Sonntag, 26. September 2010
LHC entdeckt bislang unbekanntes Phänomen
klauslange,15:50h
Erste Ergebnisse von Protonenkollisionen zeigen eine neue Art der Teilchenkopplung, die bei solchen Protonenkollisionen nicht zu erwarten waren.
Welt der Physik berichtet:
http://www.weltderphysik.de/de/4245.php?ni=2117
Daraus:
Die Forschergruppe am CMS-Detektor des Large Hadron Collider (LHC) in Genf ist bei der Kollision von Protonen auf einen neuen Effekt gestoßen. Sie führten Experimente mit hoher Multiplizität durch, bei denen über hundert elektrisch geladene Teilchen entstehen. Die Teilchen werden kurz nach der Kollision bei sieben Tetraelektronenvolt in alle Richtung geschleudert, bei einigen schien die Flugrichtung allerdings nicht beliebig zu sein, sondern von der Bahn eines anderen Teilchens abzuhängen. Dieses Phänomen nennt man Winkelkorrelation. Die Forscher schließen daraus, dass die Teilchen im Moment ihrer Entstehung auf eine bestimmte Weise "gekoppelt" waren. Es ist die erste neuartige Beobachtung, die nach knapp einem halben Jahr Betrieb am LHC gemacht wurde.
Wie es zu der Korrelation kommt, ist noch nicht geklärt. "Derartige Muster in den Teilchenverteilungen wurden vorher nur in hochenergetischen Schwerionenkollisionen gesehen, bei denen Quark-Gluon-Plasma produziert wurde", erklärt Anton Rebmann vom Institut für Theoretische Physik der Universität Wien.
scinexx.de versucht eine konventionelle Deutung der Beobachtung:
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12305-2010-09-23.html
Darin:
„Derartige Muster in den Teilchenverteilungen wurden vorher nur in hochenergetischen Schwerionenkollisionen gesehen, bei denen Quark-Gluon-Plasma produziert wurde“, erklärt Anton Rebhan von der Technischen Universität Wien, der an der Theorie des Quark-Gluon-Plasmas forscht. „Eine mögliche Erklärung dieses Phänomens ist, dass diese Strukturen einen Zustand noch vor der Erzeugung des Quark-Gluon-Plasma widerspiegeln“, meint der Wiener Physiker.
Ein zu solchen Strukturen passender hypothetischer Vorläufer des Quark-Gluon-Plasmas wird in der theoretischen Physik tatsächlich seit einiger Zeit diskutiert und manchmal als "Glasma" bezeichnet, aber niemand kam auf die Idee, dass es in Protonenkollisionen auf diese Weise beobachtbar werden könnte. „Die hohen Energien und Teilchendichten des LHC machen es offenbar möglich, einen relativ direkten Blick auf diesen komplexen und faszinierenden Materiezustand zu werfen, der praktisch rein aus stark wechselwirkenden Gluonen besteht“, vermutet Anton Rebhan.
Doch m.E. hat es schon seinen Grund, warum niemand einen solchen Kopplungseffekt bei Protonen-Protonen-Kollisionen vermutet hat. Daher will ich auf ganz andere Erklärungsalternativen verweisen, wie sie der Stringtheoretiker Lubos Motl anführt:
http://motls.blogspot.com/2010/09/lhc-probably-sees-new-shocking-physics.html
Daraus:
Well, it surely looks like an extended object of some kind, a stick, a string, a magnet, a rigid rod, or, which is most likely to be chosen by conventional QCD experts, a "longitudinally extended cylindrical volume of quark-gluon plasma" - feel free to choose something. ;-)
Of course, I would conservatively choose a dual string - or a flux tube - with quarks at the endpoints. Its length is a few fermi, it wants to be really straight as it is stretched, and when it is forced to break, it creates many smaller charged strings that move in the same or opposite direction because the momentum is nearly democratically distributed among the string bits. Because of the negative pressure along the string, the string may also break into oppositely moving pieces.
I am a bit puzzled why this "normal" stringy behavior is not included in the simulations they're comparing the experiment with (although I realize it's very hard from a weakly coupled field theory perspective) - but needless to say, I have no detailed knowledge of GEANT4 whatsoever. At any rate, the most straightforward preliminary conclusion I would offer is that they are seeing some stringy features of ordinary QCD rather than "new particles".
So this has nothing to do with the Higgs or SUSY - it is at a lower-than-expected energy scale, too. But it seems to go beyond the old accelerators tests of QCD.
Welt der Physik berichtet:
http://www.weltderphysik.de/de/4245.php?ni=2117
Daraus:
Die Forschergruppe am CMS-Detektor des Large Hadron Collider (LHC) in Genf ist bei der Kollision von Protonen auf einen neuen Effekt gestoßen. Sie führten Experimente mit hoher Multiplizität durch, bei denen über hundert elektrisch geladene Teilchen entstehen. Die Teilchen werden kurz nach der Kollision bei sieben Tetraelektronenvolt in alle Richtung geschleudert, bei einigen schien die Flugrichtung allerdings nicht beliebig zu sein, sondern von der Bahn eines anderen Teilchens abzuhängen. Dieses Phänomen nennt man Winkelkorrelation. Die Forscher schließen daraus, dass die Teilchen im Moment ihrer Entstehung auf eine bestimmte Weise "gekoppelt" waren. Es ist die erste neuartige Beobachtung, die nach knapp einem halben Jahr Betrieb am LHC gemacht wurde.
Wie es zu der Korrelation kommt, ist noch nicht geklärt. "Derartige Muster in den Teilchenverteilungen wurden vorher nur in hochenergetischen Schwerionenkollisionen gesehen, bei denen Quark-Gluon-Plasma produziert wurde", erklärt Anton Rebmann vom Institut für Theoretische Physik der Universität Wien.
scinexx.de versucht eine konventionelle Deutung der Beobachtung:
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12305-2010-09-23.html
Darin:
„Derartige Muster in den Teilchenverteilungen wurden vorher nur in hochenergetischen Schwerionenkollisionen gesehen, bei denen Quark-Gluon-Plasma produziert wurde“, erklärt Anton Rebhan von der Technischen Universität Wien, der an der Theorie des Quark-Gluon-Plasmas forscht. „Eine mögliche Erklärung dieses Phänomens ist, dass diese Strukturen einen Zustand noch vor der Erzeugung des Quark-Gluon-Plasma widerspiegeln“, meint der Wiener Physiker.
Ein zu solchen Strukturen passender hypothetischer Vorläufer des Quark-Gluon-Plasmas wird in der theoretischen Physik tatsächlich seit einiger Zeit diskutiert und manchmal als "Glasma" bezeichnet, aber niemand kam auf die Idee, dass es in Protonenkollisionen auf diese Weise beobachtbar werden könnte. „Die hohen Energien und Teilchendichten des LHC machen es offenbar möglich, einen relativ direkten Blick auf diesen komplexen und faszinierenden Materiezustand zu werfen, der praktisch rein aus stark wechselwirkenden Gluonen besteht“, vermutet Anton Rebhan.
Doch m.E. hat es schon seinen Grund, warum niemand einen solchen Kopplungseffekt bei Protonen-Protonen-Kollisionen vermutet hat. Daher will ich auf ganz andere Erklärungsalternativen verweisen, wie sie der Stringtheoretiker Lubos Motl anführt:
http://motls.blogspot.com/2010/09/lhc-probably-sees-new-shocking-physics.html
Daraus:
Well, it surely looks like an extended object of some kind, a stick, a string, a magnet, a rigid rod, or, which is most likely to be chosen by conventional QCD experts, a "longitudinally extended cylindrical volume of quark-gluon plasma" - feel free to choose something. ;-)
Of course, I would conservatively choose a dual string - or a flux tube - with quarks at the endpoints. Its length is a few fermi, it wants to be really straight as it is stretched, and when it is forced to break, it creates many smaller charged strings that move in the same or opposite direction because the momentum is nearly democratically distributed among the string bits. Because of the negative pressure along the string, the string may also break into oppositely moving pieces.
I am a bit puzzled why this "normal" stringy behavior is not included in the simulations they're comparing the experiment with (although I realize it's very hard from a weakly coupled field theory perspective) - but needless to say, I have no detailed knowledge of GEANT4 whatsoever. At any rate, the most straightforward preliminary conclusion I would offer is that they are seeing some stringy features of ordinary QCD rather than "new particles".
So this has nothing to do with the Higgs or SUSY - it is at a lower-than-expected energy scale, too. But it seems to go beyond the old accelerators tests of QCD.
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Donnerstag, 22. Juli 2010
Neutrinos als Schlüssel zur neuen Physik
klauslange,21:49h
Während alle Welt Dunkle Materie sucht, bahnt sich eine stille Sensation an, denn die bereits bekannten - wenn auch sehr flüchtigen - Neutrinos könnten das Standardmodell der Teilchphysik revolutionieren. Entsprechende Experimente laufen nun an.
Worum geht es? Aus 'Welt der Physik' stammt folgende Meldung:
http://www.weltderphysik.de/de/5098.php
Daraus:
Uns Experimentatoren haben es die flüchtigen Neutrinos noch nie leicht gemacht: Da sie extrem selten mit Materie in Wechselwirkung treten und sich so hervorragend tarnen, sind sie erst 26 Jahre nach ihrer theoretischen Vorhersage in die experimentellen Fänge geraten. Und jahrzehntelang haben sich weit weniger Teilchen als vermutet zu erkennen gegeben, weil sich die drei verschiedenen Typen der Neutrinos ineinander umwandeln und so dem Nachweis entgingen. Infolgedessen können die Teilchen nicht masselos sein, wie Physiker seit den 1960er Jahren im sogenannten Standardmodell der Teilchenphysik angenommen hatten.
Doch trotz seiner Kontaktscheue ist das Neutrino ein sehr bedeutendes Teilchen. Denn nach den Photonen (Lichtteilchen) kommt es im Universum am häufigsten vor; auch spielt es eine wichtige Rolle bei Supernovaexplosionen und bei der Entwicklung des Universums.
Derzeit sind weltweit zahlreiche Arbeitsgruppen ausgezogen, um den Neutrinos ein weiteres Rätsel zu entlocken: Sind sie ihre eigenen Antiteilchen? Diese Frage hat wichtige Auswirkungen auf die theoretische Beschreibung der Teilchen. Wären Neutrinos ihre eigenen Antiteilchen, käme das Neutrino ein zweites Mal mit dem Standardmodell der Teilchenphysik in Konflikt. Das hat bisher noch kein Teilchen geschafft.
Die Frage ist schon über 70 Jahre alt und wurde bereits gestellt, als die Existenz der Teilchen noch gar nicht experimentell bestätigt worden war. Damals entwickelte der Italiener Ettore Majorana eine Alternative zur Theorie des Briten Paul Dirac, in der dieser die Existenz von Antiteilchen vorhersagte. Nach Dirac sind Neutrinos und Antineutrinos zwei verschiedene Dinge, nach Majorana ein und dasselbe. Was nun gilt, lässt sich nur mit einer Reaktion beantworten, die "neutrinoloser doppelter Betazerfall" genannt wird...
Dabei fing das Mysterium um die Neutrinos vor rund 80 Jahren mit dem einfachen Betazerfall überhaupt erst an. Dieser ist ein radioaktiver Prozess in Atomkernen, bei dem aus einem Neutron ein Proton wird und ein Elektron emittiert wird. Als der Physiker Wolfgang Pauli diesen Vorgang im Jahr 1930 zu verstehen versuchte, gelang ihm dies nur, als er die zusätzliche Teilnahme eines neuen Teilchens forderte; eines leichten (oder gar masselosen) neutralen Teilchens, das später "Neutrino" getauft wurde.
Beim doppelten Betazerfall wandeln sich nun gleichzeitig zwei Neutronen in zwei Protonen um. Dabei entstehen neben den beiden Elektronen in der Regel auch zwei Antineutrinos. Wenn das Neutrino aber seinem Antiteilchen entspräche, könnten sich die beiden Teilchen im Innern des Kerns gegenseitig aufheben ( [+1] + [-1] = 0). Hätte man also einen solchen neutrinolosen doppelten Betazerfall aufgespürt, wäre klar, dass Neutrinos ihre eigenen Antiteilchen sind.
Worum geht es? Aus 'Welt der Physik' stammt folgende Meldung:
http://www.weltderphysik.de/de/5098.php
Daraus:
Uns Experimentatoren haben es die flüchtigen Neutrinos noch nie leicht gemacht: Da sie extrem selten mit Materie in Wechselwirkung treten und sich so hervorragend tarnen, sind sie erst 26 Jahre nach ihrer theoretischen Vorhersage in die experimentellen Fänge geraten. Und jahrzehntelang haben sich weit weniger Teilchen als vermutet zu erkennen gegeben, weil sich die drei verschiedenen Typen der Neutrinos ineinander umwandeln und so dem Nachweis entgingen. Infolgedessen können die Teilchen nicht masselos sein, wie Physiker seit den 1960er Jahren im sogenannten Standardmodell der Teilchenphysik angenommen hatten.
Doch trotz seiner Kontaktscheue ist das Neutrino ein sehr bedeutendes Teilchen. Denn nach den Photonen (Lichtteilchen) kommt es im Universum am häufigsten vor; auch spielt es eine wichtige Rolle bei Supernovaexplosionen und bei der Entwicklung des Universums.
Derzeit sind weltweit zahlreiche Arbeitsgruppen ausgezogen, um den Neutrinos ein weiteres Rätsel zu entlocken: Sind sie ihre eigenen Antiteilchen? Diese Frage hat wichtige Auswirkungen auf die theoretische Beschreibung der Teilchen. Wären Neutrinos ihre eigenen Antiteilchen, käme das Neutrino ein zweites Mal mit dem Standardmodell der Teilchenphysik in Konflikt. Das hat bisher noch kein Teilchen geschafft.
Die Frage ist schon über 70 Jahre alt und wurde bereits gestellt, als die Existenz der Teilchen noch gar nicht experimentell bestätigt worden war. Damals entwickelte der Italiener Ettore Majorana eine Alternative zur Theorie des Briten Paul Dirac, in der dieser die Existenz von Antiteilchen vorhersagte. Nach Dirac sind Neutrinos und Antineutrinos zwei verschiedene Dinge, nach Majorana ein und dasselbe. Was nun gilt, lässt sich nur mit einer Reaktion beantworten, die "neutrinoloser doppelter Betazerfall" genannt wird...
Dabei fing das Mysterium um die Neutrinos vor rund 80 Jahren mit dem einfachen Betazerfall überhaupt erst an. Dieser ist ein radioaktiver Prozess in Atomkernen, bei dem aus einem Neutron ein Proton wird und ein Elektron emittiert wird. Als der Physiker Wolfgang Pauli diesen Vorgang im Jahr 1930 zu verstehen versuchte, gelang ihm dies nur, als er die zusätzliche Teilnahme eines neuen Teilchens forderte; eines leichten (oder gar masselosen) neutralen Teilchens, das später "Neutrino" getauft wurde.
Beim doppelten Betazerfall wandeln sich nun gleichzeitig zwei Neutronen in zwei Protonen um. Dabei entstehen neben den beiden Elektronen in der Regel auch zwei Antineutrinos. Wenn das Neutrino aber seinem Antiteilchen entspräche, könnten sich die beiden Teilchen im Innern des Kerns gegenseitig aufheben ( [+1] + [-1] = 0). Hätte man also einen solchen neutrinolosen doppelten Betazerfall aufgespürt, wäre klar, dass Neutrinos ihre eigenen Antiteilchen sind.
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Donnerstag, 8. Juli 2010
Proton kleiner als zuvor angenommen
klauslange,22:59h
Das Proton ist signifikant kleiner als gedacht, wie scinexx.de berichtet:
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11918-2010-07-08.html
Daraus:
Nach einer dreimonatigen Aufbauphase und drei Wochen Messzeit, am Abend des 5. Juli 2009, war es so weit: die Wissenschaftler konnten die gesuchte Resonanz klar nachweisen. Der daraus abgeleitete Wert von 0,84184 Femtometern - ein Femtometer entspricht 0,000000000000001 Meter - für den Protonenradius ist rund zehnmal genauer, aber in starkem Widerspruch zu dem bisher anerkannten Wert von 0,8768 Femtometern.
Dies hat Auswirkungen für das bestehende Theoriegebäude, wie auch im Artikel vorsichtig angemerkt wird:
Noch diskutieren die Wissenschaftler über die möglichen Ursachen der beobachteten Diskrepanz. Derzeit wird alles auf den Prüfstand gestellt: frühere Präzisionsmessungen, die aufwändigen Rechnungen der Theoretiker, und eventuell könnte sogar die am besten bestätigte physikalische Theorie, die Quantenelektrodynamik, angezweifelt werden.
"Bevor wir aber die Gültigkeit der Quantenelektrodynamik in Frage stellen, müssen erst einmal die Theoretiker prüfen, ob sie sich nicht an der einen oder anderen Stelle verrechnet haben“, meint dazu Pohl. Einen Hinweis, welche Interpretation die richtige ist, wird möglicherweise das nächste, für 2012 geplante Projekt liefern. Dann wollen die Forscher myonisches Helium spektroskopisch untersuchen und dessen Kernradius bestimmen.
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11918-2010-07-08.html
Daraus:
Nach einer dreimonatigen Aufbauphase und drei Wochen Messzeit, am Abend des 5. Juli 2009, war es so weit: die Wissenschaftler konnten die gesuchte Resonanz klar nachweisen. Der daraus abgeleitete Wert von 0,84184 Femtometern - ein Femtometer entspricht 0,000000000000001 Meter - für den Protonenradius ist rund zehnmal genauer, aber in starkem Widerspruch zu dem bisher anerkannten Wert von 0,8768 Femtometern.
Dies hat Auswirkungen für das bestehende Theoriegebäude, wie auch im Artikel vorsichtig angemerkt wird:
Noch diskutieren die Wissenschaftler über die möglichen Ursachen der beobachteten Diskrepanz. Derzeit wird alles auf den Prüfstand gestellt: frühere Präzisionsmessungen, die aufwändigen Rechnungen der Theoretiker, und eventuell könnte sogar die am besten bestätigte physikalische Theorie, die Quantenelektrodynamik, angezweifelt werden.
"Bevor wir aber die Gültigkeit der Quantenelektrodynamik in Frage stellen, müssen erst einmal die Theoretiker prüfen, ob sie sich nicht an der einen oder anderen Stelle verrechnet haben“, meint dazu Pohl. Einen Hinweis, welche Interpretation die richtige ist, wird möglicherweise das nächste, für 2012 geplante Projekt liefern. Dann wollen die Forscher myonisches Helium spektroskopisch untersuchen und dessen Kernradius bestimmen.
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Dienstag, 12. Januar 2010
Goldene Quantenharmonie
klauslange,20:10h
Die Quantenmechanik wird oft und gerne als Beweis für die absolute Rolle des Zufalls in der Natur plakativ herangezogen. Doch diese Beweisführung ist falsch. Unbestimmtheitsrelation und Quantenstatistik können nicht den Zufall als ein fundamentales Naturgesetz etablieren.
Neueste Erkenntnisse stützen meine These, denn man entdeckte eine bekannte mathematische Harmonie in der Quantenwelt, wie scinexx berichtet:
Kobalt-Niobat ist ein magnetisches Material mit besonderen Eigenschaften. Es wird vor allem verwendet, um Quanteneigenschaften zu untersuchen. Seit Heisenberg seine Unschärfe-Theorie aufgestellt hat, ist nämlich bekannt, dass sich Teilchen auf atomarer Ebene nicht so verhalten wie wir es in der Makrowelt gewöhnt sind. In der Quantenwelt zeigen sie völlig neue Eigenschaften.
System am quantenkritischen Zustand
Um diese zu untersuchen, ist Kobalt-Niobat geeignet. Die atomaren Bestandteile, aus denen der Kristall besteht, haben magnetische Eigenschaften und sind auf besondere Weise angeordnet. Die im Elektron vorhandenen Spins – Eigendrehimpuls - ordnen sich zu Ketten, die zusammen wie ein dünner Stabmagnet wirken. Jedoch ist die Kette nur eine Atomlage dick. Sie dient daher als besonders geeignetes Modell, um den Ferromagnetismus in Feststoffen zu untersuchen.
Lässt man ein magnetisches Feld im rechten Winkel zu der ausgerichteten Spin-Kette einwirken, geht die Kette in einen neuen Zustand über. Diesen Zustand stellen sich Physiker als fraktales Muster vor und nennen ihn „quantenkritisch“. Fraktale Muster sind dabei geometrische Gebilde, die aus verkleinerten Kopien ihrer selbst bestehen.
Professor Alan Tennant vom Institut Komplexe Magnetische Materialien am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) erläutert: „In unserem Experiment mit Kobalt-Niobat haben wir durch Anlegen des Magnetfeldes gewissermaßen am Regler gedreht und dabei das System immer näher an den quantenkritischen Zustand herangebracht.“
...
Dabei konnten die Forscher sehen, wie sich die Kette aus Atomen verhält. „Wie eine Gitarrensaite auf Nanoebene“, sagt Radu Coldea, der das internationale Projekt an der Oxford University begonnen und bis heute, über zehn Jahre lang geführt hat. „Die Schwingung der Saite entspricht in diesem Bild der Wechselwirkung, die benachbarte Spinketten miteinander eingehen“, sagt Coldea. „Wie bei einer Gitarrensaite entstehen dabei auch Resonanzen.“
Von den beobachteten Resonanz-Frequenzen stehen die ersten beiden im Verhältnis 1,618..., zueinander, „was genau dem Goldenen Schnitt entspricht“, so Coldea. Er ist überzeugt, dass dies kein Zufall ist. „Es spiegelt eine versteckte Symmetrie wider, die dem Quantensystem seine schönen, harmonischen Eigenschaften verleiht. Von Mathematikern wird sie als E8 bezeichnet. Diese mathematische Symmetrieeigenschaft haben wir nun zum ersten Mal in einem festen Material beobachtet.“
Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11049-2010-01-08.html
Das alles wird in der angesehenen Zeitschrift Science veröffentlicht. Zur Lie-Gruppe E8 hatte ich bereits einige erklärende Artikel verlinkt: http://designale.blogger.de/stories/732203/
Zum Goldenen Schnitt möchte ich nur auf diese schöne Seite verweisen:
http://www.physik.uni-wuerzburg.de/~htkramer/schnitt/
Neueste Erkenntnisse stützen meine These, denn man entdeckte eine bekannte mathematische Harmonie in der Quantenwelt, wie scinexx berichtet:
Kobalt-Niobat ist ein magnetisches Material mit besonderen Eigenschaften. Es wird vor allem verwendet, um Quanteneigenschaften zu untersuchen. Seit Heisenberg seine Unschärfe-Theorie aufgestellt hat, ist nämlich bekannt, dass sich Teilchen auf atomarer Ebene nicht so verhalten wie wir es in der Makrowelt gewöhnt sind. In der Quantenwelt zeigen sie völlig neue Eigenschaften.
System am quantenkritischen Zustand
Um diese zu untersuchen, ist Kobalt-Niobat geeignet. Die atomaren Bestandteile, aus denen der Kristall besteht, haben magnetische Eigenschaften und sind auf besondere Weise angeordnet. Die im Elektron vorhandenen Spins – Eigendrehimpuls - ordnen sich zu Ketten, die zusammen wie ein dünner Stabmagnet wirken. Jedoch ist die Kette nur eine Atomlage dick. Sie dient daher als besonders geeignetes Modell, um den Ferromagnetismus in Feststoffen zu untersuchen.
Lässt man ein magnetisches Feld im rechten Winkel zu der ausgerichteten Spin-Kette einwirken, geht die Kette in einen neuen Zustand über. Diesen Zustand stellen sich Physiker als fraktales Muster vor und nennen ihn „quantenkritisch“. Fraktale Muster sind dabei geometrische Gebilde, die aus verkleinerten Kopien ihrer selbst bestehen.
Professor Alan Tennant vom Institut Komplexe Magnetische Materialien am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) erläutert: „In unserem Experiment mit Kobalt-Niobat haben wir durch Anlegen des Magnetfeldes gewissermaßen am Regler gedreht und dabei das System immer näher an den quantenkritischen Zustand herangebracht.“
...
Dabei konnten die Forscher sehen, wie sich die Kette aus Atomen verhält. „Wie eine Gitarrensaite auf Nanoebene“, sagt Radu Coldea, der das internationale Projekt an der Oxford University begonnen und bis heute, über zehn Jahre lang geführt hat. „Die Schwingung der Saite entspricht in diesem Bild der Wechselwirkung, die benachbarte Spinketten miteinander eingehen“, sagt Coldea. „Wie bei einer Gitarrensaite entstehen dabei auch Resonanzen.“
Von den beobachteten Resonanz-Frequenzen stehen die ersten beiden im Verhältnis 1,618..., zueinander, „was genau dem Goldenen Schnitt entspricht“, so Coldea. Er ist überzeugt, dass dies kein Zufall ist. „Es spiegelt eine versteckte Symmetrie wider, die dem Quantensystem seine schönen, harmonischen Eigenschaften verleiht. Von Mathematikern wird sie als E8 bezeichnet. Diese mathematische Symmetrieeigenschaft haben wir nun zum ersten Mal in einem festen Material beobachtet.“
Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11049-2010-01-08.html
Das alles wird in der angesehenen Zeitschrift Science veröffentlicht. Zur Lie-Gruppe E8 hatte ich bereits einige erklärende Artikel verlinkt: http://designale.blogger.de/stories/732203/
Zum Goldenen Schnitt möchte ich nur auf diese schöne Seite verweisen:
http://www.physik.uni-wuerzburg.de/~htkramer/schnitt/
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Dienstag, 22. Dezember 2009
Burkhard Heim Theorie: Korrigierte Kritik und ihre Dokumentation im amerik. Wiki
klauslange,13:12h
Schaut man sich im deutsprachigen Wiki so um, sieht man in der Art und Weise, wie Themen aufbereitet werden, welche voreingenommene Haltung in Deutschland herrscht. Alles, was irgendwie gegen den Mainstream zu sein scheint, wird erstmal mit Zensur belegt, bevor man die Fakten zu Wort kommen lässt.
Anhand von Burkhard Heims Theorie lässt sich das schön veranschaulichen. Zwar war Burkhard Heim aufgrund seiner Kriegsverletzungen sehr isoliert, aber seine Theorie wird auf der deutschen Wiki Seite so dargestellt, als sei an ihr nichts dran.
Im amerikanischen Wiki hingegen geht man da objektiver heran.
Zwei Vergleiche unter mehreren sollen das belegen:
Im deutschen Wiki liest man diese Sätze:
In den etablierten Wissenschaften werden Heims Ansätze nicht beachtet.[1] Der Mathematiker Gerhard W. Bruhn wies zudem Fehler in einer Veröffentlichung nach, die auf Heims Theorie aufbaute.[2]
Der erste Satz wird leicht durch einen Blick ins amerikanische Wiki 'Heim Theory' widerlegt, wo man einen Artikel in New Scientist findet, die Forschungen auf der Grundlage von Burkhard Heims Theorie beinhalten. Ferner wird auch ein Artikel Heims in einem peer-review-Journal aus dem Jahre 1977 verlinkt. Seltsamerweise waren im deutschen Wiki die Zensoren nicht in der Lage, einen solchen Link in den Artikel aufnhemen zu lassen. Auch sind die amerikanischen Wiki-Redakteure in der Lage, die Resultate Martin Tajmars in den Artikel einfließen zu lassen, wo dieser seinen beobachteten Effekt einer Voraussage der Heim Theorie zuordnet. Im deutschen Wiki kein Wort dazu (stand heute). Im amerikanischen Wiki wird letztlich erwähnt, dass Tajmars Ergebnisse mittlerweile durch den Satelliten Gravity Probe B gestützt werden. Das ist hochaktuelle Forschung!
Kommen wir zur Kritik von Gerhard W. Bruhn. Im deutschen Wiki wird die ausführliche Entgegnung durch Jochem Häuser nicht gebracht, nur Bruhns Kritik wird verlinkt. Hier erkennt man ein System.
Im Gegensatz dazu, wird im amerik. Wiki diese oberflächliche Kritik nicht gebracht, da nach der Erwiderung durch Häuser keine Reaktion mehr von Bruhn kam und somit die Sache als erledigt betrachtet wurde. Hingegen bringen die Amerikaner eine tiefgreifende Kritik durch den Physiker John Reed und sind sich nicht zu schade den gesamten Verlauf zu dokumentieren. Wenn man sich mit der schwierigen Materie tiefschürfend befasst, kommt man wirklich zu weitreichenden Erkenntnissen. Ich zitiere die Wiki-Seite hier in ihrer ausführlichen Beschreibung zu Reeds Kritik und wie er seine Kritik korrigierte:
John Reed's criticism and retraction
According to a 2006 posting to the "PhysicsOrgForum" by John Reed [11], the apparent success of the Heim theory predicting particle masses may be illusory. Reed argued that Heim's original work, published only in German, has been very difficult to follow, and the masses are derived from Heim's "Matrix A." Reed translated the original German work to find out how Heim's Matrix A was derived, and discovered that the data in Matrix A used "empirical data of ground states". In other words, experimental values of particle masses were inserted into the theory by hand. Therefore he argues there should be no surprise in simply recovering the experimental data used as an input assumption.
Reed goes on to remark that this should not be taken as deliberate fudging by Heim, since Heim himself did not intend this data to be used to predict the elementary particle masses in the first place. Reed commented "Heim was after the excited states, and for this he needed good estimates of the ground states. He used experimental mass values for this." Nevertheless, since the excited states calculated were in fact "useless" (according to Reed), it was unclear whether any other predictions of the Heim theory remain.[12]
In a later posting in August 2007, however, Reed, received the updated 1989 mass formula code from the Heim Theory group, and on the basis of this, withdrew the assertion that both the 1989 and 1982 code almost certainly used quantum numbers based on the A matrix.
“When I first looked into the 1982 version, the A matrix was present in the equations and a suggestion given for its values. Only in reading Heim's books did I learn the source of the values. Heim said that he had to fix the values to obtain correct ground state masses. I assumed that in the following work this hadn't changed. Apparently that assumption is incorrect. It looks like Heim made further progress and found a way to derive masses without the A matrix, so the A matrix should no longer be part of the discussion.” [13].
On September 4, Reed reported on results obtained by the updated 1989 formula:
“I've completed my programming of Heim's unpublished 1989 equations to derive the extra quantum numbers (n, m, p, sigma) that I thought were coming from the A matrix. I can now say for certain that the A matrix is not involved with this new version. In addition, I can derive particle masses with only the quantum numbers k, Q, P, kappa and charge without the A matrix. This is what I had hoped to be able to do. These results agree with Anton Mueller's results. I'm able to get accurate masses for the 17 test particles I have tried this program on. The worst mass comparisons with experimental data are the neutron, 939.11 vs 939.56 experimental and the eta, 548.64 vs 547.3 experimental. All the others are closer, sometimes agreeing to 6 digits.” [13]
Dementsprechend hat die Heim Theory im englischsprachigen Raum zurecht einen ganz anderen - nämlich viel höheren - Stellenwert als in Deutschland. Aber wie heißt es so schön: Der Prophet im eigenen Land...
Anhand von Burkhard Heims Theorie lässt sich das schön veranschaulichen. Zwar war Burkhard Heim aufgrund seiner Kriegsverletzungen sehr isoliert, aber seine Theorie wird auf der deutschen Wiki Seite so dargestellt, als sei an ihr nichts dran.
Im amerikanischen Wiki hingegen geht man da objektiver heran.
Zwei Vergleiche unter mehreren sollen das belegen:
Im deutschen Wiki liest man diese Sätze:
In den etablierten Wissenschaften werden Heims Ansätze nicht beachtet.[1] Der Mathematiker Gerhard W. Bruhn wies zudem Fehler in einer Veröffentlichung nach, die auf Heims Theorie aufbaute.[2]
Der erste Satz wird leicht durch einen Blick ins amerikanische Wiki 'Heim Theory' widerlegt, wo man einen Artikel in New Scientist findet, die Forschungen auf der Grundlage von Burkhard Heims Theorie beinhalten. Ferner wird auch ein Artikel Heims in einem peer-review-Journal aus dem Jahre 1977 verlinkt. Seltsamerweise waren im deutschen Wiki die Zensoren nicht in der Lage, einen solchen Link in den Artikel aufnhemen zu lassen. Auch sind die amerikanischen Wiki-Redakteure in der Lage, die Resultate Martin Tajmars in den Artikel einfließen zu lassen, wo dieser seinen beobachteten Effekt einer Voraussage der Heim Theorie zuordnet. Im deutschen Wiki kein Wort dazu (stand heute). Im amerikanischen Wiki wird letztlich erwähnt, dass Tajmars Ergebnisse mittlerweile durch den Satelliten Gravity Probe B gestützt werden. Das ist hochaktuelle Forschung!
Kommen wir zur Kritik von Gerhard W. Bruhn. Im deutschen Wiki wird die ausführliche Entgegnung durch Jochem Häuser nicht gebracht, nur Bruhns Kritik wird verlinkt. Hier erkennt man ein System.
Im Gegensatz dazu, wird im amerik. Wiki diese oberflächliche Kritik nicht gebracht, da nach der Erwiderung durch Häuser keine Reaktion mehr von Bruhn kam und somit die Sache als erledigt betrachtet wurde. Hingegen bringen die Amerikaner eine tiefgreifende Kritik durch den Physiker John Reed und sind sich nicht zu schade den gesamten Verlauf zu dokumentieren. Wenn man sich mit der schwierigen Materie tiefschürfend befasst, kommt man wirklich zu weitreichenden Erkenntnissen. Ich zitiere die Wiki-Seite hier in ihrer ausführlichen Beschreibung zu Reeds Kritik und wie er seine Kritik korrigierte:
John Reed's criticism and retraction
According to a 2006 posting to the "PhysicsOrgForum" by John Reed [11], the apparent success of the Heim theory predicting particle masses may be illusory. Reed argued that Heim's original work, published only in German, has been very difficult to follow, and the masses are derived from Heim's "Matrix A." Reed translated the original German work to find out how Heim's Matrix A was derived, and discovered that the data in Matrix A used "empirical data of ground states". In other words, experimental values of particle masses were inserted into the theory by hand. Therefore he argues there should be no surprise in simply recovering the experimental data used as an input assumption.
Reed goes on to remark that this should not be taken as deliberate fudging by Heim, since Heim himself did not intend this data to be used to predict the elementary particle masses in the first place. Reed commented "Heim was after the excited states, and for this he needed good estimates of the ground states. He used experimental mass values for this." Nevertheless, since the excited states calculated were in fact "useless" (according to Reed), it was unclear whether any other predictions of the Heim theory remain.[12]
In a later posting in August 2007, however, Reed, received the updated 1989 mass formula code from the Heim Theory group, and on the basis of this, withdrew the assertion that both the 1989 and 1982 code almost certainly used quantum numbers based on the A matrix.
“When I first looked into the 1982 version, the A matrix was present in the equations and a suggestion given for its values. Only in reading Heim's books did I learn the source of the values. Heim said that he had to fix the values to obtain correct ground state masses. I assumed that in the following work this hadn't changed. Apparently that assumption is incorrect. It looks like Heim made further progress and found a way to derive masses without the A matrix, so the A matrix should no longer be part of the discussion.” [13].
On September 4, Reed reported on results obtained by the updated 1989 formula:
“I've completed my programming of Heim's unpublished 1989 equations to derive the extra quantum numbers (n, m, p, sigma) that I thought were coming from the A matrix. I can now say for certain that the A matrix is not involved with this new version. In addition, I can derive particle masses with only the quantum numbers k, Q, P, kappa and charge without the A matrix. This is what I had hoped to be able to do. These results agree with Anton Mueller's results. I'm able to get accurate masses for the 17 test particles I have tried this program on. The worst mass comparisons with experimental data are the neutron, 939.11 vs 939.56 experimental and the eta, 548.64 vs 547.3 experimental. All the others are closer, sometimes agreeing to 6 digits.” [13]
Dementsprechend hat die Heim Theory im englischsprachigen Raum zurecht einen ganz anderen - nämlich viel höheren - Stellenwert als in Deutschland. Aber wie heißt es so schön: Der Prophet im eigenen Land...
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Samstag, 19. Dezember 2009
Hinweise auf Dunkle Materie in Mine
klauslange,21:16h
In einer Mine haben Forscher nun ernstzunehmende Hinwiese auf eine seltene Wechselwirkung von Dunkler Materie detektiert. Dabei stand nicht die Gravitation, wie bei indirekten Beobachtungen der Astronomie, im Mittelpunkt, sondern die schwache Kernkraft.
Über die genaue Bewertung der neuen Hinwiese in einem irdischem Detektor berichtet raumfahrer.net:
http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/19122009131839.shtml
Und noch ausführlicher:
http://www.kosmologs.de/kosmo/blog/himmelslichter/allgemein/2009-12-18/cdms-der-erste-nachweis-dunkler-materie
Über die genaue Bewertung der neuen Hinwiese in einem irdischem Detektor berichtet raumfahrer.net:
http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/19122009131839.shtml
Und noch ausführlicher:
http://www.kosmologs.de/kosmo/blog/himmelslichter/allgemein/2009-12-18/cdms-der-erste-nachweis-dunkler-materie
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Donnerstag, 10. Dezember 2009
Multiversen: Neue Messergebnisse erhärten die Multiversentheorie
klauslange,23:34h
Wie welt der physik berichtet deuten neueste Messungen auf ein wie auch immer geartetes Multiversum hin:
http://www.weltderphysik.de/de/4245.php?ni=1685
Zitat:
Astronomen um Alexander Kashlinsky vom Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland (USA) haben neue Daten gesammelt, die die Theorie eines „Multiversums“ stärker stützen als bisherige Messungen das konnten. Demnach könnten Paralleluniversen für die mysteriösen Dunkle Strömung verantwortlich sein, die das Forscherteam gefunden hat.
Diese Strömung äußert sich in Form von spektralen Verschiebungen in der kosmischen Hintergrundstrahlung (siehe Nachricht "Die Dunkle Strömung der Galaxienhaufen" in der Linkliste). Diese Verschiebungen deuten darauf hin, dass sich alle Galaxien mit einer unerwartet hohen Geschwindigkeit von bis zu 800 Kilometern pro Sekunde in ein und die selbe Richtung bewegen, zusätzlich zu der ohnehin vorhandenen Expansion des Universums.
Neue Erkenntnisse erweitern die Messungen der Gruppe nun auf einen Radius von 3 Milliarden Lichtjahren. Die neuen Ergebnisse wurden in einem Artikel an die Fachzeitschrift „The Astropyhsical Journal“ übermittelt.
Die entscheidende Frage ist die nach der Herkunft dieses unerwarteten Soges. Eine Multiversumstheorie in der Paralleluniversen eine Rolle spielen, vermag diese Frage zu beantworten. Einige Theorien des frühen Universums beinhalten solche vielfachen Universen, die, ähnlich wie verschränkte Objekte in der Quantentheorie, in ihrem Verhalten miteinander gekoppelt sind. Die umstrittenen Theorien besagen, dass diese Paralleluniversen, obwohl für uns ansonsten nicht wahrnehmbar, eine Kraft auf unser Universum ausüben können, die die Dunkle Strömung erklärt. So könnte Materie außerhalb unseres kosmischen Horizonts, der durch das Licht, das wir aus dem Weltall empfangen begrenzt wird, gravitative Anziehung auf unser Universum ausüben.
„Falls sich die Strömung, wie unsere Daten es andeuten, bis zum kosmischen Horizont erstreckt, dann hängt ihr Ursprung wahrscheinlich mit der vorinflationären Gesamtstruktur der Raum-Zeit zusammen und deutet auf ein irgendwie geartetes Multiversum hin“, so Kashlinksky. „Wir führen das Projekt fort und erwarten, dass unsere zukünftigen Messungen diese Möglichkeit wesentlich deutlicher beleuchten“.
Laut Laura Mersini-Houghton, Kosmologin an der University of North Carolina in Chapel Hill (USA) und Fürsprecherin einer Multiversums-Theorie, sind Kashlinkskys Entdeckungen „die direktesten Anzeichen für die Existenz des Multiversums“. Mersini-Houghton betont, dass die Theorie der Paralleluniversen eine Dunkle Strömung voraussagt, und dass sogar deren Geschwindigkeit nahezu mit der die Kashlinskys Team gemessenen hat übereinstimmt.Astronomen um Alexander Kashlinsky vom Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland (USA) haben neue Daten gesammelt, die die Theorie eines „Multiversums“ stärker stützen als bisherige Messungen das konnten. Demnach könnten Paralleluniversen für die mysteriösen Dunkle Strömung verantwortlich sein, die das Forscherteam gefunden hat.
Diese Strömung äußert sich in Form von spektralen Verschiebungen in der kosmischen Hintergrundstrahlung (siehe Nachricht "Die Dunkle Strömung der Galaxienhaufen" in der Linkliste). Diese Verschiebungen deuten darauf hin, dass sich alle Galaxien mit einer unerwartet hohen Geschwindigkeit von bis zu 800 Kilometern pro Sekunde in ein und die selbe Richtung bewegen, zusätzlich zu der ohnehin vorhandenen Expansion des Universums.
Neue Erkenntnisse erweitern die Messungen der Gruppe nun auf einen Radius von 3 Milliarden Lichtjahren. Die neuen Ergebnisse wurden in einem Artikel an die Fachzeitschrift „The Astropyhsical Journal“ übermittelt.
Die entscheidende Frage ist die nach der Herkunft dieses unerwarteten Soges. Eine Multiversumstheorie in der Paralleluniversen eine Rolle spielen, vermag diese Frage zu beantworten. Einige Theorien des frühen Universums beinhalten solche vielfachen Universen, die, ähnlich wie verschränkte Objekte in der Quantentheorie, in ihrem Verhalten miteinander gekoppelt sind. Die umstrittenen Theorien besagen, dass diese Paralleluniversen, obwohl für uns ansonsten nicht wahrnehmbar, eine Kraft auf unser Universum ausüben können, die die Dunkle Strömung erklärt. So könnte Materie außerhalb unseres kosmischen Horizonts, der durch das Licht, das wir aus dem Weltall empfangen begrenzt wird, gravitative Anziehung auf unser Universum ausüben.
„Falls sich die Strömung, wie unsere Daten es andeuten, bis zum kosmischen Horizont erstreckt, dann hängt ihr Ursprung wahrscheinlich mit der vorinflationären Gesamtstruktur der Raum-Zeit zusammen und deutet auf ein irgendwie geartetes Multiversum hin“, so Kashlinksky. „Wir führen das Projekt fort und erwarten, dass unsere zukünftigen Messungen diese Möglichkeit wesentlich deutlicher beleuchten“.
Laut Laura Mersini-Houghton, Kosmologin an der University of North Carolina in Chapel Hill (USA) und Fürsprecherin einer Multiversums-Theorie, sind Kashlinkskys Entdeckungen „die direktesten Anzeichen für die Existenz des Multiversums“. Mersini-Houghton betont, dass die Theorie der Paralleluniversen eine Dunkle Strömung voraussagt, und dass sogar deren Geschwindigkeit nahezu mit der die Kashlinskys Team gemessenen hat übereinstimmt.
Dennoch wird betont, dass dies noch kein Beweis für Multiversen ist.
http://www.weltderphysik.de/de/4245.php?ni=1685
Zitat:
Astronomen um Alexander Kashlinsky vom Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland (USA) haben neue Daten gesammelt, die die Theorie eines „Multiversums“ stärker stützen als bisherige Messungen das konnten. Demnach könnten Paralleluniversen für die mysteriösen Dunkle Strömung verantwortlich sein, die das Forscherteam gefunden hat.
Diese Strömung äußert sich in Form von spektralen Verschiebungen in der kosmischen Hintergrundstrahlung (siehe Nachricht "Die Dunkle Strömung der Galaxienhaufen" in der Linkliste). Diese Verschiebungen deuten darauf hin, dass sich alle Galaxien mit einer unerwartet hohen Geschwindigkeit von bis zu 800 Kilometern pro Sekunde in ein und die selbe Richtung bewegen, zusätzlich zu der ohnehin vorhandenen Expansion des Universums.
Neue Erkenntnisse erweitern die Messungen der Gruppe nun auf einen Radius von 3 Milliarden Lichtjahren. Die neuen Ergebnisse wurden in einem Artikel an die Fachzeitschrift „The Astropyhsical Journal“ übermittelt.
Die entscheidende Frage ist die nach der Herkunft dieses unerwarteten Soges. Eine Multiversumstheorie in der Paralleluniversen eine Rolle spielen, vermag diese Frage zu beantworten. Einige Theorien des frühen Universums beinhalten solche vielfachen Universen, die, ähnlich wie verschränkte Objekte in der Quantentheorie, in ihrem Verhalten miteinander gekoppelt sind. Die umstrittenen Theorien besagen, dass diese Paralleluniversen, obwohl für uns ansonsten nicht wahrnehmbar, eine Kraft auf unser Universum ausüben können, die die Dunkle Strömung erklärt. So könnte Materie außerhalb unseres kosmischen Horizonts, der durch das Licht, das wir aus dem Weltall empfangen begrenzt wird, gravitative Anziehung auf unser Universum ausüben.
„Falls sich die Strömung, wie unsere Daten es andeuten, bis zum kosmischen Horizont erstreckt, dann hängt ihr Ursprung wahrscheinlich mit der vorinflationären Gesamtstruktur der Raum-Zeit zusammen und deutet auf ein irgendwie geartetes Multiversum hin“, so Kashlinksky. „Wir führen das Projekt fort und erwarten, dass unsere zukünftigen Messungen diese Möglichkeit wesentlich deutlicher beleuchten“.
Laut Laura Mersini-Houghton, Kosmologin an der University of North Carolina in Chapel Hill (USA) und Fürsprecherin einer Multiversums-Theorie, sind Kashlinkskys Entdeckungen „die direktesten Anzeichen für die Existenz des Multiversums“. Mersini-Houghton betont, dass die Theorie der Paralleluniversen eine Dunkle Strömung voraussagt, und dass sogar deren Geschwindigkeit nahezu mit der die Kashlinskys Team gemessenen hat übereinstimmt.Astronomen um Alexander Kashlinsky vom Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland (USA) haben neue Daten gesammelt, die die Theorie eines „Multiversums“ stärker stützen als bisherige Messungen das konnten. Demnach könnten Paralleluniversen für die mysteriösen Dunkle Strömung verantwortlich sein, die das Forscherteam gefunden hat.
Diese Strömung äußert sich in Form von spektralen Verschiebungen in der kosmischen Hintergrundstrahlung (siehe Nachricht "Die Dunkle Strömung der Galaxienhaufen" in der Linkliste). Diese Verschiebungen deuten darauf hin, dass sich alle Galaxien mit einer unerwartet hohen Geschwindigkeit von bis zu 800 Kilometern pro Sekunde in ein und die selbe Richtung bewegen, zusätzlich zu der ohnehin vorhandenen Expansion des Universums.
Neue Erkenntnisse erweitern die Messungen der Gruppe nun auf einen Radius von 3 Milliarden Lichtjahren. Die neuen Ergebnisse wurden in einem Artikel an die Fachzeitschrift „The Astropyhsical Journal“ übermittelt.
Die entscheidende Frage ist die nach der Herkunft dieses unerwarteten Soges. Eine Multiversumstheorie in der Paralleluniversen eine Rolle spielen, vermag diese Frage zu beantworten. Einige Theorien des frühen Universums beinhalten solche vielfachen Universen, die, ähnlich wie verschränkte Objekte in der Quantentheorie, in ihrem Verhalten miteinander gekoppelt sind. Die umstrittenen Theorien besagen, dass diese Paralleluniversen, obwohl für uns ansonsten nicht wahrnehmbar, eine Kraft auf unser Universum ausüben können, die die Dunkle Strömung erklärt. So könnte Materie außerhalb unseres kosmischen Horizonts, der durch das Licht, das wir aus dem Weltall empfangen begrenzt wird, gravitative Anziehung auf unser Universum ausüben.
„Falls sich die Strömung, wie unsere Daten es andeuten, bis zum kosmischen Horizont erstreckt, dann hängt ihr Ursprung wahrscheinlich mit der vorinflationären Gesamtstruktur der Raum-Zeit zusammen und deutet auf ein irgendwie geartetes Multiversum hin“, so Kashlinksky. „Wir führen das Projekt fort und erwarten, dass unsere zukünftigen Messungen diese Möglichkeit wesentlich deutlicher beleuchten“.
Laut Laura Mersini-Houghton, Kosmologin an der University of North Carolina in Chapel Hill (USA) und Fürsprecherin einer Multiversums-Theorie, sind Kashlinkskys Entdeckungen „die direktesten Anzeichen für die Existenz des Multiversums“. Mersini-Houghton betont, dass die Theorie der Paralleluniversen eine Dunkle Strömung voraussagt, und dass sogar deren Geschwindigkeit nahezu mit der die Kashlinskys Team gemessenen hat übereinstimmt.
Dennoch wird betont, dass dies noch kein Beweis für Multiversen ist.
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Dienstag, 24. November 2009
Erste Teilchenkollisionen am LHC
klauslange,21:14h
Zwar gab es schon seit Tagen Meldungen über die Wiederinbetriebnahme des LHC, aber ich wollte warten, bis erste - wenn auch mit niedriger Energie - Teilchenkollisionen stattfanden.
Dieser Punkt ist nun erreicht und bis Weihnachten sollten die noch notwendigen Kalibrierungen abgeschlossen sein:
http://press.web.cern.ch/press/PressReleases/Releases2009/PR17.09E.html
Dieser Punkt ist nun erreicht und bis Weihnachten sollten die noch notwendigen Kalibrierungen abgeschlossen sein:
http://press.web.cern.ch/press/PressReleases/Releases2009/PR17.09E.html
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Donnerstag, 12. November 2009
LHC: Zweite Testphase...
klauslange,10:41h
... lief bislang zufriedenstellend, so dass nun die Hälfte des Rings passiert wurde.
Da es nun langsam wieder beim LHC interessant wird, habe ich meine LHC-Link auf der Liste geändert. Statt den Link des BMF bzw. der DFG weiter zu nehmen, habe ich auf die engl. sprachige Seite direkt vom LHC verlinkt. Die ist zum einen detaillierter und zum anderen viel schneller und aktueller was den Status des LHC anbelangt.
Am 20.11. soll der gesamte Ring in einem Rutsch erstmals nach den Reparaturen vollständig durchlaufen werden. Es wird spannend!!!
Dazu noch zusätzlich Infos von New Scientist
Da es nun langsam wieder beim LHC interessant wird, habe ich meine LHC-Link auf der Liste geändert. Statt den Link des BMF bzw. der DFG weiter zu nehmen, habe ich auf die engl. sprachige Seite direkt vom LHC verlinkt. Die ist zum einen detaillierter und zum anderen viel schneller und aktueller was den Status des LHC anbelangt.
Am 20.11. soll der gesamte Ring in einem Rutsch erstmals nach den Reparaturen vollständig durchlaufen werden. Es wird spannend!!!
Dazu noch zusätzlich Infos von New Scientist
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Mittwoch, 11. November 2009
Fly-By von Rosetta und Raumanomalie?
klauslange,10:38h
Wie bekannt sein dürfte wurden anhand von einigen Fly-By Manövern unterschiedlicher Sonden an der Erde, aber auch an anderen Himmelskörpern eine Zunahme an Beschleunigung gemessen, die der Relativitätstheorie widerspricht.
Andere insbesondere tehnische Fehlerquellen konnten bislang ausgeschlossen werden, vielmehr wurde eine Abhängigkeit zum Abstand der entsprechenden Masse erkannt. Es gibt eine vorläufige Formel, die nun durch alle vorangegangenen Anomalien, einen Änderungsbetrag für den Rosetta Fly-By am 13.11. vorhersagt, ohne das Phänomen selbst physikalisch zu erklären. Daher darf man gespannt sein, ob der Betrag - oder überhaupt erneuet eine Anomalie - zu beobachten ist. Die Resultate werden zwar nicht sofort ermittelt werden können, die Messungen brauchen einige Zeit, aber das Warten dürfte sich lohnen.
New Scientist spricht schon von exotischer Physik:
will probes upcoming flyby unlock exotic physics?
Andere insbesondere tehnische Fehlerquellen konnten bislang ausgeschlossen werden, vielmehr wurde eine Abhängigkeit zum Abstand der entsprechenden Masse erkannt. Es gibt eine vorläufige Formel, die nun durch alle vorangegangenen Anomalien, einen Änderungsbetrag für den Rosetta Fly-By am 13.11. vorhersagt, ohne das Phänomen selbst physikalisch zu erklären. Daher darf man gespannt sein, ob der Betrag - oder überhaupt erneuet eine Anomalie - zu beobachten ist. Die Resultate werden zwar nicht sofort ermittelt werden können, die Messungen brauchen einige Zeit, aber das Warten dürfte sich lohnen.
New Scientist spricht schon von exotischer Physik:
will probes upcoming flyby unlock exotic physics?
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