Mittwoch, 22. Januar 2014
Rätselhaftes Mars-Gestein
Seit zehn Jahren erkundet der Mars-Rover Opportunity nun unseren roten Nachbarplaneten. Wenn man bedenkt, dass für die eigentliche Missionsdauer nur drei Monate veranschlagt waren, kommen da eine Menge 'Überstunden' zusammen.

Nun wurde Oppy auf ein seltsames handgroßes Gestein aufmerksam, dass plötzlich in seiner Nähe auftauchte, obwohl es zunächst nicht dort lag. Da sich zwischen den beiden Fotos der Rover ein kleines Stück bewegte, ist die Erklärung sehr plausibel, dass bei der kurzen Vorwärtsbewegung ein Rad des Rovers den Stein an die neue Stelle kickte.

So weit, so gut.

Da man aber nun schon einmal auf diesen Stein aufmerksam wurde, unterzog man ihn weiteren Untersuchungen mit Instrumenten des Mars-Rovers. Es stellt sich heraus, dass die Zusammensetzung des Steins ganz anders ist, als man es bisher von Mars-Gestein gewohnt ist. Was für ein glücklicher Zufall...

Eine der vielen Artikel zum Fund gibt es hier.

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Dienstag, 21. Januar 2014
Jesuiten-Verleugnung ohne Basis
Der Orden der Jesuiten wird ja immer wieder mal in unschöner Regelmäßigkeit verleugnet. Woher die üble Nachrede eigentlich kommt, obwohl die Basis all dessen schon früh widerlegt wurde, zeigt folgender kath.net-Artikel.

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Montag, 20. Januar 2014
Natrium-Bismuthat: Das neue 3D-'Graphen'
Graphen, eine 2-dimensionale Kohlenstoffschicht, gilt als das Wundermaterial in der Wissenschaft schlechthin, aufgrund seiner für die technische Anwendung wertvollen Eigenschaften. Die Bedeutung der Entdeckung von Graphen wurde folgerichtig mit dem Nobelpreis im Jahr 2010 geadelt.

Nun ist es Forschern gelungen, ein Material zu finden, dass die gleichen Eigenschaften wie Graphen besitzt, diese aber im 3-dimensionalen Raum verwirklicht: Natrium-Bismuthat.

Über diese wichtige Entdeckung, für die es schon ein Anwendungsfall in der Informationselektronik gibt, berichtet ausführlich scinexx.de.

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Freitag, 17. Januar 2014
Jakobus-Botschaft von Papst Franziskus
Einen sehr interessanten Aspekt dessen, was Papst Franziskus in der Kirche bewegen möchte, habe ich in einem Blog-Beitrag gelesen, den ich gut begründet finde.

Der Ordnung halber möchte ich nur klarstellen, dass ich nur in einem Punkt dem Autor des Beitrags widerspreche: Joseph und Maria hatten eben keine kinderreiche Familie, denn Maria hatte eine Art Zölibatsgelübte abgelegt - ihre Eltern kamen aus einer jüdischen Sondergruppe (wahrscheinlich der Essener) und hatten ihrer Tochter einer Jungfrauenweihe unterzogen. Nur der Versorgung wegen wurde sie dem Joseph verlobt, unter Wahrung des Zölibats. Der Herrenbruder Jakobus hatte nicht die selbe Mutter wie Jesus.

Doch nun zur eigentlichen Jakobus-Botschaft im Wirken des Papst Franziskus: hier.

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Donnerstag, 16. Januar 2014
Quanteneffekte im Gehirn entdeckt!!!
Vor kurzem gab es erst die Bestätigung von Quantenphysik im Rahmen der Photosynthese in Pflanzen und nun kommt gleich eine Bestätigung der von mir erwähnten Hypothese von Roger Penrose hinterher, wie science daily berichtet: Discovery of quantum vibrations in 'Microtubulus' inside Brain Neurons:

A review and update of a controversial 20-year-old theory of consciousness published in Physics of Life Reviews claims that consciousness derives from deeper level, finer scale activities inside brain neurons. The recent discovery of quantum vibrations in ?microtubules? inside brain neurons corroborates this theory, according to review authors Stuart Hameroff and Sir Roger Penrose. ..

The theory, called ?orchestrated objective reduction? ('Orch OR'), was first put forward in the mid-1990s by eminent mathematical physicist Sir Roger Penrose, FRS, Mathematical Institute and Wadham College, University of Oxford, and prominent anesthesiologist Stuart Hameroff, MD, Anesthesiology, Psychology and Center for Consciousness Studies, The University of Arizona, Tucson. They suggested that quantum vibrational computations in microtubules were ?orchestrated? (?Orch?) by synaptic inputs and memory stored in microtubules, and terminated by Penrose ?objective reduction? ('OR'), hence ?Orch OR.? Microtubules are major components of the cell structural skeleton...

?The origin of consciousness reflects our place in the universe, the nature of our existence. Did consciousness evolve from complex computations among brain neurons, as most scientists assert? Or has consciousness, in some sense, been here all along, as spiritual approaches maintain?? ask Hameroff and Penrose in the current review. ?This opens a potential Pandora?s Box, but our theory accommodates both these views, suggesting consciousness derives from quantum vibrations in microtubules, protein polymers inside brain neurons, which both govern neuronal and synaptic function, and connect brain processes to self-organizing processes in the fine scale, 'proto-conscious' quantum structure of reality.?

After 20 years of skeptical criticism, ?the evidence now clearly supports Orch OR,? continue Hameroff and Penrose. ?Our new paper updates the evidence, clarifies Orch OR quantum bits, or ?qubits,? as helical pathways in microtubule lattices, rebuts critics, and reviews 20 testable predictions of Orch OR published in 1998 ? of these, six are confirmed and none refuted.?


Natürlich ist das starker Tobak, gerade wenn es um die Interpretation der Daten bzgl. unseres Selbstverständnisses geht. Aber ich sehe hier interessante Möglichkeiten und Verknüpfungen von Spiritualität und Physik...

Update: Extrem spannendes Experiment zeigt Quantenverschränkung im Gehirn!
Siehe hier.

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Antarktis: Riesenschlucht unterm Eis entdeckt
Die Antarktis ist immer wieder für Überraschungen gut. Diesmal fanden Wissenschaftler auf Radiobilder von Satelliten eine riesige Schlucht unter dem Eis. Sie ist mehr als 3 km tief und mehr als 300 km lang - und damit wesentlich größer als der Grand Canyon. Was bislang nicht berichtet wird: Ist diese Schlucht vollständig mit Eis aufgefüllt, oder gibt es dort große eisfreie Hohlräume? Ferner liegt der Verdacht nahe, dass, wie beim Grand Canyon, von den Hängen der Schlucht Höhlen abgehen und so eisfreie Hohlräume zur Verfügung stellen.

Über die Riesenschlucht berichtet scinexx.de.

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Mittwoch, 15. Januar 2014
Rätselhafte hyperschnelle Ausreißer
Schon länger ist bekannt, dass es nahe des Zentrums der Milchstrasse hyperschnelle Sterne gibt, die also viel schneller als die sie umgebenden Nachbarsterne sind, und die Milchstrasse verlassen. Aufgrund der Nähe zum Zentrum erklärt man sich solche Ausreißer mit einer Interaktion zum im Zentrum der Milchstraße vorhandenem massenreichem Schwarzen Loch.

Nun aber hat man mehrere Sterne gefunden, die sich weit ab vom Zentrum innerhalb der Scheibe befinden, die ebenso hyperschnell sind und die Milchstrasse verlassen. Dies ist rätselhaft, denn man kann für diese Geschwindigkeiten keinen Mechanismus angeben, der dies ermöglichen soll.

Darüber berichtet ausführlich scinexx.de:

Doch es gbt offensichtlich auch noch eine weitere Sorte solcher "Raser-Sterne", wie Lauren Palladino von der Vanderbilt University in Nashville und ihre Kollegen nun entdeckten. Diese Hyperschnellläufer bestehen aus Sternen von lediglich der Größe unserer Sonne. Sie sind damit deutlich kleiner als alle zuvor bekannten Sterne mit überhöhter Geschwindigkeit.

Und nicht nur in der Größe unterscheiden sie sich von bisherigen Funden: Während die hyperschnellen Blauen Riesen ausnahmslos aus dem Zentrum der Milchstraße zu stammen scheinen, trifft dies auf keine der Neuentdeckungen zu. Deren unterschiedliche Flugrichtungen und ihre Zusammensetzung deuten darauf hin, dass es sich um Sterne aus der galaktischen Scheibe handelt. Es handelt sich bei den neuen Hyperschnellläufern zudem keineswegs um Einzelfälle: Bereits 20 davon haben die Astronomen entdeckt – ähnlich viele wie von den hyperschnellen Blauen Riesen...

Die galaktischen Ausreißer sind teilweise mit über tausend Kilometern pro Sekunde (km/s) unterwegs. Zum Vergleich: Unsere Sonne fliegt mit lediglich 20 km/s durch das All.Die bekannten Hyperschnellläufer erhalten die nötige Beschleunigung auf diese Geschwindigkeiten wahrscheinlich durch Interaktionen mit dem supermassiven schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße.

Die Sterne der neu entdeckten Klasse stammen jedoch nicht aus dem Zentrum, und können ihre Geschwindigkeit daher nicht von dort erhalten haben. Damit geben sie den Astronomen Rätsel auf: "Die große Frage ist: Was hat diese Sterne auf so extreme Geschwindigkeiten beschleunigt?" fragt Holley-Bockelmann.

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Dienstag, 14. Januar 2014
Quantenmechanik in der Biologie belegt!!!
Immer wieder wird darum gestritten, ob denn nun quantenmechnaische Prozesse auch in der Biologie vorhanden sind. Schon in den 90ern vertrat Roger Penrose die Ansicht, dass man zum Beispiel das Gehirn nicht ohne quantenmechanische Prozesse verstehen kann. Doch zum weit überwiegenden Teil wird angenommen, dass die Quantenmechanik nicht in der Biologie anzutreffen ist.

Nun haben Forscher aber im Rahmen der Photosynthese effizienzsteigernde Prozesse ausfindig gemacht, deren Ergebnisse allein mit klassischer Physik nicht zu erklären ist. Es müssen also Quanteneffekte bei der Photosynthese auftreten und einen bedeutenden Beitrag leisten.

Davon berichtet Science daily:

"Energy transfer in light-harvesting macromolecules is assisted by specific vibrational motions of the chromophores," said Alexandra Olaya-Castro (UCL Physics & Astronomy), supervisor and co-author of the research. "We found that the properties of some of the chromophore vibrations that assist energy transfer during photosynthesis can never be described with classical laws, and moreover, this non-classical behaviour enhances the efficiency of the energy transfer."...

The UCL team found the unambiguous signature of non-classicality is given by a negative joint probability of finding the chromophores with certain relative positions and momenta. In classical physics, probability distributions are always positive.

"The negative values in these probability distributions are a manifestation of a truly quantum feature, that is, the coherent exchange of a single quantum of energy," explained Edward O'Reilly (UCL Physics & Astronomy), first author of the study. "When this happens electronic and vibrational degrees of freedom are jointly and transiently in a superposition of quantum states, a feature that can never be predicted with classical physics."


Wow!

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