Montag, 23. Oktober 2006
Vom Würfelnetz zum Raumquant: Kosmologische Kenngrößen berechnet!
Nach den mathematischen Vorarbeiten zur Begründung einer Würfelnetzgeometrie, die ich hier im Beitrag

http://designale.blogger.de/stories/496417/

vorstellte, habe ich nun eine erste Verknüpfung zu physikalischen Kenngrößen vornehmen können und eine sehr gute Übereinstimmung erzielt:

Vom Würfelnetz zum Raumquant

Diese ganze Betrachtung wirft eine interessante Frage auf:

Nach dem Urknallmodell hatte ja das gesamte Universums einst die größe eines einzigen Quants.

Nehmen wir diese Hypothese des Anfangs als wahr an, dann wäre das heutige Universum nichts anderes als ein einziges aufgeblähtes Quant.

Frage: Wie kann ein einziges Quant selbst wiederum aus mehreren Quanten bestehen?

Wenn wir heute unser Universum betrachten finden wir sehr viele Quanten als Bestandteil des Universums vor. Statt einer einfachen Ausdehnung - egal ob nun mit oder ohne Inflation - ändert ja an der Anzahl des Quanten nichts.

Es sei denn, dass diese Ausdehnung eben eine Art Quantenaufteilung wäre, gleich einer Zellteilung, oder eben gleichzeitig viele Quanten als Verbund von vornherein das Universum bildeten, also man ein quasi ausgebildetes Universum vom Anfang her schon hat, dem aber stets weitere Quanten hinzugefügt werden, was man heute als Expansion des Raumes wahrnimmt.

Wir würden uns mit der Quantenteilung bzw. Hinzufügung also auf dem Boden der Quasi-Steady-State Modellen bewegen.

Genauere Schlussfolgerungen können nach einer Analyse der angekündigten Untersuchung zur Würfeltexturfluktuierung gemacht werden.

Während jedenfalls das Urknallmodell dunkle Materie und dunkle Energie nicht vorhersagte, sondern erst nachträglich ins Modell eingeführt werden musste, wird es im Rahmen der Würfelnetzgeometrie zwangsläufig vorhergesagt.

Ferner wird vorhergesagt, dass ein einziges Quant des Universums die Relationen der Gesamtenergiebilanz des Universums repräsentiert. Eine solche Repräsentation der Gesamtstruktur des Ganzen in seiner kleinsten Einheit kennen wir eigentlich nur in der Zell-DNA eines Organismus. Jede einzelne Zelle repräsentiert in sich auch stets die Gesamtstruktur des gesamten Organismus, auch wenn die Zelle selbst für eine bestimmte Aufgabe spezialisiert ist.

Natürlich ist auch im Rahmen der Würfelnetzgeometrie das Urknallmodell noch nicht aus dem Rennen, aber dies liegt an der Anpassungsfähigkeit des Urknallmodells, wie man anhand unvorhergesehener Beobachtungen wie beschleunigte Expansion, dunkle Materie und dunkler Energie sieht, nicht an der Würfelnetzgeometrie, die man als Verknüpfung von M-Theorie und Loop Quantengravitation auffassen kann. Und diese beiden Theorien lassen einen Urknall zu, auch wenn er aus diesen nicht zwingend folgt, wenn man spekulative Extrapolationen außen vor lässt.

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Mittwoch, 9. August 2006
Materie und Zahlen
Wie sich einfache Zahlenverhältnisse in der materiellen Welt darstellen, zeigt folgendes Beispiel anhand des Massenverhältnisses von Elektronen und Protonen:

http://motls.blogspot.com/2006/04/evolving-proton-electron-mass-ratio.html

Ferner geraten zunehmend exotischere Materieformen in den Blickpunkt:

http://motls.blogspot.com/2006/08/will-desy-produce-axions.html


Ganz aktuell auch auf der Ebene der Quarks:

http://www.theregister.co.uk/2006/10/24/exotic_baryons/

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Donnerstag, 6. Juli 2006
Würfelnetz-Geometrie als fundamentale Beschreibung des Universums
Die Grundlagenphysik befindet sich im Aufbruch.

Man gibt sich nicht mehr mit einem Flickenteppich unterschiedlicher Theorien für die Beschreibung von verschiedenen Teilbereichen zufrieden, sondern möchte gleich den großen Wurf: Eine Theorie für alles!

Diesen Anspruch kann ich nur unterstützen, wenn man unter "alles" eben nur die Vereinigung der Beschreibung aller natürlichen Phänomene - seien es alle Kräfte, alle Skalen im Mikro- wie im Makrokosmos oder alle Zustände der Materie etc.- meint.

Zu begrüßen sind diese Bestrebungen hauptsächlich aus zweierlei Gründen:

a) Zum einen gibt man implizit zu, dass man von einem einheitlichen Aufbau des Universums ausgeht, was man bei konsequenter Zugrundelegung des Zufalls als Fundament des Weltgeschehens eben nicht annehmen dürfte.

b) Zum anderen gelangt man bei diesen Bemühungen zu der Erkenntnis, dass die Naturgesetze und der Aufbau des Universums nicht nur im messbarem Bereich physikalischer Instrumente liegt. Dass den Messinstrumenten der Physiker eben auch grundlegende Ordnungen der Natur verborgen bleiben können, die sich nur der mathematischen Logik erschließen. Gemeint sind hier vor allem das eventuelle Vorhandensein von Zusatzdimensionen, die zumindest teilweise unterhalb der Plancklänge liegen. Also in einem Bereich, in dem man die prinzipiell zufälligen Vakuumfluktuationen ansiedelt. Solche Zusatzdimensionen würden sich aber durch geometrische Ordnung auszeichnen und eben den Fluktuationen Grenzen aufweisen, auch wenn uns diese Ordnung verborgen bleibt. Allenfalls kann man auf die ein oder andere verborgene Raumdimension indirekt schließen bzw. deren Vorhandensein durch Messungen plausibel machen. Was also für unsere Apparaturen prinzipiell unbestimmbar ist, muss nicht dem prinzipiellem Zufall zugerechnet werden. Wir sehen: Es besteht zumindest die Möglichkeit, dass was nach der Quantenmechanik als prinzipieller Zufall ERSCHEINT, doch einer inneren - verborgenen - geometrischen Ordnung gehorcht.

Fazit: Wenn man den Intelligent Design Ansatz deswegen als nicht wissenschaftlich ansieht, weil die offensichtlichen Komplexitäten angeblich nur als konstruiert ERSCHEINEN, aber doch in wirklichkeit ungerichtete Zufallsprozesse sein sollen, so kann man jetzt mit Fug und Recht entgegnen: Die offensichtlichen Zerfallsprozesse radioaktiver Elemente, die prinzipiell nur durch Wahrscheinlichkeitsamplituden im Mikrokosmos beschreibbar sind, ERSCHEINEN eben nur als zufällig, dahinter KANN sich aber doch eine geometrische Architektur verbergen, die nun einmal einen Architekten benötigt. Wie die neuen Weltmodelle mit Extradimensionen belegen, ist das nicht so abwegig, wie man das gerne den Forschern des Intelligent Design vorwirft. Der "prinzipielle Zufall" in den Evolutionsprinzipien der unbelebten und belebten Natur wäre also nur ein Lückenfüller für eine bis dato unbekannte und unverstandene Ordnung hinter der sichtbaren Bühne des Weltgeschehens.


Selbstverständlich versucht man gemäß dem Zeitgeist diese Ansätze aus der String- bzw. M-Theorie dazu zu benutzen, um unendlich viele Universen und die ewige Existenz von Materie plausibel zu machen, damit man nicht mehr über die Feinabstimmung dieses Universums grübeln muss und dadurch notgedrungen eine "Hintertür" für einen Schöpfer des Alls offen hält. Doch solche Nebenlösungen wie Multiversen oder ewig zyklische Universen sind ja nur ein Anzeichen dafür, dass noch nicht alle Randbedingungen bekannt sind oder/und das Gleichungssystem noch unvollständig oder das vorhandene Modell noch zu grobkörnig ist. Ferner kann man in jeder Formel hypothetisch für die Zeit Werte eintragen, die aber rein sachlich nicht mehr sinnvoll sind, weil eben durch unbekannte Randbedingungen die Definitionsmenge längst verlassen wurde.


Aus diesem Grunde habe ich vor einiger Zeit damit angefangen, einen Ansatz zu entwickeln, um das vollständige Grundgerüst des Universums zu beschreiben.

Dabei ging ich von den drei bekannten Dimensionen des Raumes aus und unterteilte diesen Raum mathematisch in Einheitswürfel als kleinste Bausteine des 3D. Wenn man nun diese Würfel aufklappt, erhält man elf verschiedene Würfelnetze (unabhängig von Reflexion bzw. Rotation), die eine duale Signatur offenbaren, wie wir sie bislang nur aus der M-Theorie kennen.

Die ersten mathematischen Grundlagen dieser Würfelnetzgeometrie habe ich nun im Matheplaneten.com veröffentlicht und soll auch den Lesern hier nicht vorenthalten werden:

http://www.matheplanet.com/matheplanet/nuke/html/fav.php?op=view&fav_id=20741&agid=156

Neueste Berechnungen offenbaren kosmologische Resultate unter

http://designale.blogger.de/stories/587200/

Die weitere Erforschung und auch Verknüpfung mit der Physik findet in der Hexomino AG statt, die ich leite und an der jeder sich dort gerne beteiligen kann(unter Auswahl-->Arbeitsgruppen) :

http://www.matheplanet.com

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