigen.

Durch die dadurch ermöglichte Beobachtung von kleineren Sturmgebieten und markanten Wolkenformationen in den Atmosphären des Titan lassen sich zum Beispiel Aussagen über die dort gegenwärtig vorherrschenden Windrichtungen und Windgeschwindigkeiten tätigen, welche – vergleichbar mit dem Wetter auf der Erde - einer jahreszeitlich bedingten Veränderung unterliegen. Die nächste Möglichkeit für eine etwas "direktere" Untersuchung der Titanatmosphäre bietet sich dagegen bereits am 1. Dezember 2013. An diesem Tag wird die Raumsonde Cassini den Titan um 01:41 MEZ im Rahmen eines gesteuerten Vorbeifluges passieren und aus einer Überflughöhe von diesmal 1.400 Kilometern erneut mit verschiedenen Instrumenten untersuchen.

Die hier kurz vorgestellten Resultate der Untersuchung der Titanatmosphäre wurden bereits am 13. August 2013 unter dem Titel "Solar cycle modulation of Titan's ionosphere" in der Fachzeitschrift "Journal of Geophysical Research: Space Physics" publiziert.

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