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Mittwoch, 26. März 2014
Ebola-Epidemie
klauslange,14:45h
Wieder breitete sich der Ebola-Virus aus. Dieses Virus ist hochansteckend und zumeist tödlich. Im Westen Afrikas, in Guinea, gibt es schon mehr als 60 Todesfälle.
Durch den internationalen Luftverkehr kann sich ein solcher Ausbruch auch auf andere Kontinente verbreiten. Daher ist höchste Vorsicht geboten!
Einen ersten Bericht gibt die Wissenschaftsseite scinexx.de.
Durch den internationalen Luftverkehr kann sich ein solcher Ausbruch auch auf andere Kontinente verbreiten. Daher ist höchste Vorsicht geboten!
Einen ersten Bericht gibt die Wissenschaftsseite scinexx.de.
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Dienstag, 25. März 2014
Schach: Exweltmeister dominiert WM-Kandidaten
klauslange,20:15h
Im laufendem Turnier der Schach WM-Kandidaten dominiert der Exweltmeister Anand das Feld und führt - bislang als einziger Spieler ungeschlagen - mit einem Punkt.
Die sog. Experten hatten den Exweltmeister aus Indien bereits abgeschrieben. Aber der 44-jährige Anand zeigt seine nach wie vor vorhandene Klasse.
Sollte er nicht unerwarteter Weise einbrechen, dann ist ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen. Ich denke sogar, es reicht ihm, wenn er die letzten vier Partien alle Remis spielt...
Die sog. Experten hatten den Exweltmeister aus Indien bereits abgeschrieben. Aber der 44-jährige Anand zeigt seine nach wie vor vorhandene Klasse.
Sollte er nicht unerwarteter Weise einbrechen, dann ist ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen. Ich denke sogar, es reicht ihm, wenn er die letzten vier Partien alle Remis spielt...
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Montag, 24. März 2014
Nochmals Kritik zur BICEP2 Datenanalyse
klauslange,13:37h
Eine wichtige - ja m.E. der wichtigste Kritikpunkt - Anmerkung hat ein Forscher zu den BICEP2 Daten gemacht, der selbst nicht an den Ergebnissen beteiligt war, aber als Experte gilt.
Der Punkt ist, wie man wirklich sicher gehen kann, dass die beobachteten B-Moden-Polarisationen tatsächlich primordial sind, also aus den ersten Sekundenbruchteilen des Universums stammt bzw. ihre Ursache hat.
Antwort: Ein promordiales Signal muss auf vielen verschiedenen Frequenzen sichtbar sein!
Die BISEP2 Daten liegen aber nur für eine einzige Frequenz vor: Für 150 Ghz.
Streng genommen hat man damit zwar B-Moden gefunden, aber eben noch nicht die Entdeckung gemacht, dass sie primordial sind!!!
Eine sehr schöne Übericht über die - positive wie negative - Kritik zu den BICEP2-Daten findet sich hier.
Übrigens: Persönlich könnte ich mit einem inflationärem Urknall-Universum sehr gut leben. Man muss die Realität eben nehmen, wie sie kommt. Aber wenn man Daten präsentiert mit dem Anspruch 'So ist das Universum entstanden und nicht anders', dann müssen diese Daten im Rahmen dessen, was naturwissenschaftlich möglich ist, wasserdicht sein. Das ist mein Punkt.
Der Punkt ist, wie man wirklich sicher gehen kann, dass die beobachteten B-Moden-Polarisationen tatsächlich primordial sind, also aus den ersten Sekundenbruchteilen des Universums stammt bzw. ihre Ursache hat.
Antwort: Ein promordiales Signal muss auf vielen verschiedenen Frequenzen sichtbar sein!
Die BISEP2 Daten liegen aber nur für eine einzige Frequenz vor: Für 150 Ghz.
Streng genommen hat man damit zwar B-Moden gefunden, aber eben noch nicht die Entdeckung gemacht, dass sie primordial sind!!!
Eine sehr schöne Übericht über die - positive wie negative - Kritik zu den BICEP2-Daten findet sich hier.
Übrigens: Persönlich könnte ich mit einem inflationärem Urknall-Universum sehr gut leben. Man muss die Realität eben nehmen, wie sie kommt. Aber wenn man Daten präsentiert mit dem Anspruch 'So ist das Universum entstanden und nicht anders', dann müssen diese Daten im Rahmen dessen, was naturwissenschaftlich möglich ist, wasserdicht sein. Das ist mein Punkt.
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Freitag, 21. März 2014
Interpretationsalternativen zu den BICEP2-Daten
klauslange,13:49h
In den populärwissenschaftlichen Redaktionen, aber auch bei so manchem Experten ist die Euphorie groß, was man alles auf einmal in den BICEP2-Daten gefunden hat (siehe auch mein letzter Blog-Eintrag zum Thema hier).
Selbst wenn die Daten an sich unabhängig verifiziert werden können, was noch dieses Jahr passieren könnte, dann gibt es doch noch berechtigte Zweifel an den Interpretationen der Daten.
Die gefundene B-Moden-Polarisation muss nämlich keines Wegs auf primordiale Gravitationswellen basieren. Auch braucht es dazu noch nicht einmal eine Alternativtheorie. Sondern ganz konventionelle Magnetfelder im Kosmos, über die noch wenig bekannt ist, können exakt die gleichen Moden verursachen. Diese muss man also erst einmal vermessen.
Daher ist es zwar korrekt, die nun gemessenen B-Moden-Polarisation zu veröffentlichen, aber es ist viel zu voreilig diese mit primordialen Gravitationswellen in Verbindung zu bringen.
Einige sehr ausfühlrich dargestellten Zweifel habe ich in folgendem Blog-Beitrag gefunden: hier.
Selbst wenn die Daten an sich unabhängig verifiziert werden können, was noch dieses Jahr passieren könnte, dann gibt es doch noch berechtigte Zweifel an den Interpretationen der Daten.
Die gefundene B-Moden-Polarisation muss nämlich keines Wegs auf primordiale Gravitationswellen basieren. Auch braucht es dazu noch nicht einmal eine Alternativtheorie. Sondern ganz konventionelle Magnetfelder im Kosmos, über die noch wenig bekannt ist, können exakt die gleichen Moden verursachen. Diese muss man also erst einmal vermessen.
Daher ist es zwar korrekt, die nun gemessenen B-Moden-Polarisation zu veröffentlichen, aber es ist viel zu voreilig diese mit primordialen Gravitationswellen in Verbindung zu bringen.
Einige sehr ausfühlrich dargestellten Zweifel habe ich in folgendem Blog-Beitrag gefunden: hier.
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Donnerstag, 20. März 2014
Moos wächst nach 1500 Jahren im Permafrost weiter
klauslange,12:18h
Moos, das 1500 Jahre im antarktischen Permafrost konserviert war, bildet plötzlich wieder grüne Triebe, nachdem es in einer warmen, hellen Umgebung gebracht wurde. Ein solches Verhalten ist bislang einzigartig. Dies berichtet scinexx.de.
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Mittwoch, 19. März 2014
Loser and Winner der neuen BICEP2 Entdeckung
klauslange,15:13h
Heute hat Lubos Motl auf seinem Blog eine interessante Aufstellung veröffentlicht. Dort ist zu lesen, welche Theorien durch die BICEP2-Messungen der primordalen B-Moden-Polarisation in der Hintergrundstrahlung gestärkt werden, und welche das Nachsehen haben.
Die Aufstellung hier.
Auch wenn die Euphorie noch im Artikel noch spürbar ist, versäumt Motl es nicht - wenn auch etwas kryptisch - darauf hinzuweisen, dass eben zum Inflationsmodell auch noch eine Alternativtheorie mit den neuen Messungen vereinbar ist: Die Stringgaskosmologie. Genau diese hat jene von mir gestern unter Punkt b) erwähnten Phasenübergang des jungen Universums (siehe nochmals hier).
Motl berichtet über dieses Alternativmodell unter dem Punkt 'The #3 (potential) winner: string gas cosmology'.
Jeenfalls sind alle zyklischen Modelle definitiv vom Tisch!
Die Aufstellung hier.
Auch wenn die Euphorie noch im Artikel noch spürbar ist, versäumt Motl es nicht - wenn auch etwas kryptisch - darauf hinzuweisen, dass eben zum Inflationsmodell auch noch eine Alternativtheorie mit den neuen Messungen vereinbar ist: Die Stringgaskosmologie. Genau diese hat jene von mir gestern unter Punkt b) erwähnten Phasenübergang des jungen Universums (siehe nochmals hier).
Motl berichtet über dieses Alternativmodell unter dem Punkt 'The #3 (potential) winner: string gas cosmology'.
Jeenfalls sind alle zyklischen Modelle definitiv vom Tisch!
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Dienstag, 18. März 2014
Smoking gun für kosmische Inflation. Wirklich?
klauslange,14:02h
Wie gestern auf einer Pressekonferenz des Harvard-Smithonian Instituts bekanntgegeben wurde, hat man bestimmte Polarisationen vom B-Modem-Typ in der Mikrowellenhintergrundstrahlung gefunden. Diese Polarisation nun soll durch primordiale Gravitstionswellen hervorgerufen worden sein. Also sehr frühe Gravitationswellen am Anfang des Universums.
Damit hätte man zum ersten mal direkte Auswirkungen von Gravitationswellen gemessen. Ferner wird das aufgetretene Polarisationsmuster mit einer inflationären Ausdehnung des Universums in Verbindung gebracht. Eben weil die Inflation genau solche Gravitationswellen entstehen lässt. Man hätte also auch das Inflationsmodell bewiesen.
Aber stimmt das?
Nehmen wir mal an, mit anderen Teleskopen auf der Erde und im Orbit - letzteres könnte z.Z. nur Planck leisten - bestätigen diese Messungen.
Dennoch gibt es zwei Einwände, die diese Ergebnisse nicht als 'Smoking Gun' für die Inflationskosmologie infrage kommen lassen.
a) Die gemessenen Signale sind viel stärker als von dem Inflationsmodell vorhergesagt (und es wundert einem schon, dass Planck sie bislang noch nicht gesehen hat, trotz des noch geringem Datenbestandes). Ein Forscher sagte scherzhaft: 'Wir haben nach einer Stecknadel im Heuhaufen gesucht und fanden ein Brecheisen!'
b) Die für solche B-Moden-Polarisation verantwortlichen primordialen Gravitationswellen müssen nicht als Ursache eine Inflationsphase des frühen Universums haben, sondern es gibt auch ganz andere Möglichkeiten. Gerade das gezeigte Muster trifft auch ganz genau auf die Möglichkeit eines Phasenüberganges des gesamten Universums zu.
Beide Punkte - selbst eine Bestätigung durch andere Messungen vorausgesetzt - zeigen damit, dass es sich bei diesen wirklich sehr interessanten Messungen, die zumindest eine direkte Bestätigung für Gravitationswellen sind, (noch) nicht um eine 'Smoking Gun' bezüglich des Inflationsmodells handelt.
Ein Artikel zur neuen Entdeckung hier.
Damit hätte man zum ersten mal direkte Auswirkungen von Gravitationswellen gemessen. Ferner wird das aufgetretene Polarisationsmuster mit einer inflationären Ausdehnung des Universums in Verbindung gebracht. Eben weil die Inflation genau solche Gravitationswellen entstehen lässt. Man hätte also auch das Inflationsmodell bewiesen.
Aber stimmt das?
Nehmen wir mal an, mit anderen Teleskopen auf der Erde und im Orbit - letzteres könnte z.Z. nur Planck leisten - bestätigen diese Messungen.
Dennoch gibt es zwei Einwände, die diese Ergebnisse nicht als 'Smoking Gun' für die Inflationskosmologie infrage kommen lassen.
a) Die gemessenen Signale sind viel stärker als von dem Inflationsmodell vorhergesagt (und es wundert einem schon, dass Planck sie bislang noch nicht gesehen hat, trotz des noch geringem Datenbestandes). Ein Forscher sagte scherzhaft: 'Wir haben nach einer Stecknadel im Heuhaufen gesucht und fanden ein Brecheisen!'
b) Die für solche B-Moden-Polarisation verantwortlichen primordialen Gravitationswellen müssen nicht als Ursache eine Inflationsphase des frühen Universums haben, sondern es gibt auch ganz andere Möglichkeiten. Gerade das gezeigte Muster trifft auch ganz genau auf die Möglichkeit eines Phasenüberganges des gesamten Universums zu.
Beide Punkte - selbst eine Bestätigung durch andere Messungen vorausgesetzt - zeigen damit, dass es sich bei diesen wirklich sehr interessanten Messungen, die zumindest eine direkte Bestätigung für Gravitationswellen sind, (noch) nicht um eine 'Smoking Gun' bezüglich des Inflationsmodells handelt.
Ein Artikel zur neuen Entdeckung hier.
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